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Luzerner Chaoscombo baut Infrastruktur

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Was im Kanton Luzern Regierung und Kantonsrat leisten, wird in Hochdorf an gewöhnlichen Wochentagen sichtbar. Wer am späten Nachmittag einen Spaziergang von Tamoil-Spar zur Shelltankstelle wagt, erlebt einiges von dem, was im Kanton schiefläuft.

Auf der engen Strasse zwängen sich PKWs, Landmaschinen, 40 Tönner und Velos durch das Dorf. Rege benutzte Fussgängerstreifen erschweren zusätzlich das Durchkommen. Auf dem Trottoir parken Autos. Den Fussgängern bleibt ein schmaler Weg, auf dem in Stosszeiten von der Strasse verdrängte Velos ein Durchkommen suchen müssen. Hochdorf ist Chaos und Engpass per Definition.

Am 21. März 2019 betitelte der Seetaler Boten seinen Leitartikel mit «Droht Eschenbach der Verkerskollaps?» Wenn die sich im Hitzkirchertal im Entstehen befindlichen Wohnungen fertiggestellt und alle leerstehenden Wohnungen bewohnt sind, wird der Verkehrskollaps auch Hochdorf erreichen. Es ist absehbar, dass sich in den Stosszeiten der Verkehr zwischen Gelfingen und Hochdorf zu einer zähflüssigen Kolone verdichten wird.

Das die Zustände in Hochdorf so weit kommen konnten, war weder unvorhersehbar, noch liegt es in der Natur der Sache. Die Ursachen sind in fehlerhafter Planung und Koordination zu suchen.

Seit 10 Jahren ist Bevölkerungswachstum im Seetal die Devise. Als Folge der aktuellen Steuerstrategie suchen die Gemeinden im Wachstum ihr Heil, um die wegbrechenden Einnahmen zu kompensieren. 2% Bevölkerungswachstum im Jahr ist das Ziel.

Mehr Einwohner bringen nicht nur mehr Geld, sondern brauchen auch mehr Infrastruktur. Bei einem exponentiellen Wachstum von 2% nimmt die Bevölkerung innerhalb von 10 Jahren um 19% zu. Und das Wachstum soll weiter gehen.

Bei anhaltendem Wachstum braucht die Bevölkerung nach 10 Jahren ein Fünftel mehr Infrastruktur. Im atemraubenden Tempo wurden Wohnungen gebaut. Mit dem Bauvolumen sind Handwerk und Gewerbe gewachsen.

Einzig die Infrastruktur wurde nicht angepasst. Auf der gleichen engen Strasse wie vor 50 Jahren zwängt sich der Verkehr durch das Seetal.

Nicht nur die Ausgaben für den Unterhalt der Infrastruktur wachsen analog mit der Bevölkerung, es braucht auch Geld für Investitionen in die Infrastruktur. Bevor die Bevölkerung wachsen kann, muss das Geld da sein um Strassen, Mehrzweckhallen, Schulen, Kindergärten, Friedhöfe und was es sonst noch braucht zu bauen. Bei leeren Kassen neue EinwohnerInnen mit tiefen Steuern anzulocken, kann nicht gut gehen. Über kurz oder lange werden namhafte Investitionen notwendig.

Vernetzt, Bodenständig, Bürgernahe. Mit diesen Attributen werben die Bürgerlichen KantonsratskandidatIn​​​nen für ihre Wahl.

Positive Eigenschaften, denen in den letzten 12 Jahren nicht nachgelebt wurde. Es scheint als ob Gemeinderäte, Regierung, Parteien und Interessengruppen nicht miteinander geredet hätten. Jede Gemeinde hat ihr Ding durchgezogen. Teileweise war/ist die Bevölkerung in den Gemeinden gespalten. Um das Durcheinander zu vervollständigen,verl​​​angt der Kanton Rückzonungen.

Regieru​​​ng und Kantonsrat, die eine Führungsrolle hätten einnehmen müssen, haben die Entwicklung sich selber überlassen.

Zwar wurde mit «Idee Seetal» rechtzeitig eine Institution gegründet, die die Entwicklungsbestrebun​​​gen im Seetal harmonisieren und aufeinander abstimmen sollte. So wie sich heute die Infrastruktur präsentiert, macht es den Anschein als ob es bei der guten Idee geblieben ist. Was bei der amtierenden Geschäftsleitung nicht verwundert. Leute die vorher im Hitzkircher Gemeinderat dabei waren als positives Wachstum abgebremst und der unselige Streit mit Ermensee vom Zaun gebrochen wurde, sind heute in der Geschäftsleitung von «Idee Seetal» zu finden.

 

 


Kommentare von Lesern zum Artikel

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27%
(11 Stimmen)
Georg Bender sagte March 2019

Herr Antoine Kruske
Wenn ich Ihr Kommentar richtig verstehe, so befassen Sie sich mit den Symptomen der bewusst falschen Schuldengeldumlagesys​temen!

Es bezahlt niemand Steuern oder Sozialbeiträge! Um das zu verstehen, muss man fernab der betreuten Bildung zu denken versuchen und die Auswirkung der Geldentstehung und daraus bestehenden Schuldengeldumlage für die Abdeckung der Bedürfnisse mittels gegenseitiger Leistungserbringung, begreifen lernen.

Der weltweit indoktrinierte Zahler Virus stammt aus dem Mittelalter! Er allein ermöglicht die Armut und Existenzkämpfe, somit die Völkerwanderungen!

Die Geldschöpfung aus dem Nichts der Banken via Kreditnehmer, kann keinen Mangel erzeugen, er wird für die blöd gebildete Bevölkerung organisiert. Es kann kein GELD fehlen. Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, die Regierenden müssten sich neu erfinden; denn ihre Wichtigkeit wird merklich herabgestuft.

Die Geldschöpfung sollte der Produktivkraft im Einklang mit der Umwelt und Natur erfolgen. Das Bankensystem wurde seit jeher nicht im Einklang mit der Geldentstehung organisiert, damit die Ökonomen und Regierende betrügen dürfen!

Beweis unter vielen: Vollgeldinitiative, das Abstimmungsbüchlein und Kommentare der Bankverantwortlichen,​ Ökonomen und Regierende sind FAKE!

In Retroperspektive zu meiner 40-jährigen Bankerfahrung in Kaderposition, habe ich im Jahre 2005 erkannt, dass ich niemals mit Kundenguthaben, Kredite vergeben habe; denn es ist physikalisch einfach nicht möglich, das Geld selbst zweimal auszugeben. Daher ist die Verzinsung der Kundenguthaben, ökonomisch nicht zu begründen.
Die Liquidität- und Eigenmittelspiele sind die Ursache des Irrglaubens. Die Liquidität resp. Manövriermasse für den bankübergreifenden Zahlungsverkehr (gesetzliche Zahlungsmittel) kann einzig von der Zentralbank selbst generiert werden. Die Liquidität wird also mittels Geldwanderungen zwischen den Bankgirokonten bei der ZB, nach Bedarf, hin und her geschoben.

Schluss​folgerung: Druck auf die Regierenden, Reform des Bankensystems (nur ZB darf Geld generieren) und Schuldengeldumlage für die Pflichtpreise Staats- und Sozialausgaben und es fehlt kein Geld für die notwendige Infrastruktur! Es braucht keine reichen Mitbürger; denn diese bezahlen auch keinen Rappen, es ist systembedingt so organisiert!

Auch der Verfassungsartikel: Beteiligung am Gemeinwohl nach individueller Leistungsfähigkeit ist ein glatter Betrug; denn das Schuldengeldvolumen der Staats- und Sozialausgaben wird von den Leistungserbringern aus Staat und Soziales umgesetzt, muss also direkt zwischen Wirtschaft und Staat abgewickelt werden, wie für alle anderen Leistungserbringer!







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