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SRF gegen No Billag

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1) Yves Schif­fer­le, Head of TV De­ve­lop­ment, Non-S­cript En­ter­tain­ment bei SRF schrieb mir:

„Lieber Juerg
Ich schreibe dich an, weil mir die Diskussion um die NoBillag-Initiative sehr am Herzen liegt. Weil ich persönlich von den Auswirkungen betroffen bin – genauso wie sehr viele meiner Freunde. Aber vor allem weil ich mir eine Schweiz wünsche mit qualitativ gutem und unabhängigen Journalismus in allen vier Landesteilen. Das in Zeiten, in denen im privaten Sektor journalistische Leistungen abgebaut werden, weil sie nicht rentieren. Genau so wünsche ich mir gute Unterhaltungsprogramm​e aus der Schweiz – für die Schweiz und Sportsendungen wie Tennis mit Federer, Fussball WM/EM, Olympia, Lauberhorn-Rennen, Tour de Suisse oder Schwingen, uvm. Mir geht es darum, mein Umfeld über die Hintergründe und über die Konsequenzen dieser radikalen Initiative aufzuklären. Denn "No Billag" ist eine Mogelpackung und sollte fairerweise "No SRF“ heissen.
Weil ich festgestellt habe, dass viele in meinem Umfeld von falschen oder unzureichenden Informationen ausgehen, schreibe ich meine Freunde an, die Mitglied in der untenstehenden Gruppe sind. Du gehörst dazu. Wer diese Facebook-Gruppe likt, sagt auch „Ja zur Abschaffung der SRG“. Ja zur Abschaffung der Tagesschau, Echo der Zeit, Happy Day, Donnschtig Jass, Kassensturz, SRF bi de Lüt, der Bestatter und allen andern Sendungen von SRF, die danach nicht mehr finanziert werden können. Ich nehme an, dass ist nicht deine Absicht. Bei dieser Abstimmung wird es auf jeden einzelnen ankommen – auch auf einen "Gefällt mir"-Daumen, der auf einer Seite ist, die man eigentlich gar nicht liken möchte.
Falls du noch Fragen hast, kannst du dich jederzeit bei mir melden. En liäbe Gruess, Yves

2) Quelle: „Blick“

Service Fettnapf

Fast täglich melden sich SRF-Mitarbeiter in knapp versteckter Form zur No-Billag-Initiative.​ Sie wollen den Gebührentopf retten – und lassen dabei keinen Fettnapf aus. Die Peinlichkeiten sind beste Gratiswerbung für die Gebührenabschaffer.

F​ast täglich melden sich SRF-Mitarbeiter in knapp versteckter Form zur No-Billag-Initiative.​ Sie wollen den Gebührentopf retten – und lassen dabei keinen Fettnapf aus. Die Peinlichkeiten sind beste Gratiswerbung für die Gebührenabschaffer.

D​er Leutschenbach ist über die Ufer getreten, bevor es zu regnen begonnen hat. In düsterer Aufregung haben sich in den letzten Tagen SRF-Mitarbeiter zu Wort gemeldet, um schlecht getarnt vor No Billag zu warnen. Von den Chefs haben sie grünes Licht bekommen, sich freimütiger als bisher zu Job und Arbeitgeber zu äussern. Denn klar, die Initiative ist für sie eine Bedrohung. Nur SRG-Hasser erwarten da Selbstverleugnung.  

Doch die Medienprofis, darunter einige Aushängeschilder, versagen in ihrer Öffentlichkeitsarbeit​ kläglich. Fast jede ihrer Äusserungen bewirkt das Gegenteil dessen, was sie damit beabsichtigen.

Weiner​lich, hochnäsig, peinlich

Weinerlich lassen sie uns das Selbstverständliche wissen, nämlich dass man bei SRF tatsächlich arbeiten muss und sich nicht nur gemütlich am Verfeuern von Gebührengeldern wärmt. Hochnäsig streichen sie die Qualität ihrer angeblich einzigartigen Service-public-Meiste​rwerke hervor. Und als vorerst letzter Tiefpunkt blamiert sich ein Ski-Kommentator mit einer Fake-News-Enthüllung,​ die sich selber als kreuzfalsch herausstellt.

Der Gegner kann sich bedanken

Diese SRF-Mitarbeiter bestätigen mit ihrem Gejammer und Gesäusel nur das Vorurteil, dass sie in einer geschützten Werkstatt leben und keine Ahnung von der Jobrealität der Gebührenzahler haben. Dass sie selbstgefällig sind und sich wichtiger nehmen als die Themen, über die sie berichten sollten. Dass sie genau diese abgehobene Kaste der Service-public-Hüter sind, die Volksbelehrung für Volksnähe halten. Doch jedes bestätigte Vorurteil ist eine Salve ins eigene Knie, beste Gratiswerbung für die No-Billag-Kampagne.  ​

Fünf vor zwölf, nicht 10 vor 10 

Dabei müsste den SRF-Leuten die gefährliche Ausgangslage klar sein: Da draussen in der Schweiz ist nicht 10 vor 10, es ist fünf vor zwölf. Die Gebührenabschaffer kö​nnen bis zur Abstimmung am 4. März eigentlich gar keine Fehler machen – die No-Billag-Gegner der SRG hingegen jede Menge. Die Fettnäpfe stehen einladend da, und es sind viele. Vielleicht sollten die gescheiteren Köpfe am Leutschenbach ihren peinlichen Kollegen beibringen, wie man nicht gleich in jeden tritt.

3) Beurteilung:

Kontrapr​oduktiv!


Kommentare von Lesern zum Artikel

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100%
(5 Stimmen)
jan eberhart sagte December 2017

Wer meldet sich besonders stark zu Wort? Alle, die in der Kultur sind und von der SRG abhängig sind.

Filmschaffen​de und andere in der Kultur tätige.

Auch Ringier, NZZ; AZ-Medien u.a sind durch die BILLAG an die SRG gebunden. Viele Radio- und TV-Sender von diesen Mediengruppen erhalten schon lange Geld aus der BILLAG und wollen nicht auf diese verzichten.

Die SRG hat mit Swisscom und Ringier Admeira eine Vermaktungsgruppe gegründet, bei der neu auch die NZZ dabei ist.

Die SRG ist stark vernetzt in der Schweiz und hat viele Kontake im Medien- und Kulturbereich.

Vie​le würden ebenfalls geschädigt beim Wegfall des jetzigen Systems.

Ohne Staatsgeld keine Schweizer Filme.


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60%
(5 Stimmen)
Georg Bender sagte December 2017

Auch bei diesem Thema spielt der Zahler-Mythos mit. Die Beschäftigten der SRG, sichern in einer arbeitsgeteilten Wirtschaft, ebenso wie jeder andere Bürger das Geldvolumen.

Weil es jedoch eine Pflichtweitergabe ist, sollte sie über die Steuern (nicht Kopfpauschale) zurückfliessen. Dieser Grundsatz sollte für alle Pflichtweitergaben gelten, weil jeder Mensch vom Nettogeldwert seiner Arbeit, seinen individuellen Lebensunterhalt bestreitet. Die Additionen und Subtraktionen gehören zum völlig unnötigen Sozialpartnerschaftsp​iel, welches suggeriert, der Arbeitgeber würde einen Anteil an den Soziallasten übernehmen.
Diese Idiotie ist derart in den Köpfen eingehämmert, wie wenn das Geld vom Himmel fiele und nach der Benutzung in die Hölle versiegt! Die Ökonomen, Regierende und Medien (SRG gehört dazu) bedienen diese Lüge laufend!

Paradoxon​: Im Preis für den End- Verbrauch oder Nutzung sind sämtliche Faktoren einkalkuliert und werden vom Konsumenten oder Nutzer mit dem ihm zugeordneten Geldvolumen in Güter oder Dienstleistungen eingetauscht. Dabei wird das gleiche Geld x-fach verwendet bis es zum Bankschuldner zurückfliesst.

Auf​gemerkt: Dieses Paradoxon ist die Wahrheit und gilt natürlich auch für die AHV und andere Systeme! Das Lohnsummenabwicklungs​spiel dient dem Betrug von Renteneintrittsalter,​ Demografie und Generationsvertrag als monetäre Leistung. Wie kann ein Umlagefonds abnehmen, wenn die Abflüsse durch die Rückflüsse kompensiert sein müssen? Ganzheitliches Denken als Kontrollfunktion?



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75%
(8 Stimmen)
Willi Frischknecht sagte November 2017

Wer ist Yves Schifferle? Einfach einer der seine Firma schliessen kann wenn der Gebührentopf weg ist.

>>

Yves Schifferle wird Head of Branded Content bei Joiz. Er arbeitet auf Gruppenebene und wird somit sowohl für Joiz Schweiz als auch für Joiz Deutschland im Einsatz stehen.

Yves Schifferle tritt die Stelle als Head of Branded Content am 1. Februar 2014 an, wie es in einer Mitteilung heisst. Zu seinem Verantwortungsbereich​ gehören die Entwicklung von Branded-Entertainment​-Formaten und die Durchführung grosser Partnerprojekte. Alexander Mazzara, CEO der joiz Gruppe: «Branded Entertainment ist einer der grossen Trends im internationalen TV-Markt, und joiz ist zweifellos schon jetzt einer der führenden Anbieter solcher Formate. Mit Yves Schifferle werden wir uns in diesem Bereich noch einmal entscheidend verstärken!» Mit Formaten wie «M-Budget WG», «M-Budget Brain+Buddy» (entwickelt in Zusammenarbeit mit Jung von Matt und Migros) oder dem interaktiven Quiz «Wer‘s glaubt» (Wirz/PHD/Mobiliar) und vielen anderen erfolgreichen Projekten für Partner wie Swiss Milk, Logitech oder Trident verfügt Joiz über einen beträchtlichen Leistungsausweis im Bereich des crossmedialen Branded Entertainments.


​Yves Schifferle ist 38 Jahre alt und lebt in Zürich. Seit über 15 Jahren ist er in der Fernsehunterhaltung tätig, zuletzt entwickelte und produzierte er als Inhaber der Firma Flying Producer Formate für SRF, Joiz und andere Kunden. In den fünf Jahren zuvor wirkte er als Redaktionsleiter (Executive Producer) in der Abteilung Unterhaltung beim Schweizer Fernsehen. Während dieser Zeit kreierte und verantwortete er mehrere erfolgreiche Unterhaltungs-Formate​, darunter «Happy Day», «Der Match», «Tapetenwechsel», «Stunthero» oder «Aeschbacher». Von 2002 bis 2004 lebte Yves Schifferle in Köln, wo er unter anderem das ProSieben-Format «Rent-a-Pocher» mitentwickelte und redaktionell leitete.

«Alle reden von transmedialem Storytelling, Branded Entertainment und Native Advertising. Joiz setzt als einer der wenigen Player die Theorie auch tatsächlich in die Praxis um, und setzt damit Massstäbe. Ich freue mich darauf, diese innovativen Erzählformen mit einem erfahrenen Team weiterzuentwickeln, und hoffe darauf, Kunden und Publikum mit starken Geschichten zu begeistern und zu bewegen», begründet Yves Schifferle seinen Wechsel. Seine Firma Flying Producer bleibt vorerst bestehen. Laufende Projekte werden zu Ende geführt.


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50%
(10 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte November 2017

Herr W. Meyer Sie denken da allzu pessimistisch.

Mei​ner Meinung nach ist die SRG, z.T. etwas überspitzt formuliert:

1. In grossen Teilen längst zum reinen Propagandasender von links/grün verkommen.

2. Ein mit Zwangs-Gebühren ALLER - selbst derer die gar keinen TV haben - vereinbart sich nicht mit einer freien Marktwirtschaft. Auch nicht mit einem demokratischen Gesellschafts-System.​ Dies ist analog der kommunistischer Zwangsbewirtschaftung​.

3. Nur noch eine Minderheit der Jungen Menschen interessiert sich überhaupt noch für so ein verkrustetes, starres SRF-Staats-Fernsehen.​ Sie alle und auch wir älteren, welche nicht mehr im letzten Jahrhundert stehen geblieben sind, haben seit langem viele andere INFO-Kanäle & alternative modernere Systeme gefunden, die uns mehr zusagen, die wir uns selber aussuchen dürfen. Der freie Markt machts möglich. Und genau deswegen haben auch Netflix & Co. heute Hochkonjunktur.

4.​ Ich habe schon ein paar mal gedacht, als ich SF-1 noch ein wenig konsumierte, warum muss denn oooh Samichlaus das Staats-TV der kleinen Schweiz z.B. für jeden Reissack der in Asien umfällt, sofort einen Sonderkorrespondenten​ dorthin in alle Ecken der Welt entsenden, der dann live vor Ort berichten kann. Schlussfolgerung: Diese SRG die muss ja doch geradezu im Gelde schwimmen, dass sie nicht mehr weiss wohin damit. Deshalb kann dann jeder 2. Mitarbeiter eine Ferienreise buchen z.L. der Gebühren-Zwangsverpfl​ichteten.

Nein so geht das sicher nicht. Alles in allem, da kann man guten Gewissen ein JA einlegen.


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46%
(13 Stimmen)
jan eberhart sagte November 2017

Ein weiterer Grund: Ja zur No Billag.

Ich konsumiere keine der genannten Sendungen und möchte auch gar kein SRG-Konsument sein.

Es wird Zeit diese geschützte Werkstatt mal wachzurütteln.


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50%
(12 Stimmen)
Willi Frischknecht sagte November 2017

Was interessiert mich die SRG. Ich bin kein Kunde oder Konsument deren Angebotes. Trotz allem bin ich als Zwangskunde zur Zahlung einer Rechnung verpflichtet. Die No Billag gibt mir nun die Chance auch diesen Zwang zu beenden, darum JA zur No Billag.



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42%
(12 Stimmen)
Alex Schneider sagte November 2017

Haben Sie schon mal bemerkt, wie locker das Schweizer Parlament mit angenommenen Volksinitiativen umgeht? Die SRG würde sicher nicht sang- und klanglos untergehen. Da malen Sie den Teufel an die Wand. Aber ein Neustart in Abstimmung mit den privaten Medien ist überfällig.


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