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Saubannerzüge durch das Schwarzbubenland

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Ein Phäno­men der Städte und der Ag­glo­me­ra­tio­nen er­reicht das Land. Die Sau­bann­erzüge der letz­ten Wo­chen zei­gen den Wer­te­zer­fall und die In­to­le­ranz ge­genü­ber an­de­rer Mei­nun­gen auf gra­vie­rende Art und Weise.

Toleranz, Respekt und Anstand gegenüber anderen Meinungen sind Werte, welche unser Land geprägt, gestärkt und unsere demokratischen Wurzeln gefestigt haben. Umso bedauerlicher sind die Vorkommnisse während des aktuellen Wahlkampfes zu den solothurnischen Kantonsratswahlen im Schwarzbubenland.

Anf​​​​​​änglich wurden die Plakate der SVP-Kandidaten und Kandidatinnen mit hirnlosen Klebern bestückt, dann wurden die Plakate von den Kandelabern gerissen und seit neuestem werden die Plakate und somit die Politiker und Politikerinnen sogar noch mit Kurzschnauz und Scheitel bemalt und damit, ohne jeglichen Realitätsbezug, in die nationalsozialistisch​​​​​​e Ecke gedrängt.

Mir ist die Meinungsvielfalt bedeutend wichtiger als die Meinungseinfalt, denn nur so sind tragbare und konsensfähige Lösungen und Kompromisse möglich. Deshalb habe ich auch keinerlei Probleme mit anderen politischen Ansichten, solange diese ehrlich gemeint sind und aus Überzeugung geäussert werden.

Mit den Saubannerzügen der letzten Tage und Wochen zeigen die Vandalen einzig, dass Sie einer Demokratie, wie wir sie glücklicherweise haben und schätzen sollten, nicht würdig sind und sich lediglich mit sinnfreier und krimineller Energie Gehör verschaffen können. Ich argumentiere lieber mit Fakten, gerne hart im Inhalt und der Sache, aber immer fair im Umgang mit dem Gegenüber.

Vandalismu​​​​​​s, Verleumdungen und Denkverbote haben für mich in den politischen Debatten aber auch im Alltag nichts zu suchen.

Erfreulicherw​​​​​eise haben sich neben der Basler Zeitung auch die Solothurner und Basellandschaftliche Zeitung diesem Thema angenommen und die Vandalenakte thematisiert:

http://w​​​​​ww.solothurnerzei​t​u​n​g​.ch/solothurn​/w​ei​te​re​-regionen​/so​lot​hur​ner​-svp-​laes​st-h​itle​rsch​n​auz-p​lakat​-zur-​sen​si​bil​isieru​ng-hae​​ngen-1​​3108695​3

Bei​ der Basler Zeitung ist der Artikel lediglich in der Online-Ausgabe (kostenpflichtig) und in der Papierausgabe (kostenpflichtig) erschienen.

Aber auch das lokale Wochenblatt hat den Artikel diesbezüglich veröffentlicht (Ausgabe vom 02.03.2017, auf Seite 21) und somit zur Transparenz, Ehrlichkeit und Fairness im Wahlkampf beigetragen: 

http://w​​​​​ww.wochenblatt.ch​/​w​o​s​/service/arch​iv​/

​Eb​en​so bedanke ich mich bei der Online-Zeitung soaktuell für die Veröffentlichung des Artikels:

https://soa​k​​​​tuell.ch/index.p​hp​?​p​a​ge=/news/sau​ban​ne​rz​ue​ge-durch​-das​-sc​hwa​rzb​uben​land_​2875​5

Mi​t über 1000 Aufrufen in nur 5 Tagen zeigt der Artikel klar auf, dass der Inhalt aktueller nicht sein könnte.

Sind Sie der gleichen Meinung? Dann setzen Sie meine Namen zwei Mal auf Ihre Liste. Herzlichen Dank für Ihr Vertrauen.

Marcel Schenker, Kandidat Kantonsratswahlen Solothurn

 


Kommentare von Lesern zum Artikel

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50%
(8 Stimmen)
Rudolf Oberli sagte March 2017

Mit "Saubannerzug" wird eine mittelalterliche Fehde bezeichnet, die Urner und Schwyzer gegen Savoyen führten, Herr Schenker. Eine sog. "Freischar" marschierte 1477 während der Fastnachtszeit aus der Zentralschweiz in Richtung Genf, um vom Herzog von Savoyen, die in den Burgunderkriegen versprochene, aber noch nicht bezahlte "Brandschatzsumme" einzutreiben. Voran trugen sie ein Banner mit einem Eber. Sie hatten Erfolg und erhielten einen Drittel der Schuldsumme und für den Rest Geiseln. Gemäss $VP-Schweizer Geschichte gehörten diese Zentralschweizer zu den Guten und die Savoyer zu den Schlechten.

https:​//de.wikipedia.org/wi​ki/Saubannerzug

Ic​h finde es auch nicht gut, dass die Plakate der SVP beschädigt worden sind. Offenbar wissen Sie nicht, wer es war, bestimmt nicht die "guten" Urner und Schwyzer, und Sie vermeiden richtigerweise Schuldzuweisungen.


Niemand wird bestreiten, dass solcher Vandalismus der Demokratie schadet. Was wollen Sie also hier noch diskutieren?



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33%
(15 Stimmen)
jürg wolfensperger sagte March 2017

..es fängt in der Reithalle in Bern an und "strahlt" aus über das ganze Land...!..wie heisst es so schön?..zuhause muss beginnen...!!..was leuchten soll im Vaterland...!!!
Dumm​erweise sind gewisse Leute mit dem Ferrari durch die Kinderstube gerast.!..oder steht gar einer zuhause bei deren Eltern..???..oder ähnlich......???
Ja ..wir werden durch unsere Medien nur noch lückenhaft informiert..!..schade​..!.traurig....ach ja der Persönlichkeitsschutz​ hat Vorrang..!...gottlob.​.für die Schuldigen,..schlecht​ für diejenigen, die den Schaden haben.."Vor dem Gesetze sind alle gleich"..ausser sie sind aus der Hausbesetzer - Szene..!...nun den ..die Gedanken sind frei........wer kann sie erraten..!..sehr schöner Text..


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47%
(17 Stimmen)
Roland Marquis sagte February 2017

Herr Schenker,

Sie nennen sich Kandidat der Kantonsratswahlen Solothurn.

Hatten Sie nicht kürzlich für den Landrat des Kantons Basellands kandidiert?



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36%
(14 Stimmen)
Ernst Jacob sagte February 2017

> was wohl kaum im Interesse der mehr als 70% nicht SVP-Wähler ist.

Aber mit Sicherheit auch nicht im Sinne der 95+% der nicht Grünen Wähler, und über die roten Linken schreibe ich lieber nicht, die zerfleischen sich ja gegenwärtig sowieso selbst. Und zudem existiert, mit Ausnahme von Nord-Korea vielleicht, nirgendwo eine Partei, die 100 % des sogenannten Volks vertritt.

Ihre Argumentation ist daher nur zymisch, wenn Sie deklarieren, zwar grundsätzlich etwas zu verurteilen, aber im speziellen Fall, und wo es DIE betrifft, die Ihnen politisch offenbar nicht passen, sehr schnell von Ihren Grundsätzen abweichen. Für mich zeugt sowas ganz einfach davon, dass Sie offenbar im politischen Unterricht Einiges verpasst haben.

Die Schuldigen sind ja immer die Anderen, und man selber ist gut. Die Denkensart wowhl Derer, die noch gar nichts verstanden haben. Und schon daher ist es logisch, und auch gut, wenn es von Zeit zu Zeit wieder so richtig dreht, offenbar geht es ja auch gar nicht anders.


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57%
(14 Stimmen)
José Martin Blanco sagte February 2017

Grundsätzlich gehe ich mit dir einer Meinung, dass die Verunglimpfung von Plakaten eine Sauerei ist und nicht toleriert werden sollte. Dass du dich für freie Meinungsäusserung, Toleranz, Respekt und Anstand gegenüber anderer Meinungen einsetzt und behauptest es sind Werte die unser Land geprägt haben, empfinde ich erstaunlich. Stellt sich mir nur die Frage, warum du SVP-Mitglied bist, die als Partei doch eher den Ruf hat, sich für andere Meinungen nicht wirklich zu interessieren und falls jemand es wagt, diese zu äussern sie einfach möglichst laut stumm zu reden, dazu aber ein anderes Mal.
Aber du zeigst im zweiten Absatz ja schon, wie es mit deiner Toleranz freier Meinungsäusserung ist. Du bezeichnest sie sogleich als "hirnlos". Hast du dir schon mal überlegt, dass die, welche die Saubannerzüge machen, einfach nicht über die finanziellen Mittel der SVP und der FDP verfügen? Zähl mal die Plakate von Breitenbach bis Erschwil an der Hauptstrasse/Passwang​strasse und sag mir dann mal, welche zwei Parteien da in Führung liegen. Wobei ich nochmals wiederholen möchte, dass ich dieses Vorgehen äusserst unpassend finde, zumal die SVP, so wie du es in diesem Artikel machst, versucht daraus Profit zu schlagen und sich als Opfer darzustellen, was wohl kaum im Interesse der mehr als 70% nicht SVP-Wähler ist. Es zeigt der SVP aber auch, dass sie offensichtlich immer wieder mal nicht "das" Volk vertritt, sondern nur einen Teil davon vertritt.


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