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Weiterhin heiße Debatte um das Schweizer Glücksspielgesetz

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In der Schweiz kommt es zu einem starken Lobbyismus gegen das Glücksspielgesetz. Es geht darum, dass die Konkurrenz aus dem Ausland vom Glücksspielmarkt in der Schweiz ferngehalten wird. Innerhalb der Schweiz verlieren die Schweizer Casinos viele Kunden an die europäischen Anbieter. Aus diesem Grund sind die Betreiber von Schweizer Casinos nun bemüht, die Politik auf ihre Seite zu bringen und so die Konkurrenz ausschalten zu können.

 

Ein Verwaltungsratsposten​​ für Marcel Dobler 

Marcel Dobler von der FDP hat aktuell das Angebot erhalten, einen Vorstandsposten in einem Casino zu erhalten. Der Hintergrund ist ein Referendum gegen das neue Geldspielgesetz, welches Anbieter aus dem Ausland benachteiligt. Eine Woche nach diesem Referendum hat Herr Dobler das Angebot erhalten. Dobler ist aber kein Befürworter, sondern in Gegner des Gesetzes. Am 10. Juni wird für das Gesetz abgestimmt. Daher versucht man nun Personen, die wichtige Ämter bekleiden, auf seine Seite zu ziehen.

 

Dobler ist skeptisch 

Natürlich ist Dobler als Gegner des Geldspielgesetzes sehr skeptisch. Er sagt, dass er sich nicht kaufen lassen wolle. Vor allem war zunächst nicht klar, welches Unternehmen ihm dieses Angebot gemacht habe. Es wurde aufgedeckt, dass die Swiss Casinos Holding AG. Diese bezog sich auf eine Position für ein geplantes Deutsches Online Casino. Der Bereich Online Marketing wurde aber noch anderen Personen angeboten. Zumal wurde betont, dass Dobler zum gegebenen Zeitpunkt in der Kampagne noch nicht aktiv gewesen ist.

 

Die Position der Partei 

Marcel Dobler nimmt eine Position gegen das Gesetz ein, doch stimmt seine eigene Partei an und für sich für das Gesetz. Gegen Ende März wurde innerhalb der Partei eine Abstimmung abgehalten. Doblers Entscheidung kann allein gegen das Gesetz nichts mehr ausrichten.

 

Aktiver​​ Lobbyismus 

Natürlich​​ geht es nicht nur um die Stimme und die Aktivitäten dieses einen Politikers. Die Befürworter des Gesetzes versuchen selbstverständlich auf breiter Ebene eine Zustimmung zu erreichen. Beispielsweise wurde bekannt, dass man auch versucht hat auf SVP-Nationalrat Lukas Reimann einzuwirken. Angebote umfassen beispielsweise Parteispenden oder eine aktive Unterstützung für die folgenden Kampagnen der anstehenden Wahlen auch in Bezug auf ein Online Casino Österreich. Kommende Wahlen finden bereits im Jahr 2019 statt, sodass eine Unterstützung von Wahlwerbung durchaus interessant ist.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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20%
(5 Stimmen)
jan eberhart sagte April 2018

Das gehört nun mal dazu, dass Interessengruppen bei den Parlamentarier ihre Weltsicht präsentieren wollen.

Ich habe noch nie gehört, dass Gewerkschaften, NGO's, WWF, etc an den Pranger gestellt wurden, wenn sie sich für "gute" rot-grüne Themen einsetzten.

In einem Milzsystem gehört es sich, dass man eigene Berufserfahrung hat und selber Abschlüsse hat und nicht nur Lobbys hat und Asisstenten, die alle Informationen aufbereiten.




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63%
(8 Stimmen)
Georg Bender sagte April 2018

Frau Marlene Wimstein

Sollen doch Lobbieren so viel sie wollen! Würde der Souverän mehr Wissen?
Bei steigender Geldmenge (Schulden und Eigengeschäfte der Banken) kann kein Geld fehlen und in einem souveränen Staat sind darum sämtliche Einsparungen Hirngespinste der Regierenden! Die Existenzkämpfe und Armut sollten zudem längst überwunden sein! Mit Unterdrückung lässt sich ein Volk besser führen als wenn es ihm gut geht? Im 21. JH. eine unglaubliche Feststellung!
Der Zahler-Mythos als Betrug (Lasten nach Wirtschaftlichkeit) verankert in der Verfassung sollte längst entschlüsselt sein. Das Geld steckt im Umsatz erbracht von den Konsumenten und Nutzern. Die Abwicklung des Rückflusses an den Staat kann direkt zwischen Wirtschaft und Staat abgewickelt werden. Die Lohnsumme dient dem Betrugsverknappungssp​iel, erfunden von den Ökonomen um 1947!

Die Medien als 4. Gewalt im Staat müssten der Bevölkerung als Volksanwalt dienen und nicht Meinung der Frösche im Teich (Ökonomen und Regierende) kopieren.



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