Finanzen, Steuern > Staatsausgaben, Budget,

Kampfjets vors Volk

Artikel weiterempfehlen

Stimmen Sie dem Artikel zu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Artikel!

Kurz vor Ab­schluss der Le­gis­la­tur mein­ten die Bürgerlichen, sich ein mil­li­ar­den­teu­res​ Ab­schieds­ge­schenk ma­chen zu müssen: Sie be­auf­trag­ten den Bun­des­rat, dem Par­la­ment bis spätestens Ende 2013 eine Bot­schaft zur Änderung der Rechts­grund­la­gen für die Wei­ter­ent­wick­lung​ der Armee vor­zu­le­gen. Die Fi­nan­zie­rung soll über einen auf 5 Mil­li­ar­den Fran­ken auf­ge­stock­ten Aus­ga­ben­pla­fonds si­cher­ge­stellt wer­den, in dem auch die Be­schaf­fung neuer Kampf­flug­zeuge Platz haben soll. Und als ob dem nicht genug wäre: Das Ganze soll am Volk vor­bei ge­schmug­gelt wer­den. Da wurde die Rech­nung aber ohne uns gemacht!

So beauftragte die Delegiertenversammlun​g der SP Schweiz die Geschäftsleitung umgehend, einen Volksentscheid über die Kampfjet-Milliarden zu ermöglichen, sei es in Form eines Referendums oder einer Volksinitiative. Wir streben die Bildung einer breiten Koalition an, der all jene Kreise angehören sollen, welche die Zeche für die massive Erhöhung der Militärausgaben und die Kampfjet-Milliarden bezahlen müssten: Bildung, öffentlicher Verkehr, Landwirtschaft, Entwicklungszusammena​rbeit und jene, die vom drohenden Sozialabbau betroffen sein könnten.

Inzwischen hat der Bundesrat das VBS beauftragt, ihm bis Ende 2011 einen Antrag zum Typenentscheid für neue Kampfflugzeuge zu unterbreiten. Gleichzeitig wird das Finanzdepartement beauftragt, dem Bundesrat darzulegen, wie die Aufstockung des Armeeausgabenplafonds​ finanziert werden soll. Der Bundesrat lässt bei diesem Entscheid noch offen, ob die erforderlichen Sparmassnahmen übers Budget verabschiedet werden oder ob ein neues Sparpaket geschnürt wird. Für Entlastungsvolumen von mehr als 600-700 Millionen Franken sind erfahrungsgemäss einzelne gezielte Gesetzesänderungen notwendig. In diesem Rahmen wäre auch ein allfälliger Ausgabenplafond für die Armee gesetzlich zu fixieren. Dieses Szenario läuft auf eine referendumsfähige Vorlage zur Finanzierung der Gesamtarmee ab 2014 heraus. Für den Fall, dass es doch anders kommen sollte, starten wir die Vorbereitungsarbeiten​ für eine Volksinitiative ebenfalls bereits heute.

Entscheidend wird sein, ob beide Vorlagen gleichzeitig kommen oder ob der Bundesrat ein gestaffeltes Vorgehen wählt: Seitens der Armee wurde vorgeschlagen, dass bereits im Rüstungsprogramm 2012 eine Tranche von 500 Millionen Franken dafür einzustellen sei. Im folgenden Jahr wären 1.1 Milliarden zu reservieren. Unter Beizug von «Kreditresten» aus den Jahren 2010 und 2011 stünden 2.2 Milliarden Franken zur Verfügung. Ein derart ausgestaltetes Rüstungsprogramm 2012 wäre auf dem Budgetweg finanzierbar und wäre nicht referendumsfähig. Demgegenüber signalisierte der Bundesrat bisher, dass er bei der Finanzierung keine Salamitaktik anstrebt, sondern die Armee- und Kampfjet-Finanzierung​ integral sicherstellen will. So oder so: Das letzte Wort in der Kampfjet-Geschichte muss das Volk haben.


Kommentare von Lesern zum Artikel

Information zur Abschaltung der Kommentarfunktion

Der Verein Vimentis hat sich entschieden, die Kommentarspalte zu den Blogs zu schliessen. In der folgenden Erläuterung erfahren Sie den Grund für diesen Entscheid.

Der Blog, und dazu gehört auch die Kommentarspalte, sind ein wichtiger Teil der Diskussionsplattform von Vimentis. Gleichzeitig sind Werte wie Respekt, Anstand und Akzeptanz für den Verein von grösster Wichtigkeit. Vimentis versucht diese Werte selbst einzuhalten, sowie auch auf der Website zu garantieren.

In der Vergangenheit wurden diese Werte in der Kommentarspalte jedoch regelmässig missachtet, es kam immer wieder zu nicht tolerierbaren Aussagen in den Kommentaren. Das Löschen dieser Kommentare ist heikel und zudem mit grossem Aufwand verbunden, welcher der Verein nicht stemmen kann. Zusätzlich können die Kommentare praktisch anonym verfasst werden, weswegen eine Blockierung der jeweiligen Personen unmöglich wird.

Folglich hat der Verein Vimentis entschlossen, die Kommentarfunktion abzuschalten und nur den Blog stehen zu lassen. Der Blog erlaubt es Personen weiterhin, sich Gehör zu verschaffen, ohne sich hinter einem Pseudonym zu verstecken. Die Änderung sollte die Blog-Plattform qualitative verbessern und all jenen Personen ins Zentrum rücken, welche Interessen an einer sachlichen Diskussion haben, sowie die oben erwähnten Werte respektieren.




41%
(17 Stimmen)
Stefan Pfister sagte February 2012

Wozu braucht die kleine Schweiz mehr Kampfflugzeuge als Österreich? Der pure Grössenwahn.




Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



67%
(9 Stimmen)
Kurt Anton Brugger sagte February 2012

Da ich schon ein älterer Knabe bin,mit bürgerlichem Touch und Sie eine toler-ante, multikulturell interessierte Genossin, verstehen Sie auch, wenn ich anders ticke (oder in der Sprache der Computerfricks ausgedrückt, anders programmiert bin)als Sie. Von meinen Eltern und Grosseltern, habe ich Eindrücke mitbekommen, über die entbehrungsreiche Zeit der Anfänge der heutigen Schweiz. Von der Sie zusammen mit den Genossen immer wieder betonen, diese könne sich alles leisten.

Das Leid des ersten Weltkriegs, mit Menschen, geprägt von Armut und Krankhei-ten. Die politischen Wirren der Ausbruch des zweiten Weltkriegs im letzten Jahrhundert. Traumatisierend für Jugendliche, genauso wie die Menschen davor. Erinnerungen an Aengste und Panik, ausgelöst durch Fliegeralarm und Mobil-machung. Meine Gedanken damals waren bei meinem Vater der die Grenze unseres Landes schützte, wie Tausende andere. Meine Mutter die zusammen mit der Grossmutter das elterliche Geschäft (die Familienexistenz) am laufen hielt. Zwei wahrlich emanzipierte Frauen, wie Tausende andere, deren Leistung mir heute noch, Jahrzehnte danach, bewundernden Respekt abverlangt.

Frauen und Mütter jener schwierigen Zeit, emanzipierten durch Stärke und Leistung, nicht durch Forderung nach Frauenquoten. Sie haben sich damit den Respekt der Gesellschaft verdient und einen Platz in der Geschichte (unge-wollt) gesichert.

Nun stelle ich Ihnen frei, mich als "ewig Gestrigen" zu bezeichnen. Ich würde dagegen halten: "Wer seine Vergangenheit nicht kennt, hat keine Zukunft!"

Wenn es um die Frage der Sicherheit unseres Landes geht, dann habe ich, geprägt durch ein längeres Leben, eindeutig einen anderen Fokus, als dieser bei Ihnen spürbar ist. Bedrohungslagen für eine Nation und ganz besonder für einen Kleinstaat ändern sich schnell, in einer Welt in der Waffensysteme die Existenz von Völkern gefährden, über kontinentale Distanzen.

Aus meiner Optik sind die Armeeabschaffer,welch​e der Entwicklungshilfe das Wort reden, diese über die Sicherheit unseres Landes stellen, Teil des Sicherheitsrisikos welches die SIKO einzuschätzen hat.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



71%
(7 Stimmen)
Kurt Anton Brugger sagte February 2012

Grüezi Frau NR Allemann, nach mehrmaligem Lesen Ihres Beitrags, bin ich definitiv zur Ueberzeugung gelangt, dieser enthalte viele Argumente und Worthülsen aus der Rhetorik der Armeeabschaffer und Verhinderer einer verfassungskonformen Verteidigungsbereitsc​haft. Wenig bis gar keine fachlich und sachlich fundierten Kompetenz.Damit ist für mich klar, Ihre Fachkenntnisse, die den Einsitz in die SIKO rechtfertigen würden, sind auch ansatzmässig nicht vorhanden. Ihre Partei-Adlatin in der SIKO argumentiert mit den gleichen auswendig gelernten Schlagworten, wie die jungen Menschen die sich statt für Wehrpflicht (der sie sich lieber nicht stellen) in defaitischer Art und Weise, für die Abschaffung der Armee stark machen.

Ich bin besorgt und frage mich, wie es um die Wahrnehmung der Verantwortung
durch die SP gegenüber der Bundesverfassung steht (diese fordert klar und unmissverständlich eine intakte Verteidugungsbereitsc​haft), wenn Parlamenta-rier in die SIKO abgeordnet werden, die den Anforderungen in keiner Weise gerecht werden können. Dafür aber eine Ideologie in diese Kommission tragen, welche in keiner Weise mit der BV konform ist.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

100%
(12 Stimmen)
David Mayer sagte February 2012

Volksabstimmung über Kauf von Kampfjets: JA!
Volksabstimmung über Ausgaben der Entwicklungshilfe: JA!


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



57%
(14 Stimmen)
Kurt Anton Brugger sagte February 2012

Grüezi Frau Allemann, ich könnte Ihr Grossvater sein. Die Politik in der Schweiz verfolge ich seit mehr als 50 Jahren. Allerdings nicht durch die gleiche Brille wie Sie. Sie sind jung, engagiert und wollen Verantwortung übernehmen. Dafür bringe ich Ihnen meinen Respekt und ein grosses Mass an Achtung entgegen.
Beim genaueren Hinschauen scheint mir deutlich zu werden, dass Sie von der Aufgabe, Mitglied der Sicherheitskommission​, doch eher überfordert sein könnten. Von den taktischen Anforderungen an unsere Luftwaffe, um im Ernstfall den Luftraum zu sichern, über unserer Bevölkerung und den im Bodeneinsatz stehenden Truppen scheinen Sie keinen blauen Dunst zu haben. Zudem argumentieren Sie über Luftpolizeidienst und scheinen auch hier kaum zu wissen von was Sie reden.
Die Generation der Kalten Krieger, jener Wehrmänner die in den Nachkriegsjah-ren bis zum Fall der Mauer Militärdienst leisteten, läuft es eiskalt über den Rücken, wenn sie Ihr unerfahrenes, ja naives Geschwaffel anhören müssen. Die atomare Bedrohung, die Panzerarmaden der WAPA Truppen, die Drohgebärden der stalinistischen Sowjetunion, haben damals Westeuropa in panische Angst versetzt. Aber natürlich haben Sie davon nichts mitbekommen. Sie waren ja noch unterwegs auf diesen Planeten.
Es ist nicht die erste Fluzeugbeschaffung die miterlebe. Natürlich wird das Volk dazu abstimmen. Aber ich mache mir ernsthafte Sorgen, wenn die SP uner-fahrene Persönlichkeiten in die Siko abordnet. mE zeugt das nicht von hohem Verantwortungsbewusst​sein. Genauso schnell wie sich heute globale Veränder-ungen ergeben in Wirtschaft und Gesellschaft, kann auch die Bedrohungslage sich verändern. Als Mitglied der SIKO müssten Sie darüber informiert sein. Genauso müssten Sie wissen, eine Armee kann sich nicht von heute auf morgen einer solchen optimal anpassen.
Menschen deren Wehrwillen nicht oder nur mässig vorhanden ist, gehören nicht in die Siko, welche für die Verteidigungsbereitsc​haft unseres Landes die Weichen stellt. Ueber die Bewaffnung unserer Armee mitentscheidet, die einen klar definierten Verfassungsauftrag zu erfüllen hat.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



54%
(39 Stimmen)
Ronald Stalder sagte January 2012

Frau Allemann: Wie wäre es mit Entwicklungshilfe vors Volk oder IWF-Zahlungen vors Volk! Einmal so einmal anders, das ist die Losung der SP. Wenn es um Armeekosten geht muss alles vors Volk. Wenn es um andere Budgetposten geht, dann ist dann das Volk wieder nicht mehr gefragt.



Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



51%
(35 Stimmen)
Werner Nabulon sagte December 2011

Till Eulenspiegel,
Der Begriff „das Neutrale Land Schweiz“ wie es seit 1848 gewollt war, das ist genau bekannt.
Der Begriff Land, ist ebenso genau bekannt, das ist eben das Gebiet welches sich innerhalb dieser Grenzen zu Land Wasser und Luft befindet.
Auch der Begriff, genau dieser Land und die Bewohner die darin Leben zu schützen, samt Ihrem Eigentum, muss nicht Ausgedeutscht werden.
Wobei wenn man das Partei Programm einer SP liest, das Verhalten von SP Exponenten, da schon Zweifel aufkommen, ob die den Schutz von Leib und Leben, Vermögen und Eigentum richtig begriffen haben.
Unbekannt ist der mögliche „Feind“, der Zeitpunkt wann ein möglicher „Feind“ gegen die Schweiz vorgehen möchte, mit der Kavallerie, wie da eine Deutsche grossmaulige Röhre verkündete.
Schnäuzc​hen dran und der Typ wäre einmarschiert, das wegen eines Steuerstreites, und nun kommt aus, dass Spione (nebst dem man Diebesgut gekauft hatte) eingeschleust wurden, einer hat sich in Haft selber die Lampe gelöscht, der andere steht vor dem Strafgericht Bellinzona.
Das ist ein Angriff auf die Souveränität der Schweiz. Da hört der Spass auf, der nie Spass war.



Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

76%
(29 Stimmen)
Till Eulenspiegel sagte December 2011

Das ist ja alles schön und gut, Kampfjets hin oder her, aber für mich sind einfach die Grundsatzfragen noch nicht einmal ansatzweise geklärt:
Was ist der Leistungsauftrag der Schweizer Armee, welche Funktionen muss sie erfüllen können (und welche nicht)?
Inwiefern kann und will die Schweiz mit ihren Nachbarn zusammenarbeiten?
We​lche kurz-, mittel- und langfristigen Bedrohungen existieren für die Schweiz?

Solange die Politik (und die Schweizer Bevölkerung) keine Antworten auf diese Fragen gibt und kein Leistungskatalog definiert ist, kann man auch nicht vernünftig über Rüstungsprogramme entscheiden!


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



70%
(27 Stimmen)
Benedikt Jorns sagte December 2011

Selbst unser Armee-Chef Korpskommandant André Blattmann wünscht eine Volksabstimmung über die Beschaffung neuer Kampfflugzeuge. Diese Abstimmung wird sicher kommen, ihr Ausgang ist ungewiss.

Die Meinungen über unsere zukünftige Armeepolitik gehen sowohl im Volk wie auch in Regierung und Parlament stark auseinander. Es geht heute nicht mehr darum, wer Recht hat. Wir müssen einen von der Volksmehrheit getragenen Konsens finden. Das ist alles andere als einfach. Hier mein Vorschlag, wie wir dabei vorgehen könnten: http://www.vimentis.c​h/dialog/readarticle/​nur-eine-armee-hinter​-der-das-volk-steht-h​at-zukunft/


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

93%
(29 Stimmen)
Karl Müller sagte December 2011

Brauchen wir neue Flugzeuge?
Eine Abstimmung über diese Frage wäre sicherlich sinnvoll.

Denn man liest immer wieder: Die Armee ist nicht einsatzfähig, weil wichtiges Material fehlt.
Vermutlich gibt es Material, dass dringender benötigt wird als neue Flugzeuge.
Doch: Welches Material fehlt und warum?


Frau Allemann

Sie sollten dem VBS einige kritische Fragen stellen:

Ist die Armee einsatzfähig?
Wenn Nein: Seit wann nicht?
Und vor allem: Warum nicht?

Welches Material fehlt der Armee?
Wieviel würde die Beschaffung des fehlenden Materials kosten?
Welche Priorität haben neue Flugzeuge auf dieser Bedarfsliste?

Welc​hes heute fehlende Material hatte die Armee noch vor wenigen Jahren?
Warum würde dieses Material vernichtet?
Es fehlen Radschützenpanzer und gleichzeitig wurden noch funktionsfähige Schützenpanzer (M113) verschrottet. Warum?
Wer ist für diese Materialvernichtungsa​ktion verantwortlich?
Wann​ werden die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen?


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

36%
(14 Stimmen)
Karl Müller sagte December 2011

Was halten sie von unserem Anschluss an die NATO?

"• Die NATO ist ein zentrales Instrument für die Transformation und Anpassung der Streitkräfte an die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. PfP trägt dazu bei, Schweizer Streitkräfte auf die Teilnahme an friedensunterstützend​en Einsätzen unter der Führung der NATO, der EU oder der der Vereinten Nationen (UNO) im Ausland vorzubereiten."
htt​p://www.eda.admin.ch/​eda/de/home/topics/in​torg/pfp.html

Die partnership for peace (PFP) sieht vor, dass unsere Armee interoperabel mit der NATO wird. Das heisst, dass unsere Armee so umgebaut wird und wurde, dass sie ohne grössere Probleme bei einem Kampfeinsatz der NATO mitmachen kann.

"Dieser verschleiernde Begriff "Friedensunterstützu​ng" beinhaltet Angriffskriege, sogenannte "Friedenserzwingung​", wie am 8./9. Februar an einer Tagung der Nato-Befürworter an der ETH Zürich ausführlich dargestellt wurde. Die Schweizer Armee soll zu einem Modul der Nato werden, das auch ausserhalb Europas für irgendwelche Interessen einsetzbar werden soll. "Die Armee ist in der Lage, den Auftrag Friedensunterstützung​ und Krisenbewältigung zu erfüllen, indem sie in einem Krisengebiet, vor allem in Europa und in Kooperation mit anderen Streitkräften, modulartig aufgebaute Verbände nach kurzer Vorbereitung über längere Zeit einsetzen kann. (SIPOL 2000, S. 48). In der Botschaft des Bundesrates zur Änderung des Militärgesetzes (S. 478, 482) erklärt der Bundesrat, dass die jetzige Änderung des Militärgesetzes nur ein weiterer Schritt hin zu einer völligen Umgestaltung der Armee auf Nato-Anforderungen hin sei."
http://www.ag​-friedensforschung.de​/themen/Neutralitaet/​schweiz-nato.html

​"Die Schweizer Armee strebt eine vollumfängliche «mentale, strukturelle und materielle Interoperabilität» mit dem nordatlantischen Verteidigungsbündnis an."
http://www.ag-​friedensforschung.de/​themen/NATO/schweiz.h​tml

Ist die Interoperabilität mit der NATO mit unserer Neutralität vereinbar?
Empfinden​ uns die grossen Nicht-NATO-Staaten Russland und China noch als neutral?
Welche (negativen) Folgen könnte dies im Falle eines Konflikts haben?

Wie wäre es mit einer Initiative, die den Austritt aus der PFP verlangt und den Eintritt in vergleichbare Organisationen verbietet?


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



48%
(50 Stimmen)
Andreas Kühner sagte December 2011

Guten Abend Frau Allemann, ja, Sie müssen so schreiben, das verstehe ich. Ihre Partei will ja entgegen einigen deutlich positiven Volksentscheiden zu Armeefragen, das einzige Machtinstrument in der Hand der Landesregierung abschaffen. Ihre Partei ist ja auch der Ansicht, wir müssten unsere eidgenössische Selbständigkeit aufgeben und uns dem Diktat der Brüsseler Bürokraten und dem Euro-Niedergang unterwerfen. Ihre Partei fragt ja auch ausländische "Experten" um Rat, wenn es um schweizerische Armeefragen geht, weil sie - wie man annehmen muss - selber über keine gesicherten Informationen zu den Notwendigkeiten im eigenen Land verfügt.
Es ist deshalb wirklich verständlich, dass Sie gar nicht anders scheiben können.
Aber zu den Realitäten und den Facts im eigenen Land, was Kontinuität des hohen Ausbildungsstandes, Notwendigkeit der Qualitätsfortschreibu​ng und - vor allem - was Unwägbarkeit der Sicherheitsentwicklun​g über den Zeithorizont von Monaten bis wenige Jahre betrifft, hat Ihr Beitrag keinen, aber auch wirklich gar keinen Bezug.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



59%
(46 Stimmen)
Anton Keller sagte December 2011

Kulturausgaben vors Volk!


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

25%
(36 Stimmen)
Peter P. Bauer sagte December 2011

Wenn sich Europa bis in ca. 20 Jahren eine demokratische Verfassung gegeben hat, welcher von allen Mitgliedsstaaten in einer Volksabstimmung mehrheitlich zugestimmt wurde und jedes Land, ob klein oder gross, gleichviele Stimmen hat, ja dann könnte auch die Schweiz dieser reformierten EU beitreten. Eine eigene Landesverteidigung erübrigt sich dann, weil die "Vereinigten Staaten von Europa" die Sicherheit all ihrer Mitgliedsstaaten übernimmt. Die europäische Entwicklung sehe ich sehr ähnlich wie diejenige unserer Eidgenossenschaft vor 163 Jahren. Unser Land entwickelte sich nach vielen Wirren vom losen Staatenbund zum Bundesstaat. Kantonale Milizen wurden zugunsten einer gesamtschweizerischen​ Armee aufgegeben. Bis es aber auch in Europa soweit ist, gute Ansätze sind vorhandem, brauchen wir noch ein paar Flieger. Frau Allemann, Sie sind noch jung, haben Sie Geduld. Die Macht des Faktischen wird sich durchsetzen.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



50%
(38 Stimmen)
Thomas Steffen sagte December 2011

Wie bitte soll man das am Volk "vorbeischmuggeln" ? Alle Medien reden seit Wochen davon und vorallem Sie, Frau Allemann sollten wissen, dass alles über eine Initative vom Volk zur Abstimmung gezwungen werden kann (vielleicht seit heute nicht mehr alles, nur noch was der Mitte/Links Regierung in die "Verfassung" passt). Aber es klingt halt schön - vorbeischmuggeln.

​Als allererstes muss einmal erkannt werden, dass der BR vom Volk den Auftrag hat, die Landesverteidigung aufrecht zu erhalten. Wenn das der SP nicht passt, dann soll sie eine Initative zur Abschaffung der Armee auf die Beine stellen.

Ueber den Extrakredit lässt sich streiten - aber da kann ja Joe Lang dafür sorgen, dass das Volk abstimmt. Wo liegt das Problem ?

Jetzt in der Finanzkriese wären die Jets sicherlich günstiger als in den Boomjahren. Bis der Flieger nun gekauft werden kann, ist die Wirtschaft sicher wieder im Ueberflug (wortwörtlich) und die Flieger kosten dann entsprechend mehr.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

Seite 1 von 2 | 1 2