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Nein zum Atomloch – auch aus wirtschaftlich-gesell​schaftlich

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Nein zum Atom­loch – auch aus wirt­schaft­lich-­ge­​sell­schaft­li­chen Gründen

Was bedeuten die Atommüllpläne für das Weinland wirtschaftlich? Diese elementare Frage hat bis heute noch niemand ernsthaft geprüft.

Mangels eigener Studie zum Weinland müssen wir auf die Schaffhauser Untersuchung zurückgreifen. Sie ist seriös und fundiert und kommt zu klaren Ergebnissen: Aufträge für die Bauwirtschaft und damit ökonomisch positive Wirkungen eines Atomlagers sind erst in Jahrzehnten zu erwarten, negative Auswirkungen aber schon heute. In den nächsten 10 Jahren werden zwischen 600 und 1800 ZuzügerInnen fehlen und rund 160 bis fast 500 neue Arbeitsplätze weniger geschaffen – allein wegen der Unsicherheit bezüglich der Atomlagerfrage. Den Gemeinden werden damit jährlich deutlich zweistellige Millionenbeträge an Steuern entgehen.

Für den Bau und die anschliessende Einlagerung (2030 bis 2065) prognostiziert die Studie ähnliche Negativfolgen. Insgesamt müsste in dieser Phase noch einmal mit geringerem Bevölkerungs- und Beschäftigungswachstu​m von 2 bis 5% gerechnet werden: Auch dann würden folglich dem Weinland Hunderte von ZuzügerInnen und Arbeitsplätzen und Dutzende von Steuermillionen entgehen.

Das sind nur die wichtigsten wirtschaftlichen Folgen für unsern Bezirk. Sie ergänzen die grundsätzlichen Vorbehalte gegen ein Tiefenlager im Weinland. Das Atomloch ist abzulehnen, weil

-   das Konzept der NAGRA wissenschaftlich nicht überzeugt (wirkliche Vergleichbarkeit der möglichen Standorte, geringe Mächtigkeit des Opalinustons, …)

-   viele Fragen noch ungeklärt sind (Einlagerungstechnik,​ Rückholbarkeit des Mülls, Sicherheit, Markierung für Jahrtausende …)

-   eine Lösung der Atommüllfrage erst dann in Frage kommt, wenn der Ausstieg aus der Kernenergie endgültig beschlossen ist

-   wir mit dem Atomloch auch konsequent die unverantwortliche und zunkunftsunverträglic​he Atomenergie bekämpfen.

Das Weinland mit seiner noch weitgehend intakten Natur – die grossartige Landschaft zwischen Thur, Rheinfall, Rhein und Rheinau – steht für eine grossindustrielle Atommüllanlage nicht zur Verfügung. Die Atomherren in Bern und alle wankelmütigen Gemeindebehörden hier im Bezirk tun gut daran das subito zur Kenntnis nehmen.

 


Kommentare von Lesern zum Artikel

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0%
(2 Stimmen)
Hans P. Grimm sagte November 2011

Toll, nach Ausführungen von Herr Späth müssten wir nur mit einem Atomendlager angeben und schon würde die Übervölkerung und Einwanderung abnehmen!

Packen wir's an!


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67%
(3 Stimmen)
Alex Schneider sagte March 2011

Standortsuche Tiefenlager für radioaktives Material: International nach Lösungen suchen!

Nur die besten geologischen Bedingungen sind für ein Tiefenlager radioaktiver Materialien zumutbar. Für alles und jedes werden internationale Lösungen gesucht, nur beim Atommüll hört man diesbezüglich in der breiten Öffentlichkeit nichts.



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