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Identität Schweiz zerbröselt!

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Nur wer alt ist und hin­se­hen will, kann er­ken­nen, dass die schöne Land­schaft Schweiz und die ver­schie­de­nen Ei­gen­ar­ten der Schwei­zer Be­völ­ke­rung lang­sam aber ste­tig unter dem Druck der In­ter­na­tio­na­li­s​ie­rung zer­brö­seln. Hab mich schon in man­chem Bahn­hof ge­fragt, in wel­chem Land ich mich ei­gent­lich be­fin­de.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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67%
(6 Stimmen)
Alex Müller sagte August 2018

Zitat: ...Historisch betrachtet ist "Wanderung" nichts Neues. Das war auch schon in früheren Jahrhunderten so. Die Gesellschaften der frühen Neuzet und des Mittelalters waren weit mobiler als wir uns das vorstellen. Es gab mehr "wandernde" Berufe als heute. Reisläufer und Söldner stellten bis zur Franz. Revolution ein Massenphänomen dar. Gelehrte und Hauslehrer suchten ihre Arbeit meist ausserhalb des Gebietes der heutigen Schweiz bei Königen und Zaren bei Adeligen und wohlhabenden Bürgern. Für Gesellen zählte die Wanderschaft die manche für immer in ferne Länder führte, zur Bildung, Gewerbetreibende, Hauierer, Kaufleute, Landarbeiter, Sennen u.a. machten die Mobilität zur Grundlage einer Wirtschafts- und Lebensweise, welche das Fortkommen ihrer Haushalte sicherte und sie für Jahrhunderte in einen generationenübergreif​enden Zyklus von Auswanderern und Rückwanderern Einband. Nochmals Jahrhunderte früher wanderten nacheinander Kelten, Römer und Germanen in jenes Gebiet, das wir heute Schweiz nennen. Doch lösten sich diese Kulturen nicht ab, sondern überlagerten und durchmischten sich in vielfältiger Weise. … Schweizer Geschichte ist also Migrationsgeschichte …Migration ist für die Schweiz Normalität.. zit Ende. Ich empfehle allen die Lektüre des gut gegliederten und sehr informativen Buches. Hätte es dieses Buch schon zu meiner Schulzeit gegeben, hätte ich nicht die Geschichtsstunden endlos mit Napoleon verbringen müssen.
" Schweizer Migrationsgeschichte"​ Von den Anfängen bis zur Gegenwart. von André Holenstein, Patrick Kury, Kristina Schulz. Verlag Hier und Jetzt.2018. ISBN Druckausgabe/E-Book 978-3-03919-414-8


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60%
(10 Stimmen)
jan eberhart sagte August 2018

Ja nun, vielen Dank an Adolf Hitler.

Bis 1933 war die deutsche Wissenschaft und Kultur Weltspitze und vergleichbar mit Hollywood.

Weimar war gleichauf.

Entgege​n der Propaganda Goebells war es doch schädlich die "Juden" Dietrich, Lang und Einstein (und viele andere) an die Yankees zu verschenken.

Nach 1945 war der Schaden angerichtet und nicht mehr gutzumachen.

Die Filme zwischen 33-45 sind nur noch etwas für Arte, und sonst nicht opportun.

Als Füller für die nicht opportune Kunst kamen die Yankees, die Europa der US-Kultur zugeführt haben.

Schweizer Filme brauchen viel Subventionen und bekommten selbst in den besten Jahren nicht mehr als 8 oder 9%. Dazu kann man mit Netflix und anderen Grössen von uncle sam sowieso nicht mithalten.

Nach 1945 war deutsch als Sprache der Wissenschaft sowieso nicht opportun, da es die Sprache der KZ-Wächter war.


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80%
(10 Stimmen)
Emil Huber sagte August 2018

Kommt halt davon, wenn man alles der Religion Wirtschaft mit seinem Gott Geld opfert.
Im Wirtschaftsleben haben Traditionen und Eigenarten der Länder halt wenig, bis gar keinen Platz.
Am liebsten möchte die Wirtschaft auch noch sämtliche christlichen und andere Feiertage abschaffen.
Avenir Suisse hat schon ausgerechnet, was der arbeitsfreie 1. August kostet.

Hinzukommt​, dass man vieles schon den Amerikanern nachgeäfft hat, oder dabei ist, nachzuäffen.
Wenn die USA etwas macht ziehen die europäischen Länder etwas später nach.
Wie die Ladenöffnungszeiten, damit ja jeder rund um die Uhr konsumieren kann.
Die Einführung der 24h Stunden Gesellschaft:

http​s://www.tagesspiegel.​de/wirtschaft/24-stun​den-gesellschaft-imme​r-erreichbar-immer-ve​rfuegbar/14433918.htm​l

Am 1. August hat ein Sturm erneut die Schweizerfahne zerrissen.
Ein Omen oder ein Symbol für eine zerissene Schweiz?




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(11 Stimmen)
Elsi D. Stutz sagte August 2018

"Hab mich schon in man­chem Bahn­hof ge­fragt, in wel­chem Land ich mich ei­gent­lich be­fin­de."

Das frag ich mich inzwischen nicht nur am Bahnhof. Genauso frag ich mich aber auch, wo ist eigentlich der Rest von uns?!

Eine Eigenschaft unserer Kultur scheint mir die Neigung zu sein, sich zurück zu ziehen. Insbesondere wenn andere lauter schreien. Statt für unsere Werte ein- bzw. zusammen zu stehen. Als Gesellschaft lassen wir uns Spalten, tanzen wie Marionetten am Gängelband irgendwelcher Politiker, die uns mit Nichtigkeiten ausspielen. Mit unseren Hoffnungen, unseren Ängsten und unserem Gewissen spielen.

Das Krümelmonster spielt Poker mit uns. Wir sind sein Spielgeld!

Schweizer, so hinterwäldlerisch wir in den Augen manchen Hippers auch sein mögen, sind in dieser internationalen Welt in vielen Bereichen immer noch Leader. Vor 20 Jahren waren wir noch stolz drauf, heute müssen wir uns für unseren Erfolg als Volk schämen. Als Individuum, haben wir jedoch nur ein Ziel im Leben zu verfolgen, Selbstverwirklichung durch Karriere, (oder einem BGE für jeden Weltbürger der es über die offene Grenze schafft, finanziert von jenen, die noch Schweizer Tugenden haben!) Dazu noch etwas Umweltschutz, Gesundheitsschutz, Kinderschutz und vor allem, Schutz vor uns selbst und unseren Nächsten.

Seit Köln zu Silvester wissen wir ja, eine Armlänge Abstand beschützt uns vor allen äusseren Einflüssen. Woraus wir wohl schließen müssen, ziehen wir uns nicht brav zurück, sind wir doch selbst schuld, poliert uns einer in der heutigen Zeit die Fresse!

https://www.blick​.ch/news/schweiz/gewa​ltdelikt-weniger-tagg​eld-fuer-pruegelopfer​-wegen-stinkefinger-i​d2264585.html

Das Leben, das Zusammenleben wie wir es kannten, ist vorbei. Aber wir haben es zugelassen!


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(10 Stimmen)
Sägesser Barbara sagte August 2018

Na ja. Es wird von gewissen Politikern auch die Eigenverantwortung propagiert. Entsprechend könnte es nützlich sein unsere Eigenheiten (Genauigkeit, Zuverlässigkeit, Sauberkeit, Pünktlichkeit, Staatstreue, Fleiss), Kultur (4 und nicht bloss 3 ½ Landessprachen, Feierlichkeiten, Musik, Filme etc.) u.s.w. zu leben/zu unterstützen. Leider gibt es in den verschiedensten Bereichen inkl. der Kultur, nebst den verschiedenen Geschmäckern, halt auch Sparmassnahmen. Dies kann, nebst der Sommerhitze, auch auf die Genauigkeit, den Fleiss bei der Arbeit ausschlaggebend sein. Nützlich könnte es auch sein, ein Augenmerk auf die Raum- und Siedlungsplanung (Häuslebauer Schweizer), die verschiedensten Lebensformen (Partnerschaften/Bezi​ehungen und doch getrennte Wohnungen), zumutbarer Arbeitsweg und entsprechende Lösung der Wohnsituation wie auch die Erhaltung der Arbeitsmoral und der Knigge des Lebens in der Gesellschaft (ev. weniger Ellböglen, weniger Egoismus, weniger Littering und mehr Sorge zur Natur etc.) zu halten. Doch wenn man so in der Geschichte zurückblättert hat es Veränderungen schon immer gegeben und die eigenen Wurzeln sollte man, egal welcher Herkunft, nicht vergessen (müssen).


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(9 Stimmen)
Alex Müller sagte August 2018

ich bin ähnlicher Meinung wie Ernst Jacob: Die Schweiz "zerbröselt " nicht, sie wird nur anders. Und, ja wir sind international aufgestellt. So stolz wir uns auch geben, dass es bei uns vier Landessprachen gibt - so eng sind wir im " Kantönligeist" oder den" Gemeindegeist" gefangen. Diese "inneren Grenzen" sind auch in der Politik spürbar. Trotzdem: rund 770 000 Auslandschweizer gibt es. Sie fühlen sich mit der Schweiz verbunden. Dort, weit weg vom Heimatland, feiern sie den Nationalfeiertag inniger als wir hier.
Demokratie als Form ist anstrengend. Sie muss sich stets neu besinnen, reformieren, sich mit allen Volksschichten und Eigenheiten befassen. Und das geht halt alles ganz langsam. Manchmal zu langsam für die Ansprüche in der heutigen, vernetzten Zeit. Wo (mir) die Flut von Informationen Schwierigkeiten bereitet. Weil das Aussortieren von "Wichtigem und Unwichtigem" mehr Zeit als früher braucht und der Wahrheitsgehalt von Information unbestimmter wird. Wo die Beeinflussungsmöglich​keiten von unsichtbaren Computerprogrammen Wahlen und Meinungen in eine andere Richtung gedreht werden kann ohne dass die Wähler es merken. Wo einige Staatsmänner - auch in Europa - leibäugeln mit den Machtbefugnissen anderer Staatsoberhäupter und gerne auch "so etwas " hätten.
Aber ich möchte trotz allem, dass die Demokratische Form der Schweiz weiter lebt.


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(10 Stimmen)
Ernst Jacob sagte August 2018

Die Schweiz zerbröselt nicht, Herr Schneider, sie verdichtet sich nur. Immerhin ist die Bevölkerung in den vergangenen 50 Jahren um mehr als die Hälfte angewachsen, wennauch es nicht Schweizer|innen waren, sondern Einwanderer|innen, die dazu beigetragen haben, wir selber nehmen ja seit längstem in der Menge nur noch ab.

Ein Vergleich mit den Neanderthalern wäre daher wohl besser angebracht, auch sie sind ganz einfach irgendwann einmal verschwunden, und man rätselt ja bis heute noch darüber nach, was wohl der Grund dafür gewesen sei. Aber es spielt auch keine Rolle, denn es gelten ja auch längst schon keine Werte mehr, die für unsere Generation noch in Stein gemeisselt schienen.

Also, was soll's ? Wir sterben früher oder später ja sowieso aus, Jede|r für sich persönlich zumindest. Machen Sie es besser so, wie es alle Anderen machen, profitieren Sie von davon, so lange es geht. Und was nach uns kommt, geht uns dann sowieso am Grabstein vorbei. Es wäre ja auch bereits viel zu spät, noch etwas ändern zu wollen, allein schon der innere Widerstand, unter den verbliebenen Schweizern, würde uns dabei im Weg stehen.

La Suisse n'existe pas, wissen tut man es doch bereits seit der Expo in Spanien, oder wo das auch immer in grossen Lettern geschrieben stand. Auch wenn man diesen Spruch damals noch heftig kritisierte. Aber wir kritisieren ja auch andere Dinge, und sehen trotzdem nur noch zu, macht- und entscheidungs-unfähig​, auch nur noch ein einziges Detail daran ändern zu können.

Vielleicht ist es halt wirklich unsere Demokratie-Form, oder dann zumindest der fehlende Wille. Es ist aber auch ein Naturgesetz, dass die Untauglichen kein Recht zum Ueberleben haben. Wir waren ja auch immer nur eine Willens-Nation, aber wenn dieser Wille nicht mehr existiert, dann braucht es auch keine Schweiz mehr. So einfach ist es doch.


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