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Stärkung der AHV von Kurt Steudler

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Stärkung der AHV

 

Da aus irgendwelchen Gründen hier die Diskussion verhindert wird möcht ich ein Meinungsaustausch doch ermöglichen. 

 

Die 70 Franken Rentenerhöhung mögen für Puristen schräg in der Landschaft stehen. Trotzdem gehen sie in die richtige Richtung, nämlich der Stärkung der AHV.


Das dauernde Gejammer von der finanziellen Schieflage der AHV wird grundlos angestimmt.
Mit 1 bis 2 Prozent Mehrwertsteuererhöhun​​​​g ist die AHV über Generationen gesichert.


Solidarischer und 'gerechter' kann eine Altersvorsorge kaum sein als die Versicherung mit einem Umlageverfahren, das sich auf das Brutto inlanprodukt (BIP) stützt.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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Karlos Gutier sagte Vor 7 Tagen

B ei der Rentenreform geht es eigentlich nicht um die 70 Franken, die wollte man nicht, aber als Mäusefutter hat man dies wohl oder übel reingenommen, so lesen die Stimmbürger nicht um was es real geht.

Wir wurden schon von Frau Dreibein beim Krankenkassengesetz reingelegt und werden es wohl wieder weil niemand sich um das Gesetz informiert, sondern nur geifernd an den Fr. 70 festhält.


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67%
(6 Stimmen)
jürg wolfensperger sagte August 2017

Ich denke die Erhöhung der AHV-Rente ist ein Nullsummenspiel......​!..Je mehr diese Staatsrente ausgebaut wird,desto tiefer werden in Zukunft Renten der zweiten Säule ausfallen.Es war mal das Ziel,dass AHV und Pensionskasse zusammen,die eigene Rente im Alter dem letzten bezogenen Lohn entsprechen sollte.So dass im Alter kein Abstieg in die Altersarmut anstehen soll.Das Ziel der linken Kreise ist ja schlussendlich eine Staatsrente,die dann schlussendlich wohl den zumindest doppelten Aufwand an Geld einfordern wird.Nirgends beikommen die Menschen,wenn sie denn ihr Leben lang gearbeitet haben und ihre Prämien zusammen mit dem Arbeitgebern einbezahlt haben,mehr Rente,als bei uns!!...darum Wehret den Anfängen...!..ich stimme NEIN..!


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80%
(5 Stimmen)
Alex Müller sagte August 2017

Hier ein Artikel zur Geschichte der AHV:

AHV
Die Geschichte
von Historiker Rolf Zimmermann (Zitate aus dem Artikel in WOZ Nr. 23.17.August 2017)

Seit der Gründung vor siebzig Jahren bekämpfen freisinnige ExponentInnen eine starke AHV und damit die sozialpolitische Konkordanz. Sie bleiben bei der Bevölkerung chancenlos.

Das erste AHV-Gesetz ist unter der Federführung des freisinnigen Bundesrat Walther Stampfli erarbeitet worden. 1944 hatte er es in seiner Neujahrsrede angekündigt. Das Ende des zweiten Weltkriegs schien nahe und die Niederlage Nazideutschlands bereits klar. Die SP wurde kurz zuvor bei den Wahlen mit 56 von 194 Sitzen stärkste Partei . Ernst Nobs schaffte die Wahl zum ersten SP Bundesrat.
Seit dem Generalstreit 1918 war die AHV zentrale Forderung des Gewerkschaftsbundes und der SP .Ihr Druck verstärkte sich ebenso wie die Angst der Bürgerlichen vor Nachkriegsunruhen. Es war somit freisinnige Einsicht, mit der linken zusammen eine Altersvorsorge zu schaffen. Dennoch ergriffen Arbeitgeber, Föderalisten und liberale Wirtschaftskreise das Referendum gegen das Gesetz und behaupteten – die AHV sei unbezahlbar. ...

Doch die Altersnot war zu sichtbar und die Zeit reif: Am 6.Juli 1947 stimmten 80% der stimmberechtigten Männer klar für die AHV. 6 Monate später erhielten alle über 65-jährigen die erste AHV-Rente zwischen 40.- und 125.- Fr. Doch die Privatversicherungen sorgten mit den bürgerlichen Parteien gleichzeitig dafür, dass existenzsichernde Renten chancenlos blieben. ...
Bei der 9.AHV-Revision ergriff der Gewerbeverband unter dem rechtsnationalen Nationalrat Otto Fischer das Referendum. Er wollte die Indexierung der AHV verhindern. AHV-Renten sollten knapp und unsicher bleiben..... Am 26.Februar 1978 stimmten jedoch 65% für die Revision und bestätigten, wie solide die AHV in der Bevölkerung verankert ist. ... Dass das Geld nicht für mehr RentnerInnen und höhere Renten reiche, entpuppte sich als leere Behauptung: Seit 1975 bleiben die Lohnbeiträge gleich hoch. ...
In ihrer Amtszeit von April 1993 bsi Dezember 2002 führte Ruth Dreifuss ein Dauerkampf für den Mischindex und andere Abbauanträge mit freisinnigem Absender. Trotzdem stimmten 1995 über 60% für die 10.AHV-Revision.
Bun​desrat Villigers Abbaukaskaden. Im Rahmen zur 11.AHV-Revision stellte er eine schier endlose Reihe von Spar- und Abbauanträgen. Doch Ruth Dreyfuss hat die errungenen AHV-Fortschritte gegen unzählige Abbauattacken erfolgreich verteidigt. ....
Nach Dreyfuss kamen 2003 freisinnige Bundesräte ins zuständige Departement. Die dann von Pascal Couchpain und Didier Burkhalter geprägten Abbaureformen sind kläglich gescheitert, weil diese die Bedingungen der hiesigen Konsensdemokratie unterschätzt oder missachtet hatten.
Mit der gleichen ideologischen Sturheit führen 2017 die FDP,SVP, Economiesuisse, und Arbeitgeber ihre Abstimmungskampagne gegen den Rentenkompromiss des Parlaments. Dies nur deshalb, weil die Reform die solidarische und staatliche AHV stärkt, die keine privaten Anlageprofite abwirft.
Die historische Erfahrung lehrt, dass die gegen die AHV gerichtete Fundamentaloposition bisher immer gescheitert ist und die StimmbürgerInnen mehrheitlich für sichere AHV-Renten stimmen. Der 24.Sept. Entscheidet über die Zukunft des sozialpolitischen Teils der Konkordanz.
Es gibt freisinnige Ausnahmeersccheinunge​n. Allen voran Christine Egerszegi. Sie begann zwar als Gegnerin der Mutterscchaftsversich​erung und mauserte sich mit fundiertem Dossierwissen bald zu einer lösungsorientierten sozialpolitiscchen Brückenbauerin. Zuletzt auch mit der Rentenreform 2020. (Zitat ende).


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56%
(9 Stimmen)
Karlos Gutier sagte August 2017

@K.Steudler:
Das dauernde Gejammer von der finanziellen Schieflage der AHV wird grundlos angestimmt.
--------​---------------------​------------

Warum​ sagt dann der BR Herr Berset, dass bei einer Ablehnung die AHV 2030 die Renten nicht mehr bezahlen kann ? Weil diese eben doch in Schieflage ist und einer grossen Reform bedarf.


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58%
(12 Stimmen)
Hans Knall sagte August 2017

Die Mehrwertsteuer ist seit der Einführung 1995 bereits drei Mal erhöht worden:
• 1999 um 1% zugunsten der AHV und der IV
• 2001 um 0.1% zur Finanzierung der Eisenbahngrossprojekt​e (FinöV)
• 2011 um 0.4% zugunsten der IV (diese Erhöhung ist beschränkt auf Ende 2017)

Sie ist also inzwischen um 1,5 Prozentpunkte oder um 23% gegenüber der ursprünglichen Verordnung mit 6,5% aufgestockt worden.

Nun soll eine weitere Stufe, diesmal als AHV-Finanzierung erklärt, gezündet werden. So ist vorgesehen, die versprochene zeitliche Begrenzung der IV-Mehrwertsteuer-Pro​zente einfach zu übergehen und darüber hinaus noch eine weitere Erhöhung draufzupacken.

Die​ Mehrwertsteuer soll in zwei Stufen um 0.6 Prozentpunkte erhöht werden. Es ist die grösste Steuererhöhung seit deren Bestehen. Getarnt wird das so:

• 0.3% werden per 1.1.2018 (also per sofort!) „im Sinne einer Weiterführung“ der gleichzeitig auslaufenden 0,4%-IV-Zusatzfinanzi​erung zugunsten der AHV eingezogen.
• In Kombination mit der bereits beschlossenen Erhöhung des Mehrwertsteuersatzes um 0.1% zugunsten der Finanzierung des Ausbaus der Bahninfrastruktur (FABI) wird der Normalsatz der MWST ab 1.1.2018 weiterhin 8.0% betragen. (Statt 7,7% ohne Erhöhung)
• Erst per 1.1.2021 (das tut uns ja noch drei Jahre lang nicht weh…) kommen noch einmal 0,3% dazu. Der Satz beträgt dann 8.3%.

Mit dieser Abstimmung beschliessen wir also auch über eine weitere Erhöhung der Mehrwertsteuer. Die Mehrwertsteuer wird demnach innerhalb der 26 Jahre ihres Bestehens um deutlich über einen Viertel erhöht worden sein.

Das geschieht natürlich alles (noch) in kleinen, „wir Deppen nehmen das fast gar nicht wahr“-Inflationsschri​tten. …zock…zock…zock…


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58%
(12 Stimmen)
Thomas Müller sagte August 2017

Ich stimme dem Blogautor zu,, dass die AHV sehr viel sicherer ist, als es uns die Lobbyisten im Parlament einreden wollen. Mit der zweiten und dritten Säule können Banken und Versicherungen halt Geld verdienen. Das Geld der AHV dagegen wird direkt an die Rentner verteilt. Deshalb tun sie und die von ihnen bezahlten Politker alles, um die erste Säule schlechtzureden und zu -machen.

Ich stimme ihm nicht zu, dass die Mehrwertssteuer die Lösung aller Probleme sei. denn diese ist eine asoziale Steuer. Viel fairer wäre es, über die direkten Steuern zu gehen. Oder beispielsweise Dividenden wieder AHV-pflichtig zu machen. DIe Mehrheit profitiert, und Leute wie Frau Martullo verhungern nicht, wenn sie auf ihre 90 Millionen Dividende im Jahr ein paar % AHV zahlen müssen.

Bei der aktuellen Vorlage iwrd aber, wenn ich es richtig verstehe, die Mehrwertsteuer nicht erhöht, sondern der Teil, der in den letzten drei Jahren der IV zugute kam, in die AHV umgeleitet. Das ist in meinen Augen vertretbar. Bei einer Erhöhung hätte ich meine Mühe.


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67%
(9 Stimmen)
Sägesser Barbara sagte August 2017

Ich bin noch unschlüssig ob ich «Ja» oder «Nein» sagen werde. Hier mal einfach einige meiner Gedanken dazu:

Werden bei dieser Abstimmung doch zwei Säulen vermischt. O.K., die zweite Säule geschweige denn die dritte Säule können sich nicht alle anhäufen und dann muss die EL entsprechend einspringen. Teilzeitarbeit ist auch in (auch um Personalkosten zu sparen). Früher verdiente man wenige rund die AHV und Pensionskasse sind nicht seit Jahrhunderten obligatorisch.

Fra​uen verdienen noch weniger als Männer für den gleichen Job (zumindest teilweise und nicht vollständig erklärbar weshalb).

Der Umwandlungssatz wird sinken und die CHF 70.00 sind deshalb ein Zückerchen. Doch mit der Erhöhung der MwSt habe ich meine Mühe, denn dies kann dann entsprechend das Zückerchen «auffressen».

Zude​m sollte die MwSt nicht zwecks Sanierung der Kassen erhöht und erhöht und erhöht werden. Sonst gibt es einen Kaufkraftverlust, was Unternehmen auch spüren können.

Beide Kassen dürfen spekulieren/anlegen. Die Frage ist wie Risikoreich und damit Rendite oder Verlust). Dazu gibt es den AHV-Skandal Heutschi: http://swizzbuster.bl​ogspot.ch/2009/06/ahv​-skandal-spezial.html​ Die Frage ist nach all den Jahren, was aus diesem AHV-Skandal alles seitens Politik gelernt wurde.

Die Alterspyramide, die Anzahl Kinder, welche hier auf die Welt kommen, die Migration/die Wanderungen etc. lassen wohl nicht wirklich eine exakte Berechnung zu und zudem was bei der AHV die Kassen füllen könnte, wird auf der anderen Seite nicht zwingend als positiv angesehen (Migration/Wanderung)​ -> was also will man/wo setzt man die Prioritäten?

Die Solidarität sollte nicht untergraben werden (Junge bezahlen für die Alten) etc., denn ich bin mir bewusst auf wieviel meine Eltern verzichteten als sie mich grosszogen -> Also Junge bezahlen für Alte ist für mich kein Argument «Nein» zu sagen.

Weitere Informationen können auch hier nachgeschlagen werden. https://www.bsv.admin​.ch/bsv/de/home/sozia​lversicherungen/ahv/r​eformen-revisionen/al​tersvorsorge2020/doku​mentation/medienunter​lagen.html


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56%
(9 Stimmen)
Hans Knall sagte August 2017

Was wäre denn besser an einer Steuer auf Finanztransaktionen, als einer Steuer auf den Mehrwert von Produkten, Herr Huber?

Sie müssten dann beispielsweise auf die Überweisung (=Finanztransaktion) Ihrer Steuern noch Transaktionssteuer bezahlen…

Die Absicht, eine Transaktionssteuer als Ersatz für eine Mehrwertsteuererhöhun​g einzuführen, sähe ich als nutzlose Massnahme. Für mich müsste eine „Reform welche den Namen verdient“ eher weniger Steuern als einfach andere Steuern vorsehen.

Anstatt von Flickwerk zu Flickwerk und von Umverteilung zu Umverteilung zu taumeln, sollte vor allem die sogenannte dritte Säule, also die freiwillige Selbstvorsorge gefördert werden.
Vorab durch Steuerbefreiung, attraktive Zinsen und wertgesicherte Rahmenbedingungen.


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60%
(5 Stimmen)
Emil Huber sagte August 2017

Für mich sähe eine Reform welche den Namen verdient anders aus:

1.Statt AHV Beiträge von den Löhnen abhängig von der Anzahl Arbeitnehmer nur mehr AHV Beiträge von der gesamten Wirtschaftsleistung, das heisst vom Endprodukt in einem noch bestimmbaren Prozentsatz, welcher eine Rente ermöglicht, die es erlaubt damit in der Schweiz ein anständiges Leben zu führen. Schon die Aufteilung in Arbeitgeber und Arbeitnehmerbeiträge ist sehr fragwürdig, da letztendlich alle Faktoren im Produkt einkalkuliert sind. Das Geld kommt insgesamt vom Kunden oder Investor.
Mit Beiträgen von der Wirtschaftsleistung selbst wären die Lecks durch Automatisierung, Digitalisierung und Dividende statt Lohn geschlossen.

https​://www.cash.ch/news/p​olitik/kantonale-ausg​leichskassen-dividend​e-statt-lohn-ahv-geht​-leer-aus-1058561

​Die MwST wird ja auch nicht nur auf die Löhne erhoben, warum wohl?

2.Die rund 1800 Pensionskassen und Lebensversicherer mit ihren hohen Kosten welche die BVG Renten reduzieren auf ein erträgliches Mass senken.

https://ww​w.infosperber.ch/inde​x.cfm?go=Artikel/Gese​llschaft/2-Saule-Zehn​mal-hohere-Verwaltung​skosten-kurzen-die-Re​nten

3.Wenn es tatsächlich zu Engpässen in der AHV kommen sollte ein Mikrosteuer auf Finanztransaktionen einführen statt MwSt erhöhen.





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63%
(8 Stimmen)
Georg Bender sagte August 2017

Reform und nicht Flickschusterei

Da​s Grundübel der Sozialsysteme: Wie kann eine Rückführung über Lohnprozente überhaupt angedacht werden, wenn man weiss, dass die Wirtschaftsleistung mit dem Konsum (End- Verbrauch oder Benutzung auch Finanzspiele) erbracht wird? Sämtliche Wirtschaftsfaktoren sind im Konsumpreis einkalkuliert. Die Geldmenge für den Konsum stammt aus dem Netto- und nicht Bruttowert der Arbeit. Die geldwerten Pflichtleistungen werden zum Nettowert der Arbeit addiert und werden von den "Begünstigten" in Umlauf gebracht. Das Geld fällt weder vom Himmel, noch wird es in der Hölle vernichtet? Das praktizierte "Manipulationsspiel" dient einzig und alleine der Hetze und unnötigen Arbeitsplätzen, um die Politiker, ihr Ansehen zu sichern? Wie kann morgen Geld fehlen was heute ausgegeben wurde, nach dem Motto, grabe ein Loch dann fehlt Dreck, die Meinungsgrundlage der Manipulatoren (Gössi uvam.).


Flickschusterei​ Rentenreform: Die Nein-Sager argumentieren zwar mit völlig falschen Argumenten (Symptome statt Ursache), aber es ist in meinem Sinne, damit die geistige Revolution angeschoben werden kann. Wir sind keine Zahler, sondern Teilnehmer im System. Es ist doch einleuchtend, dass die Automatisierung keine Beiträge bezahlt und nicht konsumiert. Wenn nun die Erwerbsarbeit zur Abdeckung der Bedürfnisse zu heute nur noch mit 40% abgedeckt werden kann, muss der Pflichtbeitrag (Steuern und Soziales) für den Erwerb mit dem Faktor 6 zum Nettowert der Arbeit erhöht werden.
Beispiel:
C​HF 3'000 Nettowert Konsum Aktive
CHF 18'000 Pflichtanteil Konsum Rentner und Staat (Pflichtanteile als Rückfluss)
CHF 21'000 Bruttowert für den Konsum
Spätestens mit dieser Betrachtung wird klar, dass wir keine Zahler sind! Die Jungen keinen Rappen für die Alten bezahlen. Die Hetze der Ökonomen, Politik und Medien ist in absurdum geführt. Geistige Revolution?

Einzig​ die einheitliche Grundvorsorge (Kopfpauschale) ist eine staatliche Staatsaufgabe. Die individuelle Vorsorge ist Privatsache. Die geltende Mischform ist ein Spiel mit dem Feuer, welche die Bürgerlichen bei der damaligen Abstimmung in den 1970er Jahren entzündet haben. Die Lügen kommen nun zum Vorschein und sollen mit Pflästerli zugemüllt werden.

Die BVG Renten mutieren zum Umlageverfahren und reduzieren den Bedarf der Geldmengenerhöhung (Gewinn für die Wirtschaft) für das Alterskapital (Beiträge) der Jungen.

Nebenbei: Die BVG Renten waren noch nie so hoch wie heute (Altersvorsorge über einen längeren Zeitraum). Trotzdem sollen sie noch begünstigt werden?




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64%
(11 Stimmen)
Inge Votava sagte August 2017

Vielen Dank, Herr Gutier, dass Sie dieses wichtige Thema noch einmal zum allgemeinen Gedankenaustausch bringen. Ich finde es überheblich, wenn User Beiträge schreiben und dann die Kommentarfunktion schliessen, nach dem Motto: Ich weiss es besser, take it or leave it.


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83%
(12 Stimmen)
Hans Knall sagte August 2017

Mit ein paar Mehrwertsteuerprozent​en, Herr Gutier, kann man fast alles "sichern", wenn man so will.

Ein Mehrwertsteuerprozent​ entspricht ungefähr 226 Millionen, welche den Konsumenten abgezapft werden. Da kann man dann selber abschätzen, wann der Zapfen endgültig ab sein wird…


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90%
(10 Stimmen)
Karlos Gutier sagte August 2017

Kurt Steudler meint es gäbe eine Rentenerhöhung, das ist falsch, die Rentner heute bekommen nichts, es wird eine 2-Klassen Rentnergesellschaft erzeugt, die einten bekommen die andern nicht.
Das finde ich unfair, weil es viele Rentner gibt mit kleiner AHV und keiner oder geringer PK, da wir wissen, dass die PK noch nicht so lange obligatorisch ist.


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73%
(11 Stimmen)
Alex Müller sagte August 2017

Ich bin auch für eine dauerhafte AHV für alle Hierlebenden. Die AHV ist eine grossartige Errungenschaft der Schweiz.
Was mich bei der Abstimmungskampagne verwirrt, dass die Meinungen weit auseinander gehen. Die einen sagen, es hat keine Geld mehr - die andern meinen es hat noch genug.
Dabei wären ja die Versicherungsmathemat​iker der AHV sicher in der Lage, darzustellen unter welchen Voraussetzungen die AHV auch für alle folgenden Jahrgänge ihren Auftrag erfüllen kann.
Warum das nicht gemacht wird, weiss ich nicht.
Aber Werbeagenturen , welche im Auftrag von Parteien die Kampagne auf die Beine stellen, schauen wahrscheinlich weniger auf die Frage, ob die AHV stehen wird oder fällt, sondern ob s i e mit ihrer schlauen Werbekampagne die Abstimmung "gewinnen" konnten.

Noch ein Wort zum politischen Einsatz der Mehrwertsteuer. Erhöhungen bei der Mehrwertsteuer werden nicht selten dann vorgeschlagen, wenn es sich die Räte in Bern einfach machen wollen. Um so einer fachlichen Auseinandersetzung aus dem Wege zu gehen. Also sollte man sehr zurückhaltend damit umgehen.


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85%
(13 Stimmen)
Karlos Gutier sagte August 2017

Ich bin der Meinung, dass die AHV, die Vorsorge in der PK sowie die Krankenkasse jetzt einmal eine richtige Reform zur Konsolidierung dieser Sozialwerke, benötigen.
Mit dieser "Reform" wird nun die AHV nicht für die Zukunft gesichert. Man ist sich sicher einig, dass mit den AHV-Renten keiner seine Lebenshaltungskosten sichern kann. Mit etwas Glück kann man mit der AHV seine Wohnungsmiete bezahlen und was in Zukunft die Pensionskassen mit den tiefen Umwandlungsätzen so an Renten ausschütten ist auch nicht das Gelbe vom Ei.

Es ist mir sowieso nicht klar warum die AHV die Ausfälle der PK übernehmen soll.

Und die Fr. 70 sind ein Flickwerk, wenn man sich nur zu Gemüte führt, dass die Krankenkassen jedes Jahr 30 bis 60 Fr. teurer wird, dass heisst in praktisch 2 Jahren sind die Fr. 70.- weg und in 10 Jahren ist die Mehr-Belastung durch die KK mit 500.- Fr. 7 mal grösser als die grosszügigen 70 Fr.

Das Umlageverfahren der AHV ist nur "gerechter" weil der Bund jedes Jahr Milliarden vom allgemeinen Bundeshaushalt in die AHV überweist, da ist klar, dass die PK ohne Milliardensubvention den kürzeren zieht.

Es zeigt also, dass eine richtige und zukunftsweisende Reform AHV, PK, KK zur Sicherung unsrer Altersvorsorge jetzt wichtig wäre, mir dieser AHV Erhöhung wird nun die Sicherung der Altersvorsorge auf die lange Bank verschoben.
Die Altersarmut wird Programm ! Darum ein NEIN.


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