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JA zum bedingungslosen Grundeinkommen - als Vision!

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Wer wagt, gewinnt

Am 5. Juni 2016 stimmen wir über die Volksinitiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen ab. Die Schweiz gilt wirtschaftlich als eines der innovativsten Länder weltweit. Mit dieser Initiative erhalten wir die Chance zu zeigen, dass wir auch Visionen im Sozialsystem haben.

 

Wir Schweizerinnen und Schweizer lieben Sicherheit, das Beständige, unsere Neutralität – so sagt man. Einzig in der Wirtschaft konnten wir bisher mit Innovation punkten. Bei internationalen Untersuchungen in Punkto Innovationskraft belegen wir regelmässig die ersten Ränge, eine Vielzahl von NobelpreisträgerInnen​ stammen aus der Schweiz und unser Land ist ein attraktiver Forschungsstandort für Unternehmen weltweit.

 

Was den sozialen Wandel angeht, tun wir uns hingegen eher schwer. Die Lohngleichheit von Mann und Frau ist immer noch nicht hergestellt (und wichtige Massnahmen dazu wurden Ende April sogar vom Parlament abgeschmettert), die Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf ist deutlich schwerer sicherzustellen als in anderen europäischen Ländern (bspw. Elternzeit) und bei der Einführung des Frauenstimmrechts waren wir eines der Schlusslichter. Der Grund für diese schweizerische Zurückhaltung liegt unter anderem sich auch bei unserem Wohlstand und der hohen Lebensqualität in unserem Land. Schweizerinnen und Schweizer sind grösstenteils zufrieden mit ihrem Staat, auch wenn Ihnen dieser wichtige Rechte aberkennt und den Zugang zu wichtigen Änderungen verwehrt. Die Mehrheit der Bewohnenden in der Schweiz haben alles, was sie brauchen, weshalb sich beklagen? Weshalb Bestehendes verändern, wenn es doch so gut funktioniert? Solche Argumente erklären auch den forschen Wind, der der Initiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen entgegen schlägt. Sie hat bisher nur wenig Unterstützerinnen und Unterstützer gefunden. Es wird befürchtet, dass wir mit der Annahme dieser Initiative unser Sozialsystem ins Wanken bringen, unsere Wirtschaft zusammenbrechen wird und Schlimmeres geschieht.

 

Schwarzm​alerei bringt uns nicht weiter

Für all jene, die diese Horrorszenarien für real halten, habe ich gute Nachrichten: Solche Schwarzmalereien sind ein altbekanntes Mittelchen gegen Reformen und gehen von den schlimmsten Worstcase-Szenarios aus, ohne aktuelle Studien zu berücksichtigen. Schon bei den Abstimmungen zur Einführung des Frauenstimmrechts hat man damit gedroht, dass die Wirtschaft zusammenbrechen werde. Das Gegenteil war natürlich der Fall. Wir dürfen nicht vergessen, dass wichtige Errungenschaften, die heute als selbstverständlich gelten, einst sehr innovativ waren. Ein Beispiel dafür ist unser Sozialsystem: Es dauerte 23 Jahre bis das Anliegen, eine Alters- und Hinterbliebenenvorsor​ge einzurichten, mehrheitsfähig wurde.

Weil man Reformen und nachhaltige Erneuerungen nur mit viel Mut durchsetzen kann, appelliere ich an Ihren Entdeckungsgeist. Das bedingungslose Grundeinkommen wäre ein grosser Schritt nach vorne, ein höchst interessantes Experiment, um das uns andere Länder beneiden werden. Die Schweiz könnte testen, wovon andere Ländern nicht einmal zu träumen wagen. Wir könnten unsere Innovationskraft ganz praktisch beweisen.

 

Wir profitieren finanziell und sozial

Die Voraussetzungen für dieses Wagnis sind mehr als gut: Eine Vorstudie zum bedingungslosen Grundeinkommen hat gezeigt, dass die Initiative ökonomisch nicht nur problemlos umsetzbar ist, sondern auch finanzielle Vorteile nach sich ziehen wird. Das „Institut Zukunft“ hat im April 2016 berechnet, dass das volkswirtschaftliche Potenzial des Grundeinkommens einem finanziellen Vorteil in der Grössenordnung von über 50 Mrd. Franken entspricht. Mit dem bedingungslosen Grundeinkommen würden die Gesundheitskosten reduziert, die Arbeitsproduktivität würde zunehmen und der Aufwand der Verwaltungen würde massiv abnehmen, so das Institut. Auch ein Versuch, der in den 1970er Jahren in Kanada durchgeführt wurde und den BürgerInnen ein jährliches Minimaleinkommen zusprach, zeigte: Wird die Armut gelindert, sinken die Gesundheitskosten.

 

Zu diesen finanziellen Profiten kommen die sozialen Veränderungen und positiven Auswirkungen. Mit dem bedingungslosen Grundeinkommen sorgen wir für mehr Unabhängigkeit. Frauen, die unter häuslicher Gewalt leiden, haben ein eigenes Einkommen und sind finanziell nicht mehr so stark an ihre Partner gebunden wie heute. Männer, die Väter werden und sich ihren Kinder widmen wollen, haben ein Einkommen, das ihnen erlaubt ihr Pensum zu reduzieren. Mütter, die aus dem Arbeitsmarkt ausgetreten sind und sich der Familie widmen, sind finanziell unabhängiger und jene, die weiterhin arbeiten, können sich eine Kinderbetreuung leisten. Menschen, die bisher gesellschaftlich ausgegrenzt wurden, weil sie von Sozialhilfegeldern abhängig waren, können ein Leben in Würde führen. Die Schweiz hat also finanziell wie auch sozial nichts zu verlieren, sie kann nur gewinnen. Wir müssen es nur wagen.

 

Mut schafft Platz für Neues

Viele haben zwar Mut, glauben aber nicht an das Gute in uns. Sie haben Angst vor der Bedingungslosigkeit der Initiative. Dass jeder/jede Geld bekommt, ohne dafür etwas leisten zu müssen, befremdet sie und es wird befürchtet, dass dann niemand mehr arbeiten gehen will. Das glaube ich nicht, im Gegenteil. Ich glaube, dass mit dem bedingungslosen Grundeinkommen neue Impulse ermöglicht werden. Wer nicht arbeiten muss, will arbeiten. Wer nicht leisten muss, will etwas beitragen. Das sehen wir schon bei den heutigen Sozialsystemen: Fast alle, die heute in der Schweiz Sozialhilfe beziehen, würden lieber arbeiten gehen, finden aber keinen Einstieg in die Arbeitswelt. Der Pakt mit der Wirtschaft funktioniert nicht. Das ist der wirkliche Skandal unseres derzeitigen Sozialsystems.

 

Mit dem bedingungslosen Grundeinkommen könnten wir alle verwirklichen, was wir schon immer tun wollten, wozu wir den Mut aber nicht hatten. Das zeigt: Die Initiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen hat viel mit Mut zu tun. Wir müssen wagen, damit wir neuen Raum für mutige Vorhaben bekommen. Und nur so blieben wir auch in den nächsten Jahren ein innovatives Land. Ich bitte euch deshalb: Habt den Mut und stimmt am 5. Juni 2016 JA zur Initiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen. Die nachfolgenden Generationen werden es uns danken - genauso wie auch ich den mutigen Frauen (und Männern) danke, die erfolgreich für das Frauenstimmrecht gekämpft haben (um nur eine Innovation zu nennen).

 

 

 

 

 


Kommentare von Lesern zum Artikel

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57%
(14 Stimmen)
Sägesser Barbara sagte May 2016

Firmen entlassen bereits heute und wandern bereits heute ins Ausland. Der Arbeitgeber ist am längeren Hebel und zumindest teilweise darf der Arbeitnehmer heute «fressen oder sterben».

Mit dem BGE könnte dies verändert werden. Die Automatisierung schreitet voran und Jobs werden vernichtet. Einige können sich dank Tieflohn keine Umschulung im 5stelligen Bereich leisten. Bekommt man Sozialhilfe oder eine IV-Rente gilt man schnell mal als Schmarotzer. Unnötige Kurse (weshalb PC-Kurse, wenn man bereits einige Jahre mit dem PC gearbeitet hat) werden vom RAV und auch vom Sozialamt angeboten und wenn man nicht mitmacht, wird sanktioniert.

Soll​ die Sozialhilfe oder IV-Rente einseitig gekürzt werden um Arbeitsanreiz zu geben? Ich sehe noch zu wenig, dass Unternehmen in die Pflicht genommen werden. Nein, Unternehmen werden sogar noch begleitet und bezahlt, wenn sie IV-Rentner beschäftigen. Kosten tun Sozialhilfebezüger, EL-Bezüger und IV-Rentner sowieso bereits. So könnte man die Liste fortsetzen.

Es ist jedoch die Frage der Höhe und der Umsetzung. Damit darf sich bei Annahme das Parlament befassen. Die Gesetzgebung ist dann ja gleich. Kassen (Sozialämter, IV-/AHV-Stellen, Pensionskassen etc.) können nicht einfach verschwinden. Die Einkommenshöhe ist dann ja gleich und zumindest der Teil über dem Grundeinkommen darf dann versichert sein? Wie viel braucht ein Mensch zum Leben (Miete, Krankenkasse, Lebensunterhalt -> Essen, Kleidung, Hygieneartikel, Abo für Telefon/TV/Internet, ÖV z.B., Hausratsversicherung,​ obligatorische AHV-Einzahlung, sofern noch notwendig etc. etc.). Da ist man sehr schnell auf 2'500.00 oder gar darüber (dies auch als Hinweis zur Höhe der Leistungen, die ein menschenwürdiges Dasein ermöglichen sollten (wenn dann nicht auch noch Geld vorhanden sein sollte um Bewerbungen zu schreiben etc.).

Wichtig ist auch nicht zu vergessen, dass es geschiedene Väter gibt, die Alimente bezahlen. Hier braucht es eine Lösung, wenn die Kindesmutter (krankheitshalber, prüfungshalber etc.) das Kind für einige Zeit zu ihm schickt. Während dieser Zeit sollte das Geld dann halt zeitnah Richtung Vater und nicht Richtung Kindesmutter fliessen. Es gibt noch einiges andere, welches das Leben schreiben kann. Dies bei der Höhe und Umsetzung, sollte diese Ini angenommen werden, bitte beachten. P.S. Die Arbeit (Reinigung, Verkauf, Gesundheitsweisen, Recht etc. etc. etc.) bleibt weiterhin bestehen und darf erledigt werden.


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36%
(14 Stimmen)
Dany Schweizer sagte May 2016

Zum BGE gibt es zuviele offene Fragen:

- Was tun wir mit Menschen die in keinster Weise sich an den Ideologiegedanken halten und statt dies als "Ansporn" zu neuen Ideen nutzen, versaufen, verspielen oder sonst was? Diese finden vielleicht, dass das nun ihr Lebensinhalt sei. Auf das BGE noch zusätzlich Ergänzungsleistung? Und wenn ja, aus welchem Geld bezahlt man diese?

- Die Grundformen BVG, AL, AHV müssten oder würden wegfallen. Wenn nein, wie soll das bezahlt werden? Mit BGE wird man kaum noch Abzüge "ertragen" für solche Sozialleistungen.

​- Warum soll ein Paar (ohne Kinder, er Arbeitet, sie nicht) noch arbeiten? Er bekommt heute rund 4'500 Lohn. Neu bekommen Beide 5'000.--. Da wäre ja Jemand "dumm" noch zu arbeiten. Oder zumindest nicht korrekt

- Viele Familien erhalten heute (beide Arbeiten) keine 6'200.-- und leben davon. Warum sollte eine solche Familie noch arbeiten (oder zumindest Regulär/Schwarzarbeit​)? Jeder der heute mit weniger auskommt wäre der Dumme und müsste sich "verarscht" vorkommen.

- Schwarzarbeit wird gefördert ( siehe oben )

- Wenn es erst in 20 Jahren umgesetzt werden soll, wie kommt man auf die Idee zu Wissen was in 20 Jahren nötig ist? Sich die Wirtschaft und die Welt verändert? Sind die Initianten Hellseherisch?

- Sämtliche Auswanderer, welche keine AHV mehr erhalten sondern ein BGE bekämen somit KEINE Altersversorgung mehr bezahlt. Die Auszahlung erfolgt nur in der Schweiz lebenden Personen

- Sollte evtl. eine Sperrfrist eingeführt werden. Dürfte dies aber sicherlich trotzdem ein grosser Anreiz sein für Einwanderer in die Schweiz. Hier wird die PZF einfach vergessen. Ob dies mit dieser verträglich ist dürfte auch noch fraglich sein. Keine Person darf diskriminiert werden, welche sich im Vertragsraum bewegt. Mit der Einschränkung/Sperrfr​ist wären aber Zuwanderer aus dem Vertragsraum diskriminiert.

- Angeblich würde viel Verwaltungsaufwand wegfallen. Aber die Umlagerung muss auch verwaltet werden. Kontrolliert und die durch das BGE steigende Schwarzarbeit überprüft werden.

- Angeblich würden weniger Menschen Krank werden. Hier stimmt die Rechnung aber nicht. Wer durch Arbeit krank wird, ist für lange Zeit in einer Versicherung finanziert und nicht vom Staat, welcher somit die geringeren Ausgaben haben soll. Arbeitsbedingte Erkrankungen ergeben KEINE Einsparungen für den Staat, wenn diese wegfallen würden. PS man kann auch ein Burnout haben, durch nicht arbeiten und der Sinnlosigkeit im Leben.

Viele weitere Fragen sind nicht geklärt, wenn das eine so ideale Lösung sein soll. Jedoch kann ich keine effektive Verbesserung erkennen zu unserem heutigen Sozialnetz.

Daher gilt für mich ein klares NEIN zum BGE

- keine Vorteile
- keine Veränderung/Verbesser​ung
- viele offene Fragen
- Risikoreiches System
- keine pers. Betreuung vorgesehen für Menschen im Existenzminimum
- Erst in 20 Jahre in Kraft. Bis dahin fliesst noch viel Wasser den Rhein runter und die Welt wird sich zu stark verändern, dass man heute schon mit solchem System ein faires oder gutes Verteilsystem einrichten soll.




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27%
(15 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte May 2016

Ich schreibe heute Ausnahmsweise nicht i.d. Antwrt-Funktion, weil es ALLE Befürworter angeht.;

Inge Votava schreibt;

Ist es nicht so, dass die Gegner des BGE's zu faul und/oder unfähig sind, sich mit dieser zugegeben komplexen Materie vertieft auseinanderzusetzen ? Sind die Gegner nicht von ihren Vorurteilen gefangen genommen, erstarrt in calvinistischen Glaubenssätzen ?

Meine bescheidene, aber vernünftigere weil lebensnähere Meinung.

Wie kann man überhaupt auf die Idee kommen, Geld ohne jede Gegenleistung, dann noch oh welch Horror, im Giesskannen-Prinzip zu verteilen.

Zum Thema Faulheit:

Auf dem Lotterbett liegen
Auf der Bärenhaut liegen
Auf der faulen Haut liegen
Aus den Puschen kommen
Blaumachen
Däumchen drehen
Daumen drehen
Dem lieben Gott den Tag stehlen
Die Hände in den Schoß legen
Die Zeit totschlagen
Eine ruhige Kugel schieben
In die Hufe kommen
In die Puschen kommen
Keinen Strich machen
Keinen Strich tun
Morgen, morgen, nur nicht heute, sagen alle …
Müßiggang ist aller Laster Anfang.
Sich dem Nichtstun hingeben
Sich einen faulen Tag machen
Sich hängen lassen
Sich kein Bein ausreißen
Sich regen bringt Segen.
Sich vor etwas drücken
Tatenarm und gedankenvoll
Was du heute kannst besorgen, das verschiebe …
Wer rastet, der rostet.


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71%
(17 Stimmen)
Inge Votava sagte May 2016

Ich schreibe diese Antwort zu dem Kommentar von Herrn Gassmann ausnahmsweise nicht in der Antwortsfunktion, weil sie eigentlich allen Gegnern des BGE gilt.
Herr Gassmann, dass Sie mich, als Befürworterin des BGE's als Indiotin bezeichnen, betrachte ich eigentlich als Kompliment. Befinde ich mich doch in bester Gesellschaft mit z.B. Prof Ueli Mäder, der finnischen Regierung (setzt das BGE ein), der niederländischen Regierung (setzt das BGE probeweise lokal ein) und der kanadischen Regierung (setzt das BGE in einem Bundesstaat, ich glaube Ontario, ein). Sind das alles Idioten?
Ist es nicht so, dass die Gegner des BGE's zu faul und/oder unfähig sind, sich mit dieser zugegeben komplexen Materie vertieft auseinanderzusetzen? Sind die Gegner nicht von ihren Vorurteilen gefangen genommen, erstarrt in calvinistischen Glaubenssätzen?
Dies soll als Denkanregung und nicht als Abwertung gelten. Abwertung überlasse ich denjenigen, die keine Argumente haben.


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33%
(18 Stimmen)
Urs Gassmann sagte May 2016

Frau Ferri hätte für einmal ihr gendergerechtes „NobelpreisträgerInne​n“ vermeiden können, denn bislang hat es noch keiner Frau aus der Schweiz zum Nobelpreis gereicht. Sie weiss haargenau, dass die Abstimmung zum Bedingungslosen Grundeinkommen zum vornherein keine Chancen hat, was denn auch andere offiziellen Protagonisten dieses wunderlichen Vorstosses offen heraussprechen. Diese Initiative sei nur lanciert worden, um „eine Diskussion anzuregen“ (sinngemäss, laut der freimütigen Frau NR Silvia Schenker, SP, prononcierten Anhängerin dieser wohl idiotischsten Initiative). Zu diesem, und nur diesem Zweck haben einige wenige verschrobene Utopisten, für die das Geld auf den Bäumen zu wachsen scheint (ich verweise auf ihre Propaganda-Aktionen, wo sie schon einmal eine Lastwagenladung Fünfrappenstücke auf die Strasse leerten oder Zehnernoten verteilten) eigene Kosten von vielleicht 200‘000 Franken aufgeworfen, aber den Steuerzahlern mindestens nochmals soviel an Administrationskosten​ des Bundes aufgebürdet, zwecks blossem Denkanstoss. Die Befürworter gehören zum grossen Teil auch zu denjenigen, die vor kurzer Zeit einer anderen Initiative den Stempel „unnütz“ aufprägten. Wer sich zur Formulierung von Gegenargumentationen überhaupt verausgabt, verplempert seine Zeit. Frau Feri bringt mit ihren schrulligen Beiträgen aber doch wenigstens etwas Farbe und Glamour unter die sonst zumeist ja ernstgemeinten Blogs, und sie vermittelt uns einen Einblick darein, wie eine Berufspolitikerin sich zu originellen und amüsanten Gedankengängen und Argumentationen zu versteigen vermag. Man müsste ihr deshalb den Button „Daumen auf“ drücken.



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25%
(16 Stimmen)
Franz Krähenbühl parteifrei sagte May 2016

"Schwarzmalerei bringt uns nicht weiter", sagt Frau Frei.
"Experimente sind gefährlich und können fatal sein!" sage ich.
Nebst vielen Bürgerlichen sind auch die SP und die Gewerkschaften eher dagegen.
Und diese wissen auch weshalb sie dagegen sind.

Neben der schon oft zitierten Arbeitsmoral und der Finanzierbarkeit gibt es das Problem des Umgangs mit geschenktem Geld. Anschauungsunterricht​ geben die Spielcasinos. Was aber zu Hause am Computer passiert, ist noch viel gefährlicher, weil man es nicht sieht. Jedenfalls florieren die Sportwetten Plattformen bestens.

Ich bin überzeugt, das bedingungslose Grundeinkommen schafft soziale Probleme! Das hat nichts mit Schwarzmalerei zu tun.



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26%
(19 Stimmen)
Markus Holzer sagte May 2016

Die einzige Vision, die ich dazu habe, steht in Verbindung mit dem angeblichen "Nullsummenspiel". Dieses geht vielleicht in ihrer heutigen Berechnung auf. Was aber geschieht, wenn die Überalterung sowie die Migration die Prognosen einer 10,2 Millionen- Schweiz bewahrheitet und vielleicht noch eine Rezession die Arbeitslosenquote explodieren lässt? Gibt es dafür einen Fond, den die SP oder die anderen Tagträumer in der Hinterhand haben? Für die Widerlegung dieser Schnapsidee zitiere ich gerne die Anfänge der Menschheit: Wer morgens aus dem Fell und aus der Höhle kam, der jagte und erlegte Wild und hatte deshalb etwas im Teller und darüber hinaus auch noch Mittel, um Handel zu betreiben. Diejenigen, welche es sich lieber am Lagerfeuer kuschelig machen, bleiben hungrig oder betteln um Almosen. Wir sehen also: Es hat sich in dieser Hisicht nichts geändert, ist irgendwie einfach Gesetz.


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39%
(23 Stimmen)
Philip Keberle sagte May 2016

Eine Initiative um das Nachdenken anzuregen??? Wo sind wir denn hingekommen, können wir nicht mehr nachdenken ohne teure Initiativen, die von Anfang an zum scheitern verurteilt sind? Wenn schon, dann macht bitte genaue Vorschlägen und sagt wie, was und wo geregelt sein soll!



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79%
(19 Stimmen)
Emil Huber sagte May 2016

Ich finde man müsste generell auch einmal den Sinn der Arbeit hinterfragen.
Arbeit​ hat besonders in der Schweiz einen hohen Stellenwert, und wird wie ich finde geradezu glorifiziert. Arbeit um jeden Preis sozusagen, Arbeiten welche bei nüchterner Betrachtung rein sinnlose "Beschäftigungstherap​ien" sind gehören auch dazu.

Nur gibt es für Umwelt, Mensch und Tier nützliche Arbeit, die sicherlich getan werden muss, aber eben auch schädliche Arbeit, die man besser liegen liesse.

Ganze (Regen) Wälder werden durch Arbeit abgeholzt. Schreckliche Waffen werden durch Arbeit hergestellt. Kurzlebige Produkte welche bald im Abfall landen werden mit Arbeit hergestellt. Heute Top, morgen Flop. Tiere werden durch Arbeit gequält und umgebracht. Die Umwelt wird Stück für Stück durch Arbeit mit Abgasen, Lärm, Gewässerverschmutzung​ und Ausbeutung zerstört. Es werden ganze Landstriche durch Arbeit zubetoniert. Alles für das GELD und die ARBEIT. Arbeit, die krank macht.
Durch Arbeit entstehen auch die Papierberge der immer mehr ausufernden Administration.
Soft​ware welche mehr Arbeit generiert als abnimmt.

Unser Gesundheitswesen wird durch immer neue Medikamente für die gleichen Krankheiten beglückt. Man sollte auch hier hinterfragen, ob die alten, langzeiterprobten Medikamente
so schlecht waren oder ob nicht viel mehr immer nur neue geschaffen werden, damit die
Chemiker, Forscher, Laboranten etc. Arbeit & Einkommen haben.
Dies trifft auch für vieles andere zu. Ständige Erneuerung bei Licht betrachtet nur zur Arbeits- und Geldbeschaffung. Ein System, welches sich sozusagen selbst am Leben
hält und sich in den Schwanz beisst.

Viele Erfinder bauten Maschinen damit man mehr Zeit haben sollte doch nun werden die Maschinen benutzt oder besser gesagt missbraucht für einen mörderischen Konkurrenzkampf
mit dem Motto immer schneller, immer billiger, immer mehr.

Max Frisch schrieb:
"Einst hatten wir Zeit! Ich weiß nicht, wer sie uns genommen hat. Ich weiß nicht, wessen Sklaven wir sind. Wir leben wie die Ameisen, drüben im Abendland"

Dann das Geld & Geldsystem

Zentral​- und Geschäftsbanken stellen quasi aus dem "Nichts" immer mehr Geld her, dies hinterfragt kaum jemand, aber bei einem bedingungslosen Einkommen macht man sich Sorgen,
wo das Geld herkommen soll. Das Geld stellt überall einen ständigen, künstlichen Mangel her, welcher ein besseres Leben verhindert und ist letztendlich ein Teufelskreis.
Ich denke man sollte sich zuerst einmal fragen welche Arbeit nützlich, sinnvoll ist und welche schädlich und oder sinnlos ist.
Würde man die schädliche und sinnlose Arbeit unterlassen bekäme man enorme
Ressourcen zurück welche man sinnvoller verwenden könnte.
Doch so lange der Mensch mit der "Geldpeitsche" angetrieben wird werden die Zustände auf
der Welt wohl nie besser.




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29%
(17 Stimmen)
Thomas Schumacher sagte May 2016

Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen. (Helmut Schmidt)


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21%
(14 Stimmen)
Markus Binder sagte May 2016

Leider haben sich die Initianten auch ein Ei gelegt. Meines Erachtens ist es falsch, dass nur die, das bedingslose Grundeinkommen kriegen, die nicht arbeiten oder weniger verdienen. Dh. dann ja es ist nicht bedingungslos.
Ausse​rdem würde es ja so was von die Wirtschaft ankurbeln, wenn es zusätzlich zum Lohn, dh. eben für JEDEN in JEDEM fall bezahlt würde. denn die angestellten könnten dann mit weniger lohn zufrieden sein und die firmengewinne würde hoch gehen. oder falls nicht hätte der einzelne, arbeitende, viel mehr lohn und würde mehr ausgeben und die binnenwirtschaft ankurbeln. sorry aber ich finde das set up nicht gut, gut aber, dass es überhaupt mal zur diskussion und zur abstimmung steht.
klar ist aber auch, dass es nie und nimmer angenommen wird, und wenn doch, würde es der BR nie und nimmer umsetzen, wie leider schon so oft in anderen dingen.

auch wenn das BG für JEDEN in JEDEM fall bezahlt würde, wäre das ganz einfach finanzierbar. mir wird einfach schlecht, wenn ich schon bei der extrem abgespeckten variante von der initiative verbreitet wird, dass es kaum finanzierbar wäre.
besteuert doch endlich mal die super reichen, bankentransaktionen, börsengewinne etc. dann würde der CH staat im geld schwimmen und so etwas wäre locker finanzierbar.




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78%
(18 Stimmen)
Weber Jean Thomas sagte May 2016

So einfach 5000 bedingungslos erhalten, wäre tatsächlich ein Traum. Das wären dann fast 1500 mehr als wir heute als verheiratetes Paar von der AHV kriegen. Und wir haben das ganze Leben hindurch gearbeitet, einbezahlt und zwei Kinder grossgezogen!


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78%
(18 Stimmen)
Sägesser Barbara sagte May 2016

Das heutige System, welches wir leben, ist überhitzt. Jobs werden ins Ausland verlagert, Gewinne privatisiert und Kosten sozialisiert. Menschen "prostituieren" sich für die Arbeit aus Angst vor Jobverlust. Burnouts etc. schlagen auf die Kosten (Unternehmerseitig, Krankenkassenseitig etc.) und auf das Umfeld. Junge sind demotivierter, wenn Eltern keine Freude an der Arbeit zeigen etc.

In diesem Link kann man sehen, wie sich einige das BGE vorstellen (2'500 ohne Bedingung und was mehr darauf kommt, mit Bedingung). Das heisst: Einkommen gleich, aber aufgeteilt. Oder etwas mehr (wenn vorher weniger). http://www.grundeinko​mmen.ch/ist-ein-grund​einkommen-finanzierba​r/

Es lohnt sich sicher zu überlegen, wie man im gelebten Kapitalismus, das Leben gestalten soll.


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69%
(16 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte May 2016

Viele haben nicht begriffen, dass zwei drei parteilose Stimmberechtigte diese Initiative eingereicht haben, um eine breite Diskussion über unser zukünftiges Zusammenleben auszulösen. Wie sollen die Menschen ihren Lebensunterhalt bestreiten, wenn durch die Automation nur noch die Hälfte eine bezahlte Arbeit hat? Soll ein Mindesteinkommen z. B. alle Sozialwerke ersetzen? Solche Diskussionen müssen mehr und mehr geführt werden, auch wenn wir diesen Vorschlag in dieser Form ablehnen müssen.


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50%
(14 Stimmen)
Alain Tobler sagte May 2016

Frau Feri

Prinzipiell bin ich ihrer Meinung. Sie schreiben: "Die Initiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen hat viel mit Mut zu tun."
Und das ist genau der Knackpunkt. Ich traue ihrer Partei nicht zu, dass sie den Mut aufbringt saemtliche sozialen Einrichtungen, nach der Annahme der Initiative, aufzuloesen. Das Grundeinkommen bedeutet fuer mich, dass wir auf AHV, RAV und Sozialdienste verzichten koennen (auf die IV kann meiner Meinung nach nicht verzichtet werden, aber sie muss ueberdenkt werden).
Sind sie bereit all diesen Staatsangestellten zu kuendigen? Haben sie den Mut? Ich habe meine Zweifel...


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