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SVP: Ausländerfeindliche Hetze mit falschen Zahlen

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SVP-Nationalrat Chri­stoph Mörgeli hatte in sei­ner Ko­lumne im SV­P-H­aus­blatt “Die Weltwoche” vom 13. März be­haup­tet 50% aller Asyl­be­wer­ber seien kri­mi­nell. Kurz dar­auf wie­der­holte SVP-Übervater Chri­stoph Blo­cher diese Zahl auf sei­nem In­ter­net-­Fern­seh­​sen­der “Teleblocher”. Dumm nur: Die­ser Wert ist kom­plett falsch, tatsächlich wur­den nur knapp 9% der Asyl­be­wer­ber straf­recht­lich ver­ur­teilt. Nicht das erste Mal, dass die Schwei­ze­ri­sche Volks­par­tei (SVP) falsche Zah­len für ihre ausländerfeindliche Po­li­tik missbraucht.

Peter Schlemihls Politblog

 

Knapp 9% statt 50%
Wie ist es zu dieser haarsträubenden Falschbehauptung gekommen? Mörgeli hat sich bei seiner Behauptung auf ein Referat von Strafrechtsprofessor Christian Schwarzenegger von der Universität Zürich bezogen, der u.a. die Kriminalstatistik des Jahres 2010 analysiert hat. Nur hat Mörgeli bei seiner “Berechnung” offensichtlich – absichtlich oder unbewusst – eine falsche Zahl erwischt: Er hat die Zahl der Verurteilten ohne Wohnsitz in der Schweiz (17’251) durch die Zahl der Asylsuchenden in der Schweiz (36’116) geteilt und dann noch grosszügig aufgerundet. Tatsächlich wurden 2010 aber nur 3167 Asylbewerber verurteilt, was nur 8,8% der Asylsuchenden waren.

Nehmen es mit den Zahlen nicht so genau: Die SVP-Nationalräte Blocher und Mörgeli.

Nehmen es mit den Zahlen nicht so genau: Die SVP-Nationalräte Blocher und Mörgeli.

 

Ganz offensichtlich sahen sich weder die Weltwoche-Redaktion noch Christoph Blocher veranlasst die komplett falsche Zahl von Mörgeli zu überprüfen. Blocher wiederholte wenig später Mörgelis Falschbehauptung auf seinem Internetsender “Teleblocher”.

 

Fe​hlerhafte Interpretation von Statistiken
Dieser haarsträubende Umgang der beiden SVP-Exponenten mit diesen Zahlen veranlasste Professor Schwarzenegger und dessen Assistent David zu einem hervorragenden Gastkommentar in der “Neuen Zürcher Zeitung” vom 5. April 2013:

 

"«Statisti​ken lügen», wird in diesem Zusammenhang häufig behauptet. Doch das stimmt nicht. Es sind vielmehr die Interpreten der Statistiken, die absichtlich oder unbewusst Fehler machen. Die skandalisierenden Schlussfolgerungen von Christoph Mörgeli werden von der Strafurteilsstatistik​ nicht gestützt. Schockierend ist der Stammtisch-artige Umgang mit der Kriminalstatistik.”

“Im Bereich der «Ausländerkriminalitä​t» gehört dazu die Erkenntnis, dass es nicht auf die Nationalität – eine belanglose juristische Kategorie – ankommt, ob eine erhöhte Neigung zur Kriminalität besteht. Die Verurteilungsrate der deutschen Wohnbevölkerung in der Schweiz zeigt dies sehr deutlich: Sie ist niedriger als diejenige der Schweizer. Eine differenzierte Analyse zeigt grosse Unterschiede bei den Häufigkeitsziffern je nach sozialer Stellung der Person.”

 

Auf den oftmals fragwürdigen Umgang mit solchen Statistiken hatte ich bereits im Herbst 2010 bei den umstrittenden Äusserungen von Thilo Sarrazin aufmerksam gemacht: Genetische und andere Verirrungen

 

Polem​ik, Hetze und Schreckenssenarien
Gerade Statistiken im Bereich der “Ausländerkriminalitä​t” werden immer wieder – meist von rechtskonservativen bis rechtsextremen Kreisen – für Polemik, Hetze und Schreckensszenarien missbraucht. Dabei werden diese Statistiken wie die Fälle Mörgeli und Sarrazin beweisen oftmals fehlerhaft interpretiert (sei es absichtlich oder unbewusst). So beruhen die Behauptungen, in Europa finde eine “schleichende Islamisierung” statt, grossmehrheitlich auf Fehlinterpretationen von Statistiken.

So behauptete der damalige SVP-Nationalrat Ulrich Schlüer 2004 in einer grossangelegten Zeitungskampagne der Anteil der Muslime in der Schweiz würde sich alle 10 Jahre verdoppeln. Zufälligerweise hatte sich von 1990 bis 2000 der Anteil der Muslime in der Schweiz aufgrund der starken Einwanderung aus dem Balkan von 2,2% auf 4,3% ungefähr verdoppelt. Auf der Basis dieses statistischen Zufalls erstellte Schlüer seine “Hochrechnung” und behauptete dieser Anteil würde im Jahr 2010 auf 9%, im Jahr 2020 auf 18% usw. steigen. Schlüers “Hochrechnung” endet im Jahr 2040 mit 72%, denn hätte er weitergefahren, wäre der Anteil der Muslime gemäss Schlüers “Hochrechnung” im Jahr 2050 auf 144% gestiegen und die Stupidität von Schlüers “Prognose” wäre offensichtlich gewesen.

 

Ausländerfeindliche Hetze basierend auf unseriösen "Hochrechnungen".

Auslän​derfeindliche Hetze basierend auf unseriösen “Hochrechnungen”.

Das polemische Schreckensszenario von Schlüer: Muslime seien in der Schweiz bald in der Mehrheit, wenn man nichts unternehme. Aufgrund einer gezielt fehlerhaften Interpretation von Statistiken versuchte Schlüer das Schreckensszenario von der angeblich “schleichenden Islamisierung” zu verbreiten. Und wenn man das Ergebnis der Abstimmung über das Minarett-Verbot anschaut, hatte er damit zumindest teilweise Erfolg.

 

Das Märchen von der “Schleichenden Islamisierung”
Die aktuellen Zahlen des Bundesamtes für Statistik für das Jahr 2010 widerlegen übrigens Schlüers “Hochrechnung” klar. Der Anteil Muslime an der Gesamtbevölkerung stagniert auf rund 4,5%.

 

Den Originalartikel finden Sie hier.

 


Kommentare von Lesern zum Artikel

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58%
(26 Stimmen)
Werner Nabulon sagte May 2013

Herr Dieter Lohmann,

Printmedi​en, das sind gedruckte Worte, (Zeitungen, Zeitschriften, Bücher, Kataloge, Karten, Pläne, Postkarten, Kalender, Poster, Flugblätter, Flugschriften, Plakate)
sind ein anderes Thema wie Ton und Bild Medien (Fernsehen und Radio). Weiter ein Unterschied, Staatliche Medien contra Private Medien.

Das sollte man wissen, wenn man etwas zu diesem Thema schreiben möchte.

Dann sollte man wissen, dass in der Schweiz die Printmedien (grossen Tageszeitungen) gemäss eigenen Angaben gegen Abonnenten Rückgang kämpfen. Das hat nicht nur mit der Politik zu tun, sondern auch mit dem Internet, den modernen Geräten wie I-phone, Navigeräten, Papierlose Bücher, aber auch damit, dass man Gratis Blätter für die Pendler abgibt. Apropos / auch politische Blätter flattern nebst kostenloser Werbung in den Briefkasten.

BaZ ist wiederum ein anders Thema wie Die Weltwoche.
Bei der BaZ wurde eine Ideologische Zeitung der Basler übernommen, was die Stamm Abonnenten, da politisch etwas anders orientiert, absolut nicht goutiert haben. Gut, der Kunde hat die Wahl, ja die NZZ zu lesen, oder so.
Die Weltwoche wird zwar als rechte Zeitschrift, (keine Zeitung) verschrienen, jedoch finden sich Artikel aller Parteien Ausrichtungen darin. Wenn ein Politikerin oder Politiker willens ist, da etwas zu schreiben. Die Weltwoche darf man als eine „neutrale offene Zeitschrift“ benennen.
In der WoZ schafft man das nicht, somit darf man eine WoZ eine Linke Sache nennen. In anderen Medien wird man Zensiert, Texte werden aus dem Kontext gerissen, so dass man eine gewollt andere Aussage macht, (manipuliert wird), bis die Sache nach Ansicht Linker JournalistenInnen dann passt.



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53%
(40 Stimmen)
Dieter E.U. Lohmann sagte May 2013

Mikroökonomische Widerlegung des Gejammers über die angeblich linkslastigen Medien:

Jeder Bürger kann frei entscheiden, welche Zeitung er liest. Wenn also wie behauptet wird tatsächlich fast alle Zeitungen "links" wären, dann hätten wir mikroökonomisch gesprochen bei den linken Zeitungen einen Angebotsüberschuss und bei den rechten Zeitungen einen Nachfrageüberschuss.

Folglich müssten die Abonnentenzahlen bei der Weltwoche oder der BaZ explodieren. Tun sie aber nicht. Im Gegenteil: Die Weltwoche und vor allem die BaZ verlieren massiv an Lesern und Abonnenten!

Fazit:​ Offensichtlich ist ganz einfach die Nachfrage nach diesen rechtskonservativen Zeitungen nicht vorhanden! Oder die Mehrheit der Zeitungsleser empfinden die Medien eben nicht als "links" sondern als ausgewogen.


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56%
(41 Stimmen)
x x sagte April 2013

Ich beziehe mich auf die Reaktion des Herr Lohmann auf meinen Kommentar. Meine Meinung richtet sich aber vor allem an andere Teilnehmer dieses Blogs. Deshalb placiere ich dies in der Hauptrubrik.

Sie dürfen ruhig lachen, Herr Lohmann. Ich empfehle es Ihnen sogar. Lachen soll ja gesund sein. Zudem sollte es ein Mittel gegen Sturheit sein. In diesem speziellen Fall gegen Europasturheit.

Mi​t meiner Kritik habe ich offenbar einen wunden Punkt auf Ihrer zarten Haut getroffen. Sie fühlen sich persönlich angegriffen. Das wollte ich in keiner Weise.

Ich muss ihnen aber sagen, dass ich nicht weiss, inwiefern die SVP-Zahlen stimmen oder nicht. Es ist mir völlig egal. Aber dass Ihnen und Ihrem Favoriten nicht zu trauen sind, das weiss ich mit Bestimmtheit. Ich muss nicht auf Einzelheiten hinweisen, wenn es um die EU geht. Der gesunde Menschenverstand sagt genug. Ich kann es auch deutlicher sagen, wenn Sie wollen: Europa ist nicht fähig, und kann es auch nicht sein. Sich zentral zu regieren und gleichzeitig eine Unabhängigkeit und Selbstbestimmung der verschiedenen Völker zu wahren, das ist nicht möglich. Die Ethnien sind zu verschieden. Dort wo es einigermassen klappt, ist es fast nur mit Unterdrückung des Schwächeren durch den Stärkeren möglich. Beispiele sehen wir in Russland, China, in vielen afrikanischen Staaten usw. Daher ist der Friedensnobelpreis für die EU absolut (noch) nicht verdient.

Wenn Sie glauben, dass ich dies für Sie schreibe, irren Sie sich. Denn ich weiss, dass Sie sich, eben wegen Ihrer Europasturheit, nicht beeinflussen lassen. Ich schreibe dies, um andere Teilnehmer dieser Plattform zu ermuntern, ihre EU-kritischen Ansichten bei zu behalten und zu verstärken.

Auf weitere Reaktionen des Herr Lohmann in diesem Blog, werde ich nicht eingehen.
„kezytfürs​eich“



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64%
(56 Stimmen)
Josef Küng sagte April 2013

Ich bin zurzeit in Serbien im Urlaub, hier versteht man die Politik die SVP besser als im eigenen Land. Die Menschen hier verurteilen die Verbrecher aus dem Balkan und begrüssen die Ausschaffung. Kein Verständnis gibt es für die Kuscheljustiz in der Schweiz. Hier begreift man, dass die Verbrecher den eigenen Landsleuten sehr schaden. Ich erlebe hier eine sehr grosse Gastfreundschaft.
Das einzige was hier negativ zu Buche steht sind die Autofahrer, es gibt sie wirklich die Gehirnamputierten, die bei Höchst Tempo 40 mit Tempo 100 rasen und die Sicherheitslinie interessiert hier auch keiner.



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55%
(53 Stimmen)
x x sagte April 2013

Schlemihl, Lohmann, Wrobel oder wie Sie heissen mögen, ich bin nicht sicher, ob Ihre Zahlen nicht hie und da ein bisschen frisiert sind. Man kann, da muss ich Sie nicht lehren, Tabellen wunderschön nach Belieben darstellen, indem man z.B. das Zeitfenster aus einer grösseren Datei (Chart) "formt", dass es besser in die Aussage passt, die man machen will. Man kann ja zudem die x- und die Y-Linie ein bisschen varieren usw.

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch. Es gilt ja immer die Unschuldsvermutung. In keiner Weise will ich Ihre stehts aufwendigen Darstellungen, die Sie immer in regelmässiger Wiederholung auf dieser Plattform veröffentlichen, kritisieren. Ich möchte Sie nur daran erinnern, dass es halt verschiedene Meinungen gibt. Und dass es nicht von Nachteil wäre, vielleicht einmal einem anders Gesinnten zu zu hören. Frei nach dem Motto leben und leben lassen. Was halten Sie davon?


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48%
(117 Stimmen)
Dieter E.U. Lohmann sagte April 2013

In der heutigen Ausgabe des SVP-Propagandablatts "Die Weltwoche" nimmt Mörgeli Stellung zu seinen falschen Zahlen:

Das wichtigste vorweg: Er bestreitet nicht, dass seine Zahlen falsch sind!

Aber er kommt mit einem wirren Durcheinander von Ausreden daher: Die Zahlen seien nicht verfügbar gewesen, die bösen linken Medien usw.

Das alte Gejammer das wir von Mörgeli kennen...


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66%
(79 Stimmen)
Werner Nabulon sagte April 2013

Herr Dieter Lohmann,
Wie nennen Sie eine Person die wissentlich ohne Papiere hier um Asyl nachsucht?
Absolut nicht mit den Behörden zusammenarbeiten will?

Wenn man dieses Verhalten auch als nicht rechtens bis kriminell betiteln darf, falsche Angaben zur eigenen Person, absichtliches Irreführen der Asylbehörde, steigt der %Satz Kriminell erheblich. Da sind dann 50% noch bescheiden.


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47%
(120 Stimmen)
Dieter E.U. Lohmann sagte April 2013

Die Reaktionen der SVP-Mitglieder und -Anhänger auf die Entlarvung der Falschaussagen der Herren Blocher und Mörgeli zeigt einmal mehr folgendes:

1. Die Obrigkeitsgläubigkeit​ der SVPler!

Obwohl mit Prof. Schwarzenegger eine Experte klar sagt, dass Mörgelis "Berechnungen" komplett falsch sind und jeder mit einigermassen gesundem Menschenverstand und minimalen mathematischen Fähigkeiten, das auch erkennen muss, kommt es den SVPler nicht in den Sinn die Zahlen ihrer Oberen Mörgeli und Blocher zu hinterfragen!


2.​ Die Faktenresistenz der SVPler!

Obwohl völlig klar ist, dass Mörgelis Prozentsatz falsch ist und klar aufgezeigt wurde, dass eben nur ein kleiner Anteil der Asylbewerber kriminell ist, halten die SVPler an ihren Vorurteilen fest.


3. Beschimpfung von Kritikern!

Wer es wagt, die SVP-Oberen Mörgeli und Blocher zu kritisien, der wird von den SVPlern persönlich angegriffen und beschimpft anstatt sich auf eine sachliche Diskussion mit diesen Kritikern einzulassen!


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53%
(53 Stimmen)
Roland Steiner sagte April 2013

Herr Schlemihl Wrobel, eigentlich schade um den Aufwand zu diesem Artikel. Wenn ich mir die Medienlandschaft anschaue, werden wir mit Informationen überflutet. Viele dieser Informationen sind falsch oder auf die Meinung des Schreibers zurechinterpretiert. Egal von welcher Seite die Information kommt, sie muss immer kritisch hinterfragt werden. Und aus der Summe aller Meinungen muss jeder für sich selber mit einem guten Bauchgefühl versuchen, die Wahrheit zu finden.


Aber was wollen sie mit diesem Artikel bewirken? Damit können wir kein politisches Problem in unserem Lande lösen. Wir sollten uns doch der Sachpolitik widmen. Dies würde von viel grösserem Nutzen für unser Land sein.


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48%
(114 Stimmen)
Heinz Kremsner sagte April 2013

Vielen Dank Hr Schlemihl Wrobel für ihren Artikel- ich kann alles 1:1 unterschreiben. Es gibt wohl keine andere Partei die mit Zahlen und Statistiken immer wieder und immer wieder ihre Unfähigkeit beweist.
Ein Trick den die SVP anwendet besteht darin Statistiken als Grafik die Gleichwertigkeit der X- und Y-Achsen einer Statistik zu verletzen. z.B. auf der X-Achse einzelne Jahre ausweisen und dann überraschend mehrere Jahre auf der X-Achse zusammenfassen oder weglassen. Das macht die SVP immer dann wenn die Ergebnisse der Jahre nicht so sind wie sie das gerne hätte.
Da hat doch der SVPler Tuena (Zürich) mal eine Statistik (Grafik) nach diesem Verfahren komplett verfälscht.
Der Ueli der Maurer hat als Parteipräsident mehrmals dutzende male komplette völlige Unsinns-Statistiken und Grafiken gezeigt.
Es wäre mir ein leichtes hier komplette Belege für den Statistik-Schwachsinn​ der SVP darzulegen.
Ein kleines Beispiel hier:
2 Beispiele: - Freizügigkeitsabkomme​n 2002
- Entwicklung von Straftaten 2000 -- 2009
Achtung: im nachfolgenden Beispiel sieht man auch wie die SVP Jahre weglässt die nicht das belegen was sie gerne hätte. In der Datenreihe verwendet sie eine Statistik vom Bundesamt für Statistik in dem das Jahr 2009 vorkommt. Das Jahr 2009 widerspricht der SVP. Also wird das Jahr weggelassen. Nein was so ein Blödsinn.
siehe http://www.gruene.ch/​web/gruene/de/positio​nen/soziales/integrat​ion/medienmitteilunge​n/svp_volksbefragung/​mainColumnParagraphs/​0/text_files/file/svp​_beispiele_d.pdf


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55%
(84 Stimmen)
Hans Knall sagte April 2013

Sind wir jetzt alle froh, Herr Wrobel, dass die Mörder, Diebe und Verbrecher mehrheitlich keinen Wohnsitz in der Schweiz haben und uns (dank Schengen) nur zur Ausübung ihrer Tätigkeit besuchen?

Weniger sind es deswegen aber leider doch nicht. Kriminalitätsstatisti​k: Ausländer mit Wohnsitz in der Schweiz +3%, Asylbewerber +38,7%, Personen der nichtständigen Wohnbevölkerung +13,9%!

Und das überlegene Lächeln bleibt einem im Hals stecken: 53%, also deutlich mehr als die Hälfte aller Verbrechen in der Schweiz wurden von Ausländern begangen. Obschon der Ausländeranteil der Bevölkerung „nur“ 25% beträgt.



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42%
(118 Stimmen)
Dieter E.U. Lohmann sagte April 2013

Anhand dieses Beispiels kann sehr schön aufgezeigt werden, was für Halbwahrheiten und Lügen die SVP und ihr Propagandablatt "Die Weltwoche" verbreiten!

In der Realität sind nicht mal 9% der Asylbewerber kriminell. Die SVP macht daraus 50%!

Es ist wirlich erschreckend, dass ein Viertel der Bevölkerung diesen Unsinn (siehe auch die lächerlichen "Prognosen" von Schlüer) glaubt!


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59%
(83 Stimmen)
Werner Nabulon sagte April 2013

Werter Herr Peter "Schlemihl" Wrobel,
Danke dass Sie hier ganz klar aufzeigen, was Sache ist.

Dennoch habe ich Einwände. Eine Statistik zeigt Tendenzen, wie es werden könnte, wenn es genau so weitergeht. Das sind Szenarien.

Nun tritt ein Ereignis ein, von dem wir heute noch nichts wissen, da wir keine Hellseher sind, und, die Statistik wird Makulatur, weil es noch drei mal schlimmer kommt als heute. Nehmen wir den Zusammenbruch der EU, des Euros an, als Hypothese.

P.S. Die Ganze Welt Klima Erwärmung besteht aus solchen Zahlen und Statistiken, und falsch Interpretierten Zahlen.
Fakt ist: Auch mit Computern oder Vergangenen Zahlen können wir nicht Hellsehen.


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45%
(107 Stimmen)
Dieter E.U. Lohmann sagte April 2013

"«Statistiken lügen», wird in diesem Zusammenhang häufig behauptet. Doch das stimmt nicht. Es sind vielmehr die Interpreten der Statistiken, die absichtlich oder unbewusst Fehler machen. Die skandalisierenden Schlussfolgerungen von Christoph Mörgeli werden von der Strafurteilsstatistik​ nicht gestützt. Schockierend ist der Stammtisch-artige Umgang mit der Kriminalstatistik.”

Professor Schwarzenegger hat es ausgezeichnet ausgedrückt! Das ist genau so! Häufig wird behauptet Statistiken würden lügen oder derart unsinnig Sprüche wie "Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast." werden verbreitet.

Das Problem sind nicht die seriösen Statistiken sondern Leute wie Mörgeli oder Schlüer oder Sarrazin oder viele Medien, die fehlerhafte Schlüsse aus Statistiken ziehen!!!


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