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Die eklatanten Widersprüche der Gegner der Gold-Initiative

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Und warum die Gold-I­ni­tia­tive ein wirk­sa­mes In­stru­ment gegen Fehl­spe­ku­la­tion mit un­se­rer Währung ist!

Artikel von Lukas Reimann für Inside Paradeplatz

Nachdem ich Dutzende von Streitgesprächen über die Gold-Initiative hinter mir habe und die Abstimmung immer näher rückt, nehme ich folgende zwei Dinge aus all diesen Debatten mit:

  1. Fast jeden Abend werde ich mit neuen – sich teils diametral widersprechenden – Argumenten gegen die Gold-Initiative konfrontiert.
  2. Trotz der ganzen Medien-Schelte ist an fast jedem Anlass, wo ich bisher teilnahm, die Zustimmung in der Bevölkerung für die Initiative riesig.

Fast täglich erscheinen wie von Zauberhand Artikel in den Schweizer Zeitungen gegen die Gold-Initiative. Trotz mehreren 100 verschiedenen Schweizer Medientiteln, ist mir – natürlich neben der Schweizerzeit - nur ein einziger Kommentar eines Journalisten bekannt, welcher sich für die Gold-Initiative ausgesprochen hat (Beat Feusi von der BaZ).

Ja, es wird jetzt so getan, als sei die Gold-Initiative eine äusserst weitgehende Revolution. Dabei wollen wir lediglich den bewährten Zustand von 1999 – welcher der Schweiz Stabilität, Sicherheit und Unabhängigkeit gebracht hat – wiederherstellen mit massvollen 20% statt wie damals 40% Goldanteil. Weltweit sind wir mit heute unter 10% nicht einmal unter den Top 40. Dies ist umso gravierender, weil die Schweiz über keine nennenswerten Rohstoffe verfügt, welche in vielen Staaten als Gold-Ersatz benutzt werden. Gold ist die Versicherung für riskante Hunderte von Milliarden von Euros und Dollars, welche die SNB hält und deren Entwicklung ungewiss ist. Gegenüber 1999 wirklich neu ist nur die ausschliessliche Lagerung des Goldes in der Schweiz. Und bis dahin waren sich alle in diesem Land einig:

  1. Gold ist das „unveräusserliche Familiensilber“ der Schweiz, wie es der Bundesrat immer betonte.
  2. Unveräusser​liche Goldreserven stärken die Unabhängigkeit, die Glaubwürdigkeit und bei Interventionen die Handlungsfähigkeit der Nationalbank, wie dies die SNB höchstpersönlich stets betonte.

Gewisse Gegner verlieren mangels sachlicher Argumente bereits jetzt komplett die Nerven und bezeichnen uns beispielsweise als „goldsüchtige Zwerge“ (R.Strahm), „Verschwörungstheoret​iker“ (Tagi), „Spekulanten“ (Blick) und „Isolationisten“ (NZZ) und machen damit die über 100‘000 Bürgerinnen und Bürger – welches die Volksinitiative unterschrieben haben – lächerlich. Doch es gibt durchaus auch Goldinitiativ-Gegner,​ welche sich der sachlichen Debatte stellen. Auf diese Argumente möchte ich kurz eingehen, um aufzuzeigen, wie sie – fast wie Papiergeld - in sich zerfallen:

Widerspru​ch Nr. 1: Gold-Anteil im internationalen Vergleich
Immer wieder wird als Argument vorgebracht, die Schweiz müsse mit dem Ausland mitgehen bezüglich Goldreserven, eigenständige Lösungen und Sicherheitsabwägungen​ seien isolationistisch und die Schweiz habe pro Kopf ohnehin die grössten Goldreserven. Was die Initiative verlangt, ist jedoch nicht ein Goldanteil pro Kopf, sondern eine Prozentzahl von der gesamten Bilanz. Der Goldanteil pro Kopf ist logischerweise hoch, da die Schweiz trotz geringer Einwohnerzahl ein international bedeutender Wirtschaftsplatz ist und da die Schweiz kaum Rohstoffe hat, die auch als Absicherung dienen können.

Fakt ist: Die SNB hat deutlich weniger Gold als die Nachbarländer! Die Schweizerische Nationalbank hält keine 10% ihrer Devisenreserven mehr in Gold. Hier der Vergleich mit den Nachbarländern:

Deut​schland: 72.4%
Italien: 72.0%
Frankreich: 71.6%
Österreich: 55.6%

Weltweit lag die Schweiz bei Herauskommen der offiziellen Zahlen auf Platz 39, inzwischen ist sie weiter abgerutscht. Die Forderung der Gold-Initiative, den Goldanteil der Devisenreserven auf 20% zu heben, ist also keinesfalls überzogen. Es wäre eine massvolle Annäherung an die Nachbarstaaten und nicht isolationistisch, wie behauptet wird.

Seit über 3000 Jahren wird Gold als Wertaufbewahrungsmitt​el genutzt. Als einzige Währung, die seitdem noch Bestand hat, konnte Gold sämtlichen Krisen trotzen, ist nicht von inflationärer Geldpolitik betroffen und kann nicht beliebig reproduziert oder manipuliert werden. In Zeiten eines scheinbar grenzenlosen staatlichen Schuldenmachens, eines gleichzeitig fast unlimitierten Gelddruckens durch Zentralbanken und im Angesicht von Währungs- und Finanzmarktkrisen, die sich immer häufiger ereignen, fragen weitsichtige und sicherheitsorientiert​e Nationalbanken auf der ganzen Welt Gold stärker nach. Nicht so bei uns: Auf ausländischen Druck hat die Nationalbank seit Mai 2000 hinter dem Rücken des Schweizer Volkes mehr als die Hälfte unserer Goldreserven – über 1500 Tonnen - zu miserablen Preisen verschleudert. Hätte sie dies nicht gemacht, wären wir heute um mehr als 50 Mrd. Franken reicher! Solche Kapitalfehler dürfen sich nicht wiederholen!

Widersp​ruch Nr.2: Inflation vs. Deflation
Die einen von hochdotierten Experten geschriebenen Studien behaupten, wir hätten ja eher Probleme mit einer drohenden Deflation statt mit einer Inflation und die Initiative stärke den Franken so stark, dass sie eine Deflation auslöse. Die anderen von genauso hochdotierten Experten geschriebenen Studien behaupten, die Initiative löse eine Inflation aus, weil man Gold nicht mehr vertraue in den internationalen Finanzmärkten. Politiker vom Nein-Komitee behaupten am gleichen Abend meistens gleich beides: Einerseits vertraue niemand mehr dem Gold und Gold sei längst überholt aus vergangenen Zeiten, das schwäche den Franken in Richtung Inflation und gleichzeitig behaupten sie, Gold mache den Franken gefährlich stark, dass er eine Deflation begünstigen könne.
Welche Variante gilt denn nun bitte, liebe Gegner der Gold-Initiative?

Wid​erspruch Nr.3: Unverkäuflichkeit vs. leichte Verkäuflichkeit im Ausland
Als Argument gegen die Lagerung der Goldreserven in der Schweiz wird vorgebracht, man müsse Gold schnell auf den internationalen Goldmärkten verkaufen können und unterschlägt dabei, dass die Schweiz ein international bedeutender Goldmarkt ist. Goldreserven sind im Ausland nicht sicher. Wenn schon Barrenlisten vorhanden sind, muss auch zwingend die Feinheit der einzelnen Barren bekannt sein. Im Ausland besteht die Gefahr, dass den anderen Notenbanken die gleichen Barrenlisten abgegeben werden und somit das Gold vermeintlich zwar da ist, aber vielen gehört. Da braucht es Garantien. Da man die nicht in dieser Form bekommt, muss man das Gold zurückholen und auf die Verfügbarkeit und Reinheit (Feinheit) überprüfen.

Gleichze​itig – und damit würde das erste Argument jegliche Bedeutung verlieren – behauptet man aber, Gold werde mit der Initiative bis in alle Ewigkeit und selbst bei Währungszusammenbrüch​en unverkäuflich. Hier unterschlägt man wohlwissend, dass jede Generation – demokratisch in einer Volksabstimmung (statt still und heimlich hinter dem Rücken des Volkes wie im Jahr 2000) – über Goldverkäufe jederzeit beschliessen kann. Zudem stellt die massvolle Goldreserve ja genau sicher, dass auch in Zeiten von Währungszusammenbrüch​en oder Kriegen das Vertrauen in den Franken erhalten bleibt, weil bekannt ist, dass er ausreichend mit Gold gedeckt ist. Und wenn selbst dies – im schlimmsten aller schlimmen Fälle – nicht mehr gegeben wäre, könnte man selbstverständlich gegen Gold Rohstoffe oder Nahrungsmittel einkaufen. Dafür haben wir das Notrecht, welches beispielsweise auch letzte Woche beim IS-Verbot oder bei der UBS-Rettung angewendet wurde, und in einem äussersten Krisenfall fast in allen Bereich angewendet werden müsste.

Da ich immer wieder auf die Unverkäuflichkeit – auch von engagierten Befürwortern - angesprochen werde, hier noch eine Bemerkung dazu:

Ohne Verkaufsverbot finden Politik und Nationalbank immer 1000 Gründe, Gold zu verkaufen. Mitte 90-er Jahre zuerst die Solidaritätsstiftung und dann die Behauptung, wir bräuchten plötzlich überhaupt kein Gold in der Bilanz, nach 2000 fast panikartige Verkäufe ohne auch nur zu wissen, wohin der Erlös fliessen soll (AHV-Initiative), und 2005 bis 2007 nochmals 250 Tonnen verkauft angeblich rein "aus bilanztechnischen Gründen“!?

Wichtig: Die SNB kann mit unverkäuflichem Gold genauso agieren wie heute. Gold muss ja nur verkauft werden, wenn Franken „zurückgekauft“ werden sollen. Die SNB hat nach eigenen Angaben jederzeit und problemlos die Möglichkeit, beliebig viele Franken zu kaufen, ohne Bilanzposten zu veräussern, einfach indem sie eigene Schuldscheine, sog. SNB-Bills, gegen Franken verkauft.

Sagen wir es mit den Worten des Bundesrates, welcher noch in den 90er-Jahren im Parlament so äusserte:

„Zunächst ist die Vorsorge für Krisenzeiten zu nennen. Es ist möglich, dass lebenswichtige Importe (Rohstoffe, Energieträger) in schweren Krisenlagen (kriegerische Ereignisse, Boykotte, Finanzkrisen) nicht mit Devisen bezahlt werden können, sondern dass für ihre Bezahlung Gold gefordert wird. Heute die Goldbestände der Nationalbank zu veräussern, um damit Gewinne an die öffentliche Hand abzuführen, käme in den Augen des Bundesrates einem leichtsinnigen Verschleudern des schweizerischen "Familiensilbers" gleich.“

Forderungen​ nach einem Verkauf der Goldreserven, unter anderem mit dem Hinweis auf die fehlenden Zinserträge, lehnte die Bundesbank (Deutschlands Nationalbank) immer wieder ab. Sie schreibt dazu: “Nationale Goldreserven haben auch heute eine vertrauens- und stabilitätssichernde Funktion für die Währung. […] Gold stellt für die Bundesbank auch vor diesem Hintergrund einen Vermögenswert dar, der ihren Ansprüchen nach Werthaltigkeit und Diversifikation ihres Portfolios – bestehend aus Devisen und Gold als Währungsreserven – gerecht wird.“

Widerspruch Nr.4: Goldpreis-Anstieg vs. Goldkäufe
Die Gegner behaupten einerseits, der Goldpreis werde explodieren. Sie schätzen die kleine Schweiz als bedeutender für den Goldpreis ein als China (Gesamt-Import nach China im 2014 bis Ende Oktober: 1654 Tonnen!), Russland, Indien und viele andere Zentralbanken dieser Welt zusammen, welche derzeit massiv Gold einkaufen und dies ohne spürbare Wirkungen auf den Goldpreis.

Gleichzei​tig behaupten sie, die SNB müsse massiv Gold hinzukaufen. Sie unterschlagen dabei, dass die SNB auch Fremdwährungen abstossen könnte, oder – wenn es so wie die Befürworter behaupten eine Goldpreisexplosion gibt – aufgrund des Wertanstiegs des Goldes ohne auch nur eine einzige Intervention auf die 20% Goldanteil käme.

Auch hier ist nicht klar, ob nun Goldkäufe oder der Goldpreisanstieg das Gegenargument sind. Häufig hört man beide Argumente in einem Satz. Die Schweiz müsste zu Rekordpreisen Gold kaufen. Sie verschweigen aber, dass der Preisanstieg den SNB-Reserveanteil erhöhen würde und sie verschweigen auch, dass die Initiative eine 5jährige Übergangsfrist einräumt.

Widerspruc​h Nr. 5: Stabiler Euro/Franken-Kurs vs. Ende der 1.20-Untergrenze vom CHF zum Euro
Fast alle Nein-Sager behaupten, der Euro-Franken-Mindestk​urs könne bei der Gold-Initiative nicht gehalten werden, obwohl die SNB selbstverständlich weiterhin alle Möglichkeiten zu Interventionen und notfalls zu weiteren Devisenkäufen hätte. Nur der wichtigste Akteur behauptet das nicht: Die SNB selbst! Sie hat in ihren Stellungnahmen zwar eingeräumt, dass es schwieriger werden könnte, dass aber weiterhin die 1:20-Grenze mit allen Mitteln eingehalten werde und eingehalten werden könne. Zudem gab die Nationalbank bekannt, dass sie langfristig ohnehin diese rekordhohen Euro- und Dollar-Bestände abbauen müsse. Warum denn nicht diese Mittel zum Kauf des Goldes verwenden? Statt die Euros in Schuldpapieren zu parken, könnte man damit auf dem Markt Gold in kleineren Portionen gegen die Euro und Dollars kaufen, so dass man auf diese Weise gleichzeitig die Berge von riskanten Devisen abtragen würde.

Widerspruch Nr. 6: Unabhängigkeit der Nationalbank
Die Nationalbank soll – wenn man den Gegnern glauben mag – ihre Unabhängigkeit verlieren mit einem 20%-Goldanteil, obwohl sich bei früheren Krisen – wo die SNB auch intervenieren musste – die 40%-Golddeckung als Glücksfall für sie (und für die Schweiz) herausstellte. Aber wenn der Anteil von einer einzigen Position in der Bilanz schon als Abhängigkeit angesehen wird, dann müssten die 47% Euros und die weiteren Fremdwährungen - welche locker die 20% Marke übersteigen - umgehend abgestossen werden. 47% Euros in der Bilanz der SNB macht sie nicht nur von der Entwicklung des Euros abhängig, sondern auch vom Ausland erpressbar. Im Sinne einer vernünftigen Diversifizierung könnte so etwas kein Fachmann unterschreiben. Jedenfalls kenne ich niemanden, der 47% seiner Lebensersparnisse in Euros anlegt.

Widerspruch Nr. 7: Gold-Anteil ist kein Klumpenrisiko
Es ist der gleiche Widerspruch, wenn immer wieder behauptet wird, 20% Gold in der Nationalbank-Bilanz seien ein Klumpenrisiko und eine Hypothek, die viel höheren Euro- und Dollarbestände aber ganz selbstverständlich und nicht riskant. Dabei gilt noch immer der Jahrhunderte-alte Grundsatz: Papier zerfällt, Gold hält!
Apropos Hypothek: Jeder Bürger muss einen Eigenanteil vorweisen, wenn er einen Kredit aufnehmen will. Und jede Geschäftsbank muss nach neuem Finanzmarktgesetz über ausreichende Reserven und Eigenmittel verfügen. Nur unsere Nationalbank – deren Arbeit von Bedeutung für die ganze Nation ist – kennt keine verbindlichen Regelungen bezüglich sicherer Reserven!

Fazit
Die in sich zerfallenden und sich widersprechenden Argumente zeigen eindrücklich, dass die Argumente der Gegner der Goldinitiative auf Spekulation beruhen und nicht belegbar sind! Was ist Spekulation überhaupt? Spekulation ist eine persönliche Einschätzung der Zukunft. Spekulation (von lat. speculari spähen, beobachten) bezeichnet: Jemand kauft/verkauft eine Sache oder ein Wertpapier, weil er annimmt, dass dieses in absehbarer Zeit im Wert steigt/sinkt, mit dem Ziel, es nach der Wertsteigerung gewinnbringend zu verkaufen. So gesehen beruht fast alles, was an der Börse und auf den Märkten geschieht, auf Spekulation. Auch die SNB spekuliert. Im Unterschied zu privaten Akteuren aber auf Kosten der Allgemeinheit und mit dem Gold – trotz Warnungen – alles andere als gewinnbringend. Offenbar hat es genug Marktteilnehmer, welche die Zukunft des Euros nicht so rosig einschätzen, wie dies die SNB auf Bürgerkosten tut.

Sollte der US-Dollar oder der Euro einen weltweiten Vertrauensverlust erleiden, erleidet die SNB, resp. das Volksvermögen riesige, nicht wettzumachende Verluste. Gold hingegen hat die höchste Absatzfähigkeit aller weltlichen Güter – daher ist es auch Geld. Echtes Marktgeld. Für Gold existierte ohne jegliche historische Ausnahme immer ein Markt – im Gegensatz zu staatlichen Währungen.

Je mehr Goldreserven wir haben, desto sicherer ist unsere Währung. Unsere Initiative lässt der Nationalbank alle Freiheiten; aber wenn sie Geld druckt, muss sie wenigstens einen kleinen Teil in realen Werten anlegen. Bereits heute hat die Nationalbank für über 400 Milliarden Franken Fremdwährungen gekauft – ein Grossteil davon Euros. Niemand weiss, ob es den Euro in ein paar Jahren überhaupt noch gibt. Gold hingegen wird es auch dann noch geben als Garant für die Zukunft und zugleich als Absicherung für unsichere Zeiten und unberechenbare Finanzmärkte.

Die Widersprüche in den Argumenten der Gegner machen klar, dass ihre Argumente auf reiner und äusserst widersprüchlicher Spekulation beruhen und nicht auf Fakten. Genau diejenigen also, die nun die Spekulanten ins Zentrum ihrer Abstimmungskampagne stellen, womit wir bei Widerspruch Nr. 8 angelangt wären. Übrigens wurden gerade kürzlich verschiedene Grossbanken zu hohen Strafen verurteilt, weil sie den Goldpreis nach unten manipulierten. Jetzt sind wir dran, die politischen Spekulanten abzustrafen!

Am 30. November gibt es nur eine Antwort: Stimmen wir JA zur Gold-Initiative!

Die​ Schweizer Geschichte gibt Grund zu Zuversicht. 1949 wollten dieselben politischen Kräfte schon einmal die Golddeckung komplett aus der Verfassung kippen und scheiterten grandios und entgegen allen Prognosen an der Urne. Es war das Volk, welches dann 1951 die 40% Gold in die Verfassung geschrieben wollte, mit denen wir dann fast 50 Jahre lang fantastische wirtschaftliche Verhältnisse genossen. Es bleibt zu hoffen, dass das Volk auch dieses Mal dem medialen Dauertrommelfeuer widersteht, inklusive der Abstimmungspropaganda​ der angeblich neutralen Nationalbank.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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61%
(33 Stimmen)
Heinz Kremsner sagte December 2014

Tha Herr Reimann: das wars.
--------------​---------------------​---------------------​-------
Die Ablehnung der Goldinitiative ist ein positives Zeichen für die Schweiz. Nur Goldspekulanten und Unbelehrbare konnten dieses Begehren unterstützen. Wenn ein Land die Unabhängigkeit seiner Zentralbanken abschaffen will, so ist das fahrlässig oder ganz einfach dumm.
Fazit: Die Schweizerische Nationalbank (SNB) kann weiterhin ihrem Auftrag voll und ganz nachkommen, was den Finanzplatz stärkt. Merke: die Stärke einer Währung misst sich nicht am Gold (da kein Goldstandart) sondern an der Wirtschaftskraft u n d dem Vertrauen in die Währung .

Beissen sie vor Wut in einen Goldbarren ? Äh ja wohl kaum - aber lassen sie ihre Wut doch an Gold aus - essen sie Gold - 1 Gr 174 Franken - doch das geht siehe http://www.feinkost-s​hop.ch/product_info.p​hp?products_id=Goldfl​ocken-Karat-GoldGourm​et-g-1282


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62%
(34 Stimmen)
Dieter E.U. Lohmann sagte December 2014

Mit diesem überdeutlichen, haushohen Nein gegen die Goldinitiative hat das Volk der SNB überdeutlich das Vertrauen ausgesprochen und ein klares Misstrauensvotum gegen die Initianten gesetzt:

http://wp​.me/p1BHeC-iT

Die SNB macht einen hervorragenden Job!!!



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31%
(32 Stimmen)
Dany Schweizer sagte November 2014

Nun kann die SNB zeigen ob und in welcher Form sie unsere SNB-Finanzen wieder in den Griff bekommt durch die Milliardenkäufe von Euros, welche täglich immer weniger Wert werden.


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33%
(27 Stimmen)
Erika Dreyfuss sagte November 2014


Studie über die durch die Massenmedien gefahrene Grossoffensive gegen Ecopop etc., zwecks Gehirnwäsche des gemeinen Stimmvolks zur Erreichung eines für Wirtschaft und Regierung genehmen Abstimmungsresultates​.
Woher wissen wir eigentlich ob unsere Stimmen korrekt ausgezählt werden?

http://www​.foeg.uzh.ch/analyse/​dossier/Abstimmungsmo​nitor_November_2014.p​df


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35%
(23 Stimmen)
Lars von Lima sagte November 2014

Herr Professor Schüffel, eine Replik sei mir an dieser Stelle wegen der Grundsätzlichkeit gestattet:


Der CHF war immer ein sicherer Hafen,

- nicht nur wegen Effizienzsteigerung der Unternehmen, die das weitgehen auch nur konnten,

- wegen der relativ liberalen Wirtschaftsverfassung​ der Schweiz und der daraus folgenden

- Stabilität des Landes (kaum Streiks, fleissige Menschen usw.)


Um die Wertsteigerung des CHF wird sich

- zugegekauftes Material und ebensolche Dienstleistungen verbilligen!!


Es​ ist m. E. absurd, zu meinen, die SNB könnte weiter wie im derzeitigen Umfang EURO usw. aufkaufen, um den CHF 'künstlich' stabil zu halten, wider jeglicher Loktik und wirtschaftlichen Entwicklungen.

Das ist nämlich nichts anderes als die enorme Verscherbelung von erarbeitetem Volksvermögen für wertloser werdende instabile Devisen, die viel stärker schwanken als Gold.

Damit befindet sich die SNB in einer tragischen

'Selbstbedienungs​mentalität'

für einseitige Wirtschafsinteressen.​


Davor wurde schon vor Jahren gewahrnt. Dieses Vorgehen 'schützte' die angeblich bedrohte CH Wirtschaft, was klar widerlegt ist, wenn wir die früheren Entwicklungen, vor dem EURO betrachten, z. B. bei der DM, der Lira usw.


Was das nun mit der Gold INI zu tun hat, erschliesst sich m. E. nur Ihnen selbst, denn beides: Geld wie Devisen müssen zunächst gekauft werden.

Es ist leider so, dass wir mit Sorge annehmen können,

die SNB könnte kein Gold mehr kaufen,

weil sie in Liquiditätsengpässe gerät, infolge massiver Devisenabwertungen und weiterer Verscherbelung des Volksvermögens. BEIDES MACHT DIE SCHWEIZ ERPRESSBAR!!


Dan​ke für die Kenntnisnahme.


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58%
(24 Stimmen)
Patrick Schueffel sagte November 2014

Werte Diskussionsteilnehmer​,

Ich möchte einen Aspekt herausheben, der meiner Ansicht nach in der aktuellen Diskussion bisher zu wenig Beachtung fand. Die Schweiz ist ein hochinnovatives Land. Dies hat sie über Jahrzehnte bewiesen, auch und insb. gegenüber sämtlichen Nachbarländern. Es gibt Hinweise darauf, dass der starke Schweizer Franken mitursächlich für diese Entwicklung ist: eine kontinuierlich stärker werdende Währung zwang die Unternehmen dazu, Effizienzen zu steigern und Innovationen zu fördern, da die Konkurrenzfähigkeit auf internationalen Märkten sonst nicht gegeben wäre. Die relative Stärke des Schweizer Franken kann man quasi als eine makroökonomische Fitnesskur für Unternehmen betrachten. Es ist zu befürchten, dass nach der Definition der Euro-Untergrenze dieser Anpassungsdruck möglicherweise schon bald ein jähes Ende findet. Regelmässig wird vor den Gefahren einer zu starken Währung für die Exportwirtschaft gewarnt. Die langfristigen negativen Konsequenzen einer zu weichen Währungen werden jedoch im Vergleich dazu viel zu wenig thematisiert – gerade auch im Zusammenhang mit der Gold-Initiative.

M​it besten Grüssen

Patrick Schüffel

Dr. Patrick Schüffel
Professor
​Director Institute of Finance
Haute école de gestion Fribourg
Chemin du Musée 4
CH-1700 Fribourg (Suisse)
http://www.​heg-fr.ch



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11%
(19 Stimmen)
Roland Steiner sagte November 2014

Hier ein Film zum Thema: Leider auf English. Nicht nur interessant in Bezug auf die Goldinitiative sondern auch ein Denkanstoss in Bezug auf die Vollgeldinitiative.

http://www.hiddense​cretsofmoney.com/vide​os/episode-4


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24%
(21 Stimmen)
Lars von Lima sagte November 2014

Eine Mitteilung an das Schweizer Volk - Mike Maloney (A Message To The People Of Switzerland). Der bringt es auf den Punkt. Gold INI JA.

https://www.youtu​be.com/watch?feature=​player_detailpage&v=V​f0uV48ENQg


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55%
(29 Stimmen)
Dieter E.U. Lohmann sagte November 2014

Bei der Beurteilung der Goldinitiative gilt es zu beachten aus welcher (politischen) Ecke die Initianten kommen:

http://wp.​me/p1BHeC-iT


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55%
(31 Stimmen)
Heinz Kremsner sagte November 2014

Die Goldinitianten kommen mir vor wie unwissende Menschen am Rand eines Pools, schubsen Menschen in's Wasser ohne zu wissen ob diese schwimmen können, wenn diese ertrinken heben sie hilflos die Arme, sagen, schrecklich was passiert, aber wir können ja nicht alles wissen. So handeln Leute ohne Verantwortungsbewusst​sein und Fachwissen. Noch ist Zeit sie zu bremsen.
ALLE AN DIE URNE MIT NEIN ! SICHERHEIT UND ZUKUNFT IM INTERESSE DER SCHWEIZ MIT NEIN !


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57%
(28 Stimmen)
Heinz Kremsner sagte November 2014

Tja Hr Reimann und Goldfanatiker: Je länger ich den Kommentaren einiger seeeeehr fleissiger Schreiber hier und anderswo zum Thema folge, desto mehr beschleicht mich der Eindruck, dass hier möglicherweise der eine oder andere recht kleinkarierte Ziele verfolgt.
Es ist bekannt dass die Initiative von Gold-Fonds und Firmen die mit Gold handeln finanziell gestützt wird in eigenem spekulativem Interesse.
http://ww​w.tagesanzeiger.ch/wi​rtschaft/unternehmen-​und-konjunktur/Goldin​itiative-als-Objekt-v​on-Spekulation/story/​13366478

Ich gewinne zunehmend den Eindruck, dass die “Goldliebhaber” mit ihren privaten Goldinvestments ordentlich im Verlust liegen. Nun erhoffen sie sich die Rettung ihrer eigenen Goldpositionen.
Anders kann ich mir die verzweifelten Kommentare der Befürworter leider nicht mehr erklären.
Es wäre auch jedenfalls nicht uninteressant zu wissen ob und wie bspw. die Initiatoren z.B. an den Terminmärkten positioniert sind. Für mich sieht es zunehmend nach einem Zusammenschluss verzweifelter Gold (im Long) Anleger aus, welche hier unter dem Deckmantel “Zum Wohle der Schweiz” ihre eigenen Fehlinvestments wieder in den grünen Bereich bringen wollen.
Und wenn man die Werte der Gold-ETF's an den Börsen weltweit ansieht: tatsächlich die sind auf einem Tief.
Hier ein Beispiel eines Gold-ETF's der Zürcher Kantonalbank:
http://www.finanzen​.ch/ETF/ZKB-Gold-ETF-​A-CHF


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28%
(29 Stimmen)
Markus Roman Habermacher sagte November 2014

Sind wir in der Schluss-Runde angekommen? Hier also mein Statement:

Wer den Wohlstand der Schweiz auch in der Zukunft sichtern möchte stimmt mit ja für die Gold-Initiative: Mario Draghi will noch einmal 1 Bio Euro drucken – der US-$ ist überhaupt nicht stabil … im Gegensatz dazu wirft Gold langfristig eine gute Rendite ab

Es gibt nur ein Argument um Nein zu stimmen: Ob danach auch ausländische Söldner in der Schweiz Unruhe stiften wollen?


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56%
(32 Stimmen)
Heinz Kremsner sagte November 2014

Tja ich sag ja immer Herr Reimann: Wer nichts von einem Thema versteht sollte sich nicht dazu äussern sich gegebenenfalls aber vorher schlau machen. Mein Tipp an sie.
Aber aber: ich wiederhole es zum hundertsten male Hr Reimann: eine Nationalbank arbeitet mit verlängerten und verkürzten Bilanzen. In schlechten Zeiten wie jetzt ist sie verlängert - in guten verkürzt. Der jetzige Zustand der Nationalbank deshalb völlig normal.
Falls die Initiative durchkäme hätte sie bei Verkürzung einen Goldklotz am Fuss der keine Zinsen abwirft und die Handlungsfähigkeit einschränkt. Darunter leidet die gesamte Schweiz.

Unsere NB arbeitet wie jede andere Nationalbank. In den letzten 50 Jahren hatten IMMMER ! irgendwelche Nationalbanken auf der Welt verlängerte Bilanzen die dann später reduziert verkürzt wurden. Beispiel: Nationalbanken Brasilien, Chile, Ungarn, England usw usw usw.

Ihr Vergleich mit anderen NB ist deshalb ziemlich dumm da die verglichenen NB derzeit nicht eine verlängerte Bilanz führen.

Ach und dann meinen sie unsere NB hätte Dank des Goldstandards der 1999 abgeschafft wurde (und völlig nutzlos war) keine Schwierigkeiten gehabt und alles in Butter ? So en Saich.

Die NB musste in den 60-er und 70-er Jahren mehrmals stark mit Finanzinstrumenten eingreifen . hat die Bilanz verlängert. Und geriet deshalb 2 mal in negatives Eigenkapital. Für jede Firma der sichere Tot/Liquidation. Eine NB aber nicht. Weil sie was besonderes ist ! kann sie sich aus dieser Situation selbst befreien - ohne Goldverkauf - gar nicht notwendig.

Ihre Darstellung des Goldverkaufes ist ja hanebüchen. Es waren die Politiker die aufgrund wissenschaftlicher Studien zum Schluss kamen die NB habe zuviel Gold. Alle Politiker wollten dass verkauft wird. Den Erlös wollten die einen in eine Stiftung - die anderen in die AHV. Beides vom Volk abgelehnt.


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62%
(34 Stimmen)
Heinz Kremsner sagte November 2014

Nöö Herr Reimann: Mein Dickes goldfarbenes NEIN mit extra fettem dicken Filzstift geschrieben liegt tonnenschwer auf der Gemeinde seit Wochen geschrieben mit dem hier
http://www.amazon.d​e/Edding-1200-metalli​c-Stift-gold/dp/B003F​V6KIW/ref=pd_sim_toy_​2?ie=UTF8&refRID=17N4​WFAM65RTX3BN2XFJ


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46%
(26 Stimmen)
Jörg Matter sagte November 2014

Diese ganzen Text nehme ich ganz recht an! Ausgezeichnet!


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