Abstimmungen, Initiativen > National > Abschaffung der Radio- und Fernsehgebühren (Abschaffung der Billag-Gebühren),

Liberträre Brummkreisel

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Diese Initiative zur Abschaffung von Radio und Fernsehgebühren stammt ursprünglich aus libertären Kreisen: Und diese Brummkreisel haben uns wahrhaftig gerade noch gefehlt! Sie glauben unverdrossen:„Der Markt regelt alles!“

 

https://www​​.nzz.ch/schweiz/das-​n​etzwerk-der-jungen-​sr​g-kritiker-1.18678​089​

http://hayekiane​r.ch​/

https://olivie​rkess​ler.wordpress.c​om/

ht​tps://de.wikip​edia.or​g/wiki/Libert​arismus*​

 

 

Einerse​its ist es tröstlich, dass Märchen immer noch geglaubt werden. Bei erwachsenen Menschen hingegen hat der Satz „Der Markt regelt alles“ schon längst seinen Platz auf der Ersatzbank der schicken aber falschen Theorien zugewiesen bekommen. Wer heute Flugzeuge, GPS, Internet, Computertechnologie oder Atomstrom benutzt, hat meistens auch schon mal darüber nachgedacht, wie viel staatliche Investitionen in diesen Technologien steckt. Falls nicht: Glauben Sie wirklich, dass private Firmen die Grundlagenforschung dazu privat hätten leisten wollen oder können? Im Ernst?

 

Aus dieser Märchenküche kommt also der Vorschlag, die Billag und die Pflicht „Ereignisse sachgerecht darzustellen“ abzuschaffen. Vor Freude hüpft mein Herz. Eine Welt ohne bösen Staat kann man in Afghanistan besichtigen. Und ein Klick zu Breitbart oder Fox-News zeigt eine schöne Nachrichtenwelt ohne Regeln und Ombudsstelle, die sogar Donald Trump gefällt.

 

Diese libertäre Giftküche verspricht dort antiautoritäre Freiheit wo tatsächlich nur noch das Recht des Stärkeren gelten wird. Und sie preist da eine schöngeistige Welt, wo der Wert eines Menschen sich ausschliesslich an seinem Einkommen bemessen wird. Das ist Haute Cuisine – Bon appétit!

 

 

*Wie Herr Giorgo Plaz richtgerweise angemerkt hat: Die libertären Initanten haben mit einem klassischen Libertarismus wenig gemein. Sie zählen zum rechten Libertarismus, der soganannten "Brummdödel"-Fraktion​.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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63%
(8 Stimmen)
Elsi D. Stutz sagte Vor 27 Tagen

Mir geht es nicht darum, nicht für etwas bezahlen zu müssen, was ich persönlich praktisch nicht nutze. Wir sind eine Gemeinschaft die sich gegenseitig unterstützt und keine Rappenspalter. Aber muss es den sogar hier, die Luxusausführung sein?! Offenbar ja, sonst hätte man sich zu einem moderaten, fairen Gegenvorschlag durchgerungen! Aber ebä, was ist schon ein Stutz pro Tag? Oder 40.- im Monat?!

Dafür gibt es ein JA! Und wenn unsere Medienbrache deshalb zugrunde geht, dann taugt sie halt tatsächlich nicht zu mehr als peinlichen Kopien, für die Volksbelustigung auf unterstem Niveau.


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25%
(8 Stimmen)
Georg Bender sagte Vor 29 Tagen

Ich zitiere Frank A. Meyer aus dem Sonntgsblick
„Hinter​ dem Zerstörungswerk steckten ursprünglich nur ein paar Hasardeure, die, wie man hört, beim Bier beschlossen, die SRG um ihre Einnahmen und damit Tausende Radio- und Fernsehjournalisten um ihre Arbeitsplätze zu bringen. Das Bubenstück lohnt nicht einmal die Frage, wie viel Geist auf einem Bierdeckel Platz hat. Bierdeckel reimt sich übrigens im Schweizerdeutschen auf ein deftiges Kraftwort, das zu erraten dem Leser überlassen sei. Inzwischen haben ganz andere No Billag zu ihrer Sache erklärt, allerdings nicht immer offen. Warum nicht offen? Weil es dabei ums Beutemachen geht. Zu so etwas steht niemand gern, das wäre allzu dreist. Doch bei den Mächten, die mit der Bieridee. No Billag ihr medienpolitisches Spiel treiben, ist auch mit bestem Willen kein anderes Motiv zu erkennen. Die SRG ist die Beute – Beute in Form von Macht und Geld.

Wenn aber No Billag abgelehnt würde, weil die Schweizer Bürgerinnen und Bürger sich ihr Radio und Fernsehen nicht nehmen lassen wollen? Auch dafür gibt es schon den Bierdeckel: Dann soll der SRG statt Gebühren ersatzweise die Werbung gestrichen
werden. So steht es im Manifest des VSM Präsidenten und Tamedia-Chefs. Die Kaputtmacher
sind zu allem entschlossen. Ja, die monatlichen Gebühren und auch die Werbegelder für die Schweizerische Radio und Fernsehgesellschaft sind der Beitrag der Gemeinschaft aller Schweizerinnen und Schweizer zum medialen Gemeinwohl. Für den Verleger, der mit seinen gleichgeschalteten Kollegen und Handlangern dagegen ankämpft, heisst Gemeinwohl:
Meinwohl​“





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50%
(10 Stimmen)
jan eberhart sagte January 2018

Wie toll der Sozialismus funktioniert, hat die DDR/Sowjetunion ja gezeigt.

Ein Tolles Beispiel: billige Genossenschaftswohnun​gen, wo die SP-Elite wohnt, aber kaum Ausländer. Dafür Stadträte, die das ganze befürwortet haben.


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67%
(12 Stimmen)
jürg wolfensperger sagte January 2018

Ich weiss eigentlich gar nicht so richtig,was es da zu diskutieren gibt!Es ist doch gaaanz einfach.Alle Unternehmungen,wie Migros,Coop usw. bezahlen etwas mehr pro Minute für ihre Werbung im SRF und schon läuft der Laden weiter,wie bisher.Wir helfen doch denen nuuur, für ihre Werbefenster weniger bezahlen zu müssen,wenn es doch so bequem über die öffentlich Hand zu erreichen ist.Man sagt dem doch Subvenionitis durch die Hintertür!!!Darum ganz klar JA und endlich aufhören mit dieser Abzocke!


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22%
(9 Stimmen)
Giorgio Plaz sagte January 2018

Ist ok, hat aber nicht viel mit dem Libertarismus zu tun, der aus dem klassischen Liberalismus folgte.

Klassische​r Liberalismus und Libertarismus nach Noam Chomsky (englisch):
https://​www.youtube.com/watch​?v=mbouhVto1MY

Tei​lweise auf deutsch übersetzt:
http://ww​w.politnetz.ch/artike​l/23423-ausweichmoegl​ichkeit-fuer-libertae​re/kommentar/419710


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