Sozialpolitik, Sozialsysteme > Altersvorsorge,

Rentenreform mit neuem Modell aus der Sackgasse führen

Artikel weiterempfehlen

Stimmen Sie dem Artikel zu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Artikel!

Die So­zi­al­kom­mis­sion​​ des Stän­de­ra­tes (S­GK-S) will mit ihrem Ent­scheid vom 08. No­vem­ber, dass der Stän­de­rat im Rah­men der Dif­fe­renz­be­rei­ni​​­gung am Be­schluss ihres Rates festhält, die AHV um 70 Fran­ken zu er­höhen. Die­ser Aus­bau der AHV ist grund­fal­sch, wird die An­nahme der Al­ters­vor­sorge 2020 (AV 2020) hoch­gra­dig ge­fähr­den und ist auch nicht not­wen­dig. Das Ziel der AV 2020, die Ren­ten­höhe grundsätz­lich zu er­hal­ten, kann ohne AH­V-Er­höhung er­reicht wer­den.

 

Das unterlegene Modell der Bürgerlichen in der SGK-S schlägt zur Kompensation der Senkung des Umwandlungssatzes innerhalb der 2. Säule eine Lösung vor, die mehrheitsfähig sein müsste. Sie sieht einen tieferen Koordinationsabzug (Fr. 17‘625), Beginn der Altersvorsorge mit 21, einer Übergangsgeneration von 20 Jahren und die gleiche Staffelung der Altersgutschriften, wie sie der Ständerat in 2015 bereits entschieden hatte. Rentenausfälle für die Übergangsgeneration würden durch den Sicherheitsfond kompensiert. Ergänzend dazu soll Versicherten mit tiefen bis mittleren Einkommen, die schon früh erwerbstätig waren, die Frühpensionierung erleichtert werden. Damit würde sichergestellt, dass alle der Übergangsgeneration (20 Jahrgänge!) die heutige BVG-Rente gesichert hätten und alle Jahrgänge nach der Übergangsgeneration die heutige Rentenhöhe grossmehrheitlich mindestens halten können. Die unsäglichen 70 Franken AHV-Erhöhung wären damit überflüssig.

 

Leider​​ unterlag dieses Modell in der SGK-S und wird es wohl auch im Ständert infolge der Mitte-Links Doktrin schwierig haben, obwohl es kostengünstiger ist als das Mehrheitsmodell der SGK-S. Aber wenn der Nationalrat auf dieses Konzept einschwenken würde, dann könnte uns dieses neue Modell aus der Sackgasse führen.


Kommentare von Lesern zum Artikel

Information zur Abschaltung der Kommentarfunktion

Der Verein Vimentis hat sich entschieden, die Kommentarspalte zu den Blogs zu schliessen. In der folgenden Erläuterung erfahren Sie den Grund für diesen Entscheid.

Der Blog, und dazu gehört auch die Kommentarspalte, sind ein wichtiger Teil der Diskussionsplattform von Vimentis. Gleichzeitig sind Werte wie Respekt, Anstand und Akzeptanz für den Verein von grösster Wichtigkeit. Vimentis versucht diese Werte selbst einzuhalten, sowie auch auf der Website zu garantieren.

In der Vergangenheit wurden diese Werte in der Kommentarspalte jedoch regelmässig missachtet, es kam immer wieder zu nicht tolerierbaren Aussagen in den Kommentaren. Das Löschen dieser Kommentare ist heikel und zudem mit grossem Aufwand verbunden, welcher der Verein nicht stemmen kann. Zusätzlich können die Kommentare praktisch anonym verfasst werden, weswegen eine Blockierung der jeweiligen Personen unmöglich wird.

Folglich hat der Verein Vimentis entschlossen, die Kommentarfunktion abzuschalten und nur den Blog stehen zu lassen. Der Blog erlaubt es Personen weiterhin, sich Gehör zu verschaffen, ohne sich hinter einem Pseudonym zu verstecken. Die Änderung sollte die Blog-Plattform qualitative verbessern und all jenen Personen ins Zentrum rücken, welche Interessen an einer sachlichen Diskussion haben, sowie die oben erwähnten Werte respektieren.


100%
(1 Stimme)
Karlos Gutier sagte March 2017

Unsere PK hat schon ab 2017 den Umwandlungssatz auf 4,87% gekürzt, die Altersarmut ist somit Programmiert. Die 70 Fr. nützen den Rentner die jetzt schon schlechte Leistungen unter Umwandlungssatz 5% haben nichts, weil sie diese ja nicht bekommen.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

86%
(7 Stimmen)
Elsi D. Stutz sagte November 2016

Wenn man in einer Sackgasse steckt, gibt es in der Regel nur eines, zurück auf 1, und nochmals neu abbiegen! Menschen brauchen eine Rente, die ihren Lebensunterhalt deckt. Das wurde uns versprochen, dass ist unser Anrecht, Herr Dittli! Das müsste ihre erste Priorität sein und NICHT lediglich die billigste Lösung für Staat und Wirtschaft zu Lasten jener, die sich ihren Ruhestand "in "Würde" erarbeitet haben zu suchen.
Fr. 4000.-pauschal pro Kopf, das würde helfen, mit einem Fr. 70.- Pflästerli und leeren Versprechen ist keinem geholfen. Aber wahrscheinlich muss auch bei uns erst ein Trump(el) kommen, bevor man sich wieder auf seine eigentliche Aufgabe als Volksvertreter, besinnen kann?!


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

Seite 1 von 1