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Grünliberale lancieren Initiative zur Eheöffnung

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Grünliberale be­schlies­sen Vor­sto­ss­pa­ket für li­be­rale Re­for­men in der Ge­sell­schafts­po­li​­tik

Bereits vor einigen Wochen haben die Grünliberalen die Lancierung eines Gegenvorschlags zur CVP-Initiative gegen die „Heiratsstrafe“ beschlossen, um die Verankerung eines veralteten und diskriminierenden Ehebegriffs in der Verfassung zu verhindern. Diese Forderung ist für die Grünliberalen eine Selbstverständlichkei​t. Die Grünliberalen wollen in der Gesellschaftspolitik aber weitergehende liberale Reformen. Deshalb hat die Fraktion zusätzlich ein Vorstosspaket in diesem Bereich beschlossen. Mit zwei parlamentarischen Initiativen verlangen die Grünlibe-
ralen dieGleichstellung der verschiedenen Lebensgemeinschaften in der Verfassung. Weiterfordern die Grünliberalen die „Ehe für alle“, es sollen sämtliche gesetzlich geregelten Lebensgemeinschaften allen Paaren unabhängig vom Geschlecht oder ihrer sexuellen Orientierung offen stehen.

"Alle die meinen, die eingetragene Partnerschaft sei eine gleichwertige Alternative zur Ehe, möchte ich fragen: Fänden Sie es romantisch, wenn Ihre Partnerin oder Ihr Partner Sie bei einem Abendessen Fragen würde: Möchtest du dich mit mir ein tragen lassen?", fragt Kathrin Bertschy und begründet damit zugleich die Forderung nach einer "Ehe für alle".

Die parlamentarischen Initiativen der Grünliberalen verlangen, dass die Bundesverfassung wie folgt geändert wird:

Art. 8 Abs. 3 bis (neu)
Die verschiedenen Lebensgemeinschaften sind einander gleichgestellt.

Art.​ 14 Recht auf Ehe, Lebensgemeinschaft und Familie
1 Das Recht auf Ehe, Lebensgemeinschaft und Familie ist gewährleistet.
2 Die gesetzlich geregelten Lebensgemeinschaften stehen Paaren unabhängig von ihrem Geschlecht oder ihrer sexuellen Orientierung offen.

Mit der ersten Verfassungsänderung wird ein neues Grundrecht geschaffen, welches
die Gleichstellung der verschiedenen Lebensgemeinschaften sicherstellt. Ungleichbehandlungen zwischen Ehepaaren, eingetragenen Partnerschaften und
Konkubinaten im Steuer - und Sozialversicherungsre​cht sollen damit nicht mehr zulässig sein. Mit der zweiten Verfassungsänderung soll gewährleistet werden, dass auch gleichgeschlechtliche​ Paare heiraten können.
Menschen heiraten unter anderem, weil sie ihre Lebensgemeinschaft auf eine dauerhafte Basis stellen wollen, sich gegenseitig finanziell absichern und gegenüber der Gesellschaft ihre Verbundenheit ausdrücken möchten. Einem Teil der Gesellschaft in der Schweiz werden diese Rechte heute verweigert, ihnen steht eine Ehe zweiter Klasse in Form der eingetragenen Partnerschaft zur Verfügung. Diese Deklassierung ist mit einem liberalen Gesellschaftsbild und einem modernen Rechtsstaat unvereinbar."

(Text​: Wortzitat der Medienmitteilung der GLP-Fraktion. Link: http://www.grunlibera​le.ch/aktuell/medienm​itteilungen/mainConte​nt/01111118/collapsab​leContentSection/0/do​wnload_website/mm2013​1204_Gesellschaftspol​itik_de.pdf )


Kommentare von Lesern zum Artikel

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20%
(5 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte April 2019

Ehe für alle, warum nicht – aber sonst ist die GLP ist eher eine politische Mogelpackung, Herr Gregori.


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57%
(7 Stimmen)
Hans Stampfli sagte January 2014

Was die Evolution nicht fertig gebracht hat, will die "Gay und Lesben Partei" nun per Initiative durchsetzen?

Paare​ - OK, das kann ich noch akzeptieren; aber wenn sie Nachwuchs wollen, dann sollen sie ihn selbst zeugen und nicht bloss ein gezeugtes Kind adoptieren, weil sie von der Natur derart benachteiligt wurden.

Wann kommt von der GLP die Initiative, dass die Natur homosexuelle Paare gefälligst gleich zu behandeln hat, wie heterosexuelle Paare?

Ich denke: "Wahltag ist Zahltag" - Die Wähler werden nächstes Jahr ihr Urteil abgeben...


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45%
(11 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte January 2014

@ S. Gregori,

Das ist ja total unliberal, Sie verwechsel da offensichtlich etwas. Eine EHE können schon jetzt jeder Mann & jede Frau miteinander - jedwelcher sexueller Ausrichtung - schliessen, Punkt. Homo- oder Lesbenpaare können selbstverständlich Partnerschaften vertraglich abschliessen, sich so absichern gegenseitig, das muss zwangsläufig genügen, denn Kinder können sie ja keinesfalls zeugen, was ja primäre Aufgabe einer EHE ist, somit die Erhaltung der Menschheit, ganz einfach naturgemäss das LEBEN fortführen. Daran schon mal gedacht ?
Also geht es darum das LEBEN naturgemäss fortzuführen, Grün = Leben/Natur, insofern missbrauchen Sie doch den Namen "Grün-Liberale" als Feigenblatt. Herr Felix Kneubühl, Grünliberaler hat hier meiner Ansicht nach jedenfalls die genau richtige Auffassung, die ihrer aber auch diametral widerspricht. Als noch sehr Junger "Grünliberaler" müssen Sie wie eine Frucht jetzt erst noch etwas "reifen", denn auch diese schmeckt "grün" ja auch nicht sehr gut.
Vermessen würde ich es jedenfalls bezeichnen, in ihrem Sinne & "Reifegrad" sogar die Bundesverfassung abändern zu wollen.

Schon gar nicht durchgeht natürlich sogar die Adoptierung von Kindern durch Homo-Paare.

Sie dürfen auch ihre private Meinung über Kinderadoptionen von Homo-Paaren haben, ich als Konfessions- & Parteiloser bin hier aber natürlich ganz anderer Meinung, nämlich dass so etwas gegen die Schöpfung, gegen die Natur ist, & vor allem sehr schädlich für diese Kinder, die sich ja nicht wehren können. Der konkrete Schaden, von dem ich hier spreche entsteht, weil diese Kinder entweder nur zwei Partner "männlichen" oder "weiblichen" Geschlechts um sich haben, somit i.S. Vorbildfunktion erwiesenermassen geschädigt werden, ob Mädchen oder Knabe. Ein Kind braucht für eine natürliche Entwicklung immer Vater/Mann & Mutter/Frau, also keinesfalls 2 Homos. Ferner bin ich der freien Meinung, dass diese "Homo-Partner" primär unbewusst nur von egoistischen Motiven geleitet werden, somit weniger das primär zentral wichtige, auch bereits gesetzlich definierte "Kindeswohl" im Sinne haben. Darum gehören diese "Adoptionen" schlicht & einfach gesetzlich verboten, wie dies in Russland 2013 in der Duma beschlossen worden ist;

"Am Artikel 127 des russischen Familienrechts wurden Änderungen vorgenommen, wonach die russischen Kinder weder von Homo-Paaren ins Ausland noch von alleinstehenden Eltern in die Länder adoptiert werden können, wo solche nicht-traditionellen Ehen legalisiert sind.
Das Gesetz sieht auch die Erhöhung der einmaligen Beihilfen von den aktuellen 13 000 Rubel auf 100 000 Rubel (1 Euro = ca. 43 Rubel) für diejenigen vor, die bereit sind, behinderte Kinder, Kinder im Alter von über sieben Jahren sowie blutsverwandte Brüder und Schwestern aufzunehmen."

Wir​ i.d. Schweiz sind leider noch nicht so weit, aber ich fordere unsere Nationalräte/Innen auf, ähnliche Gesetzesbestimmungen nun sofort & unmittelbar zu erlassen, nämlich zum Schutze dieser Kinder.

http://de.​ria.ru/politics/20130​621/266346122.html



Homo-Paare sollen "ihr" Leben weiterhin leben dürfen wie sie es für richtig finden ohne Ausgrenzung, sie müssen jedoch die Kinder - die sie selber ja gar nicht erzeugen können - auch aussen vor, zwangsläufig endlich in RUHE lassen.

Dies gebietet schon - wie bereits erwähnt - der Kinderschutz.

Brav​o Duma, da können wir im Westen ja für einmal noch etwas Wesentliches von Euch lernen,
resp. jetzt einfach so übernehmen.



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36%
(33 Stimmen)
Corine Turrini-Flury sagte December 2013

Das finde ich gut Herr Gregori dass sie sich dafür einsetzen. Bestens. Dafür stehe ich ein.

Das Selbstbewusstsein als Mensch kann sich in Heterosexualität, Homosexualität, Bisexualität, Transsexuell (uhh hab ich alles erwähnt ?) zeigen; das liegt in der Natur und ist menschlich.

Ich finde a l l e die oben erwähnten Lebensformen gut . Der Mensch soll sich das aussuchen was ihm liegt.
Leider fehlt es vielfach noch an der Akzeptanz und Toleranz; auch in der Schweiz.
Ich finde es ist nur eine Frage der Zeit bis die Toleranz so zugenommen hat dass sich die erwähnten Lebensformen ohne Probleme verwirklichen.
Und wer will soll heiraten und die Möglichkeit haben Kinder zu adoptieren , auch wenn nicht heterosexuell.


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60%
(42 Stimmen)
- - sagte December 2013

Konsequent wäre es, die Institution der Ehe abzuschaffen. Menschen, die einander lieben, sorgen auch ohne verheiratet zu sein für ihre Kinder. Die vielen Heiraten sind an den vielen Scheidungen schuld.


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46%
(48 Stimmen)
Kurt Peter sagte December 2013

In einer liberalen Gesellschaft sollte jede Form von Partnerschaft unabhängig von Geschlecht und Anzahl gleichberechtigt sein. Solange alle Partner volljährig und urteilsfähig sind!


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42%
(48 Stimmen)
Kurt Peter sagte December 2013

Dieser sinnvolle Vorschlag will für homosexuelle Paare die gleichen Rechte schaffen wie für heterosexuelle Paare.

Was gibt es daran auszusetzen?


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61%
(41 Stimmen)
Felix Kneubühl sagte December 2013

Ich werde diese Initiative nicht unterstützen. Was ist, wenn zwei Männer einen Knaben adoptieren? Eingetragene Partnerschaften reichen aus.


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58%
(38 Stimmen)
Hans Knall sagte December 2013

Was wollen Sie denn, Herr Schmid, wirklich? Das Recht auf Ehe besteht ja bereits für alle Geschlechter! Es gibt ganze Zwei. So ist es sowohl für Frauen, wie für Männer jederzeit erlaubt zu heiraten.
Auch die sexuelle Orientierung wird nirgends tangiert. So dürfen auch Schwule oder sexuell sonstwie "Andersbegabte" heiraten, ohne dass sie auch nur nach ihren Präferenzen gefragt werden.

Der einzige Punkt der Ihnen und den "Eheöffnern" nicht passt ist nämlich der Begriff "Ehe" an sich! Aufgehoben werden soll der mit dem Begriff untrennbar verbundene Sinn einer Ehe, nämlich die Verbindung von Mann und Frau.

Das Ganze läuft ab als klassisches NLP-Projekt aus der Psychotechnologie-Sch​atulle der Gedanken-Kriegsführun​g: Wie beim Wort "Familie" auch, soll der Begriff "Ehe" übernommen werden für etwas grundsätzlich Anderes. Ziel ist es, dass für den bisherigen Wortsinn, die Gemeinschaft aus Mann, Frau und Kind (Familie) oder für die Verbindung von Mann und Frau (Ehe) gar kein Wort mehr existiert.

Was man nicht benennen kann, das kann auch nichts Erstrebenswertes sein. Es wird aus den Gedanken der Menschen einfach ausradiert.


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38%
(45 Stimmen)
Kurt Peter sagte December 2013

Ein sehr guter, konstruktiver und liberaler Vorschlag!

Er räumt auf mit einem veralteten, diskriminierenden und ewiggestrigen Ehebegriff!


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