Wirtschaft > Im-/Exportwirtschaft,

Für ein Verbot der Pelzeinfuhr aus China

Artikel weiterempfehlen

Stimmen Sie dem Artikel zu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Artikel!

Sehr oft sieht man ge­gen­wär­tig an Ka­pu­zen von Ja­cken wei­che bräun­li­che Pel­ze. Diese Felle stam­men aus China, wo man in Far­men die Art "Mar­der­hund" (Nyctereutes procyonides), englisch "Raccoon Dog", unter un­be­schreib­li­chen​​​​​​ Be­din­gun­gen hält. 

 
In den Ver­kauf kommt der Pelz des Mar­der­hun­des jedoch mit der eng­li­schen Be­zeich­nung "Ra­ccoon"; das "Dog" fehlt. "Raccoon" ist aber die Artbezeichnung für "Wasch­bär" (Procyon lotor). Der Na­mens­teil "Do­g", also Hund, wird absichtlich un­ter­schla­gen und damit eine andere Tierart vorgetäuscht. Der Mar­der­hund gehört zur Fa­mi­lie der Hun­de, der Wasch­bär zur Fa­mi­lie der Klein­bären. Wasch­bär gilt als schwie­rig zu züch­ten, während der Mar­der­hund of­fen­bar ein­fa­cher zu "far­men" ist.
 

Die chi­ne­si­sche Pel­z­in­dus­trie be­dient sich die­ser täu­schen­den Be­zeich­nung u. a., um die Her­kunft der Pelze zu ka­schie­ren. Man verschleiert damit, dass für Pelz­be­satz an un­se­rer Klei­dung Hunde getötet wer­den. Of­fen­bar wer­den so auch die Ver­käu­fer getäuscht. In der Schweiz kon­trol­liert of­fen­bar nie­mand Her­kunft und Bezeichnung.

http://w​​​​​ww.ndr.de/ra​tgeb​e​r​/​v​erbraucher/Hu​​n​de​fe​ll​-als-Pelz​bes​at​​z,p​elz​134.h​tml

Ich ging davon aus, dass alle Pelzimporte kontrolliert und wenn nötig gestoppt werden. Da die Pelztierfarmen in China nicht überwacht werden können, müssen Importe aus diesem Land generell verboten werden. Was sagen Sie zu dieser Forderung, liebe Leserin* ?

 
Den 3000 Leserinnen* bis zum 14. Juni 2019 danke ich für ihr Interesse an diesem wichtigen Thema. Ich werde deshalb über die aktuelle Entwicklung weiterhin informieren, so, wie man das in einem BLOG eben macht.
 
(* Die Männer sind mit gemeint; die maskuline Form ist ja in der femininen Form bereits enthalten.)

 

 

 

 

 ​

 

Kommentare von Lesern zum Artikel

[ Neuen Kommentar verfassen ]

100%
(1 Stimme)
Rudolf Oberli sagte Vor 5 Tagen

17. Mai 2019

Der Schweizer Tierschutz (STS) kritisiert mit Recht die geplanten Änderungen der Pelzdeklarationsveror​dnung. Sie würden die Deklarationspflicht massiv verwässern. Mit der vorgeschlagenen Änderung der Verordnung über die Deklaration von Pelzen und Pelzprodukten habe das Eidgenössische Departement des Innern eine Präzisierung einzelner Bestimmungen in Aussicht gestellt. Zur Diskussion stehe aber im Gegenteil eine Aufweichung der bisherigen Deklarationspflicht.


"Zwar begrüsst der STS in seiner Stellungnahme zur Vernehmlassung die explizite Kennzeichnung als Echtpelz beziehungsweise Kunstpelz. Dies ergebe Sinn, da Kunstpelz heute von Laien kaum noch von Echtpelz zu unterscheiden sei. Wenn die Herkunft eines Fells aber keinem geografischen Raum zugeordnet werden könne, so solle neu die Deklaration «Herkunft unbekannt» angebracht werden.

Dafür hat Nadja Brodmann vom Zürcher Tierschutz kein Verständnis. «Mit diesem Vorschlag öffnet der Bund dem Import der billigsten Qualpelze Tür und Tor», sagt sie. Für Brodmann ist klar: Wenn Konsumenten schon Pelze etwa aus China erwerben können, dann soll ihnen das wenigstens transparent aufgezeigt werden müssen. Auch Helen Sandmeier vom Schweizer Tierschutz kritisiert: «Das ist ein Kniefall vor dem Handel, der oft Probleme hat, die Herkunft der Pelze zu klären», sagt sie. Die Aufweichung der Deklarationspflicht könne nicht die Lösung sein."

wildbeimwil​d.com/kunterbunt/tier​schutz-fordert-klare-​pelz-deklaration


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

33%
(3 Stimmen)
Rudolf Oberli sagte Vor 15 Tagen

15. Mai 2019

Die Modeproduktion der Luxuslabels läuft auf Hochtouren. Accessoires und Schuhe machen einen grossen Teil des Geschäfts aus. Das feine Leder wird meist in der Toscana gegerbt, die Pelze stammen häufig aus China. Eine Recherche deckt miserable Bedingungen auf – in Italien wie in China.

Einer der grössten Produzenten von Pelzen ist China. Vor allem in Daying, ein paar hundert Kilometer südlich von Peking, dreht sich alles um Pelz. Daying hat 100'000 Einwohner – eine Kleinstadt für chinesische Verhältnisse. Doch hier sind 10'000 Firmen angesiedelt, die alle mit der Pelzverarbeitung zu tun haben.

In den Einkaufszentren Europas kann man die Endprodukte bestaunen: Edle Kleidungsstücke und Accessoires von edlen Marken aus seidenweichen Pelzen. Zum Beispiel eine Kaninchenfelljacke von Max Mara. Zur Herkunft des Pelzes gibt es in den Geschäften unterschiedliche Auskünfte. Einmal soll der Pelz aus Italien kommen, dann aus Dänemark. China als Herkunftsland wird nicht genannt.

Nach hartnäckigem Nachfragen gelang es einem Filmteam, die grösste Gerberei Chinas zu besuchen. Zehntausende Tiere werden hier jeden Tag zu Pelz verarbeitet: Waschbären, Kaninchen. Die Arbeiter machen vieles von Hand. Es ist eine schmutzige Arbeit und in der Luft liegt ein ständiger Verwesungsgestank. Hier werden auch die Kaninchenfelle verarbeitet, die für die Max Mara Jacke benötigt werden. Die Tiere stammen aus chinesischen Aufzuchtbetrieben, Gesetze über Tierschutz gibt es nicht. Entsprechend werden die Kaninchen gehalten. In kleine Käfige gepfercht fristen sie ein trauriges Dasein bis zum Tag der Schlachtung. Beim Aufhängen werden den Tieren oft die Beine gebrochen. Kurz darauf sind sie tot und gehäutet.

Mehr hier:
srf.ch/sendung​en/dok/rekordgewinne-​auf-kosten-von-mensch​-und-tier

Ein Einfuhrverbot für Pelze aus China hat der Bundesrat immer noch nicht beschlossen.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



33%
(6 Stimmen)
Werner Nabulon sagte January 2019

Endlich mal ein Thema, bei dem es sich lohnt, beim Oberli mitzuschreiben


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

50%
(8 Stimmen)
Rudolf Oberli sagte January 2019

2019 werden noch immer ungeniert Pelzkrägen aus Qualzuchten in China angeboten:
de.dhgate​.com/wholesale/men%25​27s+fur+collar.html

Und sie werden gekauft: Die Pelzkragenleute auf der Strasse nehmen nicht ab.




Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

29%
(7 Stimmen)
jan eberhart sagte January 2019

Wo bleibt das Mitleid für Schweine, Kühe, Schafe und andere die täglich auf dem Teller landen?

Oder bei Insekten und anderen unsichtbaren oder ekligen Tieren?

In Neuseeland und Australien gelten eingeschleppte Säugetiere der weissen Siedler als Schädlinge, weil sie die einheimische Tierwelt gefährden, weil ursprünglich keine Katzen oder andere Säugetiere sich hier gebildet haben.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

44%
(9 Stimmen)
Rudolf Oberli sagte January 2019

3. NOVEMBER 2018

Seit 2014 kämpft der Zürcher Tierschutz mit der Kampagne «echt Pelz – echt grausam» gegen tierquälerische Pelzmode an. Im Frühling 2019 wird nun der renommierte Department Store Jelmoli pelzfrei. Nach anfänglicher Kritik konnte der Zürcher Tierschutz das Traditionsunternehmen​ durch kompetente Beratung zu einer konsequenten schrittweisen Reduktion des Pelzangebotes motivieren.
Der Grund waren vor allem die Kragenpelze aus China, wo Tiere in engen Käfigen gehalten werden und unglaublich grausam getötet werden.

Erste Erfolge erreichte man bereits 2016, als das Modehaus Globus bekannt gab, in Zukunft auf Echtpelz zu verzichten. Auch Modissa und PKZ machten Zugeständnisse.

na​turschutz.ch/news/jel​moli-verzichtet-in-zu​kunft-auf-echtpelz/12​7847


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

30%
(10 Stimmen)
Rudolf Oberli sagte February 2017

Was können wir gegen die Tierquälerei unternehmen?

Die vielen Leute mit den graugelblichen Pelzbesätzen an der Kapuzen müsste man freundlich bitten, einmal die Warendeklaration im Innern zu kontrollieren.

Wie​ gesagt, die Bezeichnung "Ra­ccoon Dog" bedeutet "Marderhund" aus Qualzuchten in China. "Raccoon" könnte die korrekte Bezeichnung für "Wasch­bär" (Procyon lotor) sein. Meistens handelt es sich aber auch hier um einen Maderhundpelz.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

18%
(11 Stimmen)
Rudolf Oberli sagte February 2017

Nur in einem sind sich Tierschützer/innen und Pelzverarbeiter einig: Wer einen Rotfuchspelz aus der Schweiz trägt, kann das mit gutem Gewissen tun – nur, es gibt kaum Rotfuchskleider zu kaufen.

Mehr hier:
http://www.bli​​ck.ch/news/schweiz/d​i​eser-pelz-ist-fair-​sc​hweizer-tierschuet​zer​-wuerden-fuchsfel​l-tr​agen-id6264958.h​tml




Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

55%
(11 Stimmen)
Elsi D. Stutz sagte February 2017

Ich sehe zwei Möglichkeiten Herr Oberli, entweder sie sammeln Unterschriften für eine Initiative, meine Stimme haben Sie, oder Sie wenden sich an die Promis, vor allem an die US Musiker und Schauspielerszene. IT-Girls, "Spielerfrauen", und bei den Rich-Kid's.

Denn diese "Elite" setzt die Trend's, welchen unsere Mainstreamjugend nacheifern muss. Inkl. Daddy's übermotorisiertem SUV!


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

42%
(12 Stimmen)
Rudolf Oberli sagte January 2017

Was sagen Sie zu Leuten, deren Kapuze mit einem Pelz versehen ist, der von einem zu Tode gequälten Marderhund stammen könnte?



Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

42%
(12 Stimmen)
Rudolf Oberli sagte January 2017

Die Art "Marderhund" (Nyctereutes procyonoides) gehört zu den häufigsten Opfern der tierquälenden Pelzindustrie. Sein Pelz landet an Kragen von Parkas oder Bommeln von Mützen.

"Chinesisc​​​​​he Pelzproduzenten deklarieren Marderhundpelz häufig als „Waschbär“. Wie PETA bei Stichproben in deutschen Geschäften nachweisen konnte, fehlt die Pelzkennzeichnung häufig auch komplett! Der ahnungslose Verbraucher denkt somit, es handele sich um Kunstpelz."

http:/​​​​​/www.peta.de/mard​e​r​h​u​nde#.WIg-nrGX​9U​c

Ich erwarte Ihre Vorschläge, wie man ein Verbot der Einfuhr erreichen könnte.



Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



46%
(13 Stimmen)
Hans Knall sagte January 2017

Wie ist das eigentlich mit pelzbesetzten Burkas? Gilt da immer noch die "Religionsfreiheit"?


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

85%
(13 Stimmen)
Bruno Zoller sagte January 2017

Pelze können heutzutage auch synthetisch hergestellt werden. Man nennt diesen Webpelz.
Echter Pelz sollte meiner Meinung nach in der Schweiz verboten werden. Sowohl Herstellung als auch Import, Verkauft und schliesslich auch das Tragen.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

36%
(14 Stimmen)
Rudolf Oberli sagte January 2017

An vielen Kapuzen ist heute ein Pelzbesatz Mode, sehr oft von chinesischen Marderhunden – ein Hinweis auf der Etikette fehlt jedoch häufig. Hersteller und Händler scheinen Bussgelder in Kauf zu nehmen.

http://www​.sueddeutsche.de/wirt​schaft/pelzhandel-mar​derhund-auf-dem-kopf-​1.2850519

Offenbar​ wird das gar nicht kontrolliert und geahndet.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

39%
(18 Stimmen)
Rudolf Oberli sagte January 2017

"Als diese Undercover Ermittler auf einer chinesischen Pelztierfarm waren, mussten sie sehen, dass viele Tiere noch am Leben sind und verzweifelt kämpfen, während Arbeiter sie auf den Rücken schmeißen oder an den Beinen oder Schwänzen aufhängen, um sie zu häuten. Wenn Arbeiter auf diesen Farmen den ersten Schnitt durch die Haut machen und den Pelz vom ersten Bein des Tieres abziehen, tritt das andere Bein noch um sich und windet sich. Arbeiter treten den Tieren, die sich zu sehr wehren, um einen sauberen Schnitt möglich zu machen auf den Hals oder auf den Kopf. Wenn die Haut schließlich den Tieren über den Kopf abgezogen wird, werden ihre nackten, blutenden Körper auf die Stapel all der anderen Leidensgenossen vor ihnen geworfen. Einige sind noch immer am Leben, atmen in kurzen Stößen und zwinkern langsam. Das Herz von einigen Tieren schlägt noch ganze fünf bis 10 Minuten lang, nachdem sie gehäutet wurden. Ein Ermittler machte Aufnahmen von einem gehäuteten Marderhund auf dem Leichenberg, der noch genug Kraft hatte, seinen blutigen Kopf zu heben und in die Kamera zu starren.

Bevor man sie bei lebendigem Leibe häutet, schleift man die Tiere aus ihren Käfigen und wirft sie zu Boden. Die Arbeiter knüppeln sie mit Metallrohren oder knallen sie mit Gewalt gegen harte Gegenstände, was zu Knochenbrüchen und Krämpfen führt, aber nicht immer zum sofortigen Tod. Und die Tiere müssen hilflos mit ansehen, wie die Arbeiter sich in der Reihe vorarbeiten."

http​://www.peta.de/chinap​elz#.WHvuHrGX9Uc


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

Seite 1 von 1

Neuen Kommentar verfassen

Sie müssen als User, Newsletter-Abonnent oder Gönner von Vimentis oder bei Facebook registriert sein, um auf diese Seite zugreifen zu können. Bitte loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich kostenlos:

Auf Vimentis direkt einloggen..
 
 ... oder mit Ihrem Facebook-Account
 
E-Mailadresse:
Passwort:

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?