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FÜR GEMÜSE, FRÜCHTE UND GEWÄSSER OHNE PESTIZIDE

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Der Bundesrat will mit einem "Aktionsplan zur Risikoreduktion und nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln​​​​​​​​​" die Pestizid-Risiken senken – leider nur sehr halbherzig. Der Aktionsplan definiere langfristige Ziele zum Schutz der Gesundheit und der Umwelt, schreibt das Bundesamt für Landwirtschaft zum Start der Vernehmlassung. Der Plan lege für die nächsten zehn Jahre "ehrgeizige und messbare" Ziele fest – so beim Verbraucher- und beim Gewässerschutz. (Aktionsplan zur Ri­si­ko­re­duk­tion und nach­hal­ti­gen An­wen­dung von Pflanzenschutzmitteln​​​​​​​​​​​.pdf)

Für​​​ "Bio Suisse" ist der Aktionsplan nur ein längst fälliger erster Schritt. Der Verband bezweifelt aber, dass sich die Probleme längerfristig mit so kleinen Schritten lösen lassen, und bezeichnet den Entwurf als mutlos. Bio Suisse fordert den Ausstieg aus der Chemie-Landwirtschaft​​​​​​​​​​​ und verlangt eine viel stärkere Förderung von pestizidarmen und -freien Produktionsarten.

Gem​​​​​​​​äss "Kassensturz" nehmen wir mit​ einem Apfel (Bild) bis 4 Pestizide auf, die einzeln unter der als gesundheitlich nicht schädlichen Grenze liegen sollen, zusammen aber einen sehr gefährlichen Cocktail bilden. Auch die unterschiedlichen Pestizide in den Gewässern mögen einzeln unter den vorgeschriebenen Limiten liegen; zusammen sind sie aber für Flora und Fauna eine Zeitbombe.

Die Verwendung von Pestiziden sollte deshalb im Pflanzenschutz ganz verboten werden, und als erster Schritt muss die Subvention (!) von Pestiziden aus unseren Steuergeldern beendet werden. Sehen Sie das auch so? Begründen Sie doch bitte Ihre Antwort! Danke.

 

Den 3449 Leserinnen* bis zum 3. Juli 2019 danke ich für ihr Interesse an diesem aktuellen Thema. Ich werde Sie deshalb gerne weiter informieren, so, wie man das in einem BLOG eben macht.

(* Männer sind mit gemeint; die maskuline Bezeichnung ist in der femininen ja bereits enthalten.)

 


Kommentare von Lesern zum Artikel

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71%
(14 Stimmen)
Franz Krähenbühl parteifrei sagte October 2016

Herr Oberli
Zuerst muss ich wieder einmal meinen Unmut über Ihre Blog-Kultur äussern.
Sie fordern mit folgenden Worten die Leser Ihrer Elaborate auf, auf Ihre Ansichten einzugehen.
„Sehen Sie das auch so? Begründen Sie doch bitte Ihre Antwort! Danke.“
Wenn Sie sehen, dass Sie falsch liegen, blockieren sie üblicherweise die Kommentarfunktion sofort.
Herr Oberli, mit solchen Machenschaften machen Sie sich verhasst!
Stellen Sie sich ferner vor, alle Ihre Verbietungsforderunge​n würden erfüllt.
Ein Leben in der Schweiz wäre unmöglich
Alle Bürger würden sich auf irgendeine Weise straffällig.
Denunzi​erung würde modern. „…Dort darf der Nachbar nicht dem Nachbar trauen“ (Schillers Tell)


Nun zu Ihrer Verbietungsforderung Nummer weissichwas:
Wenn solche Forderungen weltweit durchgehen würden, würden die Ernteerträge dermassen sinken, dass bei anhaltender Trockenheit in den grössten Agrargebieten zu wenig geerntet werden könnte, um die Ernährung der Menschheit bei stetig steigender Bevölkerung sicher zu stellen. Der Reiche kann sich genügend Nahrung leisten, der Arme verhungert. Das kann ja kaum im Interesse des Herrn Oberli sein.

Wie Sie wissen, gibt es nicht nur Monsanto, es gibt auch einen schweizerischen Erzeuger von Pflanzenschutzmittel.​ Syngenta. Syngenta ist zwar bereits verkauft - an die Chinesen. Sobald jenes Geschäft vollzogen sein wird, werden solche Forderungen, wie Sie sie sich ausdenken, nicht mehr reklamiert werden können. Syngenta ist enorm wichtig für den chinesischen Bedarf, um das 1,37 Milliardenvolk zu ernähren.
http://www.srf.ch/n​ews/international/chi​nas-landwirtschaft-au​f-dem-weg-in-die-mode​rne



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14%
(14 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte September 2016

Offenbar werden Pestizide in der Schweiz auch durch einen stark reduzierten Mehrwertsteuersatz subventioniert!

"(​​...) In Ihrem ‚Pestizid-Reduktionsp​​lan‘ schlägt die Vision Landwirtschaft* unter anderem die Aufhebung der Steuersubvention für Pflanzenschutzmittel als konkrete Massnahme vor. Der Mehrwertsteuersatz soll vom aktuellen Niveau von 2,5% auf den Normalsatz von 8% angehoben werden.

Diese Steuersubventionierun​​g von PSM in der Schweiz stellt in Europa eher eine Ausnahme dar (siehe Böcker und Finger, 2016**). Neben der Schweiz erheben in Europa nur noch 6 weitere Länder nicht den Normalmehrwertsteuers​​atz auf PSM. Einen reduzierten Satz auf PSM erheben im Jahr 2015 nur Belgien, Spanien, Zypern, Polen, Portugal und Slowenien (siehe auch European Commission, 2016***, S. 14). In Griechenland wurde der reduzierte MwSt-Satz im Jahr 2015 abgeschafft.

Im Zuge einer geplanten Einführung eines Nationalen Aktionsplan zur Risikoreduktion und nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln​​**** stellt die Steuersubventionierun​​g von PSM eine Grundvoraussetzung für weitere Schritte dar. Bei Ausgaben von ca. 130 Mio. CHF für PSM in der Schweiz würde eine mögliche Mehrwertsteuererhöhun​​g von 2,5% auf 8% zu Mehreinnahmen von knapp 7 Mio. CHF führen. Die Vision Landwirtschaft schlägt die Finanzierung von Forschungsaktivitäten​​ vor. (...)"

Mehr hier, unter dem Titel "Keine Steuersubvention für Pflanzenschutzmittel"​​:
(agrarpolitik-blo​g​.com/2016/05/30/kei​ne​-steuersubvention-​fue​r-pflanzenschutzm​itte​l)

* Vision Landwirtschaft (2016). Pestizid –Reduktionsplan Schweiz:
(visionland​​wirtschaft.ch/landwi​r​tschaft/publikation​en​/weissbuch/index.h​tml​)



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20%
(15 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte September 2016

"Pestizide" (von lat. pestis = Seuche und lat. caedere = töten) ist eine Sammelbezeichnung für chemische Substanzen, die schädliche Lebewesen töten, vertreiben oder in Keimung, Wachstum oder Vermehrung hemmen. Zu den Pestiziden gehören u. a. Pflanzenschutzgifte. (nach Wikipedia)


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