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Jetzt ist es Zeit, über eine andere Wirtschaft nachzudenken!

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Nach der Fi­nanz­krise 2008 haben wir kurz ge­dacht, dass wir nun die Ban­ken wie­der so re­gu­lie­ren können, dass sie im Dienste der Re­al­wirt­schaft ste­hen. Dass wir mit den rich­ti­gen Mass­nah­men die Ex­zesse in der Fi­nanz­bran­che un­ter­bin­den können. Dass es Rückkehr zur Normalität geben kann, zu einer so­zia­le­ren, ökologischeren und vor allem sta­bi­le­ren Wirt­schaft.

Dieser Sommer hat gezeigt: Das war naiv. Bei der vom Staat geretteten UBS kann weiterhin eine einzelne Person 2 Milliarden Franken verzocken. Währenddessen steigt die Staatsverschuldung und die Anzahl Arbeitslose in vielen europäischen Ländern und den USA, die Wirtschaft und die Löhne stagnieren. Auch die Schweiz ist keine Insel der Glückseligkeit, der „starke“ Franken bedroht unsere Arbeitskräfte und hat in vielen Unternehmen schon zu unbezahlter Mehrarbeit geführt. Es ist also alles wie bis 2008. Wenige sahnen ab und nehmen sich die grössten Stücke vom Kuchen, für alle anderen bleiben nur Krümel.

Jetzt ist es Zeit, über eine andere Wirtschaft nachzudenken. Ich will ein stetiges und ökologisch verträgliches Wachstum, das allen zu Gute kommt und nicht nur einigen wenigen Kapitalgebern. Im Bereich der Exportwirtschaft will die SP auf die Ausweitung der Produktion im High-Tech- und Clean-Tech-Bereich, auf entsprechende Forschung und Entwicklung sowie auf hochwertige Dienstleistungen setzen. Daneben braucht es eine solide Binnenwirtschaft, die ein breites Spektrum an Berufen und Arbeitsmöglichkeiten bietet, auch für Menschen mit weniger guter Ausbildung.

Mein Ziel ist eine Gesellschaft, die die zunehmende Ungleichheit stoppt, für gute Bildung für alle und für soziale Stabilität sorgt. Eine Gesellschaft, in der alle am Wachstum teilhaben – auch zum Nutzen der Gesamtwirtschaft. Eine Gesellschaft, die als Voraussetzung dafür einen Staat schafft, der in Ausgleich und soziale Stabilität investiert und solide finanziert ist. Dafür kämpfe ich zusammen mit der SP.

Die SP hat soeben mit einem Kompaktpapier «Wirtschaft für alle» (siehe http://www.sp-ps.ch/g​er/Positionen/Positio​nspapiere/2011/Eine-W​irtschaft-fuer-alle) aufgezeigt, in welche Richtung es gehen soll und welche konkrete Massnahmen jetzt notwendig sind. Diskutieren Sie jetzt mit uns, wie wir gemeinsam eine Wirtschaft für alle schaffen können!


Kommentare von Lesern zum Artikel

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Der Verein Vimentis hat sich entschieden, die Kommentarspalte zu den Blogs zu schliessen. In der folgenden Erläuterung erfahren Sie den Grund für diesen Entscheid.

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In der Vergangenheit wurden diese Werte in der Kommentarspalte jedoch regelmässig missachtet, es kam immer wieder zu nicht tolerierbaren Aussagen in den Kommentaren. Das Löschen dieser Kommentare ist heikel und zudem mit grossem Aufwand verbunden, welcher der Verein nicht stemmen kann. Zusätzlich können die Kommentare praktisch anonym verfasst werden, weswegen eine Blockierung der jeweiligen Personen unmöglich wird.

Folglich hat der Verein Vimentis entschlossen, die Kommentarfunktion abzuschalten und nur den Blog stehen zu lassen. Der Blog erlaubt es Personen weiterhin, sich Gehör zu verschaffen, ohne sich hinter einem Pseudonym zu verstecken. Die Änderung sollte die Blog-Plattform qualitative verbessern und all jenen Personen ins Zentrum rücken, welche Interessen an einer sachlichen Diskussion haben, sowie die oben erwähnten Werte respektieren.




55%
(62 Stimmen)
Christian Levrat sagte September 2011

Der eine oder andere hier ist ja durchaus wie ich auch der Meinung: so wie es jetzt ist geht es nicht weiter. Die SP hat hier Vorschläge gemacht, was in den nächsten Jahren gemacht werden soll. Für mich ist wichtig, dass man das jetzt diskutiert. Und zwar unabhängig von Banken und Finanzindustrie und ihren Parteispenden an bürgerliche Parteien!

Zu einigen Punkten:
- Ausland: Internationale Öffnung ist gut, für die Wirtschaft sowieso aber auch für die Kultur, für die Menschen. Aber Öffnung muss so geschehen, dass alle davon profitieren können. Darum kämpft die SP so stark für flankierende Massnahmen bei Personenfreizügigkeit​. Da geht es nicht nur um Kontrollen, sondern auch zu schauen, dass alle auch so noch günstige Wohnungen finden.
- Wirtschaft: Was in der Schweiz gut funktioniert sind High-Tech-Unternehmen​. Der Cleantech-Bereich bietet hier viele Wachstumschancen, daher auch die Cleantech-Initiative der SP Schweiz. Für diese Industrie brauchen wir viele gut ausgebildete Leute. Dafür müssen wir ein sehr gutes Bildungssystem haben, aber auch Fachkräfte aus dem Ausland. Dafür steht die SP, weil wir wollen in Bildung investieren statt sparen.
Aber wir brauchen auch eine Binnenwirtschaft, die auch Leuten mit weniger guter Ausbildung einen Platz bietet. Es darf keine "A- und B-Schweiz" geben, wie der bürgerliche PR-Mann Stöhlker einmal gesagt hat. Mit der Mindestlohninitiative​ kann man dafür sorgen, dass alle einigermassen gut verdienen. Und übrigens, gerade unter unseren NR-KandidatInnen gibt es viele KMUler.


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40%
(57 Stimmen)
Rolli Anderegg sagte September 2011

wir brauchen andere köpfe und nicht eine andere wirtschaft!


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38%
(66 Stimmen)
Rolli Anderegg sagte September 2011

Herr Levrat hackt wieder auf der Finanzbranche und der UBS herum. Das ist sein gutes Recht. Nur unterstützt die $P heute jeden Wirtschaftbereich und jede Organisation, die 1.keine Selbstverantwortung und 2. kein Unternehmerrisiko mehr tragen möchte, oder gar 3. den GW hat! Siehe dazu meinen neusten Beitrag:

http://ww​w.vimentis.ch/d/dialo​g/readarticle/mehrwer​tsteuer-runter/

Ve​rgessen wir auch nicht die Tatsache, dass gerade in den rot-grünen Großstädten die Grossbanken den Linken fette Steuererträge ablieferten, mit denen viel asozialer Unsinn geschaffen und finanziert wurde! Und von der $P kenne ich auch kaum Politiker, die Arbeitsplätze und Firmen erschaffen haben, außer in der Sozialindustrie!! Dafür nur immer deren grosse Klappe und von Stipendien leben! Das betrifft auch die Grünen!


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43%
(54 Stimmen)
Kurt Anton Brugger sagte September 2011

Grüezi Herr NR Levrat, die Botschaft hör' ich wohl, allein mir fehlt der Glaube. Ich weiss, dass Sie ein strammer Sozialist sind und ein schweres Erbe als Präsiden der SP Schweiz übernommen haben. Bei den kommenden Wahlen muss die SP ihren "Krebsgang" stoppen, sonst brauchen die Genossen ein "Bauernopfer". Wenn Sie jetzt einen Monat vor den Wahlen die Realwirtschaft der Schweiz noch ins Visier nehmen, und einen Totalumbau auch der Gesellschaft propagieren, dann ist das nichts als "Schaumschlägerei".​ Bei den Genossen (welche Ihnen noch die Treue halten) können Sie mit solch klassenkämpferischen "Unkenrufen" allenfalls noch punkten. Aber bei all jenen die "Fremdgehen" haben Sie das Pulver schon längst verschossen. Der Weg in die EU glüstet ein grosser Teil Ihrer Klientel schon lange nicht mehr. Statt von Ungleichheit, mangelnden Bildungschancen und ungerechter Arbeitsbelastung zu "spinntisieren", sollten Sie sich besser überlegen, wie sich die SP, die Gewerkschaften und die Arbeitnehmer nützlich machen können, um das was wir noch vor uns haben gemeinsam mit der Politik und dem Unternehmertum unbeschadet hinter uns zu bringen. Es geht nämlich um mehr als eine vorübergehende Krise. Es geht um Wohlstand den wir uns über Jahrzehnte erarbeitet haben und den wir erhalten möchten für uns und die kommenden Generationen.
Nein, Herr NR Levrat, das Verhalten Ihrer Partei ist in dieser Krise nicht zielführend. Ich glaube nicht an Ihren Erfolg, wen Sie solche Thesen verbreiten. Allenfalls wird Ihr "Adlatus" mit seiner marxistisch-leninisti​schen "Kampfansage" bei seinen Jusos (welche noch in den "Sturm- und Drang"-Jahren sind) einige Wahlzettel abholen können.


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61%
(70 Stimmen)
Pawel Silberring sagte September 2011

Dass man dem politischen Gegner so kurz vor den Wahlen nicht allzuviel gönnen mag, liegt wohl in der Natur der Sache. Ich wüsste von den Kritikern hier aber schon gerne, ob sie wirklich davon ausgehen, dass wir so weiter machen können, wie bisher. Wir haben eine Finanzbranche, die jedes Jahr mindestens 100 Mia weltweit abzieht für exorbitante Boni. Dieses Geld fehlt der Realwirtschaft und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie man das ganze stabilisieren kann, ohne dass das aufhört. Die Schuldenkrise ist ja eine Folge der Bankenrettung und ein zweites Mal geht die Rettung nicht mehr, weil die Verschuldung offenbar eine Grenze erreicht hat.
Ich finde es wichtig, dass die SP sich Gedanken macht, wie man da etwas ändern könnte, denn Aenderungen sind unumgänglich. Daher wäre es schon gut, wenn die Kritiker sich die Vorschläge wenigstens anschauen würden, statt nur darüber zu lamentieren, ob die Linke überhaupt etwas sagen darf. Sie darf und soll nämlich - die Rechte macht es nicht.


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30%
(54 Stimmen)
Hansrudi Narr sagte September 2011

naja herr levrat die Linke hat zu wenig zu sagen in diesem bereich.
Ein funktionierendes Wirtschaftssystem habeich auf der ganzen Welt noch nie gesehen.
Wir Menschen sind einfach noch nicht bereit für sowas, jeder wischt vor seiner eigen Tür und und streicht gern ein.

Solang die Schweiz sich auf die Räte verlässt und den Banken alles glaubt ändert sich nie etwas. Es muss zuerst eine neue Generation Politiker heranwachsen die tatkräftig und Ideen reich sind um die Schweiz auf einen anderen Weg führen. die Hosensäcklipolitik aller Parteien von rechts nach links bietet dem normalen Schweizerbürger nichts. Sie will nur sein Geld so wie die Banken.

mehr sage ich nicht dazu


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55%
(103 Stimmen)
Erhard Stuecklin sagte September 2011

Es wäre schön zu erfahren was Levrat selbst bisher in seinem Leben als arbeitender Mensch zu einer gesunden Wirtschaft beigetragen hat..?? Ich denke wohl nichts.. denn dieser Herr ist von Berufes wegen Funktionär und die haben allesamt keine Ahnung was ehrliche Arbeit ist... eigentlich sollte er schweigen und das Reden denen überlassen die auch etwas leisten!


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53%
(106 Stimmen)
Christoph Reuss sagte September 2011

Zitat: "Mein Ziel ist eine Gesellschaft, die die zunehmende Ungleichheit stoppt, für gute Bildung für alle und für soziale Stabilität sorgt."

Nein, Ihr Ziel ist der EU-Beitritt -- also das Gegenteil.



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70%
(67 Stimmen)
David Mayer sagte September 2011

Gerne erwarte ich diesbezüglich Ihre Vorschläge, INKL. Lösung zu deren Finanzierung.


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