Abstimmungen, Initiativen > National > Abstimmung 14. Juni 2015: „‘Stipendieninitiative‘ und indirekter Gegenvorschlag (Totalrevision des A,

Fairness muss das oberste Gebot sein!

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Wussten Sie, dass 75 Pro­zent aller Stu­den­tin­nen und Stu­den­ten während des Stu­di­ums einer Erwerbstätigkeit nach­ge­hen? Wuss­ten Sie auch, dass 20 Pro­zent der Studienabbrüche aus fi­nan­zi­el­len Gründen er­fol­gen? Dies, weil viele Stu­dium und Ar­beit nicht mehr ver­ei­nen können. Und wuss­ten Sie, dass diese Per­so­nen primär aus fi­nan­zi­ell schlech­ter ge­stell­ten Fa­mi­lien stam­men? Die neuste Stu­die des Bun­des­am­tes für Sta­tis­tik zeigt zu­dem, dass sich Kin­der aus rei­che­ren Fa­mi­li­en, eine bes­sere Aus­bil­dung leis­ten können. Ei­nige Kan­tone haben auf die­sen Miss­stand rea­giert und sich dem Sti­pen­dien­kon­kor­​​dat der Schwei­ze­ri­schen Kon­fe­renz der Er­zie­hungs­di­rek­t​​o­rIn­nen EDK an­ge­schlos­sen. Die­ses sieht vor, dass der mi­ni­male An­satz für ein Volls­ti­pen­dium 16‘000 Fran­ken pro Jahr beträgt. Das ist gut so.

Die Waadtländer erhalten 10‘000, die Neuenburger 4000 Franken.

Leider jedoch weigern sich einige Kantone, diesen Minimalstandart zu erfüllen. Der durchschnittlich ausbezahlte Stipendien Betrag variiert von Kanton zu Kanton sehr stark. Wer in Neuenburg wohnt, hat Pech gehabt. Das durchschnittliche Stipendium liegt unter 4000 Franken im Jahr. Glück hat, wer ennet dem See, im Waadtland wohnt. Hier liegt das Durchschnittsstipendi​​um bei knapp 10‘000 Franken. Das ist mehr als doppelt soviel wie in Neuenburg. Ob ich gut ausbildet werde oder nicht, hängt also nicht nur davon ab, wie reich meine Eltern sind, sondern auch noch, in welchem Kanton ich wohne. Solchen Zufälligkeiten können wir dank der Stipendieninitiative nun ein Ende setzten. Ziel der Initiative ist eine Harmonisierung im Stipendienwesen. Übernimmt der Bund diese Harmonisierung, liegt es dann an der Politik, die Minimalstandarts festzulegen. Im Vergleich zum Stipendienkonkordats-​​Vorschlag dürften Investitionskosten von rund 120 Millionen entstehen. Das ist zwar viel Geld, doch fehlende Chancengerechtigkeit im Bildungsbereich darf sich meines Erachtens ein Land wie die Schweiz nicht weiter leisten. Kommt hinzu, dass gemäss OECD, Investitionen in die Bildung dreifach zurück fliessen. Ich bitte Sie deshalb, am 14. Juni bei der Stipendieninitiative ein JA in die Urne zu legen. Herzlichen Dank.


Kommentare von Lesern zum Artikel

Information zur Abschaltung der Kommentarfunktion

Der Verein Vimentis hat sich entschieden, die Kommentarspalte zu den Blogs zu schliessen. In der folgenden Erläuterung erfahren Sie den Grund für diesen Entscheid.

Der Blog, und dazu gehört auch die Kommentarspalte, sind ein wichtiger Teil der Diskussionsplattform von Vimentis. Gleichzeitig sind Werte wie Respekt, Anstand und Akzeptanz für den Verein von grösster Wichtigkeit. Vimentis versucht diese Werte selbst einzuhalten, sowie auch auf der Website zu garantieren.

In der Vergangenheit wurden diese Werte in der Kommentarspalte jedoch regelmässig missachtet, es kam immer wieder zu nicht tolerierbaren Aussagen in den Kommentaren. Das Löschen dieser Kommentare ist heikel und zudem mit grossem Aufwand verbunden, welcher der Verein nicht stemmen kann. Zusätzlich können die Kommentare praktisch anonym verfasst werden, weswegen eine Blockierung der jeweiligen Personen unmöglich wird.

Folglich hat der Verein Vimentis entschlossen, die Kommentarfunktion abzuschalten und nur den Blog stehen zu lassen. Der Blog erlaubt es Personen weiterhin, sich Gehör zu verschaffen, ohne sich hinter einem Pseudonym zu verstecken. Die Änderung sollte die Blog-Plattform qualitative verbessern und all jenen Personen ins Zentrum rücken, welche Interessen an einer sachlichen Diskussion haben, sowie die oben erwähnten Werte respektieren.


33%
(12 Stimmen)
Lars von Lima sagte May 2015

Es ist doch mit nichts einzusehen, weshalb für Studierende Extrazüge via Stipendien gefahren werden sollen.

Würde das kommen, werden sich mit Recht weitere Anspruchsgruppen (neudeutsch 'Steakholder') melden,

die dann gerichtlich ihre Ansprüche geltend machen werden.

Belassen wir das bei den Kantonen. Nein zu diesem Unsinn.


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60%
(5 Stimmen)
Fritz Hösli-Wöber sagte May 2015

Es ist nicht uninteressant, wenn es Politiker und Politikerinnen gibt, die betreffend "Stipendieninitiative​" wie über eine Wurst die nach aussen optimal aussieht, jedoch sich nach innen sich schnell verschlechtert, profund auslassen. Grundlegend gilt dafür folgender Satz: " Der Bund soll die Vergabe von Stipendien schweizweit nach einheitlichen Kriterien regeln, damit, wenn der Bedarf ausgewiesen ist, Studierende, unabhängig von ihrem Wohnort in den Genuss derselben finanziellen Leistungen kommen. Der Zugang zur höheren Berufsbildung und zur Hochschulbildung wird damit überall in der Schweiz zu gleichen Bedingungen möglich." Es soll die Fairness sein, die in diesem Stiel überhaupt nicht möglich ist? Eine Bundes-Administration​, der den Stipendienbedarf übersteigt kann nicht ausgeschlossen werden! Vielleicht könnte man die Sache wie folgt umdrehen.

In eine Metzgerei hineingeboren vom Morgen bis am Abend gearbeitet bis ich über das Alter diverse Stufen und Militär als Ziel eine Bank führen durfte - ohne dem Bürger und meinem Vater - auf der Tasche liegen zu müssen, das wäre eigentlich die Prämisse. Mein Wille wurde dadurch ausgeprägt etwas zu erreichen. Dieses Ausmass soll nicht die Richtlinie sein, es darf durchaus geholfen werden – aber richtig - ! Man hat recht schnell gelernt wie es geht:" So schnell und so effizient zu lernen, um die Prüfungen zu bestehen. Alles kam zur rechten Zeit. Die Lernzeit führte meistens mit ganz wenigen Wiederholungen zum Erfolg.







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43%
(7 Stimmen)
EVA Einstein-Pestalozzi sagte May 2015

hart aber fair zur Sache Schätzchen,, und nicht auf irgendwelche Köpfe.. Küpfe rollen von selbst schleichen sich lieber aus der Verantwortung durch vorzeitige Handtuchwürfe..
kenn​en wir doch alles aus dem FF

Werkplatz - braucht Gewerkschaft. auch für Studenten..
Was wäre Werkplatz und Arbeitsplatz ohne gesunde Arbeits- und Fachkraft NICHTS
Der Plan.
Was bleibt Wirtschaft ohne Plan-Wirtschaft. Business-Plan, Master-Plan. Richtplan- etc.
Das Gespenst Plan-Wirtschaft ...

Ohne BeWEGung keinen Fortschrit - ohne Fahrplan keine BeWEGung
ohne PLAN ist wieder alles NICHTS
P Potenzial
L Liebe Lust und Leidenschaft. für lebenslanges ganzheitliches sinnvoll lustvolles Lernen
A Authentiität ich tue was ich sage - sage was ich tue..
N neugierig - unabhängig unenlich reformiert rebellisch.. eben

NUR der Souverän.. höchste Hoheit im direkt demokratisch regierten Rechtsstaat DDRR !

Halt ! Haltung zeigen - nie aufgeben.. nie die Contenence Haltung verlieren - - der Mut zur Wut tut so gut.



Alle Angstwörter lassen sich sinnvoll lustvoll entschärfen..
Dazu kommt das Recht des gesprochenen Worts, freier Meinungsäusserung







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38%
(8 Stimmen)
Jörg Matter sagte May 2015

Nein! Es wäre teuer und nachteiligen, wenn nach den Abstimmung 14. Juni 2015: „‘Stipendieninitiativ​e‘ und indirekter Gegenvorschlag angenommen sind. Der Staat kann sich seine Studiummonopol zum Arbeiterstaat wie am Vorbild Planwirtschaft schlechter produzieren...


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47%
(15 Stimmen)
Werner Nabulon sagte May 2015

Gleichberechtigung, gleiche Chancen, Gleichmacherei, DAS Thema der Linken, Sozis, Grünen…!

Komisch, in der Umwelt, Natur fordern die gleichen Personen eine Diversität der Umwelt, zu der der Mensch auch gehört. Ja okay, Links hat bis heute noch nicht begriffen, dass der Mensch ein Teil dieser Natur ist.

Beim Menschen braucht es diese Vielfalt ebenso.
Wir kommen schon nicht Gleich zur Welt. Daraus wird gross, klein, schlank, dick, gesund, eher krank, bis invalide, intelligenter, eher weniger, fleissig oder eher faul, und falls es noch nicht angekommen ist, weibliche und männliche Wesen Menschen.

Das ist die Diversität der Menschen. Ohne die geht es nicht.

Es braucht nicht NUR Studierte, sondern auch ArbeiterInnen. Auch der Mensch der NICHT studiert hat, so informativ, ist etwas Wert. Ebenso jener, der etwas weniger Intelligenz mit auf seinen Lebensweg bekommen hat.

Spielt auch nicht wirklich eine Rolle, ob Mensch als Frau oder Mann lebt, Schlank oder Dick ist, ..wichtig ist, Anstand, Ehrlichkeit, Fleissig..also Bereitschaft auf seinem Gebiet auch Leistung zu erbringen.

Diese Erkenntnis vermisse ich bei den Linken, dass es so sei.



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59%
(17 Stimmen)
Martin Bracher sagte May 2015

Diese Initiative ist ganz klar abzulehnen!! Diese Initiative fördert nicht nur die Langzeit-Studenten wie Cedric Wehrmuth von der SP oder Baltasar Glättli von den Grünen. Hinzukommt bei einen Ja, auch dass der wirtschaftliche Druck, das man etwas studiert, dass man später auch gebrauchen kann, praktisch vollständig vernichtet wird, und somit die Hürde für: Ich geh mal irgendetwas studieren ein paar Jahre und mache mir ein schönes Leben auf Kosten der Allgemeinheit, praktisch auf null gesenkt wird( auch hier wieder die Beispiele Wehrmuth und Glättli).
Aus diesem Grund ist diese Initiative abzulehnen!






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38%
(13 Stimmen)
Alex Müller sagte May 2015

Eine Subventionierung von Studenten ist richtig für ein Land, welches nur aus der Bildung leben kann, welche sie in Wirtschaft und Forschung umwandeln kann.
Es ist auch richtig, wenn Studenten sich mit einem kleinen Teilzeitpensum etwas verdienen können.
Jetzt hörte ich aber von einem Studenten, dass das neue Studium-System aber nur noch wenige Lücken freilässt, um überhaupt einem Nebenerwerb nachzugehen. Es fehlen also für jene, die ihr Studium selber finanzieren wollen oder müssen, die Zeit noch etwas zu verdienen.
Darum müssen wir einer Subventionierung wohlwollend zustimmen.



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43%
(14 Stimmen)
Martin Schneeberger sagte May 2015

In meinem Bekanntenkreis gibt es einige, die ihre Studienjahre mit Erfolg abschlossen, obwohl sie nebenher arbeiten mussten. Es gibt aber auch solche, die grosszügig unterstützt wurden, ohne jemals abzuschliessen. Dieser zweiten Kategorie Studenten würde mit dieser Initiative ein sorgenfreies Leben garantiert. In Italien ist dies bereits umgesetzt. Es gibt Institute - von Universität würde ich nicht sprechen, die haben Studenten in Philosophie, Heilpraktikum oder Tourismus, die aber nie an die Vorlesungen kommen, sondern in der Schweiz arbeiten. Aber von den Stipendien profitieren. Soll das auch unsere Zukunft werden?


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47%
(15 Stimmen)
Hans Rudolf Bachmann sagte May 2015

Als Matthias Aebischer gerade seine Ausbildung im Kindergarten begann, haben Studenten an den schweizerischen UNIs die elternunabhängige Studienfinanzierung diskutiert und eine entsprechende Initiative (Lausanner Modell) eingereicht. Den Bürgerlichen Parteien war damals diese liberale Initiative viel zu sozialistisch. Es wäre schlau gewesen, sie zu unterstützen und auf Bundesebene umzusetzen. Denn statt Stipendien, wäre eine Eigenfinanzierung des Studiums an UNI oder Fachhochschule zu günstigen Bedingungen (Zins) und mit einer vernünftigen Rückzahlungszeit und einer Risikoversicherung eine gute und faire Lösung für alle. Das schliesst private Stipendien und Lösungen für Spezialfälle nicht aus.


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63%
(24 Stimmen)
martin ordody sagte May 2015

Ich musste mein ganzes Studium in der CH arbeiten, habe zwar als Flüchtling 500CHF währen 10 Monaten im Jahr bekommen, reichte aber nicht. Nicht desto trotz habe ich und die Mehrheit meiner Kollegen das Studium an der ETH erfolgreich beendet. Es hat uns nicht geschadet, eher umgekehrt.
Und jetzt zu Ihrer Forderung:
Es ist typisch für die Linken Gelder zu verteilen und somit Stimmen zu holen. Nur muss es jemand bezahlen, und das sind meistens die anderen, Herr Aebischer. Das mann die welche nicht genug haben unterstützen muss ist unbestritten, aber mit Mass. Das ist für die Linken ein unbekanntes Wort.


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61%
(23 Stimmen)
Franz Krähenbühl parteifrei sagte May 2015

Haben Sie, Herr Aebischer, nicht auch das Gefühl, Sie und Ihre Partei sollten mit Ihren Forderungen endlich ein bisschen bescheidener werden? Ihre Partei hat in letzter Zeit eine wahre Orgie neuer Initiativen lanciert und einige sind noch unterwegs.

Fast alle Initiativen sind auf grössere Kosten und höhere Steuern ausgerichtet. Ich muss schon sagen, mutig seid Ihr. Ich mache mir allmählich Sorge um Eure Partei.

Wenn ich so nach England schaue und sehe, was der einstige Labour Premierminister Gordon Brown mit seiner goldenen Giesskanne angerichtet hat, oder sein Vorgänger, der Tony Blair mit seiner Bush-hörigkeit,- ja Herr Aebischer - das macht mir himmelangst, für Ihre Partei! Ich weiss nicht, ob Ihre Stimmbürgerinnen, Stimmbürger, Genossinnen und Genossen fressen werden, was Sie ihnen alles auftischen...



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24%
(17 Stimmen)
Elsi D. Stutz sagte May 2015

"Gleichheit mag vielleicht ein Recht sein, aber keine menschliche Macht kann Sie verwirklichen.
(Hono​ré de Balzac)


ANTWORTE​N AUF DIESEN BEITRAG

75%
(4 Stimmen)
Sägesser Barbara sagte Vor einem Tag

Super, wenn Sie sich laufend weiterbilden und weitergebildet haben Frau Stutz. Finde ich echt gut! Man muss immer dran bleiben und nicht verstauben. Mache ich auch so. Doch was, wenn der Lohn nicht reicht um eine Weiterbildung in 5-stelliger Summe zu finanzieren (nicht jeder kann sich je nach Lohn diese Summe sparen um weiter zu kommen und Firmen investieren auch nicht in jeden Mitarbeiter)....

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Elsi D. Stutz sagte gerade eben

Ach nein? Ist da so? Was glauben Sie denn, wem Sie das erzählen? Meine Gute Frau Sägesser.

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31%
(16 Stimmen)
Elsi D. Stutz sagte May 2015

Und was ist eigentlich mit all jenen, die sich nach einer Berufslehre stetig auf eigene Kosten Weiterbilden?

Wie oft wurde ich schon gefragt, wieso ich eine Weiterbildung mache, die ich selbst finanzieren muss. Wieso ich Zeit und Geld investiere, ohne eine Gegenleistung oder zumindest Anerkennung zu erhalten.

Wieso, investiere ich wohl, in mich selbst?! Hab ich im Leben was nicht verstanden, oder was geht in Leuten ab, die solche Fragen stellen müssen? (und gleichzeitig über ihren Job, den Chef, den miesen Lohn jammern)



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74%
(23 Stimmen)
Gotthard Frick sagte May 2015

Ich hatte auch fast kein Geld, arbeitete und meine Eltern vermieteten mein Zimmer und gaben mir die Miete. Ich trotzdem vier Jahre in Paris studiert und an "Sciences Po" abgeschlossen. Ich bin zwar schon lange für ein StudienDARLEHENSystem​, wie es Schweden kennt, und habe das vor mehreren Jahren in der NZZ auch gefordert. Die Studiendarlehen müssen nach Aufnahme der Berufstätigkeit zurückbezahlt werden. Ein bescheidenes, nicht rückzahlbares Stipendien wird zusätzlich zu den Darlehen gegeben. Aber ich bin völlig dagegen, dass man jungen Leuten Stipendien für ein leichtes Leben gibt. Sie sollen lernen, Schwierigkeiten zu meisten und sich durchzusetzen.


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47%
(19 Stimmen)
Elsi D. Stutz sagte May 2015

Jein, Herr Pfister! Nur mit der Vereinheitlichung der Sti­pen­dien­ verhindern Sie nicht, dass Frau Schweizer lieber Sozialwissenschaften und BWL studiert statt Informatik oder Engineering. Und leider macht man mit Quoten, auch keine Fachkräfte. Gefragte berufe sollten höher subventiniert werden als sollche wo wir bereits eine Überzahl an Studenten haben. Und ev. könnte die Wirtschaft, die am Ende ja davon profitiert, IHREN BEITRAG auch leisten und die 180 Mio. investieren, statt immer nur den Steuerzahler zu melken, der dann seinen Kindern, das Studium nicht mehr finazieren kann?! Aber als Schweizer Unternehmer hat man es halt nicht nötig, in Mitarbeiter zu investieren, man importiert sie lieber!

Grundsätzlich kann es aber nicht sein, dass der Wohnkanton den Ausschlag für oder gegen ein Studium geben. Das Leben ist auch so schon unfair genug. Allerdings weiss nicht, wie wir dies vereinheitlichen wollten, so ist nun mal das Leben. Aber meiner Erfahrung nach, hat es Keinem je geschadet, wenn ihm nicht alles, auf dem silberen Tablett samt goldenem Löffel serviert wurde, ganz im Gegenteil.


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