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Kündigung von Konten: Das Kind nicht mit dem Bad ausschütten

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Für Schwei­zer im Aus­land wird es immer schwie­ri­ger, in der Hei­mat ein Konto zu un­ter­hal­ten. So ak­zep­tie­ren die Ban­ken in der Schweiz aus Angst vor Pro­ble­men mit der US-Jus­tiz kaum noch Kon­ten von Schwei­zern mit Wohn­sitz in den USA. Viele Aus­land­schwei­zer fühlen sich von Schwei­zer Ban­ken diskriminiert.  ​​​

Keine Bank muss Kun­den im Aus­land ak­zep­tie­ren, wenn sie nicht will. Trotz­dem ist es unverschämt, dass Schwei­zer Ban­ken auch gute Geschäftsbeziehungen ab­bre­chen, nur weil sie Sche­re­reien mit der ausländischen Jus­tiz fürchten.

Es gebe Fälle, in denen ein Auslandschweizer eine Rente von einer Schweizer Pensionskasse erhalte, die Kasse diese Rente aber nur auf ein Schweizer Bankkonto auszahle. Doch kein Schweizer Finanzinstitut wolle den Auslandschweizer als Kunden, sagt NR Roland Büchel. Er fordert, der Bund solle die Postfinance als Bank in eidgenössischem Händen dazu verpflichten, für Auslandschweizer in jedem Fall ein Konto zu eröffnen. Tatsächlich​​​​​​​​​ sei die Postfinance für alle Auslandschweizer da, sagt deren Mediensprecher Marc Andrey. Nationalrat Büchel genügt diese Freiwilligkeit nicht. Er verlangt eine gesetzliche Regelung. Aber vor allem hofft er auf mehr Augenmass bei den übrigen Banken: «Das ist doch kein Geschäftsgebaren, den Problemen auf diese Art auszuweichen.»

htt​​​​​​​​​p://www.srf.c​h​/​n​e​w​s​/​s​chwei​z/​au​sl​an​ds​ch​we​​iz​​er-​pro​ble​me-​m​it​-​sc​h​we​i​zer-​k​ont​e​n

​​Se​l​bst​​ die gesetzliche Verpflichtung der Postfinance genügt nicht, weil diese kein Hypothekengeschäft betreibt. Ich pflichte deshalb Herrn Büchel bei, dass MEHR getan werden muss und dass man das Kind nicht mit dem Bad ausschütten sollte. Sind Sie auch dieser Meinung? Begründen Sie diese doch, bitte! Danke.

(Das ist nicht ein "Chat", sondern ein "Blog". Ich aktualisiere alle meine Blogs über längere Zeit, wie es die Regeln zu dieser tagebuchähnlichen Kommunikationsform vorsehen. Ich nehme natürlich auch gerne weiterführende Vorschläge sowie andere Meinungen entgegen.)

 

Kommentare von Lesern zum Artikel

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75%
(4 Stimmen)
- - sagte August 2014

Die SVP – dein Freund und Helfer:

"Intensiv diskutiert wurde das aktuelle Problem, dass vielen Auslandschweizern ihr Konto bei einer Schweizer Bank gekündigt wird. Die Versammlung war sich einig, dass diese Diskriminierung unverzüglich angegangen werden müsse. Erfreut wurde zur Kenntnis genommen, dass Nationalrat Roland Rino Büchel (SVP/SG) bereits eine Motion dazu eingereicht hat. (…)"

http://www.vi​mentis.ch/d/dialog/re​adarticle/svp-int-wil​l-auslandschweizern-b​ankkonten-ermoegliche​n/


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67%
(3 Stimmen)
- - sagte August 2014

"Das Thema Bankkonto für Auslandschweizer steht auf der Traktandenliste der Auslandschweizerratss​itzung vom 15. August 2014 in Baden.
Die Ratssitzung ist öffentlich für alle Interessierten um als Zuschauer an der Sitzung teilzunehmen."

htt​p://aso.ch/de/beratun​g/leben-im-ausland/ba​nken


Samstag, 16. August 2014, Kongresszentrum Trafo, Brown Boveri Platz 1, 5400 Baden


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25%
(4 Stimmen)
- - sagte August 2014

Der Steuerkonflikt mit den USA und der EU bereitet den Auslandschweizern zunehmend Probleme. Die Expatriates fühlen sich von den Schweizer Banken diskriminiert. Auslandschweizer, die eine Bankverbindung in der Schweiz haben, sehen sich zunehmend mit Restriktionen, höheren Bankgebühren oder – wenn sie in den USA leben – sogar mit einer Aufhebung des Kontos konfrontiert. Mit einer Resolution legt der Auslandschweizer-Rat nun Protest gegen diese Diskriminierungen ein.

Der Rat fordert in der am Wochenende verabschiedeten Resolution Banken und Behörden auf, Lösungen zu unterbreiten, welche es ermöglichen, in der Schweiz Bankbeziehungen zu vernünftigen Bedingungen zu pflegen.

http://ww​w.finews.ch/news/bank​en/8097-auslandschwei​zer-kritisieren-swiss​-banking

Das Thema ist für den 92. Auslandschweizer-Kong​ress vom 15. bis zum 17. August 2014 in Baden AG traktandiert:

http​://aso.ch/de/angebote​/auslandschweizer-kon​gress/kongress-2014


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67%
(6 Stimmen)
- - sagte August 2014

Der Bundesrat wird sich nicht dafür einsetzen, dass die in den USA lebenden Schweizer/innen ihre Bankbeziehungen im Heimatland aufrechterhalten können. Dies ist die Antwort des Bundesrats auf eine parlamentarische Anfrage von Nationalrat Ruedi Noser (FDP/ZH). Die Auslandschweizer-Orga​nisation, welche die Interessen der rund 700'000 Auslandschweizer vertritt und wahrt, ist "bestürzt" über diesen Entscheid.

http://​aso.ch/de/information​/newsletters/info5/in​fo5-609


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73%
(11 Stimmen)
Werner Nabulon sagte July 2014

Welche Politikerinnen und Politiker haben sich mit Ausländischen Regierungen ins Boot gesetzt, alles unternommen, um den Banken ans Bein zu Pinkeln?

Dass es nicht den Klassengegner, diese Gross Kapitalisten, Bonzen und Konzerne trifft, solche Massnahmen, sondern Mittelstand an abwärts, war logisch von Anfang an.


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64%
(11 Stimmen)
Lars von Lima sagte July 2014

Schreiben Sie bitte auch, was die USA mit den eigenen ca. 7 mio. Auslandsamis steuerlich macht! Die werden nämlich, egale warum und wieso, per se als Steuerflüchtlinge betrachtet und müssen z. B. PK Leistungen in der Schweiz, die sie hier beziehen, auch noch in den USA versteuern. Darum lassen sich zur Zeit viele Amis in der Schweiz einbürgern! Hat jemand gar einen CH + eine US Pass, wird es ganz lustig.


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50%
(10 Stimmen)
- - sagte July 2014

Ein Beispiel einer Kontokündigung von NR Maximilian Reimann. Einer 97-jährigen Kundin wurde mitgeteilt:

"(…) Sollte die Kundin der Bank nicht bis zum 24. November mitteilen, wohin Guthaben und Vermögenswerte zu transferieren seien, könne die Bank alles liquidieren und ihr den Gegenwert per Check an die letzte Zustelladresse überweisen. Etwas grosszügiger bemass man der Kundin die Frist, bis wann sie das Schliessfach zu räumen habe. Bis zum 31. Dezember habe sie Zeit, um die Schlüssel abzugeben!

Vorgehe​n brutal, aber rechtlich korrekt

Die 97-jährige Mutter und ihr Sohn waren ausser sich. Seit Jahrzehnten unterhielt sie dieses Konto auf der regionalen Niederlassung der Bank. Auch die AHV-Rente liess sie sich dahin überweisen. Vor ein paar Jahren übersiedelte sie zu ihrem Sohn nach Spanien, um dort den Lebensabend zu verbringen. Ihre Vermögenswerte wähnte sie in der Schweiz in Sicherheit. Ihren Liquiditätsbedarf deckte sie an lokalen Bancomaten ab. Überweisungen liess sie durch ihren Sohn, der über eine Vollmacht verfügt, via ihre Schweizer Bank vornehmen."

http:/​/soaktuell.ch/index.p​hp?page=/news/schweiz​er-bankkonto-und-ausl​andschweizer_14735



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