Sicherheit, Kriminalität > Armee,

Neue Kampfjets sind ein unnötiger und teurer Luxus

Artikel weiterempfehlen

Stimmen Sie dem Artikel zu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Artikel!

Diese Woche hat das Bündnis gegen neue Kampfjets an einer Me­dien­kon­fe­renz das Re­fe­ren­dum gegen den Kauf von 22 Gri­pen-­Kampf­jets of­fi­zi­ell lan­ciert. Unzählige Gründe spre­chen dafür, die Fin­ger vom Kauf neuer Kampf­jets zu las­sen. Das Bündnis, be­ste­hend aus SP, Juso, Grünen, Jun­gen Grünen, CSP, GSoA und wei­te­ren Or­ga­ni­sa­tio­nen, setzt beim En­ga­ge­ment gegen den Kauf neuer Kampf­jets auf drei zen­trale Argu­mente:

Keine Verschleuderung von Steuermilliarden

Der​ Kauf neuer Kampfjets kostet die Schweizer Steuerzahlenden über drei Milliarden Fran­ken. Dazu kommen jährliche Unterhalts-, Instandhaltungs- und Betriebskosten. Weitere Milli­onen braucht es für den Umbau bei den Immobilien und den Kauf neuer Waffen und Tech­nologien. Beziffert sind die Vollkosten nirgends – über die gesamte Betriebsdauer dürften die neuen Kampfjets jedoch insgesamt rund neun Milliarden Schweizer Franken kosten. Die­ses Geld fehlt später anderswo: bei der Bildung, im öffentlichen Verkehr oder bei den Sozialwerken. Mit dem Sparpaket KAP 2014 wird in etwa jene Summe eingespart, die bei der Armee nicht zuletzt wegen der neuen Jets aufgestockt wurde. Gespart soll ausgerechnet dort werden, wo es allen Menschen in der Schweiz zugutekommen würde – und dies einzig und alleine, um einigen Luftwaffen-Fans ihre Flugzeugträume zu verwirklichen.

Keine​ Milliarden für einen Papierflieger

Der Gripen E ist erst ein Papierflieger. Dutzende Komponenten des Flugzeugs müssen erst noch entwickelt werden. Die Schweiz muss 40 Prozent des Kaufpreises im Voraus bezahlen ohne zu wissen, ob die Gripen-Flotte jemals abheben wird. Offen bleibt auch nach den Nachverhandlungen und stundenlangen Anhörungen in der sicherheitspolitische​n Kommis­sion, was passiert, wenn die 22 Gripen E nicht rechtzeitig oder nicht im versprochenen Um­fang geliefert werden. Das Risiko tragen die Schweizer Steuerzahlenden.

Luf​twaffe ist auch ohne neue Kampfjets gut gerüstet

Ein wirksamer Luftschirm ist auch ohne neue Jets gewährleistet: Die Schweizer Luftwaffe ist im internationalen Vergleich auch nach Ausmusterung der 54 Tiger F-5 sehr gut gerüstet. Zur Erfüllung des Luftpolizei-Auftrags genügen die vorhandenen 33 F/A-18 längst, zumal wir von Freunden umzingelt sind. Ein Luftkrieg-Szenario ist derart unwahrscheinlich, dass es sich nicht lohnt, dafür Milliarden aufzuwenden. Die F/A-18-Flotte wurde ausserdem erst kürz­lich mit dem Rüstungsprogramm 2008 für über 400 Millionen Franken kampfwertgesteigert. Der Schweizer Luftraum ist auch ohne zusätzliche Gripen-Jets hervorragend geschützt – 22 neue Jets sind purer Luxus.


Kommentare von Lesern zum Artikel

Information zur Abschaltung der Kommentarfunktion

Der Verein Vimentis hat sich entschieden, die Kommentarspalte zu den Blogs zu schliessen. In der folgenden Erläuterung erfahren Sie den Grund für diesen Entscheid.

Der Blog, und dazu gehört auch die Kommentarspalte, sind ein wichtiger Teil der Diskussionsplattform von Vimentis. Gleichzeitig sind Werte wie Respekt, Anstand und Akzeptanz für den Verein von grösster Wichtigkeit. Vimentis versucht diese Werte selbst einzuhalten, sowie auch auf der Website zu garantieren.

In der Vergangenheit wurden diese Werte in der Kommentarspalte jedoch regelmässig missachtet, es kam immer wieder zu nicht tolerierbaren Aussagen in den Kommentaren. Das Löschen dieser Kommentare ist heikel und zudem mit grossem Aufwand verbunden, welcher der Verein nicht stemmen kann. Zusätzlich können die Kommentare praktisch anonym verfasst werden, weswegen eine Blockierung der jeweiligen Personen unmöglich wird.

Folglich hat der Verein Vimentis entschlossen, die Kommentarfunktion abzuschalten und nur den Blog stehen zu lassen. Der Blog erlaubt es Personen weiterhin, sich Gehör zu verschaffen, ohne sich hinter einem Pseudonym zu verstecken. Die Änderung sollte die Blog-Plattform qualitative verbessern und all jenen Personen ins Zentrum rücken, welche Interessen an einer sachlichen Diskussion haben, sowie die oben erwähnten Werte respektieren.




47%
(51 Stimmen)
Gabor Balazs sagte October 2013

Zur Zeit scheint etwas "alles" teuer in der Schweiz. Ich finde auch Frau Allemann, sogar das Asylwesen ist sehr teuer. Dort will man aber auch gar nie Abstimmungen, ob wir das wollen oder nicht oder Gesetze werden hinterrücks umgedreht und daran geschraubt. Alles ist teuer!! Für viele sogar das alltägliche Leben.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



59%
(54 Stimmen)
Benedikt Jorns sagte October 2013

Ob unsere Nachbarländer Freunde oder durch die EU verbündete Feinde sind, darüber gehen die Meinungen im Schweizervolk auseinander. Ich sehe die um uns liegenden Länder wie Sie Frau Allemann als Freunde. Auch unsere Beziehungen zur EU sind gut. Klar wird hin und wieder von der Kavallerie im Stall gesprochen. Das gibt neuen Stoff für unsere Kabarettisten und Witzzeichner und freut ganz besonders unsere Pferdeliebhaber. Unsere Gesetze und Verordnungen sind zunehmend EU-geprägt, ja selbst das bei uns heilige Bankgeheimnis wird in diplomatisch kreativen Schritten langsam in den passenden Sarg gelegt.

Nein neue Kampfjets brauchen wir nicht. Eine Luftraumüberwachung über mehr als ein, zwei Wochen würden auch sie nicht ermöglichen. Doch genau das würden wir auch in Friedenszeiten eigentlich brauchen, denn eine potentielle Gefahr durch Terroristen – das wissen wir alle – die gibt’s und sie macht an der Schweizer Grenze nicht halt. Ständige Luftraumüberwachung an stark gefährdeten Stellen rund um die Uhr, das würde uns etwas mehr Sicherheit bringen. Dies wird in wenigen Jahren möglich. Doch dafür braucht es nicht Kampfflugzeuge sondern allzeit präsente von zentraler Stelle geführte Drohnen mit neuster Technologie.



Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

47%
(59 Stimmen)
* * sagte October 2013

Die SP ist für uns Arbeiter auch ein teurer und verschwenderischer Luxus. Trotzdem dürfen sie sein.

Wenn man gegen Land und Leute ist muss man natürlich diese zuerst Wehrlos machen, dann sind sie besser zu bodigen!


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

24%
(29 Stimmen)
Jörg Matter sagte October 2013

Nein, falsch verstanden.

Unser Schweizer Volksrecht wollen wir sich neue Gripen zum Kauf nehmen.
Nicht zu teuer als die russische Suchoi T-50 höher!
Dann wird sich auf den Welt neue Spur zufolgende Terrorismus AL Kaidar ermöglicher bei uns schon angekommen.
Ebenfall​s in die EU und Russland wird eine Unsicherheit der Rechtsstaat befinden....


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

51%
(53 Stimmen)
Roland Steiner sagte October 2013

Frau Allemann, nur eine Benerkung zu einer ihrer Aussagen:

"Zur Erfüllung des Luftpolizei-Auftrags genügen die vorhandenen 33 F/A-18 längst, zumal wir von Freunden umzingelt sind."

Wenn ich mir die letzten Jahre der Politik ansehe, sind wir keineswegs von Freunden umzingelt. Europa würde uns jederzeit einnehmen, wenn es die Gelegenheit hätte. Wir sind diesen ja schon lange ein Dorn im Auge. Momentan sind wir in einem Wirtschaftskonflikt den wir so gross seit dem 2ten Weltkrieg nicht mehr hatten. Sobald es innerhalb von Europa zu einer grösseren Krise (z.B. einer Revolution) kommt wird es wieder in einen militärischen Konflikt ausarten. In diesem Zusammenhang wird dann die Gelegenheit genutzt, die Schweiz in Europa einzuverleiben.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

Seite 2 von 2 | 1 2