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Spenden? Dann an die, welche nicht ohnehin begünstigt sind!

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Der Spen­den­ba­ro­me­ter​​​​​​​​​​ von IDEAS Ai­dRa­ting. Er kann, wohl­ge­merkt, für das ganze Jahr ge­nutzt wer­den!

Diesmal wollen wir das Augenmerk besonders auf eine Erscheinung richten, die sich immer schärfer abzeichnet: Da gibt es die seit Jahren bekannten grossen Hilfswerke, die auf allen Kanälen eifrig sammeln. Es sieht aus, als wären sie es, die die Schweizer humanitäre Seele verkörpern.    

Aus kritischer Sicht sieht es eher so aus: Die öffentliche Szene wird beherrscht von diesen wenigen grossen Hilfswerken und, besonders zu bemerken, auch ihren Zusammenschlüssen. (»Föderationen», Allianzen, Kampagnenverbünden) Die mit Geldverteilen betraute EDA-Abteilung DEZA betrachtet sie nach undurchsichtigen Kriterien als genehme Hilfswerke und alimentiert sie seit Jahren nicht nur mit «Aufträgen» in Millionenhöhe, sondern jedes einzelne erhält zudem wachsende Millionenbeträge an «Beiträgen», für die sie keine Rechenschaft abgeben müssen.

Wer es genauer wissen will, ist eingeladen, diese «Beiträge» und ihre Höhe im Einzelnen der untenstehenden Grafik zu entnehmen, deren Zahlen aus den DEZA-Jahresberichten 2005 bis 2017 stammen. Seit 2018 sind diese Zahlen nicht mehr öffentlich zugänglich, aber der Trend weist seit Jahren nach oben. Allein für 2017 beliefen sich solche «Beiträge» auf 125.5 Millionen CHF.

Für kleine Hilfswerke und die breite Öffentlichkeit heisst es hingegen, das Geld sei knapp. Wir meinen: Hilfswerke, die vom Staat mit Millionenbeiträgen subventioniert werden, brauchen nicht noch die knappen Spenden der «kleinen Leute». Diese sind vielleicht gut fürs Image, ansonsten aber, im DEZA-Jargon, «Peanuts».

Unser Rat: Spenden Sie an kleine, wenig bekannte, aber engagierte Hilfswerke!

Und sparen Sie sich Spenden an stark subventionierte Hilfswerke wie Helvetas, Caritas, Terre des Hommes Lausanne, SRK, Swissaid, HEKS, Brot für Alle, Swisscontact, Fastenopfer, Solidar, und neu auftauchende kantonale «Fédérations» nach Muster FGC, denn letztere sind als Retortenprodukte anzusehen, entstanden unter DEZA-Aufsicht. Einzelheiten siehe Grafik!

Wer wirklich nutzbringend spenden will, möge dies am besten tun an kleine, wenig bekannte Initiativen, die aus eigener Anschauung heraus etwas tun und aus eigenen Kräften «echte Präsenz» in benachteiligten Regionen, Gegenden, Dörfern, usw. zeigen.                      ​​​​​​​​​​            ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​   ​  ​  ​  ​  ​  ​  ​  ​​
Was meinen wir mit «echter Präsenz»? Es sind überschaubare Aktionen mit konkreten Inhalten, bei denen Zielgruppen mitentscheiden, mindestens eine Person mit Schweizer Kontakt inhaltlich mitwirkt, und mindestens diese Person, besser weitere aus der Schweiz, mindestens einige Zeit jährlich vor Ort tätig im Projektgebiet verbringt (und nicht nur in der jeweiligen Hauptstadt). Ausserdem sollten sie keine ideologische Agenda haben, über ihre Mittel Buch führen und regelmässig über die konkrete Arbeit berichten.

Ken​​​​​​​​​​nen Sie solche? Teilen Sie es uns und anderen mit! Wer Interesse hat, kann uns und alle Leser gerne auf kleine Initiativen aufmerksam machen, wo Leute mit Engagement vor Ort zusammen mit Betroffenen um Lösungen ringen. Solche sind nicht gar so häufig gesät, und sie können nicht mit dem Füllhorn der DEZA rechnen.

BerichtenSie​​​​​​​​​​ über kleine Hilfswerke in einemeigenen Kommentar zu diesem Blog-Beitrag! Kleiner Hinweis zu Angaben: Teilen Sie mit,

  • was diese tun und wo,
  • wer zuständig ist,
  • wo der Sitz ist,
  • warum Sie finden, die seien vertrauenswürdig.

Au​​​​​​​​​​ch Rückfragen und Kommentare sind natürlich willkommen!

Nochmal die oben im Text kaum erkennbare Grafik, zusammengestellt aus den offiziellen DEZA-Jahresberichten.​​​​​​​​​​ Von unten nach oben zu lesen nach Grösse der jährlichen Beiträge, sprich: Subventionen. «Aufträge» der DEZA in gleicher Grössenordnung sind in dieser Aufstellung nicht enthalten und kämen noch hinzu.

 


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