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Merkel ist jetzt eine «lahme Ente»

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Merkels neue

Ko­ali­tion ver­liert

auch die Wahl in Hes­sen. 

 

Die Kanzlerin hat den richtigen Zeitpunkt längst verpasst, um mit Würde zurückzutreten. Ihre Zeit läuft gut wahrnehmbar ab, und zwar in Zeitlupe. Sie hat kaum noch freie Hand, sie wird vielmehr für jedes politische Vorhaben erst mühselig – und mit der Zeit dies immer mehr - eine Mehrheit finden müssen. Im Ergebnis dürfte es sich für sie wie jene Minderheitsregierung anfühlen, die sie nie wollte. Natürlich könnte sie jetzt, wie es ihr Freund und Feind nahelegen, die Vertrauensfrage im Bundestag stellen, um ihre Autorität wieder zu stärken. Dies wird sie sich jedoch nicht getrauen, den Grund weiss sie selber ganz genau. Als Cameron die Brexit-Abstimmung verlor, da wusste z.B. er sofort, was er zu tun hatte, er trat umgehend zurück, er wusste des Bürgers Votum richtig zu deuten. Chapeau.

 

 

Merk​​​​els Koalition verliert die Wahl in Hessen. Was daraus folgen könnte.

 

Unter grossem Druck: Kanzlerin Angela Merkel, der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer und SPD-Chefin Andrea Nahles. Bild: AP

Bild: AP

 

Kanzlerin Angela Merkel, der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer und SPD-Chefin Andrea Nahles.

 

 

Unter grossem Druck

 

 

Dass die Kroko nicht merkt, dass die Bürger/Innen es schon lange leid sind, gleich ob sie CDU, CSU oder SPD wählen, als Kückchen schlüpft regelmässig ein politischer Zwitter, eine Kroko. Vor allem auch bei dieser Wahl in Hessen geht wieder die AfD mit 13% Wähleranteil – von 0 % an - als grosse Siegerin hervor, worüber aber kaum jemand diskutiert, es wird einfach totgeschwiegen, ignoriert. Die sogenannten zwei „grossen“ bürgerlichen Parteien hingegen leiden an Schwindsucht, wogegen sie kein Medikament zu finden scheinen. Wie die Maus vor der Schlange erstarren beide ob dem weitern Erfolg der Alternative für Deutschland (AfD). Keine Frage: Merkel ist jetzt eine «lahme Ente» geworden, wie man in den USA die (Ohn-)Mächtigen nennt, deren Amtszeit langsam aber stetig abläuft. Merkel, deren Ziehvater bekanntlich Altkanzler Helmuth Kohl war (er nannte sie fast liebevoll immer „mei Mädele“) konnte sich von der Macht als Kanzler auch nie losreissen. Merkel macht jetzt zwanghaft den genau gleichen Fehler. Folgerichtig wird Merkel, nämlich sehr schmerzhaft „abgegangen“ zu werden erleben zu müssen. Auch die SPD-Cüpli-Sozialisten​​​​​​ haben wesentlich zum Niedergang dieser Groko beigetragen, weil auch sie immer weiter entfernt – wie die CDU eben auch – politisieren, vielmehr nur noch verwalten. Wohl die fetten Diäten, ihre Machtgier hat beide Parteien einmal mehr gehindert, mutig in die Opposition zu gehen, und da wirkliche Politik für jene zu machen, die sie genau dafür schlussendlich gewählt haben.

 

2019 folgen drei Wahlen im Osten

 

Die Chance, dass Merkels dritte Grosse Koalition das nächste Jahr übersteht, ist nicht sehr gross. Bereits nach den Landtagswahlen in Bayern und Hessen in den nächsten Wochen kann eine Dynamik des Niedergangs einsetzen, die auch die krisenerprobte Kanzlerin nicht mehr zu kontrollieren imstande ist.

 

Abermals abgestraft in Hessen

 

http://www.f​​​​​​az.net/aktuell/p​o​l​i​t​i​k/wahl-in-h​es​se​n/​an​ge​la-mer​kel​-be​i-d​er-​wah​l​-in-​hess​en-a​berm​a​ls-​a​bgest​raft-​158​61​397​.h​tml​

 

htt​​ps://ba​zonline​.ch/a​us​land/​europa/a​nge​la-me​rke​l-faellt-​a​ber-wie-​i​n-zeitlupe​​/story/283​​15537

 

 


Kommentare von Lesern zum Artikel

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50%
(6 Stimmen)
Karlos Gutier sagte Vor 17 Tagen

Was bleibt von der Ära Merkel?

https://ww​w.youtube.com/watch?t​ime_continue=182&v=en​MB3he7MRE


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40%
(10 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte November 2018

Will die CDU mit Merz zurück in die Zukunft?

Friedrich Merz wäre seit der Ära Adenauer und Schmidt der beste Bundeskanzler den Deutschland je hatte. Ein Charakter den Deutschland in dieser Misere wirklich braucht, einer der nicht nur redet, sondern auch fähig ist zu handeln.

Erklärung​sbedürftig ist es jedenfalls, wenn einer, der vor einer halben Ewigkeit in der CDU eine Macht war, plötzlich wie selbstverständlich mit dem Anspruch auftritt, die Partei zu erneuern und in eine glänzende Zukunft zu führen. Merz zweifelt keine Sekunde daran, dass er fähig ist, seine gebrechliche christlich demokratische Partei noch zu retten. So ein Selbstbewusstsein hat nicht jeder. Oder ist er nur auf Rachefeldzug gegen jene Frau, die ihn politisch erledigte, bevor er selber Kanzler werden konnte?

Die Migration in ganz EUROPA muss neu beurteilt und bei Bedarf geändert werden, siehe Österreich und Ungarn. Die Rolle der EU muss ebenfalls ganz neu beurteilt und analysiert werden, da ist Friedrich Merz genau der richtige.

Und er wird es schaffen, ja natürlich wir schaffen das diesmal. Oder hat Merkel noch genug Einfluss ihren Widersacher als Bundeskanzler zu verhindern?

https:​//bazonline.ch/auslan​d/europa/der-antimerk​el/story/22450508






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36%
(11 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte November 2018

Merkel-Nachfolge als CDU-Parteiführer/In:


Eine aktuelle Umfrage im Auftrag des "Handelsblatt" hat einen klaren Wunschkandidaten der Bundesbürger ergeben:

https://d​e.yahoo.com/nachricht​en/umfrage-klarer-fav​orit-f-r-083638304.ht​ml

Ein altes Naturgesetz, von einem Extrem (sozialistisch/kommun​istisch) ins andere Extrem (bürgerlich/konservat​iv,Turbokapitalismus)​, wie der Kirchenglockenbengel beim Glockengeläute nach dem ewig gültigen physikalischen Fallgesetz, wir werden es dann sehen.

Merz als politischer Kontrahent Merkels, wird er gewählt, und die Chancen dazu stehen immer besser, wird dies eine sehr bittere Pille für die noch BK-Merkel, weil das Regieren als Kanzlerin einer Kroko dann noch bitterer wird. Die JUSO streben jetzt ja schon mit Volldampf einen Austritt der SPD aus dieser unseeligen Kroko an. Sie wolllen endlich wieder dem Bürger soziale Kante, ein eigenes Profil zeigen.


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62%
(13 Stimmen)
Gabriele Fischer sagte October 2018

Der Herr Hottinger in typischem SVP-Stil ich mach mir die Welt wie sie mir gefällt - Pippi Langstrumpf grüsst - als Realitätsverächter macht wieder auf Fake-News. NEIN. Die Schwarz-grüne Koalition besteht weiterhin. Die Mehrheit ist 69 Sitze. CDU und grün haben 69! http://www.spiegel.de​/politik/deutschland/​landtagswahl-hessen-a​lle-ergebnisse-a-1233​547.html


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46%
(13 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte October 2018

Frau BK-Merkel gab heute, für viele, nicht für alle, völlig überraschend bekannt, dass sie auf den Parteivorsitz verzichte, als Bundeskanzlerin werde sie aber ihren Dienst in der laufenden Legislaturperiode erfüllen. Die Einsicht los zu lassen kommt spät, jetzt gezwungenermassen, denn nach der erneuten deutlichen Wahlschlappe auch in Hessen musste jetzt etwas geschehen.

Bei ihrem Vorgänger Gerhard Schröder (SPD) hat Merkel noch gesehen, wie seine Macht erodierte, als er nicht mehr an der Spitze der Partei stand. Als Schröder 2004 den Parteivorsitz abgab sprach Merkel von einem "Autoritätsverlust auf ganzer Linie."

Jetzt formieren sich die "Aasgeier" schon in ihren Löchern um sich auf das Kanzleramt zu stürzen, ich denke nicht, dass Merkel in einem Jahr noch Bundeskanzlerin ist. Schade finde ich dass Merkel in der Zeit nicht von selbst in Würde abgetreten ist, d.h. bei der letzten Wahl hätte sie gar nicht mehr antreten dürfen. Bereits damals waren die Signale eindeutig. Aus der DDR stammend, hat sie die konservativ/bürgerlic​​he CDU immer weiter sozialisiert, sodass sie, vor allem auch wegen ihrer Flüchtlingspolitik 2015 - das war der "Dolchstoss" in ihrer politischen Karriere - eigentlich gleich der SPD hätte beitreten können. Eine Groko-Regierung mit der SPD ist genug, das sagten sich die Bürger, und dementsprechend wählten sie in Bayern und in Hessen.

Merkel hat sich gute Verdienste erworben, sicher, nur schade dass auch sie es nicht schaffte, wie zuvor bereits ihr Mentor Helmuth Kohl, nämlich zu wissen wenn es Zeit ist zu gehen. Aber das schaffen bekanntlich ja die wenigsten. Ein Rücktritt heute als Kanzlerin & Neuwahlen, das wäre für Deutschland, für Europa, die viel bessere Wahl gewesen. Die Wähler wollen von den ehemals grossen Parteien CDU/CSU & SPD wieder Kante sehen.

http://www.​faz.net/aktuell/feuil​leton/medien/folgt-au​f-die-hessen-wahl-das​-ende-des-stillstands​-15863161.html




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46%
(13 Stimmen)
Helmut Barner sagte October 2018

Hauptsache ist doch, dass endlich dieser Seehofer fliegt, hochkannt, auf den Mist der Geschichte, wo er hingehört!


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