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FÜR MEHR BEZAHLBARE WOHNUNGEN

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Am 9. Fe­bruar 2020 be­fin­den in der Schweiz die Stimm­be­rech­tig­ten​​​​ über die In­itia­tive «­Mehr be­zahl­bare Woh­nun­gen», wel­che vom  des Mie­te­rin­nen- und Mie­ter­ver­ban­des Schweiz, der SP und den Grü­nen lan­ciert wor­den ist. Die In­iti­an­ten be­ru­fen sich auf die Bun­des­ver­fas­sung,​​​​ die für die Be­völ­ke­rung «eine an­ge­mes­sene Woh­nung zu trag­ba­ren Be­din­gun­gen» vor­schreibt. Viele Fa­mi­lien kön­nen sich aber eine Woh­nung kaum mehr leis­ten, da viele In­ves­to­ren nur noch Lu­xus­woh­nun­gen bau­en. Benötigt wer­den je­doch Woh­nun­gen zu be­zahl­ba­ren Prei­sen.

Für viele Familien sind Wohnungen in Städten unbezahlbar geworden. Eine Altbauwohnung mit viereinhalb Zimmern (150 Quadratmeter) im Zürcher Enge-Quartier für gut 5000 Franken pro Monat oder eine Neubauwohnung mit dreieinhalb Zimmern (101 Quadratmeter) im Basler Paulusquartier für 3750 Franken: Solche Inserate sind heute keine Seltenheit mehr. 

Immer mehr Wohnungen gehören Immobilienfirmen. Auch die Pensionskassen investieren in den Wohnungsmarkt, was kontraproduktiv für die Alterssicherung ist. In den Zentren ist der Druck auf dem Wohnungsmarkt besonders hoch. Deshalb muss besonders in städtischen Regionen der gemeinnützige Wohnungsbau gefördert werden. 


Die Initiative will, dass der Bund gemäss Bundesverfassung das Angebot an preisgünstigen Mietwohnungen fördert. Sanierungen sollen nicht zum Verlust von preisgünstigen Mietwohnungen führen. In der Schweiz sollen in Zukunft mindestens zehn Prozent der neu gebauten Wohnungen im Besitz von Organisationen des gemeinnützigen Wohnungsbaus sein. Zudem sollen die Kantone und Gemeinden ein Vorkaufsrecht für geeignete Grundstücke erhalten. Ein Vorkaufsrecht soll auch für Grundstücke gelten, die im Besitz des Bundes oder bundesnaher Betriebe wie der SBB sind.

Laut einer Studie des Bundesamts für Wohnungswesen BWO von 2017 können gemeinnützige Organisationen wie Wohnbaugenossenschaft​​​​en oder Stiftungen der Entwicklung steigender Mietpreise entgegenwirken, da sie nicht gewinnorientiert wirtschaften und somit nur kostendeckende Mieten fordern. Genossenschaftswohnun​​​​gen waren in den Jahren 2010 bis 2014 im Schnitt 15,4 Prozent günstiger als konventionelle Mietwohnungen. Heute machen in der Schweiz gemeinnützige Wohnungen jedoch nur ungefähr 4 Prozent des gesamten Wohnraums aus.

Hier mehr: https://www.20m​​​​in.ch/schweiz/news​/​s​t​ory/Werden-dank​-I​ni​ti​ative-Wohnun​gen​-gu​ens​tiger--26​6305​26

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Kommentare von Lesern zum Artikel

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78%
(9 Stimmen)
jan eberhart sagte Vor 9 Tagen

Es macht keinen Sinn, in einem Kanton mit tiefer Leerquote von Wohnungen/Eigentrum einen Pflichtanteil von "billigen" Wohnungen zu bauen, wenn sowieso kein Wohnungs oder Hausmangel besteht.




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42%
(12 Stimmen)
Alex Schneider sagte Vor 9 Tagen

Nichts gegen Genossenschaftsprojek​te. Wenn wir aber auf allen Ebenen (Infrastruktur, Sozialpolitik, Integration und eben Wohnungsbau) die Voraussetzungen für noch mehr Zuwanderung schaffen, werden das auch unsere Mittel- und Unterschichten bei ihrer Lebensqualität und in ihrem Portemonnaie zu spüren bekommen.



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87%
(15 Stimmen)
Werner Nabulon sagte Vor 9 Tagen

Meine Sichtweise ist diese:
Wir haben Pensionskassen, wir haben Genossenschaften, die eigentlich eine Soziale Verantwortung haben. Das heisst: Sie sollten eigentlich preiswerte Wohnungen anbieten.
Heisst wiederum: Diese Pensionskassen oder auch Genossenschaften nehmen ihre Soziale Verantwortung in dem Sinn nicht war, schauen auf "Gewinnmaximierung".

Dafür ein Gesetz machen? Nein.


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82%
(22 Stimmen)
Otto Jossi sagte Vor 10 Tagen

Das Problem eine Initiative, wo die SP beteiligt ist und Herr Oberli Werbung macht hat kaum Chancen. Dazu kommt, dass der Mieterverband vor allem durch SP Menschen betreut wird, die dort grosse Löhne abholen.Die SP sollte jene Themen, wo sei im Moment auch durch ihren Bundesrat beteiligt ist, vorwärts machen. Zum Beispiel bei der IV. Zudem kann es sich bei der SP wieder um gross angekündigte Vorgehensweise handeln, ohne dass etwas passiert (siehe Einheitskasse Krankheit). Noch mehr Eingriffe und Kontrollen durch den Staat sind nahe beim Kommunismus. Vor allem auch, wenn das was schon beim Staat ist, keine guten Ergebnisse bringt.


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14%
(22 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte Vor 10 Tagen

Bundesrat und Parlament lehnen die Initiative «Mehr bezahlbare Wohnungen» ab:

Der Bundesrat schreibt in der Botschaft, die von der Initiative geforderten Markteingriffe seien "weder nötig noch realistisch". Dies gelte nicht nur für die Vorschrift, dass mindestens zehn Prozent der neu gebauten Wohnungen im Eigentum gemeinnütziger Wohnbauträger sein müssten. Auch die geforderten Vorkaufsrechte und die postulierten Vorkehrungen zur Verhinderung des Verlustes von preisgünstigem Wohnraum seien mit den Grundsätzen einer marktwirtschaftlichen​ Wohnungsversorgung nicht vereinbar. Die Umsetzung der geforderten Massnahmen würde zudem den Bund und die Kantone finanziell über Gebühr belasten.

Mehr hier:
https://www.bw​o.admin.ch/bwo/de/hom​e/wohnungspolitik/woh​nungspolitik-bund/vol​ksinitative_mehr_beza​hlbare_wohnungen.html​

Der Bundesverfassungsarti​kel soll also NICHT umgesetzt werden.


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