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POPULISMUS, Meinungsfreiheit in ernster Gefahr?

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Immer mehr Men­schen scheuen sich ihre ei­gene Mei­nung kund zu tun, das ist Faktum, traurige Wirk­lich­keit. Woher kommt das, ja das soll­ten wir uns doch wirk­lich sel­ber ein­mal ernst­haft fra­gen, und dies ob­wohl in un­se­rer Eid­genös­si­schen Bun­des­ver­fas­sung die Mei­nungs­frei­heit fest ver­an­kert, also Je­der­mann/Frau ga­ran­tiert wird.

 

Dem Begriff Populismus (von lateinisch populus "Volk") werden von Sozialwissenschaftler​​​​​​​​n gleich mehrere Attribute zugeordnet.



Charakteristisch ist eine mit politischen Absichten verbundene, auf Volksstimmungen gerichtete Themenwahl und Rhetorik. Dabei geht es mal um die Erzeugung bestimmter Stimmungen, mal um die Ausnutzung und Verstärkung vorhandener Stimmungslagen zu eigenen politischen Zwecken. Oft zeigt sich "Populismus" auch in einem spezifischen Politikstil und dient als Strategie des Machterwerbes, aktuell z.B. durch einen extremen links/grünen Populismus. Dieser "Populismus" wird mehr und mehr nekrophil defaitistisch missbraucht, nämlich indem POPULISMUS mit NAZISMUS gleichsetzt wird, somit viele Menschen auf diese Art und Weise bewusst Mund tot gemacht werden. Dies erfahre ich persönlich hier auf Vimentis ja immer wieder selber, jedoch lasse ich mir nicht meine freie Meinungsäusserung, sachlich und mit jedem Respekt und Anstand vor Andersdenkenden vorgetragen nicht einfach verbieten. Es genügt mir, nämlich dass ich selber weiss dass dieser nekrophile abscheuliche Vorwurf nicht stimmt, genau das Gegenteil ist wahr, ich sezte mich für Freiheit, Selbstbestimmung und das LEBEN in jeglicher Form ein. Dabei sollte man aber Links- wie Rechtsideologen gar nicht erst zu überzeugen versuchen, die sind nämlich auf dem linken oder auf dem rechten Auge STUR BLIND.

 

Was ist Populismus eigentlich:

 

https:/​​​​​​​/www.youtube.co​m​/​w​a​t​c​h?v=vhakO​1R​-F​xk​

 ​

I​nt​ere​ssa​nt finde ich auch, nämlich dass gerade in Deutschland viele Meinungsäusserung von einfachen Bürgern mit dem Vorwurf "Nazi" Mund tot gemacht werden. Dies wurde so einseitig von den Mainstream-Medien (inkl. der Mehrzahl von öffentlich-rechtliche​​​​​​​n TV-Sendern wie SRG TV-1 in der Schweiz, ARD, ZDF in Deutschland) praktiziert bis zum geh nicht mehr, dass es den Anschein macht, nämlich dass jetzt ein Innehalten, ja eine Umkehr zu Neutralerem Umgange Miteinander bereits im Gange ist. Die Höchststände wurde i.d. politischen Sendungen mit "Maischberger" in der ARD erreicht, wo es die Runde machte dass sie angeblich Politiker/Innen mit einer kritischen Meinung zur Regierungskoalition CDU/CSU und SPD auf Druck der Regierung Merkel hin wieder ausgeladen hätte. Gestern wurde auch zu meiner allergrössten Überraschung sogar der Gründer der AfD Herr Prof. Bernd Lucke, zusammen mit dem meiner Meinung nach extrem Linken-Journalisten Georg Restle zu einem Streitgespräch eingeladen. Ich muss sagen das war absolut interessant, weil BEIDE bekamen objektiv NEUTRAL von Frau Maischberger jede Zeit, sich auszudrücken. Es gab auch Beifall vom Publikum für Beide Herren, was schlussfolgern lässt, dass ganz offensichtlich das Publikum vorher angeblich nicht mehr einseitig ausgesucht worden ist. Ein grosses BRAVO jedenfalls an die ARD. Genau dies zum Guten war Gestern für mich jedenfalls offensichtlich geworden.

 

Mein persönliches Faszit: Zuerst muss es immer höchst einseitig werden, bevor der "Bimbel" innehält, um dann auf die andere Seite wieder extrem auszuschlagen,  erneut über die goldene MITTE hinweg.

 

Geschichtlich war dies in der jüngeren Geschichte in Europa doch schon mehrmals der Fall, nämlich erst vor 100 Jahren als die rote Revolution durch Lenin im extrem zaristischen Russland extremen Erfolg hatte und danach auch nach Deutschland exportiert werden sollte. Jedoch eine rechtsextreme Gegenbewegung war die Folge - der Aufstieg der Nazis zum Massenphänomen - erst auslöste. Das Grosskapital, die deutschen Grossindustriellen hatten berechtigte Angst durch den Kommunismus ihr Kapital und ihren Besitz ganz zu verlieren. Deshalb alimentierten sie in der Folge bewusst & massgeblich die Rechtsextremen Nazis, was schlussendlich das destruktive, äusserst agressive, nekrophile Nazi-Regime erst ermöglichte. Bekanntlichendete dies sehr böse. Die Volksweisheit resp. eine geistige Weisheit hat sich damit hierin 100 %-ig wiederum klar bestätigt wie folgt:

 

"Was ihr säet,

das werdet ihr ernten,

im Guten wie im Bösen,

im Mehrfachen."

 

"LÜGEN​​​​​PRESSE" 

 

2016 TV-Eklat: Maischberger demütigt AfD-Mann - und muss sich sofort entschuldigen;

http​​​​​s:​​//www.youtube.​​c​o​m​/wa​t​ch?v=wGZ4​​5J​25​Fv​U&t=​24​03s​

 

M​EIN​UNGSFREIHE​IT IN GEFAHR? 

 

Diese Woche" am 23.10.19 im ARD-TV in Deutschland:

Bernd Lucke und Georg Restle bei "Maischberger.

 

https://www.youtub​​​​​​​e.com/watch?v=6​z​8​d​1​O​8​RVz0

 

Vi​el​e Menschen sind bereit, die Unterdrückung anderer zu ignorieren, wenn es ihrem Vorteil dient – damals wie heute:

 

https://www.​​​​​​​cicero.de/kultu​r​/​r​e​l​i​gion-der-​br​ut​al​it​ae​t/​535​67

 

H​off​en wir ALLE dass sich die Geschichte jetzt nicht mehr wiederholt, denn M. Gandhi lehrte uns:

 

"Weil der Mensch aus der Geschichte nichts lernt,

muss diese sich (so lange) immer wiederholen."

 

 

 

Es gibt keine Freiheit ohne gegenseitiges Verständnis. | There is no freedom without mutual understanding.​​​​​​​

 

Es gibt keine Freiheit ohne gegenseitiges Verständnis.


There is no freedom without mutual understanding.

 

 

 

​​​​​​​

 

 


Kommentare von Lesern zum Artikel

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67%
(3 Stimmen)
jan eberhart sagte Vor 4 Tagen

So sehen Linksextreme also Meinungsfreiheit: Alles was in den Kram passt, muss verboten werden.

Heute sind Universitäten No-go-Areale für alle, die nicht mit Linksextremen in ihrer Meinung übereinstimmen.

Di​e SED wäre stolz auf den stalinistischen Charakter, der sich an den Universitäten einschleicht.

Währ​enddessen schaut die links-grüne Obrigkeit zu und schweigt. Die Snowflakes, die alles nicht-Linksextreme verbieten wollen, werden an den Universitäten immer mehr zu den wahren Herren im Hause.


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(10 Stimmen)
Frank Wagner sagte Vor 6 Tagen

Zum Thema Meinungsfreiheit und was damit gemeint ist gab es kürzlich im Landtag des deutschen Bundeslandes Hessen einen interessanten Vorfall.

Die AfD beantragte eine "aktuelle Stunde" zum Thema Bedrohung der Meinungsfreiheit. Eine "aktuelle Stunde" wird von Fraktionen zu Themen beantragt zu denen diese meinen das Redebedarf besteht. Jedenfalls hat eine Abgeordnete der Linken der AfD in Sachen Meinungsfreiheit den Spiegel vorgehalten und meiner Meinung nach eine Interpretation des Begriffes "Meinungsfreiheit", der auch hier auf Vimentis einige nachhängen (vorneherum für Meinungsfreiheit trommeln, hintenrum ständig mit Anzeigen drohen).

https://w​ww.youtube.com/watch?​v=xef5ZGgYB_E


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(12 Stimmen)
Hans Knall sagte Vor 11 Tagen

Zusammenfassung der wichtigsten Aussagen der Zürcher Ständeratskandidatin im neusten Interview:

„…öisi Huusmacht…, öisi lingge Chräise…, ich han die lingge Chräise chöne mobilisiere…, die klari Posizionierig uf de lingge Siite…, für die Lingge und Grüene…, wänn de Jositsch drinn isch, dänn git das e so en Mobilisierig vo linggs…,

…mir händ d’Klimakriise als Chance…, scho vierzgtuusig nöii Arbäitsplätz…, MäcKinsey hätt gsäit es bruuchi nu zwäi Billione womer müesid für s’Klima zahle und dänn bechömidmer 7 Billione zrugg…, wämer nöd zaled, bechömidmer dänn grossi Problem…, z’Düütschland händ d’Puure 340 Millione verlore, das sind föifesibezg Prozänt vo de Eernti…, aso mier händ gaar käi Wahl…, ali sind sich äinig…,

…wülmer kän Ifluss händ, sind mier druf aagwyse, das die Grosse au öppis mached, drum gits de Vertrag vo Paris*…, öise Finanzplatz sött uufhöre in Fossiili z’Inveschtiere…, d’Nestle und die grosse Firmene vo de Schwiiz mached ja scho meh als s’Gsetz verlangt…, drumm bruuchts die Ziilvorgabe vo obenabe, vo de Politik…,

…brueflich han ich en Hintergrunduusbildig in Soziologie gmacht und mach jetzig Politik…, mini Mueter isch imene sozialistische Staat uufgwachse, vo miim Vater hanich d’Liebi zu de Pilze, säb hätt miich politisch präägt…“
https://www​.youtube.com/watch?v=​yIdyeEiknII&feature=s​hare&fbclid=IwAR3SXFJ​SUDBUAbbZimm54yK0FKOr​RQ3E6DJulakMsUKKo8taB​gDJEQsfZr8

*Der „Vertrag vo Paris“ bestimmt, dass China keine Einsparungen machen muss, weil es ein Entwicklungsland sei. Desgleichen Indien. Die USA weigern sich offiziell, dem Vertrag zu folgen und Russland ist gar nicht dabei.
**Nestle und die grossen Firmen sind ansonsten die Erzfeinde der Linken.


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54%
(13 Stimmen)
Hans Knall sagte Vor 12 Tagen

Betreibt das Schweizer Fernsehen eigentlich "Populismus", oder ist das nur der Service-Public- Informations-"Stil"?


https://vimeo.com/​369313938


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21%
(14 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte Vor 15 Tagen

Herr Wagner, dem POPULISMUS darf nur der STIL politischer Aussagen zugeordnet werden, nicht der INHALT von Botschaften. Es gibt also keine politischen Parteien, die von ihren Inhalten her links- oder rechtspopulistisch sind. Populistischer Stil reicht von harmlosen Parteislogans bis zu einklagbaren Formulierungen. Rechts- oder linkspopulistischer Stil sind also nicht a priori abzulehnen.


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57%
(14 Stimmen)
jürg wolfensperger sagte Vor 18 Tagen

Das Schweizer Fernsehen hat einen interessante Bericht gebracht,wer den nun so durch die Grünen ins Parlament katapultiert wurde.Das ist nun offenbar sehr sehr heterogen und eigentlich werden dort grüne Parlamentarier sitzen,vom Landwirt,über Ingenieur,Professoren​,und dann eben reihenweise ehemals Sozialisten und noch linker hin zu Kommunisten,die sich nun eines Sitzes erfreuen dürfen,und natürlich die CH mit einer Flut von Abgaben und neuen Steuern überziehen möchten.Es wird spannend sein,wie "einheitlich" diese neue Partei in der Lage sein wird,die grünen Forderungen und Ziele auch in Parlament einzubringen.Ich hege da meine Zweifel..!! Zu viele bürgerliche grüne Wähler waren sich wohl nicht so bewusst,wie vielen Linken sie so wieder zurück nach Bern verholfen haben.
Und auch einigen,Kandidaten die eigentlich ehrlich grüne Anliegen vertreten wollen,wird wohl noch der Schreck in die Glieder fahren,mit was für "Linken und Netten" sie sich sozusagen nun im eigenen Bett wieder finden.Ich denke das wird Partei-intern noch erheibliche Streitereien auslösen.Aber warten wir es ab.


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44%
(16 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte Vor 19 Tagen

Wie populistisch sind Sie?

Beantworten Sie 20 Fragen und sehen Sie, wie populistisch Sie im Vergleich zu Weltführern, Schweizer Politikern und den anderen Leserinnen und Lesern sind.

https://inte​raktiv.bazonline.ch/2​019/populisten-quiz/?​nosome

Viel Vergnügen dabei.




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50%
(16 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte Vor 19 Tagen

@Helmuth Barner (D), Alias "Anonymus" der Troll ohne Profil unterwegs bei Vimentis.

Was ist ein Troll,

Trolle – Männchen oder Weibchen – sie stören absichtlich sachliche Gespräche – immer um ein spezielles Thema - innerhalb einer Online-Community wie z.B. Vimentis. Persönliche Provokationen sind ihr Ziel, sie sind in der Regel unterschwellig, hinterhältig und beachten meistens sogar die rote Linie, welche keine strafrechtliche Konsequenzen auslöst. Diesmal reicht es aber wegen Beschimpfungen & Verleumdung. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum, im Gegenteil, öffentlich für Jede Person zugänglich, was die Strafbarkeit um einiges verstärkt.

Nach Judith Donath ist das Trollen für den Autor ein DIABOLISCH böses Spiel, in welchem das einzige Ziel, die Provokation von möglichst erbosten, unsachlichen Antworten ist.

Trolle sind meisten Studenten/Innen, noch recht unerfahren von des Lebens Ernsthaftigkeit, sie verdienen sich ein willkommenes Zubrot damit.

Am besten (falls möglich) einfach immer völlig ignorieren, dann sprechen Trolle bald ausschliesslich nur noch mit sich selber, und verschwinden mit der Zeit dann von alleine in der Dunkelheit, wo sie sich am wohlsten fühlen.

Das Sachthema dieses Blog ist alleine: "POPULISMUS, Meinungsfreiheit in ernster Gefahr?".

Sachlich​e Kommentare sind erwünscht, konträre Meinungen – mit Anstand vorgetragen – ebenfalls.





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40%
(15 Stimmen)
Helmut Barner sagte Vor 19 Tagen

"POPULISMUS, Meinungsfreiheit in ernster Gefahr?" ist das Thema. Was genau soll Ihr Beitrag, Herr Hottinger dazu? Bitte haltern Sie sich an das gegebene Thema. Danke!


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50%
(18 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte Vor 19 Tagen

Alice Weidel (AfD) - Das Volk ist der Souverän in der Schweiz.

Frau Dr. Weidel (AfD) lebt z.T. in der Schweiz und offensichtlich lernte sie bei uns die direkte Demokratie kennen und schätzen. In Deutschland beisst sie damit bei jedem Versuch aber offensichtlich auf Schweizer Granit. Als waschechter Schweizer sollte man sich aber jetzt freuen ob dieses Sachverhaltes, gerade weil die Schweizer Parlamentarier/Innen sich ja bereits id. Mehrheit wähnen, nämlich um diese direkte Demokratie der Demokratur der EU-Kommission viel zu devot vor die Füsse zu legen. Bitte ihr könnt ja hier für einmal doch vorbehaltlos zuhören was Frau Weidel dazu zu sagen hat. Auch dies ist schon eine Kunst im steten KAMPF gegen unseren "inneren Schweinehund". Wegen der gängigen Hetze gegen die AfD in Deutschland mag dies auch eine valable Begründung sein. Ich erinnere mich nämlich noch gut an eine erst kürzlich stattgefundene Parlamentarier-Debatt​e im deutschen Bundestag wo Frau Dr. Weidel die Regierung Merkel, zwar hart in der Sache, aber sehr abgeklärt und fair in den demokratisch politischen Schwitzkasten nahm. Sie sprach nie persönlichkeitsverlet​zend, aber sehr konsequent im Inhalt und Ton,denn Liebe bedingt bekanntlich STRENGE. BK-Merkel (CDU) stand auf und sprach mit div. Parlamentarier - offensichtlich Fr. Dr. Weidel bewusst und demonstrativ völlig ignorierend als Luft wurde sie behandel. Damit hat Frau Merkel für mich jedenfalls absolut kein positives Bild in die Öffentlichkeit hinaus gesandt. Auch hat die Bundeskanzlerin ihre VORBILDFUNKTION dadurch in schwerster Weise öffentlich gut wahrnehmbar verletzt, nämlich zu zeigen was wirkliche Demokratie bedeutet. Es bedeutet primär vor allem immer im gegenseitigen Respekt und auf Augenhöhe dem Kontrahenten/In zu begegnen. Seinen Argumenten zuzuhören gehört primär auch dazu. Auch in den Parlamenten in Bern kann leider ähnliches sehr leicht beobachtet werden.

https://ww​w.youtube.com/watch?v​=T6Y59JkLFrQ


Was​ ist direkte DEMOKRATIE?

Die Landsgemeinde entscheidet alles

Tatsächlich:​ In den beiden Kantonen Glarus und Appenzell Innerrhoden werden bis heute die wichtigen politischen Entscheidungen von der Landsgemeinde gefällt, der alljährlichen Vollversammlung aller Stimmberechtigten unter freiem Himmel. Die neuesten Gesetze, der Haushalt, in Appenzell sogar die Zusammensetzung der kantonalen Regierung: Über all das entscheidet nicht das Parlament, sondern das Wahlvolk direkt.

Männer weisen sich mit ihrem Degen als stimmberechtigt aus, Frauen mit ihrer Stimmkarte, und wer will, kann auch das Wort ergreifen. "Viele Kantone und Gemeinden", meint Silvano Moeckli, "kennen diese Art der Versammlungsdemokrati​e schon seit alters her."


Was die direkte Demokratie bewirkt:

Was ist denn dann durch die direkte Demokratie eigentlich anders in der Schweizer Politik? Zunächst einmal: Der Schweizer Bürger kann viel öfter politisch Einfluss nehmen als nur bei den alle vier Jahre stattfindenden Parlamentswahlen. Dort wählt er in der Regel nach Parteizugehörigkeit und muss deshalb auch so manchen Parteistandpunkt stillschweigend mittragen, den er gar nicht teilt.

Dank der direktdemokratischen Instrumente können dagegen bestimmte Sachfragen aus dem Spiel der Koalitions- und Parteienkompromisse herausgelöst und dem Wähler gesondert zur Abstimmung vorgelegt werden. Auch deshalb ist die Macht der Parteien in der Schweiz viel geringer als in Deutschland.

Dabei​ haben Initiative und Referendum im politischen Kräftespiel ganz unterschiedliche Auswirkungen, erklärt Politikwissenschaftle​r Moeckli. "Das Referendum ist so etwas wie die Notbremse – wenn den Bürgern ein Gesetz nicht gefällt, können sie per Unterschriftensammlun​g eine Volksabstimmung darüber erzwingen." Etwa die Hälfte dieser Vorlagen wird dann auch tatsächlich zurückgewiesen.

Di​e Initiative sei dagegen, so Moeckli, das Gaspedal des politischen Prozesses: "Mit ihr werden oft Themen auf die Agenda gesetzt, die die Politik zu lange übersehen hat." So initiierte beispielsweise der Verkehrs-Club der Schweiz VCS, ein Umweltverband, 2001 eine Volksabstimmung über Tempo 30 in Innenstädten.

Eine​ andere Volksinitiative forderte mehr Rechte für Behinderte. Keine der beiden Initiativen bekam eine Mehrheit – allerdings läuteten sie eine breite innenpolitische Debatte ein und haben in der Folge viele Veränderungen im Kleinen bewirkt.


Ein Modell für die Zukunft?

Gibt es überhaupt irgendetwas, das klar gegen die Schweizer Direktdemokratie spricht? Eine Frage, bei der Politikwissenschaftle​r Moeckli lange nachdenken muss: "Höchstens vielleicht, dass mit ihr so manche politische Entscheidung ziemlich viel Zeit in Anspruch nehmen kann."

Allerdings müsse das ja nicht unbedingt ein Nachteil sein, schränkt er ein – bestes Beispiel dafür: das sogenannte Drei-Säulen-System der Schweizer Sozialversicherung, ein Mix aus umlagefinanzierten Staatsbeihilfen, beruflicher Vorsorge sowie steuerlich geförderten Privatrücklagen.

A​n der fragilen Architektur dieses Systems wird bereits seit 1931 gewerkelt: Damals lehnte das Volk per Referendum ein geplantes Altersversicherungsge​setz ab. Seitdem wurde unter Einbeziehung aller Beteiligten stetig weiterverhandelt – und zwar so lange, bis man sich sicher sein konnte, dass jede Teileinigung einer erneuten Volksabstimmung standhalten würde.

"Durch diesen Entstehungsprozess", meint Moeckli, "haben wir jetzt eine Sozialversicherung, die wirklich nachhaltig ist und höchstwahrscheinlich sogar den demographischen Wandel der nächsten Jahrzehnte überdauern wird."

Für Silvano Moeckli der Beweis, dass ein so altehrwürdiges Instrument wie die Schweizer Direktdemokratie auch im 21. Jahrhundert Bestand haben wird – denn: "Selbst wenn jemand versuchen sollte, sie abzuschaffen, müsste da zuerst das Volk gefragt werden." Die Erfolgsaussichten eines solchen Unterfangens? Die wären, da ist sich Silvano Moeckli sicher, gleich Null.

Quelle:

h​ttps://www.planet-wis​sen.de/kultur/mittele​uropa/urlaubsland_sch​weiz/pwiedirektedemok​ratieinderschweiz100.​html





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55%
(20 Stimmen)
Frank Wagner sagte Vor 19 Tagen

Die Undifferenziertheit, die Sie hier zu recht anprangern, Herr Hottinger, gibt es in der Schweiz genau so wie in Deutschland. Und nicht nur da: überall auf der Welt fallen Leute auf Populisten rein.


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53%
(17 Stimmen)
Ernst Jacob sagte Vor 19 Tagen

> I​nt​eressant finde ich auch, nämlich dass gerade in Deutschland viele Meinungsäusserung von einfachen Bürgern mit dem Vorwurf "Nazi" Mund tot gemacht werden.

Logisch, denn Deutschland ist ja erst seit ein paar Jahrzehnten eine Demokratie. Die haben deshalb noch keine grosse Ahnung darüber, was dieses Wort beinhaltet. Und das Lustigste daran ist doch, dass Die, die noch bis vor kurzer Zeit als kommunistische Erzfeinde betrachtet wurden, heute gross über die Nazis daherlabern können, und das sogar als Parlamentarier|innen.​

Es belegt aber auch klar und deutlich, wie extremistisch dieses Land doch immer noch ist. Man braucht einfach einen bösen Feind, wohl, um sich selber zu den Guten zählen zu können. Und je nach politischem Klima sind es einmal die Rechten, und dann wieder die Linken im Land. Und seit dem Einzug der Frauen im politischen Leben hat sich das noch zugespitzt, denn Frauen sind ja seit Längerem schon bekannt dafür, überwiegend nur in schwarz oder weiss zu denken.

Auch bei uns, einfach, um das auch noch anzumerken. Aber wer sowas sagt, macht sich auch auch sofort zum Feind. Nur stört es mich nicht, ich kenne ja die Frauen, in ihrer ganzen Art und Bandbreite. Und dazu hatte ich zumindest das Glück, seinerzeit eine Apolitische auszuwählen, die selber über das Theater nur lacht.

Aber es sind halt auch die Medien, auch Unsere, und man wollte das ja so, denn nur so haben die medialen Rassisten eine Chance, ihre eigenen politischen Gegener zu verunglimpfen, die im eigenen Land. Und wir Idioten zahlen auch noch dafür.


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