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Ein klares Signal des Rechtsstaates

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Zur Is­lam­pro­ble­ma­tik​ und dem damit zu­sam­men hängenden Minarettverbot

Zuerst muss festgestellt werden, dass die Kompatibilitätsproble​me zwischen islamischer und abendländischer Kultur überhaupt nicht religiöser, sondern juristischer Art sind; sie beruhen auf dem Umstand, dass die Scharia der Staatsbildung vorangeht und gewissermassen den Sockel bildet, auf dem der Staat aufgebaut wird (islamische Nomokratie). Der Islam unterscheidet drei territoriale Zustände: Im Dar el Islam (Land des Friedens) hat der Islam triumphiert und regiert uneingeschränkt. Im Dar el Harb (Land des Krieges) herrschen die Ungläubigen und im Dar el Suhl (in etwa „Land des Waffenstillstands“) ist der Islam zwar noch in der Minderheit und muss sich vorläufig anpassen, aber jeder dort lebende Moslem muss alles unternehmen, um dem Islam eines Tages zum Triumph zu verhelfen. Unter diesem Blickwinkel werden Minarette, separate Friedhöfe, aber auch Koranschulen und Moscheen zu extraterritorialen Kleingebieten in unreinem Gebiet, zu vorgeschobenen Brückenköpfen des Islam auf deren -wenn auch bescheidenem - Territorium nur das islamische Gesetz gelten darf.

Im Dar el Islam, dem geweihten Land, auf dem sich der Islam etabliert hat, darf kein die Scharia konkurrierendes Gesetz wie zum Beispiel unser Zivil- und Strafgesetz geduldet werden. Dieses „geweihte Land“ des Islam umfasst zurzeit in Europa zahlreiche Stadtteile in Frankreich, Grossbritannien und Deutschland, wo mehrheitlich Moslems leben, umfasst die separaten Friedhöfe, die Moscheen und Koranschulen, die über das Abendland verteilt sind und an Zahl und Umfang zunehmen. Die Minarette sind lediglich die Symbole dieses Vordringens, sie sind so etwas wie die Fähnchen, die Generäle auf ihre Generalstabskarten stecken, um erobertes Gebiet zu kennzeichnen. Das Wort „Minarett“ kommt denn auch vom Begriff „El Manar“, Leuchtturm, her. Doch diese „Leuchttürme des Jihad“ oder  „Bajonette des Islam“, wie sie der türkische Premierminister Erdogan auch schon genannt hat, werden vom Koran nicht gefordert und spielen im religiösen Ritual des Islam keine Rolle. Der Muezzin ist eine deutlich spätere Erfindung, ermöglicht aber die heutzutage oft bemühte Parallele zu unseren Kirchtürmen bzw. Turmglocken. Die Minarette sind in erster Linie ein weit herum sichtbares Symbol der völligen religiösen Unterwerfung unter eine Doktrin und der damit zusammenhängenden Intoleranz, die auch innerhalb der verschiedenen Strömungen des Islam umstritten ist. Gerade für Aleviten oder säkularisierte Moslems sind Minarette ein Affront und signalisieren, dass sich eine gewisse Ausrichtung des Islam als einzige Repräsentantin dieser Religion in der Schweiz zu positionieren versucht.

Hinzu kommt, dass im Universalverständnis des radikalen Islam alle Weltgebiete früher islamisch waren und wieder islamisch werden sollen. Dies soll durch den Jihad bewirkt werden, der in 97% seines Vorkommens im Koran im Sinne eines Heiligen Krieges gegen die Ungläubigen Verwendung findet und nur in 3% als „innerer Kampf“, als „geistige Läuterung“ oder „Suche“ zu verstehen ist. Jeder Ort, von dem aus ein Minarett zu sehen ist, und jedes Gebiet, das von einem Minarett aus überblickt werden kann, soll islamisch werden. Dieser Anspruch verdeutlicht, dass ein von den Europäern oft unterschätztes Bauwerk eine weit grössere Rolle spielt als gemeinhin angenommen.

Zurzeit wird in Poitiers, der Stadt, wo Karl Martel 732 die Sarazenen in die Flucht geschlagen hat, ein 21 Meter hohes Minarett errichtet. Lautsprecher sollen ebenfalls eingebaut werden, obwohl sie – so das der Bevölkerung gegebene Versprechen – stumm bleiben sollen. Wozu will man sie dann installieren? Es ist eine Tatsache, dass an zahlreichen Orten, welche den Bau von Minaretten erlaubt haben, heute der Ruf des Muezzins mehrmals täglich erschallt. So zum Beispiel in Granada, Bosnien, Oxford, London, Neu Delhi und sogar Lhassa, der Hauptstadt Tibets. Andernorts gibt es noch Widerstände, denn die Absicht ist klar: Überall auf der Welt soll die islamische Norm gelten und Minarette sind nur die optischen und immer öfter auch lautstarken Vorboten dieses Vordringens. Der islamische Rat Grossbritanniens hat es im März 2008 klar ausgesprochen. Ihm zufolge wird „der Ruf zum Gebet in Zukunft ein integraler Bestandteil Grossbritanniens und Europas sein“. Doch dieser Ruf verkündet fünfmal täglich folgendes: „Allah ist der Grösste. Ich bezeuge, dass es keinen Gott ausser Allah gibt. Ich bezeuge, dass Mohammed der Bote Allahs ist. Kommt zum Gebet. Kommt zur Glückseligkeit. Allah ist der Grösste. Es gibt keinen wahren Gott ausser Allah“. Daneben sind die Glockentöne unserer Kirchen von bestechender Neutralität, zumal sie grösstenteils die Zeit wiedergeben.

Was für eine Langzeitabsicht steckt aber eigentlich hinter diesen gar nicht unschuldigen Bauten?

Verschiedene​ Fälle zeigen, dass die abendländischen Demokratien im Namen eines toleranten postmodernen Rechtspluralismus zunehmend bereit sind, zulasten der eigenen territorialstaatliche​n Rechtsordnung ein abweichendes und konkurrierendes Rechtssystem auf ihrem Staatsgebiet zu dulden.

  • Der amerikanische Bundesstaat Michigan verlangt von verschleierten Frauen bei Personenkontrollen keine Lüftung des Schleiers mehr. Damit schafft dessen Regierung auf ihrem Staatsgebiet eine konkurrierende Rechtslage.
  • Die Asylrekurskommission hat anlässlich eines Entscheides befunden, dass „das Schweizer Recht sich nicht anmassen könne, über fremdem Recht zu stehen“ und hat in der Folge die Gültigkeit einer in absentia des Ehemannes geschlossenen Ehe zwischen ihm und einer Minderjährigen gutgeheissen.
  • Beispielhaft für einen problematischen Rechtspluralismus ist der Fall in Deutschland, als eine Richterin einer Frau die Scheidung verweigerte, weil „im Islam die Züchtigung der Ehefrau rechtens“ sei.
  • Beschneidungen von jungen Mädchen werden auch in der Schweiz praktiziert. Sie entsprechen in verschiedenen islamischen Staaten einer straffreien kulturellen Gepflogenheit, gelten in der Schweiz und in anderen westlichen Staaten aber als illegale Genitalverstümmelung.​
  • Ehrenmorde (vor allem an Frauen) werden zumal in islamischen Staaten mit ausgeprägter Sippenstruktur toleriert, derweil die hierfür jeweils vorgebrachten „Rechtfertigungsgründ​e“ (Ehrverletzung durch Ablehnung einer Zwangsheirat, Scheidungswunsch, aussereheliche Sexualkontakte) nach den westlichen Strafrechtsordnungen niemals zulässig wären.

Der Islam hat nichts anderes vor, als ein der schweizerischen Rechtsordnung widersprechendes und eine völlig andere Auffassung der Menschenrechte vertretendes Recht auf unserem Staatsgebiet einzuführen. Insbesondere im Bereich des Eherechts, der Menschenrechte oder des Strafrechts erweist sich aber die Scharia, wie es auch der europäische Gerichtshof für Menschenrechte feststellte, als mit unserem Rechtsverständnis unvereinbar. Die Akzeptanz des Schleiertragens durch muslimische Lehrerinnen in der Schule oder des gesonderten Badeunterrichts für muslimische Kinder usw. sind Beispiele für Zugeständnisse, die im Namen der Toleranz gegenüber fremden Kulturen gerechtfertigt und darüber hinaus als geringfügig erscheinen mögen, jedoch unter dem rechtlichem Gesichtspunkt eine Büchse der Pandora öffnen. Hinter der als bescheiden anmutenden Anpassung von Gesetzen und Regeln geht es eigentlich um die Anerkennung eines unserem Rechtssystem völlig fremden Parallelrechts. Mit Blick auf die Zwangsverheiratungen von Minderjährigen etwa wird letztlich in Kauf genommen, dass im Namen der Menschenrechte (korporative Religionsfreiheit) andere Menschenrechte (Eheschliessungsfreih​eit) ungestraft verletzt werden können. Unsere liberale Gesellschaft muss unbedingt darauf pochen, dass Angehörige aussereuropäischer Kulturen in unserem Land nicht nur die Eheschliessungsfreihe​it vorbehaltlos zu anerkennen haben, sondern unser gesamtes Rechtssystem.

Solang​e ein Zweifel über die Bereitschaft zu dieser Anerkennung besteht haben Minarette bei uns nichts zu suchen.

Oskar Freysinger

Nationalr​at

 


Kommentare von Lesern zum Artikel

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40%
(10 Stimmen)
Heinz Mahler sagte November 2011

Ich würde es begrüssen wenn die Diskussion um den Islam nicht nur unter dem Titel Islam diskutiert wird, sondern als ein Dogma vieler Religionen. Für mich gibt es weder Islamistische noch Christliche Spinner, sondern einfach religiöse Spinner. Auch wenn der Islam für viele als rückständiger Wahnsinn vermittelt wird, sind die anderen Religionen auch nur eine komplette Spinnerei. Das Minarettverbot zeigte auch nur auf das die meisten einfach genug von der Religiösen heuchlerei haben. Die Kirchen werden ja auch nur noch von alten und asylanten beansprucht, die Landeskirchen haben ja heute nicht mal mehr eine traditionelle Bedeutung.


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79%
(14 Stimmen)
J. Nyffeler sagte November 2011

Jawohl Herr Freisinger
Unser Präambel sagt es ja bereits: Im Namen Gottes dem Allmächtigen...


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31%
(13 Stimmen)
Paul Emmenegger sagte September 2011

Rechtsstaat? Was die SVP-ler darunter verstehen:
http://ww​w.tagesanzeiger.ch/wa​hlen2011/kandidaten/P​olizei-entfernt-illeg​ale-FreysingerPlakate​/story/12104671


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23%
(30 Stimmen)
St. Wagner sagte June 2011

Das lustige ist ja, der Mann hackt sich mit dem guten, schweizerischen Taschenmesser mit dem er den Islam touchiern möchte selber in den Arm: Wer etwas geschichtlich bewandert ist, weis das der Islam auf dem Christentum und der Koran auf der Bibel basiert...


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88%
(26 Stimmen)
peter frei sagte April 2011

Anfang 2006 kritisierte der EU-Menschenrechts-Kom​missar Alvaro Gil-Robles einen Plan zur Erneuerung des christlichen Religionsunterrichts in Dänemark. Gil-Robles sagte, das verstieße gegen europäische Werte. Religion als Schulfach sollte allgemeiner gestaltet werden und versuchen, den Schülern Einblick in die drei monotheistischen Religionen zu geben. [Hervorhebung von Fjordman]. Mit den „drei monotheistischen Religionen“ sind Christentum, Judentum und Islam gemeint.

Meiner Ansicht nach gibt es drei mögliche Arten, Religion als Schulfach umzusetzen:

1.Man lehrt die traditionellen Religionen eines bestimmten Landes, was für Europa bedeutet: Christentum und Judentum.
2.Man lehrt alle großen Weltreligionen
3.Man​ lässt Religion aus dem Lehrplan raus.
Was jedoch die Europäische Union tut, ist, den Islam als traditionelle europäische Religion zu behandeln, die Christentum und Judentum gleichgestellt ist. Das ist eine grundlegende Komponente der eurabischen Denkweise und Praxis. Beachten Sie, wie in diesem Fall EU-Behörden direkt eingriffen und einen einstmals unabhängigen Nationalstaat dazu zwangen, mehr Islamunterricht in den Lehrplan aufzunehmen, um seinen Kindern die angemessene Dosis eurabische Indoktrination einzuträufeln. Beachten Sie auch, dass nicht verlangt wurde, mehr über Buddhismus oder Hinduismus zu unterrichten. Nur der Islam wird gepusht.

http://fj​ordman.wordpress.com/​2006/09/30/der-eurabi​a-code/


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88%
(25 Stimmen)
peter frei sagte April 2011

Hier noch etwas für alle "DHIMMIS" und die, die gerne eine/r werden wollen!


Patrick Poole beschreibt, wie die Diskussion über ein Dokument mit dem Titel „Das Projekt“ bisher auf den Top-Secret-Bereich der westlichen Geheimdienste beschränkt war. Nur durch die Ermittlungsarbeit des unerschrockenen Schweizer Journalisten Sylvain Besson wurden Informationen über „Das Projekt“ der Öffentlichkeit zugänglich. Es wurde am 7. November 2001 bei einer Razzia in einer Luxusvilla in Campione, Schweiz, gefunden. Die Zielperson der Razzia war Youssef Nada, der über mehr als 50 Jahre hinweg aktive Verbindungen zur Muslimbruderschaft unterhielt.

Unter den sicher gestellten Dokumenten befand sich ein 14 Seiten umfassender in arabisch geschriebener Plan vom 1. Dezember 1982, in dem ein 12-Punkte-Plan zur „Errichtung einer islamischen Weltregierung“ – genannt „Das Projekt“ beschrieben ist. Nach den Zeugenaussagen, die Nada gegenüber Schweizer Behörden machte, wurde das nicht unterzeichnete Dokument von mit der Muslimbruderschaft verbundenen „Islamforschern“ ausgearbeitet. Es beinhaltet einen langfristigen flexiblen Mehrphasenplan zur „kulturellen Invasion“ des Westens.

Das Projekt galt über mehr als zwei Jahrzehnte als der „Masterplan“ der Muslimbruderschaft. Es beinhaltet unter anderem folgende Empfehlungen:

Täus​chung, um die angestrebten Ziele islamistischer Aktionen zu verschleiern

•Aufb​au sozialer Netzwerke von Schulen , Krankenhäusern und gemeinnützigen Organisationen
•Eins​chleusen von ideologisch gefestigten Moslems in westliche Institutionen auf allen Ebenen, einschließlich Regierungen, NGOs, privaten Organisationen
•Exis​tierende westliche Institutionen für die eigenen Zwecke zu instrumentalisieren, bis sie in den Dienst des Islam gestellt werden können
•Institutione​lle Allianzen mit „progressiven“ westlichen Organisationen, die ähnliche Ziele verfolgen.


http:​//fjordman.wordpress.​com/2006/09/30/der-eu​rabia-code/


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45%
(31 Stimmen)
Helmut Barner sagte December 2010

Herr Freysinger, ich erwarte nun ein klares Signal des Rechtsstaates Schweiz gegenüber den hohen Herren, die durch Schredderaktionen auf Befehl des amerikanischen CIA kniefällig eine Aufdeckung von Straftaten verhinderten! Oder leben wir in einer Bananenrepublik? Eine Bundesrätin, die mal einen Schleier trägt, wird ständig angegriffen und verhöhnt, ein Bundesrat, der unterwürfig die Forderungen eines fremden Geheimdienstes erfüllt, darf weiterhin tun, als ob er der Retter der Schweiz sei. Schizophren!


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79%
(42 Stimmen)
Urs Gassmann sagte December 2010

Ich bin skandalisiert darüber, wie viele Forumsteilnehmer diese primitive und dem Mittelalter verhaftete Religion samt der damit aufs engste verquickten, uns bedrohenden Rechtslehre schönreden. Richtig ist, dass der Islam die Mission hat, die Welt zu erobern, wenn nötig mit kriegerischen Methoden (Schulwissen; es sind uns vier Schlachten bekannt, wo sich das Abendland bisher erfolgreich dagegen gewehrt hat). Er ist also keineswegs friedlich, wie uns einzelne Leute mit Halbbildung weiszumachen versuchen. Heranzuziehen, dass auch Nicht-Mohammedaner einzelne kriminellen Riten begehen, ist unbehelflich. Diese anderen wollen uns wenigstens nichts aufzwingen. Einer der Votanten zitiert eine Sure, die uns weniger zu interessieren braucht; der eifrigsten Vertiefung sind uns vielmehr jene Suren wert, die von Blutrünstigkeit gegen uns ("Nichtgläubige") triefen und denen die Träger des Islamismus durchaus nachleben würden, wenn sie dereinst nur die Möglichkeit dazu hätten. Auch die Bibel enthält Blutrünstiges, was indessen bei uns in der Praxis völlig verblasst ist, jedoch überhaupt nicht beim Mohammedaner mit seinem Koran. Herr Freysinger liegt objektiv völlig richtig, und seine Hingebung in dieser Sache ist höchst verdienstvoll. Ich spreche ihm dafür meinen allerbesten Dank aus.


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22%
(63 Stimmen)
Gregory de Souza sagte October 2010

Herr Freysinger: Den Islam gibt es in Indien seit über tausend Jahren. Dass in Neu Delhi der Muezzin-Ruf ertönt, ist weder neu noch überraschend - vielmehr Zeichen des gelebten indischen Pluralismus, wie es auch das Glockengläut aus Tempel und Kirche sind. Daran stört sich auch niemand, ausser wohl die Hindu-Nationalisten, die erklecklich ähnlich wie Sie gegen den Islam wettern.


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27%
(83 Stimmen)
Irina Meier sagte October 2010

Im Kontext der steigenden Islamophobie schuetten Sie mit ihrem Artikel Oel ins Feuer.
Was faellt einem auf wenn man ihren Artikel im Kontext sieht:
a) der heutige Imperialismus kommt vom Westen (dh. Christentum): Intervention in Irak und Afghanistan. Vor allem wegen Oel. Um diese 'neuen Feldzuege' zu verkaufen, brauchte es eine zuenftige Propaganda, die dem Westen eintrichterte: Moslems sind brutal und unzivilisiert, deshalb muessen wir uns nicht schuldig fuehlen, dort Krieg zu fuehren und Tausende von Zivilisten zu toeten und eine Generation von Kindern zu traumatisieren. Mit ihren 'facts' unterstuetzen Sie diese Hass Propaganda. Falls Sie Moslems kennen, wissen Sie aber: das sind Menschen, wie du und ich. Und der Koran predigt Frieden (wie alle Weltreligionen). Schon erschreckend, dass man das erwaehnen muss. Und wenn man bedenkt, wie wenig Mitgefuehl Menschen aus diesen Kriegsgebiete erfahren, frage ich mich ernstlich wo unsere 'ausserordentliche Friedliebigkeit, christlicher Naechstenliebe und Zivilisiertheit' ist.
b) Schon einmal hat Europa nach einer Wirtschaftskrise (1929) eine Welle von Hass gegenueber einer Religion heraufbeschworen (Holocaust). Deshalb habe ich meine groesste Muehe, wenn in Folge einer Wirtschaftskrise (2008) gegen eine Religion (Islam) gehetzt wird. Und Sie als Politiker haben eine wichtige Verantwortung: um jeden Preis eine Wiederholung zu verhindern! Nehmen Sie das sehr ernst.
c) Ihre 'facts' toenen vielleicht fuer Leute, die nichts ueber Islam wissen sehr recherchiert, was Sie aber gemacht haben ist folgendes: Sie picken unvollstaendige Aussagen raus, zum Teil falsch (Beschneidung hat nichts mit Islam zu tun, es wird auch von Christen ausgeuebt) um ein haessliches, verzerrtes Bild zu kreiiren. Das ist gefaehrlich.
Bitte nehmen sie ihre Verantwortung wahr und schreiben Sie im Namen einer Schweiz, die Platz fuer verschiedene Religionen hat und um die Vorteile einer toleranten, modernen Gesellschaft weiss. Danke!


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68%
(101 Stimmen)
Silke Amrein sagte August 2010

Keine herkömmliche Religion hat es geschafft von Machtausübung, oft übelster Sorte, frei zu bleiben. Hervorheben aber kann man diesbezüglich das Christentum und den Islam. Immerhin, in der westlichen Welt kam den religiösen Machthabern die Aufklärung in die Quere.
Christliches Abendland: Unterdrückung, Ausbeutung, Kriege, gesegnete Bomben!
Auch die islamische Welt ist nicht weiter. Warum? Weil alles auf einer grossen Täuschung, vielleicht auch Lüge beruht.
Die sogenannt „Heiligen Bücher“ seien Gottes Wort und daher absolut. In Wahrheit sind sie von Menschen erdacht. Anfänglich zum Wohle der Gemeinschaft, dann aber immer „ausgeschmückter“ zur Machtausübung, Unterdrückung und zum Ausleben perverser Ideen.
Es steht jedem frei an einen Schöpfer, Gott, Allah oder wie auch immer, zu glauben, aber gut wäre es, die über die Zeiten völlig verdrehten, verstellten, oft auch widersprüchlichen Worte der sogenannten „Heiligen Bücher“ zu überprüfen.
Es geht auch ohne Religion, denn was Menschenrecht ist wurde schon vor tausenden Jahren erkannt. So z.B.: „Man soll niemals einem Anderen antun, was man für das eigene Selbst als verletzend betrachtet. Dies, im Kern, ist die Regel aller Rechtschaffenheit.“ (Dharma). Heute sind die „Menschenrechte“ definiert, und allein mit diesen liesse es sich ganz gut leben. Wer religiös leben will soll das tun, aber für sich, ohne andere andauernd damit zu konfrontieren und Sonderrechte, sowie Sonderregelungen für sich zu beanspruchen. Aber eben, da fängt das Dilemma schon an. Wer glaubt, dass eine Körperverhüllung, ein Minarett, ein Kirchturm dazu führt, dass man näher bei Gott lebt, benötigt dringend der Aufklärung.
Ich gehöre zu denen, die an keinen von den Religionen gepredigten Gott glauben. Meistens nehme ich das Gezeter über dieses Thema auch ganz gelassen hin. Aber manchmal geht es einem auch ganz schön auf den Keks.



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82%
(117 Stimmen)
Roland Steiner sagte August 2010

Ausgangslage:
Als erste gelten die Gesetze unseres Rechtstates. Jeder Bürger ist verpflichtet, sich an diese Gesetze zu halten.

Zusätzlich​ ist es jedem Bürger frei, sich den zusätzlichen Regeln einer Religion zu unterwerfen. Dies aber nur so lange, wie diese Regeln nicht die Gesetze des Rechtsstates brechen.

Aus historischen Gründen basieren nun die Gesetze unseres Rechtsstates auf christlichen Werten. Diese Gesetze haben es uns ermöglicht, einen sehr hohen Lebensstandard in unserer Schweiz aufzubauen. Somit ist der Beweis erbracht, dass dieses System recht gut funktioniert. Es ist somit richtig, dass man an diesen Regeln festhält.

Was ist nun das Problem:
Aus falscher Toleranz werden nun Personen anderer Kulturen anders behandelt als Schweizer.
Stellen sie sich vor was passieren würde, wenn ich z.B. bei mir zu Hause einen Kirchturm aufstellen möchte. Glauben sie ich dürfte dies?? Dies ist in der heutigen Zeit nicht mehr möglich, da es die Baugesetze nicht zulassen.
Oder was meinen sie was passiert, wenn die Kinder von Schweizern den Turn- oder Schwimmunterricht nicht besuchen würden?
So gibt es viele Punkte im Alltag die zeigen, dass wir Schweizer gegenüber Ausländern schlechter behandelt werden. Dies führt dann zu solchen Auswüchsen wie die Minaretinitiative. Diese wäre gar nicht notwendig gewesen, wenn die Herren Richter die lokalen Baugesetze und den Entscheid des dort lebenden Volkes respektiert hätten und nicht aus falscher Toleranz diesen Entscheid umgestossen hätte.
Ein kleiner Vergleich:
Es ist wie bei den Rauchern und Nichtrauchern: Soll ich als Nichtraucher aus Toleranz den Rauch der Raucher einatmen, oder soll der Raucher aus Respekt auf das Rauchen verzichten wenn ich in der Nähe bin?
Soll ich als Nicht-Moslem jeden Tag aus Toleranz einen Turm (der nicht dem Ortsbild unserer Dörfer und Städten entspricht)anschauen müssen, oder soll der Moslem aus Respekt gegenüber den Nicht-Moslem darauf verzichten, seine Mosche zusätzlich mit eine weit herum sichtbaren Turm zu versehen?

Ich möchte aber klar darauf hinweisen, dass ich nicht der Meinung bin, dass die Moslem Schuld an diesem Konflikt sind. Die meisten dieser Leute leben oder kommen in die Schweiz weil es hier besser ist. Sie möchten die Schweiz auch so beibehalten wie sie ist. Schuld sind unsere Richter und Politiker die aus falscher Toleranz gegenüber radikalen Kräften nachgeben und unsere bewährten Gesetze zu ungunsten der hier lebenden Bevölkerung auslegen.


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74%
(152 Stimmen)
Zoltán János Bokányi sagte August 2010

Bravo Herr Freysinger! Sehr gut! Überzeugend, klar und sachlich formuliert. Mit „Angstmacherei“ hat Ihr Beitrag gar nichts zu tun. Ich kann Ihnen ohne Vorbehalte zustimmen. Es gilt: „wehret den Anfängen“. Wobei die „Anfänge“ bereits sehr stark überboten wurden. Prinzipiell habe ich nichts gegen fremde Kulturen, solange diese unseren christlich Abendländische Kultur nicht gefährden, oder gar verdrängen wollen. Es kann nur als Arroganz sondergleichen gewertet werden, wenn Mohammedaner, die in der Schweiz Aufnahme gefunden haben, sich erfrechen uns als „Ungläubige“ zu bezeichnen. Vorläufig sind diese hier die Ungläubigen. Solange hier christliche Traditionen noch etwas bedeuten, wird das auch so bleiben. Unsere Friedhöfe haben keinen „unreinen“, sondern gesegneten Boden. Wer als Gast, den Gastgeber nicht respektieren und sich seinen Gesetzen nicht anpassen kann, sollte für immer ausreisen, dorthin, wo der Pfeffer wächst.


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41%
(111 Stimmen)
Hans Meier sagte August 2010

Würde der Papst unsre Gesetzte bestimmen - wäre das Resultat genauso gegen unsren Rechtsstaat. Zum Glück hatten wir die Aufklärung! Die fehlt in den Islamischen Staaten leider weitgehend.

PS: In der Schweiz beitreiben vor allem Christen Genitalverstümmelunge​n.... Das hat rein gar nichts mit irgendeiner Religion zu tun.



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90%
(81 Stimmen)
Willy Burgermeister sagte August 2010

Ich weiss, der Islam erhitzt unsere Gemüter und die Auseinandersetzung mit den glaubensbewussten Muslimen macht vielen von uns, ob gläubig oder nicht, unsere eigene Unkenntnis über die Grundlagen des Christentums klar. Ich erlaube mir deshalb, hier einige grundsätzliche Fragen aufzuwerfen:

Welch​e Rolle soll eine Religion - egal welche - in unserer Gegenwart überhaupt spielen. Spielt sie überhaupt eine Rolle?

Der deutsche Weihbischof Peter Henrici meinte einmal, die Kirche sei nicht mehr meinungsbildend. Richtig?

Wir treffen in einer globalisierten Welt immer häufiger auf Menschen mit gänzlich anderen Ansichten, die uns fremd oder gar unverständlich sind. Wenn wir etwas nicht rational erklären und entscheiden können, entscheiden wir emotional.

Das Nebeneinander von Menschen verschiedener Herkunft überfordert uns seit jeher.

Wir müssen uns aber auch fragen, ob die Religionen im Umgang mit der Gewaltfrage einen gemeinsamen Weg finden können oder ob sie - gerade im Blick dieser Frage - voneinander getrennt bleiben?

So human Religion uns auch erscheint - sie birgt auch stets einen totalitären Kern. Beispiel: der Nahe Osten - dort ist Frieden noch lange nicht in Sicht.

Globaler Friede ist nur möglich, wenn die wichtigsten Akteure der Weltpolitik Offenheit und Interesse an anderen Kulturen zeigen. Tun das die Religionen?

Die Frage ist vielleicht nicht - Religion oder nicht -, sondern, wie Erich Fromm erklärt, welche Art von Religion? Fördert sie die menschliche Entwicklung, die Entfaltung menschlicher Stärken oder lähmt sie das menschliche Wachstum?





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