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Die Mitte bringt's!

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Auf ver­schie­de­nen Me­dien habe ich schon über das Sys­tem Blo­cher ge­schrie­ben, mal agres­siv, mal ein­fach als kühle Ad­di­tion aller Nein­sa­ger-Re­zep­te​. Immer das glei­che Re­sul­tat. Es ver­geht keine Stunde bis die ers­ten pro­fes­sio­nel­len und an­ony­men Ant­wor­ten ein­tref­fen, bis ich freund­li­che SMS be­kom­me, bis mir alle schon längst be­kann­ten Schein­ar­gu­mente neu vor die Nase ge­setzt wer­den.

Warum tue ich es mir also an, die Sache zu wiederholen? Negativzuwendung? Unbelehrbarkeit? Zu viel Sozialkompetenz? Angst vor der Zukunft? Ärger über die Sendungsarroganz des Sonnenkönigs?

Wahrsc​heinlich ist es von allem ein bisschen. Aber vor allen Dingen ist es die Erkenntnis, dass die Schweiz mit positiven, offenen Argumentationen besser lebt, besser fährt. Die ewigen Neinsager, Abschotter, die Rückwärtsgangfahrer bringen uns nicht weiter. Wir haben grosse politische Aufgaben vor uns, Sozialpolitik, Gesundheitspolitik, Bildungspolitik, ... welches Thema man auch anpackt, es gibt sehr viel zu bewegen, vorwärts zu bewegen.

Dafür brauchen wir die politische Mitte, eine gestärkte politische Mitte. Die Rechtsextremen haben schon während Blochers Bundesratszeit keinen Stein vor den andern gebracht. Und seither ist es einfach nur noch peinlich, was sich die Austeiler der Nation alles einfallen lassen um die Schwäche beim Einstecken zu überdecken. Das Duell - das keines war - in der Arena zeigte ungeschminkt, mit welcher Arroganz und Unbedarftheit im Umgang mit Mitmenschen Christoph Blocher vorgeht. Selbst vor der neutralen Moderatorin Sonja Hasler machten seine gestörten Umgangsformen keinen Halt. Seine Argumentationsgegner liess er weder ausreden noch nahm er sie ernst. Seine Körpersprache  war die eines beleidigten Dorfkönigs. Es war einfach schockierend.

Zwisch​enbemerkung: diese in anbetracht der repetierbaren Ansicht der Sendung beweisbaren Fakten werden mir wieder eine Menge unerwünschter anonymer Antworten bringen. Ich annonciere deshalb schon hier und heute: meldet euch offen, mit Facebook-Profil, Foto und Partei. Anonyme Kommentare kommen in den Abfallkübel.

Ich komme zu einem andern Helden schöner Sprüche: Toni Brunner, mein rhetorischer Liebling. Da lässt er doch im Nationalrat eine wirkliche rhetorische Bombe los: das Parlament sei ein Parlament der Aussteiger.

Ja, da hat er vielleicht sogar Recht. Es gibt ParlamentarierInnen, die sich getrauen, Erfahrung in ihren Entscheidungen zu berücksichtigen. Leute, die vorwärts schauen, die Vergangenheit nicht ausser acht lassend, bringen uns mehr als rhetorische Schaumschläger, die seit Jahren immer die gleiche Sauce aufwärmen.

Zentrale Befehlsausgabe für angehende Ständeräte: Bern, alle Kandidaten in einer Reihe, stimmen sie das Hohelied der rechtsextremen Ständeratskandidature​n an. Sogenannte Standesvertreter. Kein Stand, kein Vertreter, einfach nur Befehlsempfänger. Wem's gefällt. Ich bin sicher, das mitdenkende Volk wird dieses Volkstheater nicht goutieren und diese Vertreter als nicht wählbar taxieren.

Ich glaube an die sensitive Intelligenz der WählerInnen. Ich glaube an die Mitte. BDP ist die Mitte BDP bringt's. DIE NEUE KRAFT. Wir brauchen sie für konstruktive Lösungen mit den beteiligten andern Parteien.


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(1 Stimme)
Alex Schneider sagte August 2011

Auch die Mitte-Parteien blockieren politische Kompromisse!

Nur die SVP und die SP für Kompromisslosigkeit und den politischen Stillstand in der Schweiz verantwortlich zu machen ist unfair. Auch die Mitte-Parteien (FDP, CVP, BDP, GLP) haben Verantwortung bei der Aushandlung von politischen Lösungen. Weil sie zurzeit keine Mehrheit haben, sind sie gezwungen, sich einmal nach links und ein anderes Mal nach rechts zu bewegen. Das ist zwar wahltaktisch keine attraktive Position, für den politischen Fortschritt aber nötig. Ein anderes Mittel wäre das Ergreifen von Volksinitiativen. Dazu sind die einst erfolgsverwöhnten bürgerlichen Parteien aber zu bequem. Das Sammeln von Unterschriften auf der Strasse ist halt ein mühsames Geschäft.



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(3 Stimmen)
Alex Schneider sagte June 2011

Wahlen 2011: Von den Parteien enttäuscht? Panaschieren Sie!

Wer sich mit einem einzigen Parteiprogramm identifiziert, muss sich fragen, ob er nicht ideologisch verblendet ist. Für die meisten Leute finden sich in jedem Parteiprogramm Punkte, denen sie zustimmen können und solche, die sie ablehnen. Das Falscheste in diesem Dilemma wäre es, auf eine Wahl zu verzichten. Prüfen Sie deshalb die KandidatInnen darauf, wie sie sich in den politischen Hauptfragen (z. B. Steuerpolitik, Sozialpolitik, EU und Personenfreizügigkeit​, Energiepolitik, Sicherheitspolitik, Bildungs- und Gesundheitspolitik, Landwirtschaftspoliti​k) positionieren und einsetzen. Lassen Sie sich nicht blenden von deren Haltungen in Nebenfragen (z. B. Minarett- und Kopftuchverbot, Hunderassenverbot, Raserbehandlung, SRG-Gebühren). Und dann setzen Sie den Cocktail ihrer Wahl zusammen: Panaschieren Sie! Wählen Sie diejenigen Personen, von denen Sie sich in einzelnen politischen Hauptfragen gut vertreten fühlen.



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