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"Me sött halt …"

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Wie oft haben wir in den letz­ten Tagen Vorschläge für die ak­tu­elle Flüchtlingstragödie mit dem Satz: "Me sött halt …" gehört? Brauch­bare Lösungen sind dabei kaum her­aus­ge­kom­men. Zurück blei­ben Rat­lo­sig­keit, aber auch Unverständnis, dass es nicht ge­lin­gen soll, den skru­pel­lo­sen Schlep­pern das Hand­werk zu le­gen. Wird ein Tor ge­schlos­sen, fin­den Schlep­per immer wie­der neue, von ihnen vor­ge­bahnte Wege.

Die Ungarn kriminalisieren die Flüchtlinge, andere Staaten begünstigen die "Verschiebung" in ein anderes Land, deren Aufnahmekapazitäten bald einmal erschöpft sein werden. Und dann, wie weiter? Die Schweiz weist hier den richtigen Weg: Sie leistet Hilfe in den Flüchtlingslagern der umliegenden Staaten Syriens. Seit Ausbruch des Konflikts hat die Schweiz bereits 198 Millionen Franken für die Hilfe vor Ort ausgegeben. Hinzu kommen jetzt zusätzliche 70 Millionen Franken, welche der Bundesrat für diese Form der Hilfe sprechen will. Dahinter steht auch das Schweizervolk, welches vor wenigen Tagen im Rahmen der Glückskette für solche Einsätze nochmals 7,2 Millionen Franken gespendet hat. Das verstehe ich unter humanitär und respektvoll, statt die Flüchtlinge Menschenhändlern auszuliefern, welche aus der Not den grossen Profit ziehen und viele davon leichtfertig in den Tod schicken. Dieser Weg der Entschlossenheit muss Schule machen: Unbürokratische Soforthilfe vor Ort, Aufnahme für echte Flüchtlinge, aber auch beschleunigte Verfahren, wenn das Asylrecht missbraucht wird.  

Charly Freitag, Kantonsrat & Nationalratskandidat FDP.Die Liberalen, Beromünster

 


Kommentare von Lesern zum Artikel

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75%
(4 Stimmen)
Emil Huber sagte September 2015

Was ich bei der ganzen Flüchtlingsdiskussion​ vermisse ist die Frage, wo überhaupt die Ursache für die Flüchtlingsströme liegen, bzw. wo die wirklichen Verursacher sind.
Was ist nun mit dem "arabischen Frühling" wer löste denn die Kriege im Irak, Syrien, Libanon, Afghanistan überhaupt aus?
Die Schweiz? Europa?
Waren es nicht viel mehr die USA mit ihren "Verbündeten" und die Waffenindustrie ?
Von den USA & Verbündeten hört man nichts von einer Verpflichtung Flüchtlinge bei sich aufzunehmen!
Stattde​ssen wird Moralapostel gespielt bei Ländern welche nicht bereit sind mehr Flüchtlinge bei sich aufzunehmen als sie verantworten können.
Europa soll es nun ausbaden.
Nebenbei:

Schon gewusst, dass in Deutschland und anderen EU Ländern nach NATO Strategie neue US Atomwaffen stationiert werden sollen?
Der frühere Parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsminister​ium, Willy Wimmer (CDU), warnt vor neuen "Angriffsoptionen gegenüber der russischen Föderation“ durch die neuen Atomwaffen in Deutschland und Europa: „Das ist eine bewusste Provokation unserer russischen Nachbarn.“

http://​www.zdf.de/frontal-21​/stationierung-neuer-​us-atomwaffen-in-deut​schland-russland-bekl​agt-verletzung-des-at​omwaffensperrvertrage​s-40197860.html

Mi​r kam letzte Zeit ein Liedtext aus den 80ziger Jahren in den Sinn:

Wenn im Canale Grande U-Boote vor Anker gehn,
und auf dem Petersplatz in Rom Raketenabschußrampen stehn,
überm Basar von Ankara ein Bombenteppich schwebt,
und aus den Hügeln des Olymp sich eine Pershing 2 erhebt.

Dann ist alles längst zu spät,
dann ist, wenn schon nichts mehr geht,
besuchen Sie Europa,
solange es noch steht.

Vor dem alten Kölner Dom steigt ein Atompilz in die Luft,
und der Himmel ist erfüllt von Neutronenwaffenduft,

wenn in Paris der Eiffelturm zum letzten Gruß sich westwärts neigt,
und in der Nähe von Big Ben sich zartes Alpenglühen zeigt.

Dann ist alles längst zu spät,
dann ist, wenn schon nichts mehr geht,
besuchen Sie Europa,
solange es noch steht.

Wenn aus der Haute Cuisine ein Hexenkessel wird
wo sich der Koch aus Übersee seine alte Welt flambiert,
da wird gelacht und applaudiert, denn selbst der Kellner kriegt 'n Tritt,
was bleibt uns außer der Kultur, wir wünschen guten Appetit.

Dann ist alles längst zu spät,
dann ist, wenn schon nichts mehr geht,
besuchen Sie Europa,
solange es noch steht.
Ja Dann ist alles längst zu spät,
dann ist, wenn schon nichts mehr geht,
besuchen Sie Europa,
solange es noch steht.
Solange es noch steht, solange es noch steht.
Solange es noch steht, solange es noch steht.




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50%
(4 Stimmen)
Patrick Reto Bieri sagte September 2015

Die SVP hat offenbar nicht wirklich eine Lösung für das Problem:

http://bl​og.tagesanzeiger.ch/b​logmag/index.php/3940​0/die-rindvieh-partei​/

Auch wenn Frau Biswanger mit dem Titel ihres Blogeintrages etwas übertrieben hat. Rindviehcher sind das bestimmt keine, die haben ja vier Beine. Aber besonders klug scheinen sie auch nicht zu sein. Zum Glück gibt es auch in der SVP gute Ausnahmen :-).


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50%
(8 Stimmen)
Hans-jörg Kalt sagte September 2015

Mich beelenden diese Kommentare mit den dauernden Verweisen auch auf Links von diversen Institutionen von Politik und gemeinnützigen Gesellschaften, die uns Versuchen weis zu machen wie gut und welchen Mitteln sie helfen, oder geholfen wurde.

Beim jetzigen Thema, der Länder aus denen die Flüchtlingsströme entstehen wiederholt sich das wieder. Mit den gleichen Strukturen, einfach mit etwas mehr Geld und anders verteilt.
Herr Hottinger spricht da Paracelsus an. Dieser Satz, oder diese soll man sagen Weisheit, diese entspricht nicht mehr den Tatsachen in der heutigen Zeit. Finanzielle Hilfen vor Ort ist wie das berühmte Fass ohne Boden. lediglich mit dem Unterschied das der Boden mittlerweile grösser ist als die Oeffnung wo man füllt.

Macht es ein Land unterschiedlicher ob es von Krieg oder z.b durch ein Erdbeben zerstört wurde? Für mich nicht! Hunger, Elend, Krankheiten, zuletzt der Tod, dass sind Stationen die dieselben sind.

Wollen sie aktuelle Bilder von Cap Haitien sehen?? Da wo man 2010 Milliarden Hilfe gesprochen hat. Vor Ort geholfen und Einsätze geleitet hat.!!!!! Diese Erlebnisse und Bilder zeigen mir das diese Vororthilfen ebenso versagen wie viele andere Ideen.

Nein nicht nur aus dem Grund weil viel Geld auf diversen Kanälen verschwindet, sondern auch weil viele Völker, weder mit Land noch ihrer Natur umgehen können, und es auch nicht wollen weil sie zu bequem, ja sogar zu faul sind. Ich weiss dies sind harte Worte aber entsprechen leider der Realität.

Wir müssen uns teilweise damit abfinden das es Situationen gibt. die weder mit Geld noch mit pers. Hilfen geregelt werden können. Schützen wir uns selber, bevor wir überrascht werden, und nichts mehr dagegen tun können.


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67%
(9 Stimmen)
Frank Wagner sagte September 2015

Hier mal ein Link zu einem Bericht über die Situation in Jordanien (Frankfurter Allgemeine Zeitung):

http://w​ww.faz.net/aktuell/fe​uilleton/debatten/jor​daniens-menschlicher-​umgang-mit-fluechtlin​gen-13734213.html


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67%
(9 Stimmen)
Frank Wagner sagte September 2015

Es wäre natürlich schön wenn man die Lebensumstände in den Nachbarländern Syriens so anlegen könnte das die Menschen dort gern bleiben.

Aber:

Wir haben mit dem Libanon beispielsweise ein Land mit ca. 1/4 der Fläche der Schweiz, mit rund 3x mehr Einwohnern pro Quadratkilometer, von denen inzwischen jeder 3. ein Flüchtling ist.

Wir haben mit Jordanien beispielsweise ein Land mit grossen wirtschaftlichen Problemen, Arbeitslosigkeit fast 15%, das runde 1.5 Millionen Flüchtlinge im Land hat (gut ein Viertel der Bevölkerung).

Für die Türkei gibt es Schätzungen von bis zu 2 Millionen Flüchtlingen aus Syrien.

Wir haben zudem in der Region Flüchtlingslager mit Palästinensern die bereits seit Jahrzehnten existieren. In der Syrienkrise bewegt sich nicht viel. Die Leute haben also keinerlei verlässliche Perspektive für die nähere Zukunft.

Was bewirkt man da also mit 270 Millionen oder 500 Millionen? Wie schäbig ist es angesichts solcher Zahlen sich über geschätzte 29'000 neue Asylbewerber aufzuregen die in der Schweiz auf ein Unterkommen hoffen, oder über die direkte Aufnahme von 3'000 oder 5'000 Flüchtlingen direkt aus den Flüchtlingslagern?


Bezüglich der beschleunigten Verfahren bin ich jedoch einig mit Ihnen. Deutschland beispielsweise hat ein grosses Problem damit das ein grosser Teil der Flüchtlinge echte Armutsflüchtlinge sind, aus dem Kosovo, Albanien etc. ... trotzdem zwingen deutsche Gesetze auch für jeden einzelnen dieser Menschen eine Einzelfallprüfung. Die Schweiz dagegen tritt auf Asylgesuche für "Flüchtlinge" aus sicheren Drittländern gar nicht erst ein. Natürlich, wenn man die Lebenssituation vieler Menschen im Kosovo, in Albanien etc. sieht versteht man das die Leute sich dem entziehen wollen, aber hier können die westeuropäischen Staaten keine Verantwortung übernehmen.

Ein wichtiger Schritt in der Schweiz für beschleunigte Asylverfahren ist die Beistellung eines kostenlosen Anwalts. Einspruch einlegen gegen einen Asylentscheid kann der Flüchtling auch ohne Anwalt ... Anwälte jedoch, möglichst noch vom Staat bezahlt und damit auch finanziell nicht an der Weiterziehung von Asylrekursen bis hin zum Bundesgericht interessiert, der den Flüchtling seriös berät kann die Anzahl Rekurse deutlich reduzieren ... sieht man bei den Probeläufen der neuen Asylzentren. Ist mir auch schon passiert das ich gegen einen Gerichtsentscheid Einspruch eingelegt habe, und erst mit der Begründung der nächsten Instanz habe ich verstanden das ich den ursprünglichen Entscheid schlicht falsch verstanden habe. Bis dahin war aber bereits weiteres Geld verbrannt (Gerichtskosten), und Zeit verloren. Die Trötzelei gewisser Kreise gegen den kostenlosen Anwalt ist also komplett unsinnig.








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(5 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte September 2015

@ Charly Freitag, FDP

Sie schreiben;
"Die Schweiz weist hier den richtigen Weg: Sie leistet Hilfe in den Flüchtlingslagern der umliegenden Staaten Syriens. Seit Ausbruch des Konflikts hat die Schweiz bereits 198 Millionen Franken für die Hilfe vor Ort ausgegeben. Hinzu kommen jetzt zusätzliche 70 Millionen Franken, welche der Bundesrat für diese Form der Hilfe sprechen will."

1. Das sehe ich anders, das ist viel zu wenig Hilfe vor Ort, geradezu lächerlich die paar Millionen, wo dort bei den Ärmsten der Armen, die nämlich kein Geld hatten um die mafiösen Schlepper zu bezahlen, ganze Familien mit vielen Kinder, i.d. Ruinen unter täglicher Lebensgefahr leben, während sich die Migranten, zu 80 % falsche Flüchtlinge", hier ein schönes leben machen auf Kosten der Steuerzahler & Sozialhilfe-Kassen in der sehr teuren Schweiz, zu Gunsten der "Flüchtlingsindustrie​" notabene.

Vorschla​g;
Der Bundesrat könnte jetzt ruhig mal Nägel mit Köpfen machen, und z.B. 500 Millionen sofort sprechen für diese Flüchtlingslager für Schulen, Trinkwasser und Abwasser. Bezahlen kann er dies leicht aus dem bereits genehmigten Budget, indem er einfach die Entwicklungshilfe um die 3 Milliarden CHF umd dies 500 Milliönchen kürzt, also einfach verrechnet.

Dann müsst BR-Sommaruga endlich mal dafür Sorge tragen,dass das SEM lernt zwischen echtem Flüchtling (20 %) und den reinen Wirtschaftsmigranten (80 %) lernen zu unterscheiden.

Fre​i nach Paracelsus, UNI-Basel;
Alles ist Heilmittel
alleine das Quantum entscheidet,
zwischen Heilmittel (echter Flüchtling) und Gift (Wirtschaftsmigrant).​

Entwicklungs-Hilf​e in Form von CASH bringt dem Volk rein gar nicht, dass versickert bei den Despoten & Diktatoren privat, das sollte jetzt aber inzwischen Allgemeingut sein, nur der Bundesrat scheint dies nicht zu wissen, warum eigentlich ?

https://www.vime​ntis.ch/d/dialog/read​article/entwicklungsh​ilfe-in-bar-abschaffe​n-/

Unterbringung,​ Essen und Schulen für die Kinder sind jetzt primär wichtig VOR ORT;

https://www.v​imentis.ch/dialog/rea​darticle/schweizer-hi​lfe-fuer-fluechtlings​kinder-im-nordlibanon​/


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60%
(5 Stimmen)
Dany Schweizer sagte September 2015

"Mer sött halt..... "

Klar sollte man. Wir tun ja auch, wie Sie selber erkären. Aber man sollte auch klar definieren, wer anrecht hat auf Asyl und wer nicht, so wie es "hoffenlich" auch gemacht wird. Klare Definition, dass nicht einfach Jeder hier unter dem "Vorwand" Asyl kommen kann, weil er für sich einen Profit ziehen kann.

So muss halt auch klar gestellt werden, dass "Flüchtlinge" welche angeblich ihren Ausweis verloren haben (und das werden immer mehr), genauer und klarer Kontrolliert und zurückgewiesen werden, als Welche die fair und korrekt hier um Asyl bitten.

Soizal heisst nicht, dass man echte Flüchtlinge gleich behandelt, wie solche die unter dem Schutzmantel Flüchtling dies als Trittbrettfahrer schamlos ausnützen und somit die echten Flüchtlinge diskriminieren. Sollte man wie das heute teilweise gemacht wird, einfach alle gleich behandeln, ist das eine Ohrfeige für all Jene die aus echtem Grund hier sind.


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100%
(7 Stimmen)
Patrick Reto Bieri sagte September 2015

Ja, das ist schon richtig. Doch das Problem liegt wohl bei der Unterscheidung der Flüchtlinge. Der IS wird es immer schaffen, einige seiner Leute darunter zu mischen. Doch das Problem ist bekanntlich selbst gemacht:

http://ww​w.t​agesanzeiger.ch/s​chwe​iz/standard/Glau​be-Li​ebe-Hoffnung/st​ory/21​170602

Me sött halt...nöd so dumms Zügs machä!


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