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Pflegerinnen aus Indien, Kellner aus China?

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Migration ist die Mo­de­er­schei­nung des 21. Jahr­hun­derts. Wie Wood­stock, die An­ti-AKW Be­we­gung oder die hässlichen Jeans­schlag­ho­sen der 70er Jahre hat jede Ge­ne­ra­tion seine in­di­vi­du­el­len Er­schei­nungs­for­me​n. Im 21. Jahr­hun­dert ist es nun mal Mobilität und Mi­gra­ti­on. Die Chi­ne­sen gehen in die USA, die Bul­ga­ren nach Gross­bri­tan­ni­en, die Spa­nier nach Frank­reich und die Deut­schen halt eben in die Schweiz.

Wenn mich heute jemand fragt, wie lange wir die Zuwanderung in diesem Masse noch ertragen können dann muss auch ich Ihm antworten, dass wir langsam aber sich an die Grenzen des erträglichen gelangen. Die Frage für mich ist aber: Ist es für ein Land wie die Schweiz irgendwie möglich einen globalen Trend wie die Migration alleine zu stoppen? Meine Antwort darauf ist einfach: Wenn wir ganz sachlich darüber nachdenken dann wissen wir Alle, dass die Antwort NEIN ist.

So sehr wir es uns auch wünschen: es ist populistisch und schlicht unmöglich eine Schweiz mit nur Schweizer zu haben. Bereits heute sind Branchen wie die Gastronomie und der weltweit bekannte Schweizer Tourismus gar nicht mehr überlebensfähig ohne Arbeiter aus dem Ausland. Zudem dürfen wir nicht vergessen, dass bereits heute rund eine halbe Million Schweizerinnen und Schweizer im Ausland arbeiten.Tendenz steigend.

Berechtigt​erweise muss man sich nun die Frage nach Lösungen stellen.In der Sonntagspresse durften wir die Lösungsansätze der Initianten erfahren. Statt Ärzte und Pflegerinnen aus Deutschland sollen diese nun aus Indien kommen. Statt Servicepersonal und Köche aus Österreich und Frankreich kommen diese neu aus China. Und statt den Polnischen Erntearbeitern stellen die Bauern nun Helfer aus Afrika an. Die Einwanderung soll demnach also gar nicht eingeschränkt sondern nur auf andere Länder verteilt werden. Statt sich konkret mit Lösungen zu befassen setzt man demnach lieber auf Populismus und irgendwelche Fantasieeinfälle. Würde man sich jedoch endlich mal mit den globalen Entwicklungen befassen so erkennt man rasch, dass wir mit unserem Problem nicht alleine sind.

Deutschland, Grossbritannien, Frankreich und auch die nordischen Staaten geraten durch die Zuwanderung immer stärker unter Druck. Eine europäische Lösung bei welcher die Schweiz aktiv mitreden könnte z.B. durch eine Einschränkung des Familiennachzugs oder eine Regelung der Sozialhilfebeiträge an Einwanderer ist sicherlich der bessere Weg. Gerade diese Themen (Sozialhilfe und Familiennachzug) liegen auch unseren Nachbarn Deutschland, Frankreich und Grossbritannien sehr am Herzen.

Wohin also soll unsere Schweiz gehen? Klar ist, dass es so nicht mehr weitergehen kann aber sollen wir uns deshalb in die vollständige Isolation begeben und uns so jegliche Chance auf eine globale Lösung verbauen? Welche Schweiz wollen Sie der Jugend überlassen? Ein abgeschottetes, kontingentiertes, isoliertes Land, welches den Spagat zwischen möglichst vielen ausländischen Unternehmungen mit möglichst vielen Steuern aber ohne ausländische Arbeitskräfte bewältigen muss, oder ein offenes, international orientiertes Land, welches gemeinsam mit den Partnern im Ausland die Lösungen der globalen Probleme von morgen finden muss.

Die Jugend dieses Landes würde den zweiten Weg definitiv bevorzugen. Daher brauchen wir am 09.02. jede Stimme egal ob Jung oder Alt.

Nein zu Masseneinwanderungsin​itiative am 09.02.2014.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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40%
(5 Stimmen)
J. Nyffeler sagte February 2014

Wir begeben uns sicher nicht in die Isolation.
Aber wir werden uns in der Isolation wiederfinden wenn die Massenzuwanderung ansteigt


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53%
(15 Stimmen)
Heinz Mahler sagte February 2014

Irgendwie muss eben die teure Miete für Werkstatt/Laden oder Pacht vom Restaurant finanziert werden, dazu ja die Immobilienbesitzer den praktisch Steuerbefreiten Kapitalgewinn beim Verkauf nicht angemessen versteuern wollen, dürfen eben möglichst billige Arbeitswillige ins Land geholt werden. Den sogenannten Liberalen ist das auch peinlich wenn wegen den zu hohen Kapitalkosten, billig Arbeitnehmer geholt werden müssen um wirtschaftlich zu sein und auf Subventionierung per Zuwanderung angewiesen sind.


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47%
(19 Stimmen)
Gabor Balazs sagte February 2014

Herr Winzap. Schauen Sie und ich sage es sehr diskret: Ihnen und Ihren Komparsen glaubt eh niemand mehr. Im Vimentis nicht, in Zeitungen nicht, in gar nichts. Auch wenn die Abstimmung verloren geht, nächstes Wochenende, gewinnt die ECOPOP oder Ablehnung Kroatien. Steter Tropfen höhlt den Stein. Man weiss in der Mehrheit der Schweiz schon lange, auf was das alles hinausläuft: Auf einen unüberwindbaren EU-Beitritt und das ist belegbar.... Also Jugend und Alte? Hören Sie auf. Ammenmärchen. Heute konnte ich sogar meinen sturen EU-Verfechter Vater überzeugen "JA" zu stimmen und das heisst etwas.


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69%
(13 Stimmen)
Franz Krähenbühl parteifrei sagte February 2014

Da lese ich in der heutigen NZZaS als Schlagzeile, dass Novartis 4000 Stellen auslagern wolle! Das muss wohl schrecklicher tönen als es ist, schliesslich stehen wir kurz vor Urnenschluss gegen "Masseneinwanderung​". Weiter unten steht dann, dass die 4000 Stellen nach Hyderabad verlegt werden sollen. Die Gewerkschaft schreit auf, die Medien ebenfalls. Noch weiter unten heisst es, Novartis hätte in den letzten Jahren 8000 neue Stellen geschaffen. Nun meine Frage an Sie, Herr Winzap: Ist es nicht recht und billig, wenn die Schweizer Industrie einige Stellen im Schwellenland Indien schafft?

Offenbar ist die Wirtschaft für Ihresgleichen noch zu wenig aufgebläht. Andere sagen, in der Schweiz hätten gut und gerne 12Mio. platz. Aber was passiert dann, wenn eine solche Menschendichte erreicht ist?

Ich bin zwar für eine prosperierende Wirtschaft. Aber die Schweiz kann man nicht und wollen wir nicht vergrössern. Der Zenit ist erreicht. Das heisst, Sorge tragen und pflegen, zu dem was man hat. Nicht Wachstum ins Grenzenlose.



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53%
(17 Stimmen)
Hans Stampfli sagte February 2014

Herr Winzap

Soso, Migration ist eine Modeerscheinung und deshalb gut?

80'000 waren es alleine im letzten Jahr. wenn 2.5 eine Wohnung benötigen, dann mach das 32'000 Wohneinheiten. Das würde ca. 145 Prime Towers entsprechen - alleine im letzten Jahr. Das soll gut für die Schweiz sein?


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68%
(22 Stimmen)
Peter Keller sagte February 2014

Was soll denn dieser total polemische Artikel, welcher der Masseneinwanderungsin​itiative unterstellt, sie wolle eine "Schweiz mit nur Schweizern ohne ausländische Arbeitskräfte", ein "abgeschottetes, isoliertes Land", welches sich "vollständig in Isolation begibt und sich so jegliche Chance auf eine globale Lösung verbaut"?

Man kann bekanntlich für oder gegen die Initiative sein, und Ich nehme an, Herr Winzap hat den Initiativtext gelesen, welche nichts von all dem oben Zitierten will, sondern der Schweiz ganz einfach das Recht geben will, die Anzahl Ausländer kontingentieren zu können und auf dem Arbeitsmarkt einem gleich qualifizierten Schweizer den Vorzug geben will. Das Zeugs, dass Herr Winzap da zusammenschreibt, ist mir nun jedoch keine objektive Replik wert. Stattdessen frage ich mich, ob er realisiert, welches Licht dieser von falschen Absichten nur so strotzende Artikel auf seinen Charakter wirft.


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84%
(19 Stimmen)
Roland Steiner sagte February 2014

Es ist gerade die Schweiz die aufzeigen kann, dass massloses Wachstum nicht um jeden Preis notwendig ist.

Es kann doch nicht sein, dass der Mensch immer mehr seine Umwelt und somit seine Lebensgrundlage zerstört. Es hat zu viele Menschen auf dieser Welt. Damit das nicht so weitergeht, muss jetzt ein Land aufzeigen, dass es den Leuten auch gut gehen kann, wenn die Bevölkerung nicht weiter wächst. Dazu ist die Schweiz mit ihrem Wohlstand wie geschaffen.


Oder​ wollen wir so weitermachen bis unsere Erde noch mehr überfüllt ist? Wohin wandern wir dann aus? Die Technologie ist noch lange nicht so weit, dass wir irgendwo im All eine zweite Erde bevölkern können.


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64%
(22 Stimmen)
Gabor Balazs sagte February 2014

Die Jugend? Sie sind mir ein Witzbold. Die Jugend interessiert Sie doch nicht wirklich bei dieser PFZ. Denn sonst wo erwähnen Sie die Jugendarbeitslosenzah​len aus: Kroatien (56%), Spanien (55.5%), Frankreich (42,4 %), Deutschland (32,5 %) und sogar die Schweiz mit satten 27 %. Sie und Jugend. Die Jugend hat noch nie jemand richtig verstanden und über die Rentner in unserem Land, will ich mich gar nicht erst äussern vor allem über diejenigen nicht, die nicht freiwillig Rentner wurden. Gar nichts hat die Politik auf die Reihe gekriegt. In der EU nicht, in der Schweiz nicht. Aber über das wird ja nicht diskutiert sondern einfach etwas nachgeplappert was andere sagen. Die Politik ist zu einer Parallelgesellschaft geworden die völlig die Realität zum Volk verloren hat. Vor allem die BDP, die SP und wie die noch alle heissen, nehmen auffällig wenig das Wort Jugend und "Alte" in den Mund. Wirtschaft, Wirtschaft, Wirtschaft. Thats it!


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