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Aus dem Leben einer Noch-Bundesrätin

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In rot-grüner Geiselhaft
Eveline Wid­mer-­Schlumpf (EWS)  tut al­les, um Rot-Grün im Hin­blick auf die Bun­des­rats­wah­len vom 14. De­zem­ber 2011 milde zu stim­men. Denn nur mit lin­ker Unterstützung hat sie eine Chan­ce, ihren mit einem bei­spiel­lo­sen Lügen- und In­tri­gen­spiel er­hasch­ten Bun­des­rats­sitz zu si­chern, ob­wohl sie mit ihrer 5%-­Par­tei überhaupt kei­nen An­spruch hat. So hat sie als Ver­ant­wort­li­che für den Asyl­be­reich von 2008-2010 das Bun­des­amt für Mi­gra­tion mit dau­ern­den Re­or­ga­ni­sa­tio­ne​n auf den Kopf ge­stellt und prak­tisch lahm­ge­legt. Statt den ra­schen Voll­zug der Asyl­ver­fah­ren vor­an­zu­trei­ben und den Asyl­miss­brauch zu stop­pen (was den lin­ken Ideo­lo­gen und Gut­men­schen nicht ge­fal­len hätte), hat ihre Po­li­tik des Lais­ser-faire das Ge­gen­teil be­wirkt. Die durch­schnitt­li­che Ver­fah­rens­dauer für Asyl­ge­su­che ist auf 1400 Tage ge­stie­gen, die Zahl der Ge­su­che hat sich fast ver­dop­pelt und die Kos­ten haben dras­tisch zu­ge­nom­men.  
Der neueste Coup der sich in lin­ker Gei­sel­haft be­find­li­chen Noch-Bundesrätin: Sie ver­sucht sich mit einer ökologischen Steu­er­re­form, der so­ge­nann­ten Ökosteuer, im rot-grünen Lager zu pro­fi­lie­ren. Mit einer neuen Steuer auf Erdöl und Atom­strom  will sie die „Energiewende“ herbeiführen. Falls sich diese Re­form durch­set­zen soll­te, wer­den wir höhere Steu­ern, höhere Trans­port- und Ener­gie­kos­ten, höhere Ben­zin­prei­se, höhere Pro­duk­ti­ons­kos­te​n, we­ni­ger konkurrenzfähige Un­ter­neh­men und Ge­wer­be­be­triebe und einen Ver­lust an Arbeitsplätzen in Kauf neh­men müssen. Ob ihr Tun auch im Lan­des­in­ter­esse liegt, ist EWS of­fen­bar egal.   

Wenn die Unwahrheit Schule macht
Ende August ist bekannt geworden, dass während der Amtszeit von Christoph Blocher und Eveline Widmer-Schlumpf im Justiz- und Polizeidepartement Tausende von Asylbegehren, welche Iraker auf den Schweizer Botschaften in Damaskus und Kairo eingereicht hatten, nicht behandelt wurden. Diese Nichtbehandlung erfolgte auf dringendes Ersuchen des damaligen Schweizer Botschafters in Damaskus, der einen Ansturm von Zehntausenden befürchtete, und war in der Sache absolut richtig. Denn die irakischen Asylbewerber, die allesamt in die Schweiz kommen wollten, wurden vom UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge betreut und waren zu keiner Zeit in Gefahr.

Sehr aufschlussreich ist nun die Reaktion der beiden Bundesräte. Christoph Blocher betonte sofort, auch wenn er sich nicht mehr genau erinnere, so sei er von seinen Mitarbeitern sicher ins Bild gesetzt worden – so oder so trage er die volle Verantwortung. Anders Frau Widmer-Schlumpf: „Ich habe als EJPD-Vorsteherin nie etwas von dem Fall gewusst“, behauptete sie. Ein kürzlich aufgetauchtes, als vertraulich klassifiziertes Dokument (s. „NZZ am Sonntag“, 30.10.2011), zeigt nun aber auf, dass sie über die „Schubladisierung“ der Gesuche sehr wohl im Bild war. Sie hat diese Praxis sogar auf andere Botschaften ausgeweitet.

Man erinnert sich: Stunden vor ihrer Wahlannahme-Erklärung​ im Dezember 2007 hatte Frau Widmer-Schlumpf gegenüber ihrem damaligen Parteipräsidenten Ueli Maurer erklärt, sie werde die Wahl nicht annehmen. Kurz danach war alles anders. Ist ein solches Verhalten für eine Bundesrätin tragbar? Urteilen Sie selbst.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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55%
(11 Stimmen)
Dieter E.U. Lohmann sagte December 2012

Ich denke Herr Fehr müsste diesen Artikel mittlerweile umbenennen:

"Aus dem Leben einer Immer-noch-Bundesräti​n"

War wohl nichts mit Abwahl, Herr Fehr...;-)


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50%
(10 Stimmen)
Dieter E.U. Lohmann sagte December 2012

Hetzartikel gegen Frau Widmer-Schlumpf!

W​ieso interveniert Vimentis hier nicht???


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40%
(77 Stimmen)
Roli Suter sagte December 2011

Konzilianz statt Konkordanz
Die Wahrheit ist: Bundesbern hat zugunsten der EU Konzilianz die Schweizer Konkordanz geopfert und dafür die SVP kaltgestellt, die der EU ein Dorn im Auge ist. Konzilianz (aus dem lat. conciliare versöhnen, ebenso im Italienischen) ist eine soziale Haltung, die sich um Entgegenkommen, Ausgleich und Versöhnung bemüht, Verständnis für den anderen oder auch den Gegner aufbringt. Auch im Verhältnis Obrigkeit zu Untertan kann von Konzilianz gesprochen werden, wenn die Obrigkeit (EU) problematische Verhaltensweisen des Untertanen (Schweiz) toleriert.




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41%
(93 Stimmen)
Andreas Frank sagte December 2011

die Schweiz ist das einzige Land auf der Welt, wo die wählerstärkste Partei weniger Sitze hat wie die Verliererparteien. die linken SP, Grüne, GLP, CVP und BDP mit Mithilfe einiger von der FDP wurde die Konkordanz zerstört und ein Bundesrat bestätigt, der noch nie so oft von der GPK gerügt worde und nicht zusammenarbeiten konnte...Ausserdem wurde mit dem Zerstören der Konkordanz der Wählerwille mit Füssen getreten...Parteien welche von 88%, 82% oder gar von 95% nicht gewählt wurden sind gemäss den egoistischen Wünschen der Parteien im Bundesrat vertreten..aber die MIT ABSTAND Wählerstärkste Partei hat wieder nur die hälfte des eigentlichen Anspruches erhalten..es ist genug..jetzt heisst es Total-Opposition lieber Herr Fehr

Was ist mit der Verlogenheit ihrer Linksaussen Parteien? Man verlangte von der CVP und BDP eine Fusion...jetzt wählte man EWS nur schon weil Gespräche im Raum stehen..ein Witz..

Oder wie verlogen die SP sagte man stehe zur Konkordanz, oder wie die Linken sagte man wähle die Amitierenden und dann wählten viele Linke NICHT Ueli Maurer..

Oder wie die verlogene SP 4 Jahre von Erpressung sprach bei der SVP, als die sagten man akzeptiere nur die Vorgeschlagenen und gehe sonst in die Opposition..vor diesen Wahlen sagte die SP das gleiche..Und Und Und

jede Partei fand eine andere abenteuerliche Ausrede warum die SVP nicht 2 Sitze erhalten so. Dabei stellte die SVP dann Herrn Walter, welche die Linksaussen geschlossen fast zum Bundesrat machten. Und diesmal war er nicht wählbar..ach ja, die SP sagte man wähle keine wilden Kandidaten ohne Hearing..ein weiterer Beweis wie unerträglich verlogen die SP und Linke ist...Herrn Walter vor 3 Jahren, EWS, Herrn Schmid alle wurden als Sprengkandidaten OHNE HEARING gewählt von den Linken. Diese unerträgliche Verlogenheit fällt den Menschen hoffentlich endlich auf. Auch wenn die Presse so einheitlich Links schreibt.


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65%
(77 Stimmen)
Helmut Barner sagte December 2011

Kennen Sie den Unterschied zwischen einem Smart und der SVP?





Der Smart hat 2 Sitze! LOL!


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54%
(69 Stimmen)
St. Wagner sagte December 2011

Abschliessend muss ich sagen ich frue mich über die Bundesratswahl. Die SVP hat es sich schlicht und einfach mit Fehlentscheidungen, Fehleinschätzungen und Verkennung der Realität verpasst einen zweiten Sitz zu holen.
Zudem anerkenne ich das aritmethische Anrecht auf 2 Sitze, aber nur wenn die SVP ihrerseits auch den Anspruch der GPS auf einen Bundesratssitz auf Kosten der FDP hat, was ebenfalls aritmethisch errechnet ist.
Zum Schluss kann man eigentlich sagen die unschöne Allianz zwischen Mitte und der Linken (von der die Mitte abhängig war), hat auf ganzer Linie gesiegt und mein Verdacht ist das die SVP sich mit all den Patzern im Vorfeld den Weg in die Opposition selbst gebaut um danach in der Opposition unqualifiziert wettern zu können.
Es kann mir ja keiner erzählen das das peinliche Interview mit BR Maurer "Ich könnte auch Strassen wischen", die Zuppiger-Affäre und das hastige Aufstellen von Hansjörg Walter alles Zufälle waren. Die SVP hat sich so die Basis für einen Gang in die Opposition geebnet, selber wohlverstanden.
Aber​ wie viel Male hätte die SP schon einen Grund für die Opposition bekommen? Regelmässig. Es werden immer nur die rechtesten aus der SP gewählt die der bürgerlichen Mehrheit am besten passen, die Leute, die am weitesten weg von der Meinung der Parteibasis sind. So macht die SP immer ein schlechtes Bild als Regierungspartei aber eben auch als Oppositionspartei, weil sie beide Rollen nicht richtig ausleben kann, weil die Regierungsvertreter nicht zu der Basis stehen und umgekehrt (themathisch gesehen).


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57%
(88 Stimmen)
Heinz Mahler sagte December 2011

Für mich ist es mehr oder weniger klar, Frau EWS wurde als SVP Bundesräting gewählt welche sie auch angenommen hat. Wenn die SVP Sie nicht wolltel das sie Gewählt wurde hätte man sie halt nicht aufstellen dürfen.

Die SVP ist zu einer völligen Nörglerpartei verkommen, dazu gerade diese Partei einen fragwürdigen Parlamentarier als BR vorgeschlagen hat. Ich würde es begrüssen wenn die SVP endlich mehr sachliche Arbeit statt Nörgelei leistet.


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35%
(57 Stimmen)
Karl Müller sagte December 2011

Der Wähleranteil der SVP ist grösser als derjenige der SP und der Anspruch beider Parteien auf zwei Sitze wird von keiner anderen Partei bestritten.
Ein SP-Sitz wurde vakant. Die SVP hätte also verlangen können: wenn die anderen Parteien keine amtierenden Bundesräte abwählen wollen, geht der vakante Sitz an uns und die SP muss warten bis zur nächsten Vakanz. Das ist logisch und nachvollziehbar!

W​arum also ist die SVP auf die BDP losgegangen und nicht auf die SP?

Die Geschichte lehrt:
Auch bei einer unbestrittenen Bundesrats-Vakanz kommt es immer wieder zu politischen Machtspielchen, denn es ist durchaus üblich einer anderen Partei einen nicht nominierten Bundesrat auf's Auge zu drücken. Das wird zwar von der übertölpelten Partei nicht gerade gern gesehen, aber in den meisten Fällen akzeptiert, wenn auch murrend. In den letzten Jahren machte die so vorgeführte Partei nur bei einer "Miss"-Wahl Probleme:
Der Bundesrat für Null Stunden, Francis Matthey, wurde 1993 von seiner Partei, der SP, so unter Druck gesetzt, dass er entnervt zurück trat.

Es gibt einen ähnlichen aber nicht ganz vergleichbaren Fall.
Im Fall Widmer war jedoch kein Sitz vakant sondern ein amtierender Bundesrat wurde abgewählt, auch das war nichts Neues, das Pikante an diesem Fall ist jedoch: Gewählte und Abgewählter waren aus der gleichen Partei. Auch Frau Widmer wurde, verständlicherweise, von ihrer Partei unter Druck gesetzt, aber sie gab nicht nach und wurde ausgeschlossen.
Bei vielen "Miss"-Wahlen gab es Kontakte zwischen den Rädelsführern und den von Ihren Parteien Nicht-Nominierten und später Gewählten. Dementsprechend gab es bereits vor vier Jahren Gerüchte über das Ausmass der Beteiligung von Frau Widmer an dieser Geheimaktion. Einige Tage vor der vier Jahre lang ersehnten Abwahlmöglichkeit wurde bekannt, dass es seinerzeit vier Mal einen Kontakt zwischen Frau Widmer und einem der Drahtzieher gegeben hat.

Eine Partei ist eine Gemeinschaft von Gleichgesinnten in der Tugenden wie Fairness, Redlichkeit, Korrektheit, Loyalität usw. wichtig sind. Diese Werte sind heutzutage leider etwas aus der Mode gekommen.

Mögliche​rweise sind meine Ansprüche an meine Mitmenschen etwas zu hoch, aber:

Leute wie Frau Widmer würde ich niemals zu einer Tasse Tee einladen.

Allen Parlamenterien muss der Vertrauensbruch von Frau Widmer bekannt gewesen sein. Sie mögen dieses Urteil als zu hart empfinden, ich bin halt etwas altmodisch, aber:

Auch diejenigen 131 Parlamentarier, die Frau Widmer (wieder-)gewählt haben, würde ich nicht zu einer Tasse Tee einladen.

Um Missverständnissen vorzubeugen:
Auch einige der Parlamentarier, die Frau Widmer gewählt haben, würde ich nicht zu einer Tasse Tee einladen!

Das Gebaren unserer Volksvertreter hat auch seine Vorteile. Im Ochsenstall würde mich eine Lokalrunde Tee nicht viel kosten. Leider!


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54%
(99 Stimmen)
Dieter E.U. Lohmann sagte December 2011

Das war wohl nix mit der "NOCH"-Bundesrätin,​ mein guter Herr Fehr...

Nach den Verlusten bei den Nationalratswahlen und dem kläglich gescheiterten Sturm aufs Stöckli ist das bereits die dritte böse Schlappe für die SVP!!!

Und auch diese Schlappe hat sich die SVP klar selbst zuzuschreiben:

1. Die Vorbereitung auf die Bundesratswahlen (die SVP hätte 4 Jahre Zeit gehabt) war stümperhaft und unprofessionel. Der Fall Zuppiger ist hierbei nur ein Beispiel.

2. Die "Stratgie" der SVP-Führung war stümperhaft und unbrauchbar! Mit dem welschen Kandidaten den deutschschweizer Schneider-Ammann angreifen, ist auch nur ein Beispiel...

Das Verhalten der SVP nach der Wahlniederlage war undemokratisch und unprofessionel. Die SVP zeigte sich als schlechte Verliererin:

1. Die Äusserungen von Ueli Maurer nach der demokratischen Wahl von EWS sind für einen Bundesrat unhaltbar. Wenn Maurer nicht in der Lage ist mit EWS zusammenzuarbeiten, soll er zurücktreten!

2. Christoph Blocher kritisiert auf Teleblocher Parteikollegen, die nach der Wahl der anderen BR applaudiert haben. Es zeigt sich einmal mehr dass Christoph Blocher und die anderen Partei-"Strategen" schlechte Verlierer und schlechte Demokraten sind!

3. Es hat sich einmal mehr gezeigt, dass es innerhalb der SVP-Fraktion wenig Demokratie gibt. BBB (Brunner-Blocher-Baad​er) bestimmen und die anderen müssen spuren...


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42%
(73 Stimmen)
Karl Müller sagte December 2011

Wir haben einen neu-alten Bundesrat. Doch obwohl die Zusammensetzung gleich geblieben ist, hat sich etwas geändert:
Der Neue wirkt sympathisch und vor allem, er hat eine hübsche Frisur. ;-)

Doch genug gescherzt. Die Lage ist ernst!
Wird der Bunderat die anstehenden Probleme angehen?

10% mehr Bewohner durch Einwanderung bedeutet:
10% mehr Wohnungen
10% mehr Fabriken
10% mehr Läden
10% mehr Verkehrswege
10% mehr Zubetonierung
10% mehr Hochspannungsleitunge​n
10% mehr Stromverbrauch
10% mehr CO2-Emission
10% mehr Kriminelle, Nein das stimmt leider nicht, denn die Kriminalitätsrate der Ausländer ist höher als diejenige der Schweizer
...
Dazu kommen:
noch mehr Arbeitslose
noch mehr Sozialaus- und -abgaben
das Erreichen des Klimaziels wird noch schwieriger
noch mehr Schüler die nicht richtig Deutsch können
...

Wird der Bunderat die anstehenden Probleme angehen?

Vermutlic​h Nein!
Denn dafür müsste er den Tatsachen in die Augen sehen und seine rosa Brille ablegen oder vielmehr die blau-gelbe Brille. Mit Sternchen.




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27%
(48 Stimmen)
Karl Müller sagte December 2011

Irgendwie schade: Das "Kasperlitheater" ist leider schon wieder vorbei.
Es war wieder spannend und unterhaltsam.

Die SP-Strategie war erfolgreich. Leider.
Beide Sitze wurden erhalten.
Die FDP-SVP Mehrheit wurde verhindert.
Und der Extrabonus: FDP und SVP sind zerstritten.

War die SVP-Strategie so schlecht?
Eigentlich​ nicht.
Plan A: FDP-SVP Mehrheit. Das wäre für die Schweiz das Beste gewesen!
Plan B: Die aussichtslose Operation "Wildes Manndli" als Motivationsspritze für die eigenen Leute. Wieso nicht.

Der Angriff auf die SP war zu erwarten. Aber warum bitte der Angriff auf die FDP und dann auch noch auf nur einen Sitz? Das war absolut sinnlos und vor allem ungerechtfertigt, denn offensichtlich haben die meisten FDP-ler ihr Wort gehalten! Da wurde unnötigerweise viel Geschirr zerschlagen. Sachpolitisch wird man weiterhin gut zusammen arbeiten, aber das emotionale Zusammenspiel ist für die nächste Zeit arg gestört. Schade!

Wäre ein anderes Resultat möglich gewesen?
Vielleicht.​ Dann hätte die SVP jedoch über ihren eigenen Schatten springen müssen.
Einige Tage vor den Wahlen wäre eine Erklärung nötig gewesen:
Wir freuen uns, dass die anderen Parteien unseren Anspruch auf zwei Bundesratssitze anerkennen. Sie wünschen ebenfalls, dass keine amtierenden Bundesräte abgewählt werden. Einige Parteien sind jedoch inkonsequent, denn sie verlangen von uns, dass wir nur den BDP-Sitz anerkennen und FDP-Sitz angreifen. Wir werden den FDP-Sitz nicht angreifen.
Wenn keiner der amtierenden Bundesräte abgewählt wird, fehlt ein Sitz, denn neben der FDP können zwei weitere Parteien berechtigten Anspruch auf zwei Sitze erheben: die SVP und die SP. Der Wähleranteil und damit auch der Anspruch der SVP ist jedoch grösser als derjenige der SP.
Wir machen den folgenden Vorschlag:
Wir werden keinen der bisherigen Bundesräte angreifen. Dies gilt auch für die BDP.
Wir verlangen im Gegenzug die Zusicherung der anderen Parteien, dass sie im letzten Wahlgang einen unserer Kandidaten wählen.
Wir werden uns erlauben die Kandidaten derjenigen Parteien zu attackieren, die uns diese Zusage verweigern.

Daumen​schraube:
Als Zeichen dafür, dass es den anderen Parteien ernst ist, erwarten wir, dass über den vakanten Sitz als erstes abgestimmt wird. Dies ist mit der Wahlordnung vereinbar, denn die Wahlreihenfolge wird zwar durch das Dienstalter festgelegt, aber jeder zu bestätigende Bundesrat kann verlangen, dass über seine Bestätigung erst am Schluss abgestimmt wird. Wenn alle bisherigen Bundesräte ihre Anträge in der richtigen Reihenfolge stellen, ändert sich nichts an der Reihenfolge der Bestätigungswahlen, aber es wird zuerst über den vakanten Sitz abgestimmt.
Dieses Zeichen der Achtung unseres Anspruchs auf zwei Sitze erwarten wir von allen zur Wiederwahl antretenden Bundesräten. Wer sich verweigert wird attackiert.

So wären die anderen Parteien und ganz besonders die SP in Zugszwang gekommen. Erheblich.


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67%
(63 Stimmen)
Georg Stamm sagte December 2011

Nun, Herr Fehr, aus der Noch-Bundesrätin ist erwartungsgemäss eine Wieder-Bundesrätin geworden. Ob das positiv ist oder nicht soll hier nicht zur Debatte stehen. Eines aber muss aus Sorge heraus gesagt sein: Die div. Debakel der letzten Wochen bei den NR-, StR- und BR-Wahlen der SVP (nur geringer Wählerrückgang führt zu happigem Sitzverlust in Bern wegen Alleingängen, Sturm aufs Stöckli als blamable Demonstration des Wunschdenkens und der Selbstüberschätzung, BR-Wahl zeitlich falsch geplant, Kandidatenkür als Fiasko) hat das Führungstrio der Partei, die sog. 3 "BBB" (Blocher, Brunner, Baader) zu verantworten. Die SVP hätte heute 2 BR wenn die Führung seriös gearbeitet hätte. Bitte, geehrter Herr Fehr, beachten Sie das Schicksal der Deutschen FDP: Dort sieht man, wie schnell eine Partei Wähler verlieren kann wenn sie schwere Fehler macht - wie die SVP. G. Westerwelle ist als Parteichef zurückgetreten. Vielleicht wären auch bei der SVP Rücktritte fällig ?

Ihre Meinung hierzu interessiert sehr. Besten Dank für Ihre Antwort.


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40%
(43 Stimmen)
Werner Nabulon sagte December 2011

Das Parteien Gezanke Soziales, Mitte, Bürgerlich ist das eine. Schlussendlich muss oder besser gesagt darf NOCH, das Volk dann den Segen zu bestimmten Vorlagen geben.

Gegen Beschlüsse der Mitte bis Links Regierung in Bern dann mit Referendum antreten.

Ich persönlich weiss nicht, was eine Fraktion Präsidentin Gabi Huber damit gemeint hatte, als Sie erklärte, die FDP Fraktion hätte bürgerliche Anliegen unterstützt. Das ist eine einfache Rechnung, beide Fraktionen zusammen hätten 113 Stimmen gehabt.
Schnee von gestern.

In Zukunft werden wir über die AKW abstimmen müssen.
Oder aber über diese Erbschaftssteuer 20% auf Bundesebene.
Plus noch so manches Thema, diese Überfremdung einmal weglassend.
Auch was den Bankenplatz anbelangt, auch da wird es noch einiges zu Reden geben.
Die Flieger und das Armee Budget mal weglassend.

Man kann hier nun spotten man hätte einer Partei eines draufgegeben, konkret aber hat man dem Volk eines draufgegeben, wenn es dann wieder heisst, mehr Abgaben und Steuern seien zu bezahlen.
Diese Grundlage, dass der Staat mehr Gelder will, und Entschuldigung, diese Gelder werden nicht diese Superreichen wie es heisst bezahlen müssen, sondern die KMU, der Mittelstand, der wird bezahlen.
Also, dann freuen Sie sich über das verfrühte schöne Weihnachtsgeschenk, dass Sie nun erhalten haben. Schöne Festtage und gute 4Jahre bis zu den nächsten Wahlen.

Ach ja, bitte nicht jammern wenn der Leidensdruck zu gross wird.



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34%
(62 Stimmen)
Andreas Frank sagte December 2011

die Schweiz ist das einzige Land auf der Welt, wo die wählerstärkste Partei weniger Sitze hat wie die Verliererparteien. die linken SP, Grüne, GLP, CVP und BDP mit Mithilfe einiger von der FDP wurde die Konkordanz zerstört und ein Bundesrat bestätigt, der noch nie so oft von der GPK gerügt worde und nicht zusammenarbeiten konnte...Ausserdem wurde mit dem Zerstören der Konkordanz der Wählerwille mit Füssen getreten...Parteien welche von 88%, 82% oder gar von 95% nicht gewählt wurden sind gemäss den egoistischen Wünschen der Parteien im Bundesrat vertreten..aber die MIT ABSTAND Wählerstärkste Partei hat wieder nur die hälfte des eigentlichen Anspruches erhalten..es ist genug..jetzt heisst es Total-Opposition lieber Herr Fehr.


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79%
(57 Stimmen)
Markus Breisinger sagte December 2011

Ja, Herr Fehr. Jetzt wissen wir mehr als noch gestern. Vielleicht war die Überschrift doch etwas übermütig.
Ich war während vielen Jahren ein Sympathisant der SVP, auch wenn ich nicht alle Positionen geteilt habe, wo kann man das schon.
Was Sie aber in den letzten Jahren fabrizieren, mach es nur noch den ganz Eingefleischten möglich, kritiklos und ergeben zu akzeptieren, was Ihr Führungsduo vorgibt. Sie haben gute und junge Kräfte in Ihrer Partei. Machen Sie etwas daraus. Die Alte Garde hat definitiv ausgedient und zwar weniger mit dem was sie sagen sondern wie sie es sagen.
Die Parteispitze ist zur Kritik völlig unfähig, ist das einzig fehlerfreie Gremium in der ganzen Schweiz. Die Deppen sind immer nur die anderen.
Wenn Sie etwas für die Schweiz tun wollen und ich glaube, dass Ihre Partei das früher auch wollte, dann gehen Sie in sich. Vielleicht erkennen Sie den einen oder anderen Fehlen und korrigieren Sie diese.
Das Vorgehen von Herrn Bader war so etwas von spitzbübisch und vorhersehbar. Vorallem war es einfach nicht korrekt dem letzten "Freund" gegenüber.
Sie sind wohl die wählerstärkste Partei im Land. 28 % sind für Sie. 72 % aber nicht, und auch das sind Menschen.
Liessen Sie Leuten wie Rime, Walther, Spuhler u.a. mehr Platz, wäre Ihre Akzeptanz viiiiiiiiiiiel grösser.
Ihr habt ein stark verbesserungswürdiges​ Bild abgegeben. Leider haben die Linken sehr Vieles besser gemacht als Ihr.


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