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Die Pioniere der Schweiz, die TessinerInnen

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Das Tes­sin will weder Pio­nier noch Ver­suchs­ka­nin­chen​​ sein

Der Minister der SP Berset kommt nach Bellinzona, um Märchen zu erzählen. Er sollte lieber zu Hause bleiben.

Tessiner Pioniere? Nein, wir sind durch sinnlose Versuche benutzt worden!

Alle zu Hause bleiben sagt BR Berset. Und stattdessen hatte Alain Berset entgegen seiner eigenen Aussage am Donnerstag die gute Idee, ins Tessin zu kommen und Märchen zu erzählen.

Es war ein vergeblicher Versuch, das Ansehen des Bundesrates zu erhöhen. Ein Ruf, der in unserem Teil der Schweiz zu Recht unter Null liegt. Weil der BR Berset gezeigt hat dass er nicht einen Pfifferling wert ist. Zuerst das Drama mit der IV,  das Blick aufgedeckt hatte und er Abhilfe versprach. Jetzt ist er froh, dass er durch diesen Virus die IV liegen lassen kann.

 

Nur Propaganda

 

Natürlic​​h ist die Propaganda bereits gestartet. Berset sagte und sagt immer noch, dass die Grenzen weit offen bleiben müssen. Und er ist auch derjenige, der zunächst die von Italien ergriffenen Massnahmen verspottet hat. 

 

Dank der Tatenlosigkeit vor dem Coronavirus-Notfall sind wir heute im Tessin (fast) wie in der Lombardei. Aber der gute Berset kommt drei Wochen nach Beginn der Notlage (für das Tessin nicht zu viel Stress, es lohnt sich nicht) ruhig in Bellinzona an, und um was zu sagen? Nichts !!

 

Nur um zu zeigen, dass der Bundesrat noch existiert. Und angesichts der Tatsache, wie die EU Kniebeuger von Brüssel in den letzten Wochen herumschlichen, waren einige Zweifel daran mehr als berechtigt.

 

An unserer Seite?

 

"Wir sind an Ihrer Seite", sagt Berset. Ja, natürlich. 

 

Nicht an unserer Seite. Diese sind nur "auf der Seite" derer, die Grenzen öffnen. 

 

Berset und seine Mitarbeiter haben wochenlang geschlafen. Sie haben alles und noch mehr getan, um sie zu minimieren. Wie kommt es, dass der Herr "an unserer Seite" die Grenzen nicht geschlossen oder sogar Gesundheitskontrollen​​ beim Zoll angeordnet hat und sogar dem Staatsrat De Rosa „ins Gesicht gelacht hat“ ( de Rosa), als der danach gefragt hat? Klar: Solange der einzige Kanton in Schwierigkeiten das Tessin war, wen kümmert's! Im schlimmsten Fall wird der Gotthard gepanzert sein! 

 

Dann kam es anders.

 

Die Tessiner haben sehr gut verstanden, dass das Tessin für sie bereits die Lombardei ist. 

 

Der mutmassliche Vertreter des Tessins im Bundesrat, die FDP KrankenCassis, hat sich sogar selbst gelobt, weil er seinen Landsmann Di Maio aufgefordert hat, alle Grenzgänger aus den roten Gebieten der Lombardei ins Tessin einreisen zu lassen. Denn zuerst kamen die Interessen der Unternehmer seiner Partei, die statt der Tessiner Grenzarbeiter einstellten, dann vielleicht die der Bevölkerung.

 

Es ist zu einfach, "lieber" Berset, jetzt zu kommen und zu sagen "wir sind an Euerer Seite", obwohl Sie es zu dem Zeitpunkt hätten zeigen müssen, als Sie konkrete Massnahmen zum Schutz der öffentlichen Gesundheit im Tessin ergreifen sollten  und nicht nur nicht an unserer Seite waren, sondern gegen uns gespielt haben.

 

Lieber Kompagno Berset, wem wollen Sie etwas vormachen?

 

Ganz zu schweigen von dem nachfolgenden "Sie waren Pioniere"-Mist, der in der Tessiner Rede geäussert wurde. Pioniere?

 

Tun Sie uns einen Gefallen, wie Totò (italienischer Schauspieler) zu sagen pflegte! , lassen Sie das !

 

Vergessen Sie die Pioniere, wir wurden ins Verderben geschickt! Und Kompagno Berset kommt nicht nach Bellinzona, um sich zu entschuldigen, sondern um zu prahlen. 

 

Herr Berset bleiben Sie zu Hause, wie es die Ärzte empfehlen.

Den anderen ruft das Tessin zu:

Lasst uns nicht noch einmal Pioniere sein

weder die der Begrenzungsinitiative​​ noch bei dem Rahmenabkommen lehnen Sie beides ab. das schwer gebeutelte Tessin dankt es Ihnen. Vielleicht werden wir wieder einmal die Sonnenstube der Schweiz, das sind wir gerne vor allem für Schweizer und Schweizerinnen. Im Moment, auch wenn die Sonne scheint, ist hier die Hölle.

 

 


Kommentare von Lesern zum Artikel

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81%
(21 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte March 2020

Der Bundesrat hat an der öffentlichen Medien-Pressekonferen​​z seine strengen Massnahmen gegen den Corona-Virus bekannt gegeben. Einer der wichtigsten neuen bundesrätlichen Vorschriften an alle - zur Verhinderung einer weiteren immer rasanteren Ausbreitung dieses Virus - ist der Abstand aller Personen zu einander von mindestens zwei Meter, der immer einzuhalten sei. Dies scheint mir i.d. Tat sehr wichtig zu sein, die Frage ist nur, warum hält sich der Bundesrat ausgerechnet vor einem Millionenpublikum denn nicht daran?

Dies ist keine negative Kritik an der höchsten Exekutive der Schweiz, Gott behüte, sondern eben eine sehr positive, mit Sicherheit hinter-fragungs-würdi​​g, nämlich dass sich vielleicht auch einmal der Bundesrat hinterfragen möge, nämlich ob er da wirklich vorbildlich und überzeugend gehandelt hat, er auch diesbezüglich eine Ausnahme-Stellung innehat, wenn er sich an die eigens propagandierten strengen - mittels Notrecht erlassenen - Vorgaben selber nicht hält? Insbesondere ob er damit einem Millionenpublikum ein nachahmungswertes Beispiel gesetzt hat?

Dass sich alle Menschen nun wirklich daran zu halten haben, wie es SP-BR Berset als Gesundheitminister immer und überall ja immer wieder ausdrücklich betont, nämlich dass als das Wichtigste & effektivste Mittel diese zwei Meter Abstand überall einzuhalten sind. Da kann ich und wohl die grosse Mehrheit der Bürger innen und Bürger ihm sicher recht geben.

Im übrigen halte ich noch immer das gute Beispiel für das Wichtigste Überzeugungselement, vor noch so vielen Worten, Formulierungen und Umschreibungen.

Bu​​ndesräte die ihre sehr strengen eigenen Beschlüsse unbewusst selber nicht einhalten, nämlich immer und überall diese zwei Meter Abstand, sind sicher wenig überzeugend:

Der Nachweis:

https://​www.nzz.ch/​schweiz




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81%
(21 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte March 2020

@Herr Jossi

Bitte machen Sie weiter sich für die Menschen im Tessin einzusetzen, dies ist lobenswert. Wo ist eigentlich der Tessiner FDP-Bundesrat Cotti? Er besitzt ja die doppelte Staatsbürgerschaft der Schweiz und Italien, da ist er wohl arg in einen Gewissenskonflikt zwischen Italien und der Schweiz geraten, ob er sich nun für die italienischen Grenzgänger oder die Tessiner Bevölkerung einsetzen soll. So oder so, eine Seite muss er so ja arg enttäuschen. Ein Parlamentarier, gar ein Bundesrat sollte die doppelte Staatsbürgerschaft freiwillig zurückgeben, sich so 100 % für die Schweiz ohne wenn und aber ausschliesslich für die Schweiz un deren Bürger einsetzen. Wissen Sie Herr Jossi ob BR-Cotti als Tessiner denn bis heute irgend etwas für die arg leidenden Tessiner unternommen, sich eventuell persönlich leidenschaftlich eingesetzt hat?

Ich jedenfalls weiss bis heute von NICHTS,




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71%
(28 Stimmen)
Otto Jossi sagte March 2020


aus bluewin.ch
Karl Klingler, Leitender Arzt am Lungenzentrum Hirslanden in Zürich, etwa fordere eine «rigorose Ausgangssperre» um Neuinfektionen zu verhindern, so Klingler: «Das funktioniert nur, indem alle dazu gezwungen werden, zu Hause zu bleiben.» Das gelte für alle, nicht nur Senioren. Klingler wagt gegenüber der Zeitung eine Prognose: «Führen wir eine sofortige Ausgangssperre ein, können wir es schaffen, dass die Kurve bis Ende Mai abflacht. «Noch können wir verhindern, dass die Menschen bald auch bei uns zu Hunderten in den Gängen der Spitäler sterben.»
Auch Andreas Cerny, Virologe in der Luganeser Privatklinik Moncucco ist der Meinung, dass die bisherigen Massnahmen des Bundes ungenügend sind. Es müsse eine «rigorose Einschränkung der Bewegungsfreiheit und der sozialen Kontakte» angestrebt werden. Je länger man warte, desto höher der Preis.
Ein Arzt des Spitals Beata Vergine in Mendrisio im besonders vom Coronavirus betroffenen Kanton Tessin warnte laut «Blick» in einer Sprachnachricht auf Whatsapp: «Es ist ein ­Albtraum. Eine Ambulanz nach der anderen. Mi­litärambulanzen. Hubschrauber. Wir bereiten uns auf irrsinnige Schichten vor, wissen nicht, wie wir all ­diese Patienten versorgen sollen.»
Der Bundesrat verzichtet bisher auf eine Ausgangssperre, verschärft aber fast täglich die die Massnahmen, mit denen er die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen versucht.
Gesundheit​​sminister Alain Berset erklärte am Freitag: «Wir sind schon fast bei einer Ausgangssperre, aber wir veranstalten keine Spektakelpolitik.» Wichtig sei, dass die Bevölkerung die geltenden Massnahmen umsetze. Und Koch erklärte das Ausbleiben einer Ausgangssperre so: «Wir sind nicht China. Und wir wollen auch nicht ein totalitäres Regime werden.»



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19%
(27 Stimmen)
willi mosimann sagte March 2020

Herr Jossi, wieder mal ein Glanzbeitrag ohne nennenswerten Gehalt, diffamieren von BR. Was der Coronavirus die Kündigungsinitiative und der RA miteinander zu tun haben ist mir schlicht schleierhaft .


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68%
(19 Stimmen)
Georg Bender sagte March 2020

Herr Otto Jossi
Völlige Zustimmung.
Nur auch dieses Virus hat eine Vorgeschichte.
Der idiotische Neoliberalismus als Nochfolgewirschaftsor​dnung der idiotischen Neoklassik, hat die Bedingungen dazu geschaffen.

Die Gesundheit ist wichtiger aber die Wirtschaft muss seinen Beitrag leisten:
Stellvertre​tend zu allen Regierenden hat der Bundesrat die Bevölkerung für ihre Unfähigkeit um Entschuldigung zu bitten. Wer die Einsparungen und Schuldenbremse, wie BR Finanzminister Ueli Maurer (sämtliche Finanzminister aller Länder lügen koordiniert), als Grund sieht, warum diese Finanzaktivität überhaupt möglich sind, ist für mich, ein Scharlatan (Wissen vorgaukeln).
Diese Krise offenbart fast die gleichen Symptome, wie eine Abnahme der Erwerbsarbeit. Diese Krise zeigt doch deutlich, dass die Umlage der Staats-, Sozial- und sogar Gesundheitsausgaben über das Erwerbseinkommen, ein veritabler weltweit praktizierter Betrug darstellt.
Weil nun die vor der Krise bestandenen Bedürfnisse nicht mehr abgedeckt werden können, muss das fehlende Umlagevolumen, ausgeglichen werden, andernfalls eine Dominoeffekt eintreten wird. Früher oder später müssen die zu hohen Spar- und Gewinnanteile in den Leistungen korrigiert werden.
Die Umlage kann nur über einen branchenspezifisch tarifierten Bruttogewinn abzüglich Gemeinkosten, korrekt erfolgen!
Im bestehenden Betrugssystem, muss befristet, sowohl die Bundessteuer für die Wirtschaft erhöht und ein Solidaritätsbeitrag umgesetzt werden. Später muss eine Grundsicherung statt Erwerb eingeführt werden.
Wenn dies nicht geschieht steht die nächste Krisenbewältigung wegen Industrie 4.0 und Digitalisierung vor der Tür.

Herr Jossi, ich verstehe, Ihr "Zorn" sehr gut, anstatt die Bevölkerung um Entschuldigung zu bitten, werden diese Zampanos für ihre Leistung von den Medien gelobt. Es ist alles systemisch!
Bleiben Sie gesund! Gruss aus Tenerife, im Gefängnis ohne Gitter, mit Terrasse und Meerblick



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