Verkehr > Privater Strassenverkehr,

Sackgasse Güterbahnhof - wie weiter?

Artikel weiterempfehlen

Stimmen Sie dem Artikel zu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Artikel!

Am 28. Fe­bruar stimmt das St.­Gal­ler Stimm­volk über die Güter­bahn­ho­fi­ni­t​ia­tive ab.
​Wir sol­len uns zwi­schen „Staustadt - Nein Dan­ke“ und „­Stadt­ent­wick­lung​ jetz­t“ entscheiden. 
Als be­ken­nende Städ­te­rin und An­woh­ne­rin des Riethüs­li­quar­tiers​ hätte ich gerne den Fün­fer und das Weg­g­li.Auch ich wün­sche mir eine Ver­kehrs­be­ru­hi­gu​ng in mei­nem Wohn­quar­tier und gleich­zei­tig liegt mir die Ent­wick­lung einer der letz­ten in­ner­städ­ti­schen Bau­land­re­ser­ven am Herzen. 
Ob ein wei­te­rer Au­to­bahn­zu­brin­ge​r in einem zen­tra­len ur­ba­nen Ent­wick­lungs­ge­bie​t die Ant­wort auf unser ge­stei­ger­tes Mo­bi­liäts­be­dürf­n​is sein kann, wage ich al­ler­dings zu be­zwei­feln. Eine op­ti­male Er­schlies­sung der Me­tro­po­lit­an­re­g​ion St.­Gal­len ist wirt­schaft­lich nötig und sinn­voll, was auch den Bau einer 3. Au­to­bahn­röhre recht­fer­tigt. Der teure Ka­pa­zitäts­aus­bau der Stadt­au­to­bahn hin­ge­gen schafft nicht nur falsche Mo­bi­litäts­an­rei­z​e, son­dern löst auch das Pro­blem der ver­stop­fen In­nen­stadt­zu­brin­​ger nicht. So­lange Nah­pend­ler und Hang­be­woh­ner auf einen Park­platz in der In­nen­stadt spe­ku­lie­ren, wer­den wir die Staustadt nicht los. Eine kon­se­quente Op­ti­mie­rung im ÖV sowie at­trak­tive E-­Bike Rou­ten oder fle­xiblere Ar­beits­zeit­mo­dell​e um die Spit­zen­be­las­tung der Zu­brin­ger­stras­sen​ zu bre­chen sind für mich in­no­va­ti­vere Modelle. 
Innovativ wäre auch das Güter­bahn­ho­fa­real​ mög­lichst bald, wie es Basel mit dem Er­len­matt­quar­tier​ vor­ge­macht hat, zu einem 2000 Watt Areal zu ent­wi­ckeln. Woh­nen und Ar­bei­ten in einem at­trak­ti­ven Quar­tier mit al­ler­bes­ter ÖV-An­bin­dung, einem Nah­er­ho­lungs­ge­bi​et auf der Kreuz­blei­che und einer di­rek­ten Ver­bin­dung zum Quar­tier Bahn­hof Nord wäre eine vi­sionäre Nut­zung für die Ener­gie­stadt St.­Gal­len. Nun soll jeder sel­ber ent­schei­den, ob zwei Au­to­bahn­spu­ren, die neben der Gar­ten­laube im Güter­bahn­hof­quar­t​ier im Boden ver­schwin­den und noch mehr Ver­kehr in der In­nen­stadt Lust auf städ­ti­sches Woh­nen ma­chen.


Kommentare von Lesern zum Artikel

Information zur Abschaltung der Kommentarfunktion

Der Verein Vimentis hat sich entschieden, die Kommentarspalte zu den Blogs zu schliessen. In der folgenden Erläuterung erfahren Sie den Grund für diesen Entscheid.

Der Blog, und dazu gehört auch die Kommentarspalte, sind ein wichtiger Teil der Diskussionsplattform von Vimentis. Gleichzeitig sind Werte wie Respekt, Anstand und Akzeptanz für den Verein von grösster Wichtigkeit. Vimentis versucht diese Werte selbst einzuhalten, sowie auch auf der Website zu garantieren.

In der Vergangenheit wurden diese Werte in der Kommentarspalte jedoch regelmässig missachtet, es kam immer wieder zu nicht tolerierbaren Aussagen in den Kommentaren. Das Löschen dieser Kommentare ist heikel und zudem mit grossem Aufwand verbunden, welcher der Verein nicht stemmen kann. Zusätzlich können die Kommentare praktisch anonym verfasst werden, weswegen eine Blockierung der jeweiligen Personen unmöglich wird.

Folglich hat der Verein Vimentis entschlossen, die Kommentarfunktion abzuschalten und nur den Blog stehen zu lassen. Der Blog erlaubt es Personen weiterhin, sich Gehör zu verschaffen, ohne sich hinter einem Pseudonym zu verstecken. Die Änderung sollte die Blog-Plattform qualitative verbessern und all jenen Personen ins Zentrum rücken, welche Interessen an einer sachlichen Diskussion haben, sowie die oben erwähnten Werte respektieren.