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Vermögensverzehr bei Ergänzungsleistungsbe​zügern ausweiten?

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Da wer­den die Spa­rer und ihre Erben aber arg be­straft. Eine bes­sere Mass­nahme wäre eine Ein­schrän­kung des Ka­pi­tal­be­zugs aus der Pen­si­ons­kas­se, um Leute davor zu be­wah­ren, ihren Ka­pi­tal­be­zug zu ver­pras­sen und damit vor­zei­tig zu EL-­Be­zü­gern zu wer­den.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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22%
(9 Stimmen)
jan eberhart sagte March 2019

Mehr Sonntagsrede geht nicht: Auch für die SVP gilt: "rechte Propaganda, links abbiegen".

Nachdem​ nun die erhöhte Franchise zur Schlussabstimmung vorliegt, will die SVP gemeinsam mit Linken + CVP das ganze versenken. Angeblich weil alle sich daran beteiligen müssen (Sonntagsrede hoch zwei).

Man ist wohl zum Schluss gekommen, dass die SVP-Basis in einer Abstimmung wohl mehrheitlich nein stimmen wird und will den Linken im Wahljahr keine unnötige Munition liefern.

Im Grunde gilt: Sparen unerwünscht, egal wie hoch die Prämien sind. Alles andere ist Heuchelei und Doppelmoral.


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40%
(10 Stimmen)
Emil Huber sagte March 2019

Der Kapitalbezug ist heute schon sehr eingeschränkt. Ab Alter 50 bekommt man nur mehr die Hälfte des angesparten Kapitals. Bei Teilpension gibt es auch so sonderbare Regeln, die Teilpensionierung muss min. 30% der Arbeitszeit betragen, es muss 40% Rest übrigbleiben, max. 3x Reduktionen möglich.
Je nach PK die man sich in der so "freien" Schweiz ja nicht selbst aussuchen kann ev. anders.

Auch beim Erwerb von Wohneigentum mittels BVG gibt es Einschränkungen, so muss man bei den von den Banken geforderten Eingenmitteln von 20% davon 10% in bar oder vom Sparkonto beitragen. Offenbar sind der Politik Ergänzungsleistungsem​pfänger mit Rendite in den Mieten versteckt lieber als Wohneigentümer mit tieferen Wohnkosten.

Dass Vermögen beim Bezug von Ergänzungsleistungen eingerechnet werden ist nur gerecht. Das letzte Hemd hat eh keine Taschen, heisst es.
Wer erbt tut das halt bei Schulden und auch Guthaben.

Zudem Kapitalbezug verprassen ist ein weiter Begriff. Es könnten auch Krankheitskosten dahinter sein, da unser fabelhaftes, teures Gesundheitssystem längst nicht alle Kosten deckt. Wer keine Medizin ab Stange will darf vieles selber blechen. Das geht doch eindeutig auch wieder in Richtung Bevormundung des Bürgers. Nur weil vielleicht ein paar Wenige ihr BVG Kapital verprasst haben sollen gleich alle Versicherten büssen?

Man würde besser einmal die Kosten der rund 1800 Pensionskassen und Lebensversicherer versuchen zu senken, damit bräuchte es weniger Ergänzungsleistungen:​

Zehnmal höhere Verwaltungskosten kürzen die Renten:
Die Verwaltungskosten im Einzelnen

900 Mio Franken: Löhne und Infrastruktur der 1800 Pensionskassen im Jahr 2015 (Quelle: Statistik des Bundes).
824 Mio Franken: Löhne und Infrastruktur der acht im 2.Säule-Geschäft tätigen Lebensversicherungen im Jahr 2015 (Quelle: Finma).
4 Mrd Franken oder 0,51 % des Vermögens: Verwalten und Anlegen der Vermögen durch die 1800 Pensionskassen. Honorare für externe Vermögensverwalter, Banken, Anlage- und Hedgefonds usw. (Quelle: Swisscanto)
409 Mio Franken oder 0,21 % des Vermögens: Verwalten und Anlegen der Vermögen durch die acht Lebensversicherungen.​ Honorare für externe Vermögensverwalter, Banken, Anlage- und Hedgefonds usw. (Quelle: «Bericht über die Transparenz in der Betriebsrechnung 2015» der Finma vom 9.9.2016)
Macht zusammen über sechs Milliarden Franken.

https://w​ww.infosperber.ch/Ges​ellschaft/2-Saule-Zeh​nmal-hohere-Verwaltun​gskosten-kurzen-die-R​enten

Aber man kürzt lieber noch zuerst den Umwandlungssatz und verhindert dann den Kapitalbezug.
Die Versicherungen wird's freuen. Das Fuss- "Volk" weniger.

Und nicht wenige sind dann auch schon bereits tot, ehe sie einen Franken BVG oder AHV gesehen haben:

"Im Jahr 2016 waren 44 Prozent der Verstorbenen über 85-jährig. 42 Prozent waren 65 bis 84 Jahre alt, 11 Prozent 45- bis 64-jährig und 2,8 Prozent unter 44 Jahren."

Also 13.8% der Bevölkerung erlebten das reguläre Rentenalter 64 bzw. 65 nicht. Darüber wie viele kurz nach erreichen des Rentenalters verstorben sind gibt das Bundesamt für Statistik (BFS) keine Auskunft, obwohl das auch von Bedeutung wäre.



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36%
(11 Stimmen)
Georg Bender sagte March 2019

Wenn die Umlagesysteme bewusst falsch konzipiert sind, so werden nur an den Symptomen herumgedoktert. So ist es auch mit der Ergänzungsleistung. Wenn ein Staat bei einer Sozialvorsorge die Finanzbranche befruchten will, so hat er auch die Konsequenzen zu tragen. Ich weiss die Selbstverantwortung!


Eine Anpassung des Vermögensverzehr ist sozial (Gleichbehandlung) nicht vertretbar, ist darum klar abzulehnen. Es fehlt kein Geld!


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36%
(11 Stimmen)
Hans Knall sagte March 2019

Warum sollte es ausgerechnet denjenigen verboten werden ihr eigenes Geld nach eigenem Gusto auszugeben, die dies auch während ihrer gesamten Arbeitsleben selbst gespart haben?

Wer nichts spart und seine Einkommen lebenslang vollständig aufbraucht, der erhält ja die Ergänzungsleistungen ohne weiteres auch früher. Diese Leute werden ja auch nicht verpflichtet, vom „eigenen“ Geld zu leben. Warum sollte dies ausschliesslich für die Vorsorger gelten?

Entweder haben alle Anrecht auf Ergänzungsleistungen,​ die entsprechenden Mangel haben oder niemand. Eine Unterscheidung würde nur dazu führen, dass alle, die für ihr Alter vorsorgen schlechter gestellt würden als die Prasser.


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55%
(11 Stimmen)
jan eberhart sagte March 2019

Die EL-Reform ist weder Fisch noch Vogel.

Der Spareffekt ist nur minimal vorhanden und ändert wenig an der Kostenexplosion. Vom radikalen Sozialabbau kann nun wirklich nicht die Rede sein.

Wer Vermögen (ohne eigenes Wohneigentum) über 100'000 Fr. besitzt, wird wohl kaum EL einverlangen können.

Wer nicht Millionen erbt, wird wohl kaum EL zurückzahlen müssen für verstorbene Eltern.


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