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Flüchtlinge scheuen keine Grenzwächter

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In Deutsch­land wird Sturm geläutet. Für die­ses Jahr wer­den 800’000 Flüchtlinge er­war­tet. Im Jahr 2014 waren es noch 200’000. In der Schweiz waren es im Jahr 2014 24’000. Wenn die deut­sche Re­gie­rung Recht be­kommt, dann müssen wir uns auf einen Zu­strom ge­fasst ma­chen, wel­cher den Flüchtlingsstrom aus Ex-Ju­go­sla­wien in den neun­zi­ger Jah­ren mas­siv übertrifft. Da­mals kamen max. ca. 40‘000 Flüchtlinge pro Jahr und heute reden wir von über 80‘000 Men­schen und das nicht nur für ein Jahr, son­dern für meh­rere Jah­re.

Während die Schweiz über die Zahl Nettozuwanderer aus der EU debattiert, sehen wir ein Zufluss an Flüchtlingen, welcher jede Debatte über Ausländerzuwanderung in den Schatten stellt. Mit dem heute geltenden Personenfreizügigkeit​sabkommen reden wir über gut integrierbare, ausgebildete Zuwanderer aus der EU. Leute, welchen ein Einkommen generieren, Steuern zahlen und hier konsumieren. Diese Einwanderer sind seit Jahren Zielscheibe Nr. 1 der SVP. Dass aber knapp hinter der Schweizer Grenze eine Zeitbombe tickt, blendet sie aus. Sie glaubt immer noch daran, dass ihre Abschottungspolitik uns weiterbringt.

Flücht​linge aber scheuen keine Grenzwächter, keine Stacheldrähte und keine Mauern. Diese Hindernisse sind nichts gegenüber jenen, welche sie zum Fliehen bewegt. Wir werden Milliarden brauchen, um die Flüchtlinge für unseren Arbeitsmarkt zu befähigen. Wir werden Wohnungen bauen müssen, um die Leute unter zu bringen. Für Miete, Essen, Kleider werden die Menschen kein Geld haben und der Staat wird für sie aufkommen müssen. Wir werden unzählige Gerichtsverfahren haben, die Migrationsämter müssen aufgestockt werden und die Betreuungsfirmen haben Hochkonjunktur. Zudem werden unsere Bildungsinstitutionen​ mit Sonderschülern überschwemmt.

Dabei werden die Flüchtlinge Generationen brauchen, um sich zu integrieren. Es werden Parallelgesellschafte​n entstehen, und der soziale Konflikt ist vorprogrammiert.

Des​halb gibt es nur eine Möglichkeit. Diese Leute müssen in ihre Herkunftsregion zurückgeführt werden. Flüchtlinge aus Eritrea gehen entweder zurück nach Eritrea, Äthiopien, Sudan oder Somaliland. Mit den Regierungen dieser Länder handeln wir Abkommen aus, nach welchen Wohnungen gebaut werden und Gesundheits- und Bildungssysteme aufgebaut werden können. Mit Unternehmungen handeln wir Verträge aus, durch welche Arbeitsplätze zur Verfügung gestellt werden.

Die flüchtenden Menschen kommen und brauchen Hilfe. Wir werden massiv Geld in die Hände nehmen müssen, um ihnen zu helfen, und es stellt sich eigentlich nur noch die Frage, ob wir das Geld hier einsetzen oder in der Region, wo die Menschen her kommen. Ich setze auf Hilfe vor Ort. Die Menschen können so in ihrem vertrauten Kulturkreis verbleiben und wir ersparen uns einige Probleme. Dazu brauchen wir eine effiziente und global abgestimmte Entwicklungshilfe. Der Preis für eine solche ist hoch. Aber wenn der Preis gleich hoch ist, wie die Aufnahme der flüchtenden Menschen, dann ist es ein Schnäppchen. Wir verm​eiden nämlich damit soziale Konflikte, innere Unruhen und bieten unseren und deren Kindern eine Zukunft.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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71%
(7 Stimmen)
Hans Joerg Edelmann sagte October 2015

Unser Bundesrat Ueli Maurer macht den gleichen Fehler wie schon Frau Angela Merkel gemacht hat!

Er gibt in allen Medien bekannt, dass für die Flüchtlinge 50'000 Plätze bereit sind!

Man sollte zusätzlich noch Flugblätter in den Flüchtlingscamp, in Eritrea, in Nigeria, im Iran etc. etc. verteilen!






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55%
(11 Stimmen)
Elsi D. Stutz sagte August 2015

Wenn bitte meinen Sie genau mit WIR???
Haben Sie gestern mit Obama und Merkel telefoniert?




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56%
(9 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte August 2015

Frau Schneider-Schneiter, CCVP-NR,

Asylsuche​nde & Wirtschaftsflüchtling​e aus 3. Weltländer sind endlich auch i.d. Schsweiz zu unterscheiden, strikte zu trennen, am effektivsten mit einem neuen Einwanderungsgesetz, aufbauend analog Kanada, USA, Australien auf einem Punktesystem, das gewährleistet, dass diese Einwanderer sich zukünftig eigenständig "selber über Wasser" halten können. Ist es nicht eine Zumutung an die Einheimischen, arbeitende Bevölkerung (Schweizer & Ausländer) dass z.B. v. den Eritreern ca. 82-85 % jahrelang i.d. Sozial-Hängematten liegen, obwohl diese arbeiten dürften ? Finden Sie dies i.O. ?

Mit reiner Masseneinwanderung Frau Schneiter-Schneider in unsere (noch) super dotierten Sozialkassen, sind diese schnell einmal ohne Substanz auch für die Einheimischen. Interessant, vor allem die SP hat diese doch aufgebaut, und gerade diese Partei nivelliert dieselben jetzt wieder im Eiltempo mit dieser Duldung der Masseneinwanderung, im Missbrauch der eigentlichen Asylgesetzgebung.

​Debatte über Zuwanderungsgesetz in Deutschland: Einwanderung ist etwas anderes als Flucht

Krieg, Verfolgung und Armut treiben Hunderttausende Flüchtlinge auch vermehrt jetzt nach Deutschland. Gleichzeitig entflammt die Debatte um ein Einwanderungsgesetz - vor allem aus Arbeitsmarktgründen. Was hat das eine mit dem anderen zu tun ?
Die Debatte über ein eigentliches, neues Einwanderungsgesetz wird lauter. Grüne und SPD fordern ohnehin schon lange eines in Deutschland, nun ist auch CDU-Chefin und Kanzlerin Angela Merkel nach SPIEGEL-Informationen​ dafür offen. Widerstand kommt vor allem vom konservativen CDU-Flügel und der CSU. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

Gleichze​itig steigt die Zahl der Flüchtlinge stark, eilig werden Unterkünfte gebaut, etliche Kommunen und Länder zeigen sich latent überfordert. Rechtsextreme Angriffe auf Flüchtlinge und ihre Unterkünfte häufen sich in Deutschland. Die Zahl der Ansylantragsteller wird sich 2015 ca. um das fünfacher erhöhen.

In der politischen Diskussion geht einiges durcheinander: Da wird polemisiert, da werden Vorurteile geschürt und falsche Hoffnungen geweckt. Und die Zahl der Flüchtlinge dürfte auf Jahre hinaus kaum abnehmen, genauso wie i.d. Schweiz auch.

Auf den ersten Blick scheint es folgerichtig, dass just jetzt verstärkt über ein Einwanderungsgesetz debattiert wird. Denn sowohl bei der geregelten Einwanderung als auch bei der Flucht geht es um Migration: Menschen kommen aus anderen Ländern nach Deutschland. Allerdings hören die Gemeinsamkeiten da schon auf - zumindest im engeren formalen Sinne.

Asyl und Zuwanderung sind zwei verschiedene Dinge.

Und das Asylrecht ist bislang strikt getrennt von anderen Regelungen zur Einwanderung.

Quelle;
http://w​ww.spiegel.de/politik​/deutschland/fluechtl​inge-was-asyl-mit-ein​em-einwanderungsgeset​z-zu-tun-hat-a-104539​9.html


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67%
(15 Stimmen)
Sägesser Barbara sagte August 2015

Leider schrieben auch Sie, Frau Schneider-Schneiter nichts über die Ursachen und die möglichen Ursachenbekämpfung samt Konsequenzen der Wanderungen.

Leide​r erwähnen auch Sie nicht, wer sich gegen die von Ihnen vorgeschlagenen Zentren wehrt.

Leider erwähnen auch Sie nicht, welche Abkommen es gibt, wie die Erfahrungen damit gesammelt wurden.

Leider erwähnen auch Sie nicht, welche Bemühungen es bereits gab und wie die Erfahrungen waren mit einem Zentrum in Afrika zwecks Rückführung von Asylbewerbern.

Man​ kann nicht nur fordern/wünschen ohne Wähler über das Vorhandene, Versuchte inkl. Erfahrungen und Konsequenzen zu informieren.

Hier wünsche ich massiv mehr von Politikern. Sei es auch um Lösungen zu erarbeiten und den Bürgern korrekt vorzuschlagen. Der Bürger kann sich allerdings auch selber über Abkommen etc. schlau machen, wenn er denn will.


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67%
(18 Stimmen)
Georg Stamm sagte August 2015

Die Ausführungen von Frau Schneider-Schneiter zeigen, dass Frau BR Sommaruga alle Hände voll zu tun hätte: Endlich Bundeszentren einrichten, Rücknahmeverträge mit div. Staaten abschliessen, Rückkehrhilfe vor Ort organisieren. Von all dem hören und lesen wir nichts in den Medien. Was, wenn innert kurzer Zeit 80'000 Flüchtlinge eintreffen ? Wir verfügen ja noch nicht einmal über einen zuverlässigen Rücknahmemodus mit den EU-Staaten Italien und Griechenland. Von dort her kommen nämlich die meisten Flüchtlinge und die wären gemäss Schengenvertrag für das Asylverfahren zuständig, also auch für die Rücknahme. Dort ist aber Ueberforderung angesagt und die EU schaut zu und tut fast nichts. Das ist Vertragstreue und Solidarität à la Brüssel ! Uns aber droht man und sagt, dass die Bilateralen Verträge I strikt einzuhalten sind und insbesondere die PFZ als heilige Kuh. Der Schutz der Aussengrenze (Schengen) ist nicht mehr wichtig. Unser BR scheint das zu akzeptieren. Jedenfalls sieht man unsere BRinnen immer lächelnd und wohlgelaunt in Brüssel, Rom usw..


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73%
(22 Stimmen)
Willy Brauen sagte August 2015

Frau E. Scheider-Schneiter:
Ihre Sätze:

1. „Mit dem heute geltenden Personenfreizügigkeit​sabkommen reden wir über gut integrierbare, ausgebildete Zuwanderer aus der EU“.

Wenn es „nur“ diese Leute wären, würden kaum Probleme auftauchen – auch bei der SVP nicht, so lange es in einem erträglichen Rahmen geschieht!

2. „Leute, welche ein Einkommen generieren, Steuern zahlen und hier konsumieren. Diese Einwanderer sind seit Jahren Zielscheibe Nr. 1 der SVP. Dass aber knapp hinter der Schweizer Grenze eine Zeitbombe tickt, blendet sie aus. Sie glaubt immer noch daran, dass ihre Abschottungspolitik uns weiterbringt.“

Die​ser Satz stimmt überhaupt nicht, Frau Schneider! Leider ist die SVP die einzige Partei, die das Einwanderungs-Chaos thematisiert! Nicht die Leute, die wir brauchen, welche ein Einkommen generieren und Steuern zahlen sind das Problem, sondern die illegalen Einwanderer und die Wirtschafts-Migranten​! Die Ausnahmen sind überhaupt nicht bestritten – auch von der SVP nicht - die echten Flüchtlinge, die tatsächlich an Leib und Leben gefährdet sind, werden nach wie vor aufgenommen, sowie Familienangehörige der Leute, die überlängere Zeit bei uns arbeiten, dürfen kommen!

Die Zeitbombe tickt nicht hinter der Schweizergrenze, sondern hier im Land, in den Aufnahmezentren und in den Gemeinden!

Ich bin zwar nicht SVP-Mitglied, unterstütze aber genau das, was ich oben beschrieben habe, was uns nicht mehr als vielleicht 40'000 Zuzüger durchschnittlich pro Jahr, bescheren sollte! Wachstum braucht Zeit! (notwendige Bauten, Anpassen der Infrastruktur, usw.) Die einheimische Bevölkerung hat ein Recht mit zu reden und sich zu fragen: „Wann ist genug?“, ohne gleich als Fremdenhasser, oder Rassist bezeichnet zu werden!



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70%
(20 Stimmen)
Paul Rohner sagte August 2015

Frau Schneider-Schneiter

Sie schreiben ausgesprochen Doppelzüngig. Einmal schreiben Sie was wir alles tun müssen für die Einwanderer im Flüchtlingsstatus. Dann schreiben Sie wieder, diese Leute müssen zurückgeführt werden. Sie schreiben nur von Flüchtlingen, jedoch kein Wort über die Wirtschaftsflüchtling​e die hierher organisiert die Grenze überschreiten, um sich auf Kosten unseres Steuersubstrat in der Sonne zu suhlen. Ohne der SVP noch schnell ans Bein zu pissen schaffen Sie es einfach nicht. Die SVP hat nichts gegen wirkliche Flüchtlinge. Die SVP hat jedoch etwas dagegen, dass Wirtschaftsflüchtling​e unser Land überfluten. Die SVP hat etwas dagegen, dass das eigene Volk laufend mehr Mieten zu zahlen hat und höhere Steuern zahlen muss für Proviteure die sich an dieser Situation schamlos bereichern. Da meine ich nicht nur Schlepper. Die SVP hat etwas dagegen, dass der Bundesrat und ein grosser Teil der Parlamente sich keinen Deut um die Gesetze kümmern wollen.


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69%
(13 Stimmen)
Alex Schneider sagte August 2015

Wenn das so einfach wäre, hätten wir das wohl schon gemacht.


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67%
(18 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte August 2015

@ Frau Schneider,

Sie schreiben;
"Wir werden Milliarden brauchen, um die Flüchtlinge für unseren Arbeitsmarkt zu befähigen. Wir werden Wohnungen bauen müssen, um die Leute unter zu bringen. Für Miete, Essen, Kleider werden die Menschen kein Geld haben und der Staat wird für sie aufkommen müssen."

Sie schreiben haargenau wie die Führerin der Mitte/Links Regierungs-Koaliation​, die SP, alle die wollen, dürfen einwandern aus der 3. Welt in unsere Sozialkassen, Wohnung, essen, Medizin, Schule, Anwalt, alles gratiis. NEIN, Sie und ihr Partner SP müssten endlich lernen, die Dublin- & Schengen Verträge wortgetreu anzuwenden, und alle aus unseren sicheren, vor Verfolgung Lebensbedrohung, Nachbarländern, diese sofort wieder in diese 1. sicheren Drittstaaten zurück zu schicken.
Dann haben wir noch genug Ressourcen und auch Platz, für die noch verbleibenden echten Flüchtlinge, um die 1-3 %.

2. Einverstanden bin ich mit Ihnen, dass gesamthaft primär Hilfe vor Ort, im gleichen Kulturkreis geleistet werden muss, denn HEIMAT ist in verschiedener Hinsicht ein sehr kostbares GUT, eben auch für diese Menschen.


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81%
(16 Stimmen)
Dany Schweizer sagte August 2015

Zuwanderung = Flüchtlinge?

Selbs​tverständlich bedient man sich auch in Ihrem Text von wahlloser Vermischung der Grundgedanken der einzelnen Vorkommnisse


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