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Der Preis der Souveränität?

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Meine Ko­lumne im Treff­punkt, ge­schrie­ben am 3. Mai: 

In der Schweiz hat sich die Situation seit dem 15. Januar, dem Tag der Aufhebung des Mindestkurses von 1.20 Franken pro Euro, schlagartig verändert. Unsere Exportindustrie hat nun allen Grund zur Sorge. Bereits haben Firmen wie Cablecom, Sonova, SR Technics, Arbonia Forster einen Stellenabbau angekündigt. Weiter werden bestimmt folgen. Gewisse Betriebe haben ihre Arbeitszeit erhöht, um konkurrenzfähig zu bleiben. Die Folgen des SNB-Entscheids sind enorm. In der Politik treten wirtschaftliche Fragen wieder in den Vordergrund. Die Menschen fürchten um ihre Arbeitsplätze. Gewisse Gruppierungen möchten nun ungeliebte Entscheide, beispielsweise zu mehr Oekologie und zur Energiestrategie 2050 wieder rückgängig machen. Dies werde ich sicher mit allen Mitteln bekämpfen.

Schwierig​​ werden die SNB-Negativzinsen auch für unser bewährtes Altersvorsorgesystem werden. Die Pensionskassen können ihr Geld nicht mehr mit den nötigen Renditen anlegen. Die Negativzinspolitik wird - trotz Umlageverfahren - auch die AHV im AHV-Fonds spüren. Ja, unser gesamtes Wirtschaftssystem wird bedroht. Wer spart, wird nicht belohnt. Wer will da noch Geld ausleihen? Denn unser System ist auf Zinsen aufgebaut, nicht auf Null- oder gar Negativzinsen.

Zur Frankenstärke kommt noch die ungewisse Zukunft der Bilateralen Verträge mit unseren wichtigsten Handelspartnern, den 28 EU-Staaten. Die Fortsetzung der für unser rohstoffarmes Land äusserst wichtigen Forschungsabkommen, aber auch aller übrigen für Wirtschaft und Gesellschaft so wichtigen sektoriellen Abkommen mit der EU sind durch die Annahme der SVP-Masseneinwanderun​​gsinitiative bedroht. Dies macht mir grosse Sorgen!

Wir stehen vor den grössten Herausforderungen der Schweiz. Starke Währung, gut positionierte Exportwirtschaft und stabile Verhältnisse mit den Nachbarn, unsere Erfolgsfaktoren, bremsen nun unsere Wirtschaft ab. Ein erfolgsverwöhntes Land wie die Schweiz hat sich in eine sehr schwierige Situation manövriert. Ist dies der Preis der Souveränität? Eines weiss ich, ich möchte nicht eine Heimat, welche sich immer mehr abschottet, ich möchte eine weltoffene Schweiz!

Kathy Riklin, Nationalrätin


Kommentare von Lesern zum Artikel

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27%
(15 Stimmen)
Lars von Lima sagte June 2015

Hier wird mit aller Deutlichkeit dargelegt, was auf die EU und Deutschland im Falle des Falles zukommt. So klar dargelegt habe ich das noch nie vernommen. Frau Riklin sollte sich das zu Gemüte führen. Wer diese EU samt Strukturen will, muss sich klar sein, auf was sich die Schweiz einlassen würden. Nein, und nochmals nein!

Die reale deutsche Staatsverschuldung - YouTube
▶ 25:32

www.youtube.​com/watch?v=kaiMh4iKt​WQ

vor 7 Tagen - Hochgeladen von Dietmar Siebholz

Die reale deutsche Staatsverschuldung ... Deutschland ist pleite die wahre Verschuldung beträgt 8 ...

http://www.google.c​h/url?sa=t&rct=j&q=&e​src=s&source=web&cd=5​&cad=rja&uact=8&ved=0​CDYQtwIwBGoVChMIm-eTv​5OUxgIVhD0UCh21XACf&u​rl=http%3A%2F%2Fwww.y​outube.com%2Fwatch%3F​v%3DkaiMh4iKtWQ&ei=Jg​6AVZu8BoT7ULW5gfgJ&us​g=AFQjCNFx7I8E2pwPBAo​zjJsDLjsNx5kz6w&bvm=b​v.96041959,d.d24


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47%
(15 Stimmen)
Franz Krähenbühl parteifrei sagte June 2015

Frau Riklin, Ihr Zitat
"Die Fortsetzung der für unser rohstoffarmes Land äusserst wichtigen Forschungsabkommen, aber auch aller übrigen für Wirtschaft und Gesellschaft so wichtigen sektoriellen Abkommen mit der EU sind durch die Annahme der SVP-Masseneinwanderun​​​gsinitiative bedroht. Dies macht mir grosse Sorgen!"

Als Ausländer der die Schweiz kennt, würde ich als Schweizer sagen, SIE MACHEN MIR ANGST!
Und noch etwas, es ist nicht nur die SVP, die die Masseneinwanderun​​gs​initiative stüzte.


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58%
(12 Stimmen)
Georg Bender sagte June 2015

Werte Frau Rickli;
Ganzheitliches Denken führt zu Reformen, alle anderen Glaubenssätze sind weitere Irreführungen (Manipulation)! Die Aufklärung (Bildung) der Funktion des Geldkreislaufs (Schneeballsystem) sollte als oberstes Gebot gelten!
Erklären Sie den Bürgerinnen und Bürger, dass der Arbeitgeber weder für den Gegenwert der Arbeit/Leistung aufkommt, noch sich an den Sozialausgaben beteiligt! Richtig ist, dass er den sehr wichtigen Unternehmergeist und Organisation, nur solange zur Verfügung stellt, als der Arbeitsplatz rentiert!
Der Staat im Auftrage seiner Bürgerinnen und Bürger dem Gemeinwohl verpflichtend, agiert! Die Verschuldung (Geldgenerierung) der Wirtschaft, Profite bringt und teilweise auch Arbeitsplätze schaffen! Die Staats- und Sozialausgaben werden als Pflichtrückleitung auf verschiedene Deckungsträger zugeordnet! Diese Pflichtleistung ist im Tauschwert Arbeit/Leistung einkalkuliert und darf den ordentlichen Lebensunterhalt (Nettoeinkommen = Kaufkraft) nicht schmälern, andernfalls, wie aktuell, die Wirtschaft profitiert! Das Geld wird also nicht mehrfach belastet, sondern anteilig nach Geldverwendung aufgeteilt!

Die Aufteilung des Deckungsbeitragsträge​rs Erwerb (Wirtschaftskraft) auf Arbeitnehmer und Arbeitgeber ermöglicht es, den Geist zu vernebeln, einerseits die Politiker - Optimierungslenkungss​piele (Manipulation) zu Gunsten der Finanzindustrie und Schaffung von teilweise hochdotierten Arbeitsplätzen und andererseits die ordentlichen und Produktivität Gewinne an den Sozialwerken vorbei, fast ausschliesslich der Wirtschaft zu zuordnen! Verwerflich!

Die Politik als Marionetten! Wirtschaft jammert, die Erbringer(Arbeitnehme​r) der Wirtschaftsleistung und die Gewerkschaften kuschen! Die Lex Berset 2020 ist ein Paradebeispiel, welche wie das Sozialhilfesystem, nicht im Einklang mit der Auswirkung des Geldkreislaufs (höhere Wirtschaftsleistung) steht und zu falschen Identitäten (Junge bezahlen für Alte = Lüge!) führt! Demografie – Lüge kommt hinzu!

Die Vorsorge im Sinne des Geldsystems reformieren:
a) Säule ausbauen zu einer einheitlichen (Kopf) ordentlichen Abdeckung des Lebensunterhalts im Verhältnis zur Lebensarbeitszeit und nicht Einkommen! Nettoleistung!
b) 2. Säule als reine private Vorsorge umbauen, ohne jegliche Einmischung des Staates! Nettoleistung! Obligatorischer Teil, mathematisch in die 1. Säule übertragen!









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64%
(11 Stimmen)
Georg Bender sagte June 2015

Frau Rickli:
Eine weitere Profilierung - Geheul auf tiefem Niveau, ohne zwingend die Funktion des Geldkreislaufs einzubinden, weil die Auswirkungen niemand zu interessieren scheint (fehlende kognitive Fähigkeiten?) Manipulationsspiele fortsetzen!

Meine Geldpolitischen Ansichten (Naturgesetz des Geldkreislaufs) in die Wirtschaft eingebunden, lauten:

Wir haben keine Frankenstärke sondern eine Euro-Schwäche! Unser Aufbewahrungssystem ist auf positive Zinsen aufgebaut, ist jedoch nicht im Sinne des Geldsystems! Das Geld wurde als Gegenwert der Arbeit/Leistung zur besseren Tausch-Zirkulation geschaffen! Die Aufbewahrung wurde erst später von den Ökonomen erfunden und ist wie die Zinsen und Gewinne, einzig mit immer höheren Schulden möglich! Das Wachstum wird letztlich mit Schulden generiert! In der Neuzeit wurde das Schneeballsystem mit dem Interbankkreditgeschä​ft (bewusst?), krisenanfällig ausgebaut! Die Geschäftsbanken brauchen zur Kreditvergabe die Zentralbanken nicht! Ihre geschöpfte Geldmenge (Giralgeld Vermögen) gilt rechtlich als nicht gesetzliches Zahlungsmittel, sondern nur als eine Art "Gutschein"! Dieses unkontrollierte, einseitig verteilte Gutscheinvolumen, führt zusammen mit der Marktpreisbewertung, anstatt Nachhaltigkeit, zu (gewollten Krisen!

Ein Schneeballsystem kann auf Knopfdruck (2008) unterbunden und zu Krisen führen! Würden die Zentralbanken die Kreditvergaben mit Basisgeld (gesetzliches Zahlungsmittel), anstatt Geldschöpfung der Geschäftsbanken, gesetzlich abdecken, würde ein Platzen des Schneeballsystems, die Zentralbanken (Gläubiger der Kredite) direkt treffen! Aus diesem Grunde wurde m.E. die indirekte Form gewählt, damit die Elite mehr Spielraum für ihr undurchsichtiges Handeln hat! Die Politik schläft auf anraten der Ökonomie! Warum die Justiz dieses Geschäftsmodell den Geschäftsbanken legalisiert ist mir schleierhaft!
Grunds​atz: Nur der Geldbesitzer kann die Schulden reduzieren! Wird das Geld gespart, kann dies nur mit höheren Schulden kompensiert resp. ermöglicht werden! Diesen Zusammenhang zu verstehen ist der Schlüssel, um die Manipulationen der Ökonomie (dämlichste Denklehre) und Politik zu verstehen!

Unsere Vorsorge - Aufbewahrungssysteme führen zu höheren Schulden und zu Wirtschaftgewinnen, welche die Wirtschaft scheinbar, nicht richtig einordnen kann (verdienen ohne zu wissen woher die Mittel stammen)! Das Geld wird immer getauscht, entweder für die Lebenserhaltung (bestehende Geldmenge), oder durch die Banken (geschöpfte Geldmenge) mit gezielten (Wirtschaftsteuerung)​ Kreditvergaben!
Das Umlageverfahren der gesetzlichen Vorsorge, wiederspiegelt einzig den Sinn des Geldes! Die Ökonomen, allen voran die Denkanstalten (Avenir Suisse etc.) mit ihren Kässeliromantik, verstehen die Funktion des Geldkreislaufs nicht!

„Was Hänschen nicht lernen kann oder darf (Manipulation), lernt Hans nimmermehr!“

Solan​ge die Bedürfnisse eines Volkes abgedeckt werden können, spielt die Demografie keine Rolle! Kein Land braucht zur Bedürfnisabdeckung, an den sklavenähnliches, ganzheitlich gesehenes, ruinöses Volkswirtschaftskrieg​sspielen (Export) teilzunehmen! Als Maxime sollte eine ausgeglichene Leistungsbilanz gelten! Die Nationalbank versucht mit den Negativzinsen, diesem erwähnten Grundsatz nach zu helfen? Eine weitere Spielform, welche nicht zum Ziel führen kann! Der Import führt empirisch untersucht, zu mehr Arbeitsplätzen (Bedürfnisabdeckung),​ als es die Exportwirtschaft je schaffen kann! Ich rede von ordentlichen Arbeitsplätzen und nicht von Einkommens- oder Gewinnmaximierung!


Die Freihandelsabkommen führen zu weniger Freiheit! Wir bezahlen einen verhältnismässig hohen Preis um in diesen Kriegen mitspielen zu können! Den Binnenmarkt stärken, weil für diesen Markt wir die Bedingungen organisieren können! Zins hin Zins her!












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53%
(17 Stimmen)
Georg Stamm sagte June 2015

Und wieder haben wir das Gerede von der "Abschottung" der Schweiz, die doch eigentlich "weltoffen" sein sollte. Das kennen wir bis zum Überdruss, darauf muss man im Hinblick auf die Bevölkerungsstatistik​ nicht mehr eingehen. Der EU-Botschafter in der Schweiz hat genauestens registriert, dass die ganze Linke und Teile der CVP auf dieser Welle reiten und genau deshalb gibt sich Brüssel uns gegenüber hart. So erreicht man nichts. Wie man etwas erreicht, werden wir bei Cameron und Tsipras sehen. Die haben das Volk mehrheitlich hinter sich, die Regierung sowieso, und werden deshalb von Brüssel ernst genommen. Und das lustigste dabei: Vor kurzem brachte SRF 1 einen Beitrag über ein Treffen von Schweizer und EU-Politikern zum Thema des 9.2.14. Ein Österreichischer Politiker sagte nachher: Die Schweizer haben keine Vorschläge gemacht, wir wissen nicht, was die wollen. In der Delegation war NR K. Riklin ! Sie war vielleicht sogar Delegationsleiterin, jedenfalls hatte sie am meisten TV-Präsenz.im Beitrag.


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67%
(15 Stimmen)
Thomas Niedermann sagte June 2015

Frankenstärke:
Primär eine Euroschwäche. Dollar und Chinesischer Rimbi sind auf jeden Fall nicht abgestürzt.

Z.B. Cablecom:
Da ist der Frankenkurs ja wohl nur ein Vorwand. Das einzige was hier passiert ist dass die ausländischen Eigentümer mehr Geld in ihrer Lokalwährung erhalten.

Abschott​en / Offen:
Wird nicht wahrer wenn man es immer wieder so darstellt. Wir sind eines der weltoffensten Länder überhaupt alles anders ist einfach nicht wahr. Ausser man definiert weltoffen mit alles machen und schlucken was die EU sagt. Die EU ist nur innerhalb offen - gegen Aussen dann nicht so sehr - sieht man ja jetzt an den Drohungen gegen die Schweiz.

Forschung​:
Ist ja wohl nicht so, dass einfach die EU im Bereich Forschung die Weltspitze darstellt. Wir haben da einiges zu bieten.

Schweiz:
​Wenn ich sehe was die EU macht, wie man in der Ukraine "zündelt", wie die Wirtschaft Probleme hat, dann finde ich unser Konzept einfach überzeugender. Unser aktuelles Problem heisst eine "Überflutung durch EU Bürger - das auf das richtige Mass - wir haben weiterhin Platz für Forscher, und Bürger aus nicht EU Staaten.

Also gerade schlüssig und tiefgründig finde ich den Beitrag jetzt also nicht - d.h. es ist nicht so gut al s das man es hier hätte wiederholen müssen.


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73%
(15 Stimmen)
Werner Widmer sagte June 2015

Die einen jammern, die anderen handeln. Der Grund liegt nicht nur in der Frankenstärke, auch an der Wirtschaftslage weltweit und dass die "neutrale" Schweiz an allen EU Sanktionen mitmacht und den Esport noch zusätzlich erschwert. z.B. Russland.


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