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EU-Staaten sind wirtschaftlich erfolgreicher als die Schweiz

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Der My­thos des er­folg­rei­chen Al­lein­gangs wird vor den Wahlen eif­rig ge­pflegt. Po­li­ti­ker klop­fen sich selbst auf die Schul­tern und hören nicht auf zu be­to­nen, wie gut die Schweiz an­geb­lich im Ver­gleich zu EU-­Staa­ten da­ste­he. Die Fak­ten zei­gen ein an­de­res Bild.

Peter Schlemihls Politblog

 

Die Schweiz abgeschlagen auf dem zweitletzten Platz. (Quelle:Worldbank)

Tiefes Wirtschaftswachstum im europäischen Vergleich

Seit Einführung des EU-Binnenmarkts wächst die Schweizer Wirtschaft wesentlich langsamer als Volkswirtschaften der EU- und EWR-Staaten. Kaufkraftbereinigt wuchs das Bruttoinlandprodukt der Schweiz pro Kopf der Bevölkerung nur gerade 15,7% in 18 Jahren. Nur Berlusconi-Italien wies von den westeuropäischen Staaten ein tieferes Wachstum auf. In Österreich wuchs die Wirtschaft im gleichen Zeitraum mehr als doppelt so stark, in Schweden gar dreimal so stark und in Irland gar sechs mal so stark. Diese Zahlen zeigen klar, dass der Alleingang – insbesondere zwischen EWR-Nein und Einführung der Bilateralen- der Schweizer Wirtschaft und damit dem Wohlstand unseres Landes massiv geschadet hat!

 

Luxembourg, Dänemark, Schweden und Finnland weniger stark verschuldet als die Schweiz

Weiter wird immer wieder behauptet, die Schweiz habe im Gegensatz zu den EU-Staaten eine wesentlich tiefere ihre Staatsfinanzen im Griff. Die Zahlen zeigen aber, dass zahlreiche vergleichbare EU-Staaten betreffend Staatsverschuldung besser abschneiden als die Schweiz: Schweden, Dänemark, Finnland und vor allem Luxembourg.

Staats​verschuldung in Prozent des BIP 2010 (Quelle: IMF)

 

Mythos vom erfolgreichen Alleingang

Die aktuelle Diskussionen zeigen, dass der Mythos vom erfolgreichen Alleingang rege und mit einer erstaunlichen Faktenresistenz gepflegt wird.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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64%
(14 Stimmen)
Heinz Mahler sagte October 2013

Im Prinzip ist es richtig, die Schweiz hätte heute mindestens ein doppelt so hohes Bip wäre die Schweiz in der EU oder EWR. Auch ist zu erwähnen das nicht die EU sondern die Schweiz respektive Bürgerliche vertreter Handelshemmnisse zum Nachteil der Schweizer Bevölkerung erstellen.


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54%
(26 Stimmen)
Peter Schlemihl Wrobel sagte December 2011

Ihre Argumentation ist gleich mehrfach falsch, Herr Meyer:

1. Sie verwenden alte Zahlen. Die Schweiz liegt gemäss IWF nur noch auf Rang 8, fast gleich auf mit EU-Staaten wie den Niederlanden, Dänemark, Irland, Österreich oder Schweden. Selbst Deutschland und Belgien (während Monaten ohne Regierung) liegen nicht mehr viel hinter der Schweiz!

2. Staaten wie Luxembourg oder Schweden haben eben bewiesen, dass es auch auf hohem Niveau möglich ist zu wachsen. Ihre Aussage ist aber grundsätzlich falsch: Bei einer prozentualen Betrachtung des Wachstums ist es eben egal auf welchem Niveau man startet!

3. Ich habe hier keine zufällige Zeitperiode ausgewählt, sondern die Periode seit der Einführung des EU-Binnenmarktes. Und ich habe klar aufgezeigt, dass die Schweiz seit Einführung des EU-Binnenmarktes klar das tiefere Wirtschaftswachstum hat als alle anderen (ausser Berlusconi-Italien) westeuropäischen Staaten (die entweder in der EU oder dem EWR sind)!!!


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50%
(16 Stimmen)
Jürg Walter Meyer sagte December 2011

Guten Tag Herr Schlemihl! Obige Darstellung betreffend Staatsverschuldung in Prozent des BIP kann nicht stimmen,mindestens was die Schweiz anbelangt!

Staatsv​erschuldung in % des BIP - Fakten:
2010 betrug sie 38,4 %, nicht 55 %, wie oben behauptet.

Quelle:​ Eidgenössische Finanzverwaltung.
St​and der Datenbank August 2011.

Schlagen Sie bitte Wikipedia auf:
"Staatsverschu​ldung in Prozent des BIP 2010 (Quelle: IWF)"
Da finden Sie links eine detaillierte Tabelle, deren Angaben bezüglich die Schweiz mit denen der Eidgenössischen Finanzverwaltung übereinstimmen. Da steht die Schweiz auch im Vergleich bestens da, so wie es auch Faktum ist. Rechts findet sich die Karte, die Sie verwenden. Deren Daten, ich habe sie nur bezüglich der Schweiz kontrolliert, sind schlichtweg falsch.


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60%
(15 Stimmen)
Jürg Walter Meyer sagte December 2011

Gemäss IWF nimmt die Schweiz 2009 die 7. Stelle ein bezüglich BIP/Kopf (kaufkraftbereinigt).​ Vor ihr steht von den EU-Ländern nur Luxemburg.
Herr Schlemihls graphische Darstellung zeigt das Wachstum, d.h.die Veränderung innerhalb der von ihm ausgewählten Periode. Es ist allen logisch denkenden Menschen klar, dass auf hoher Position das prozentuale Wachstum nur noch klein ist. Eine Verdoppelung - z. B. - von eins auf zwei hingegen ein Wachstum von 100 Prozent ausmacht. Auf diese Weise hat die DDR argumentiert, um ihre Überlegenheit vor der Bundessrepublik Deutschland zu "beweisen" Nun,die DDR ist untergegangen.


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50%
(14 Stimmen)
Heinz Mahler sagte November 2011

Ach so, einmal ist die Zuwanderung sehr förderlich für den Wohlstand in der Schweiz. Aber hier gibt es kaum Wachstum im Vergleich zu Irrland wo sie die Immigranten wieder nach Hause schiken mussten. Also was nun. !?


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33%
(21 Stimmen)
Oskar Matzerath sagte October 2011

Diese Analyse zeigt einmal mehr wie verheerend die Folgen des EWR-Neins für die Schweizer Wirtschaft waren.

Es ist unglaublich, dass diese glasklaren Fakten kaum jemand zur Kenntnis nimmt und die meisten Schweizer lieber einem Mythos nachrennen.


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35%
(23 Stimmen)
Dieter E.U. Lohmann sagte October 2011

Besten Dank Herr Schlemihl, dass Sie hier mit Zahlen und Fakten den Mythos des erfolgreichen Alleingangs widerlegen!


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