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Familieninitiative ist ein Bumerang!

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Die Fa­mi­lie­nini­tia­ti​ve ist auf den ers­ten Blick sym­pa­thisch. Wer will nicht Fa­mi­lien stärken?

Doch diese Initiative hilft nicht jenen, die es eigentlich bräuchten. Familien mit sehr tiefen Einkommen haben nämlich keinen Nutzen von der Vorlage. Am meisten Steuern sparen die, welche eh schon grosse Einkommen haben.

Bei einer Annahme der Initiative ist mit Steuerausfällen von 200 Mio. Franken bei der direkten Bundessteuer zu rechnen. 760 Mio. Franken Mindereinnahmen würden bei den Kantons- und Gemeindesteuern resultieren. Die Folge wären Leistungskürzungen oder Steuererhöhungen. Bei den Leistungskürzungen wäre sicherlich die Bildung betroffen, denn sie macht einen grossen Teil der Kantons- und Gemeindebudgets aus. Was hilft es hier den Reichen Steuergeschenke zu machen und am Schluss müssen alle Schüler z.B. für Lehrmittel oder Projektwochen etwas oder mehr bezahlen. Was auf den ersten Blick als Steuergeschenk aussieht, ist auf den zweiten dann eine Gebührenerhöhung. Bei​ den Steuererhöhungen könnte es die Mehrwertsteuer treffen. Da würden wiederum die Familien darunter leiden, die man "entlasten" wollte.

Die Annahme der Initiative würde wie ein Bumerang auf die Familien zurückfallen. Ich lehne diese 1 Mia. Franken Steuerausfallgiesskan​ne für gut Verdienende ab.

Den Familien helfen verbesserte Strukturen für Vereinbarkeit von Beruf und Familie mehr als Steuergeschenke.


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