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Volksrechte und Grundrechte in Gefahr

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Mit der Zu­stim­mung der Mehr­heit des Schwei­zer Vol­kes (52,9%) und der Stände (17,5) zur Aus­schaf­fungs­i­ni­​tia­tive hat der Souverän am 28. No­vem­ber 2010 entschieden:  Rechtskräftig ver­ur­teilte kri­mi­nelle Ausländer müssen unser Land nach der Strafverbüssung zwin­gend ver­las­sen. Die­ser Volks­wille ist von Bundesrätin Som­ma­ruga und vom Par­la­ment rasch und kon­se­quent um­zu­set­zen. Alles an­dere wäre eine Miss­ach­tung des Volks­ent­schei­des und ein Ver­rat an un­se­rer Demokratie. 

Doch schon im Ver­lauf des Ab­stim­mungs­sonn­ta​gs haben ver­schie­dene Ab­stim­mungs­ver­lie​­rer ver­sucht, das klare Re­sul­tat zu verwässern. Sie be­haup­te­ten gebetsmühlenartig, die Um­set­zung der In­itia­tive sei "schwie­rig". Po­li­ti­ker aus dem rot-grünen Lager wie die Nationalräte Gross und Vi­scher for­der­ten, In­itia­ti­ven müssten künftig ver­mehrt für ungültig erklärt wer­den, weil sie an­geb­lich Völkerrecht ver­letz­ten. Und der St. Gal­ler Völkerrechtler Pro­fes­sor Rai­ner Schwei­zer ver­langte gar, die Gültigkeit von Volks­i­ni­tia­ti­ven​ dürfe nicht mehr vom Par­la­ment, son­dern müsse vom Bun­des­ge­richt be­ur­teilt wer­den. Diese per­fi­den An­griffe auf un­sere Volks­rechte sind mit aller Ent­schie­den­heit abzuwehren. 
Bundesrät​in Som­ma­ruga for­derte zudem als neue Jus­tiz­mi­nis­te­rin​, die In­itia­tive sei "mit Au­gen­mass" um­zu­set­zen; zudem soll die SVP in eine ent­spre­chende Ar­beits­gruppe ein­ge­bun­den wer­den und ihre "Vor­stel­lun­gen" ein­brin­gen. Mit Ver­laub: Die Aus­schaf­fungs­i­ni­​tia­tive ist keine SV­P-­For­de­rung mehr, son­dern ein Auftrag des Volkes. Und es ist die Pflicht von Frau Som­ma­ruga (die pro Jahr eine halbe Mil­lion Fran­ken kas­sier­t), bis spätestens Mitte 2011 das ent­spre­chende Ausführungsgesetz vor­zu­le­gen, damit es nach der par­la­men­ta­ri­sche​n Be­hand­lung im Jahre 2012 in Kraft ge­setzt wer­den kann.  Auf­gabe der SVP kann es le­dig­lich sein, die kor­rekte Um­set­zung des In­itia­tiv­tex­tes zu kon­trol­lie­ren. Ich weiss zwar nicht, ob das Volk immer Recht hat (das weiss nur der liebe Gott) - aber das Volk muss in un­se­rer De­mo­kra­tie das letzte Wort haben!

Die Haupt­ge­fahr für un­sere Volks­rechte droht nicht von aus­sen, son­dern von in­nen. Sys­te­ma­tisch ver­sucht die so­ge­nannte Elite - ge­meint sind Bundesräte, Par­la­men­ta­rier, Links­ideo­lo­gen, Schönredner, Verwaltungsfunktionär​e, Di­plo­ma­ten, Pro­fes­so­ren, Kul­tur­schaf­fende und der­glei­chen -  un­sere Volks­rechte aus­zu­he­beln und Volks­ent­scheide um­zu­bie­gen. Denn un­sere welt­weit ein­zig­ar­ti­gen Volks- und Frei­heits­rechte sind in in den Augen von kopf­lo­sen In­ter­na­tio­na­lis­​ten und EU-­Bei­tritts­apo­st​eln ärgerliche Hin­der­nisse für den An­schluss an Brüssel. Sie ver­ach­ten das Ge­wach­se­ne, Überschaubare, Kleinräumige. Sie seh­nen sich nach dem Grenzenlosen,  Glo­ba­li­sier­ten, Grossräumigen und träumen von at­trak­ti­ven, gut­be­zahl­ten Pöstchen, von glanz­vol­len Auf­trit­ten und gros­sen Reden auf in­ter­na­tio­na­len Kon­fe­ren­zen, wo alle für alles ver­ant­wort­lich sind - aber nie­mand für etwas. 

Friedrich Schil­ler hat diese Ver­blen­dung im "Wil­helm Tell" in der Per­son von Ru­denz meis­ter­haft zum Aus­druck ge­bracht. Ru­denz, der zum An­schluss der Waldstätte an Habs­burg drängt, sagt zu sei­nem hoch­be­trag­ten Oheim Attinghausen: "Habt Ihr nicht höhern Stolz, als hier Land­am­man oder Ban­ner­herr zu sein und neben die­sen Hir­ten zu re­gie­ren? Wie? Ist's nicht eine rühmlichere Wahl, zu hul­di­gen dem königlichen Herrn, sich an sein glänzend Lager anzuschliessen.  An­derswo ge­sche­hen Ta­ten, eine Welt des Ruhms be­wegt sich glänzend jen­seits die­ser Berge (...) Ver­ge­bens wi­der­ste­hen wir dem König. Die Welt gehört ihm, wol­len wir al­lein uns ei­gen­sin­nig stei­fen und ver­sto­cken, die Länderkette ihm zu un­ter­bre­chen, die er ge­wal­tig rings um uns gezogen?  

Alarmierend​ ist neben dem An­griff auf un­sere Volks­rechte auch die systematische Ver­let­zung der Mei­nungs- und Versammlungsfreiheit.​ So haben linke Chao­ten (die Behörden blie­ben weit­ge­hend pas­siv) ei­ner­seits den SV­P-­Par­tei­tag in Lau­sanne ver­hin­dert; er musste auf eine Wiese bei Gland ver­legt wer­den. Das glei­che Ge­sin­del hat nach dem Volks­-Ja zur Aus­schaf­fungs­i­ni­​tia­tive her­um­ran­da­liert, Schei­ben zertrümmert, Fassa­den ver­un­stal­te­tet und Par­tei­se­kre­ta­ria​te beschädigt. Das ist ein An­griff auf die Grund­fes­ten un­se­rer De­mo­kra­tie, der kei­nes­falls hin­ge­nom­men wer­den darf. 

Es ist die Pflicht aller de­mo­kra­tisch ge­sinn­ten Kräfte in un­se­rem Land, die Volks­rechte hoch­zu­hal­ten. Ebenso haben die Behörden aller Staats­ebe­nen die Mei­nungs- und Ver­samm­lungs­frei­h​eit zu  gewährleisten und durch­zu­set­zen.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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27%
(15 Stimmen)
andreas willener sagte March 2011

Herr Fehr, wir sagten immer: Wenn me e Schtei ine Schafherde bängglet, bäägget geng das, wos preicht!
"Systemati​sche" Verletzung der Meinungs- und Versammlungsfreiheit:​ Nach dem dauernden Schüren von Ihrer Seite müssen Sie sich wirklich nicht wundern, wenn Ihnen aus Angst vor Krawallen Lokalitäten nicht mehr zur Verfügung stehen, oder jemand sich die Freiheit nimmt, Ihre Veranstaltung auszuladen.
Im Uebrigen stimme ich dem Kommentar von Herrn Facchi hundertprozentig bei.


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23%
(13 Stimmen)
Helmut Barner sagte March 2011

Sehr geehrter herr fehr
Noch mal, das Volk nahm die Alpen-Initiative an. Was tut die SVP und Sie dafür, dass sie endlich auch gegen den Willen einiger SVP-Grössen voll durchgesetzt wird?
Wir sollten auch nicht vergessen: Es ist noch gar nicht soooo lange her, da leerte die Schweiz ihre Gefängnisse und exportierte ihre Schwerverbrecher in Drittweltländer, weil dies die kostengünstigste Lösung war. Das vergessen wir gerne oder wollen es gar nicht wissen. Wenn heute also aus solchen Ländern auch Kriminelle geschickt werden oder selber kommen ist das vielleicht nur Kulturaustausch :-))


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59%
(49 Stimmen)
Bruno Facci sagte January 2011

Ich respektiere die Meinungen von Hans Fehr, auch wenn ich ihnen nie zustimmen kann. Was ich nicht respektiere sind seine Ausfälligkeiten gegen über anders Denkenden (BR Sommaruga kassiert eine halbe Million im Jahr, so genannte Elite - gemeint sind Bundesräte, Parlamentarier, Linksideologen, Schönredner, Verwaltungsfunktionär​e, Diplomaten, Pro fessoren, Kultur schaffende und der gleichen - ). Immerhin handelt es sich dabei um Personen, die entweder vom Volk gewählt wurden oder von Gremien, die vom Volk in ihre Ämter gewählt wurden. Wenn man wie NR Fehr dauernd die Umsetzung des Volkswillens fordert, dann fordere ich von ihm dasselbe: Respekt von der von den Amtsträgern in unserem demokratischen Rechtsstaat. Auch wenn sie nicht die selbe Meinung haben wie die SVP, die sich leider immer mehr in Richtung SVEP (Schweizerisch-Völkis​che Einheits-Partei) entwickelt. Ihr neuer Wahlslogan "Schweizer wählen SVP" spricht in dieser Hinsicht Bände!!!


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59%
(27 Stimmen)
Helmut Barner sagte December 2010

Warten wir mal ab, wie die Gesetzesvorlage aussieht, wenn sie Gesetz wird.
Was die Tinner-Affäre betrifft, da haben ja nun wirklich auch unsere Gerichte eine andere Auffassung der Vorfälle und Gründe. Wir hatten bis anhin in der Schweiz die Gewaltentrennung, bis da dieser Ex-Alt-Bundesrat - der bekannterweise damit seine liebe Mühe hatte - dagegen verstiess. Oder wie deuten Sie die Aussagen der Untersuchungsbehörden​? Die Sicherheit der Schweiz sei in Gefahr gewesen? Lächerlich! WER kann so etwas beurteilen? Der Bundesrat auf Druck eines einzelnen Bundesrates? Wohl nicht! Da ging es um andere Dinge! Ganz klar! USA-geheimdienstliche​ Tätigkeiten in unserem freien Land! Das wars. Und das durfte nicht bekannt werden und schon gar nicht, was die da alles taten! Soweit zu den fremden Hrren, vor dem dieser Bunderat kniefällig kuschte!
Das Volk hat ja bei Ihrer Partei eh nichts zu sagen. Wenn ich mir so anschaue, was alles genau aus der SVP dagegen unternommen wurde, dass die vom Volk angenommene Alpen-Initiative fristgerecht durchgesetzt werden konnte, wird klar, wes Geistes Kinder da sitzen. Des Volkes Stimme ist da doch keinen Hundsdreck wert!


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54%
(46 Stimmen)
Hans Fehr sagte December 2010

Zur Ausschaffungsinitiati​ve,Tinner Affäre, Verwahrungsinitiative​:
Es ist richtig,dass die SVP in der Arbeitsgruppe zur Umsetzung der Ausschaffungsinitiati​ve mitarbeitet, aber nur unter der Bedingung, dass volle Transparenz über strittige Fragen und über Abstimmungen garantiert ist. Alles andere "riecht" nach einem falschen Motiv, wonach die SVP eingebunden werden soll, damit man dann sagen kann, sie sei ja dabei gewesen.
Die sogenannte Tinner Affäre hat nichts mit den Volksrechten, wie sie in einer Volksinitiative zum Ausdruck kommen, zu tun. Es war ein Entscheid des Gesamt-Bundesrates, um hier aus Schweizer Sicht und im Interesse unseres Landes einen Schlusspunkt zu setzen.
In der Tat hat auch der damalige Bundesrat Blocher bei der Verwahrungsinitiative​ eine (interne) Kommission eingesetzt. Weil er den Eindruck hatte, die Anliegen der beiden Hauptinitiatinnen würden in der Kommission zu wenig ernst genommen, hat er interveniert und den beiden (direktbetroffenen) Frauen Einsitz gewährt. Es wurde dann in der Folge eine von allen getragene Gesetzesvorlage geschaffen. Die "Kommission Sommaruga" ist hingegen fast ausschliesslich aus Leuten zusammengesetzt, die vor der Abstimmung erklärt haben, die Initiative lasse sich nicht umsetzen. Das ist eine schlechte Voraussetzung. Soweit meine Sicht der Dinge.


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78%
(27 Stimmen)
Helmut Barner sagte December 2010

Wer hält nun die Volksrechte nach Gleichheit hoch? Da liess ein Bundesrat kniefällig und unterwürfig Akten schreddern, um die illegalen Tätigkeiten eines fremden Geheimdienstes in der Schweiz zu decken. Eine klare Behinderung der Justiz. Wenn ich mir etwas zuschulden kommen lasse, wer schreddert dann meine Akten? Oder hat da jemand andere Rechte als der kleine Bürger? Welche Funktion muss man haben oder welcher Partei muss man in der Schweiz angehören, damit Akten, die zu einer Verurteilung führen könnten, von höchster Stelle geschreddert werden? Oder hängt das vom Bankkonto ab?


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66%
(35 Stimmen)
Helmut Barner sagte December 2010

Volkes Willen? Das Volk tat auch mit der Alpen-Initiative etwas kund. Die SVP-Strategen kümmert das wenig. Oder behaupten Sie, Herr fehr, dass die Alpen-Initiative umgesetzt sei? Die Verwahrungsinitiative​ wurde auch angenommen. Hat sie Ihr Ober-Boss als Bundesrat schnellstens umgesetzt? Beides waren Aufträge des Volkes! Aber zumindest die Alpen-Initiative passte gewissen SVPlern absolut nicht ins Geschäft! Also, wo blieb da der Volksauftrag???


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67%
(27 Stimmen)
Sägesser Barbara sagte December 2010

Sehr geehrter Herr Fehr. Will sich die SVP aus der Verantwortung ziehen, wenn man den Kommentar von Oskar Freysinger anschaut: Der Walliser Nationalrat Oskar Freysinger betrachtet das Gremium als überflüssig. «Ich wäre vorsichtig, mitzutun; ein Dabeisein birgt die Gefahr, nachher für ungewollte Resultate mitverantwortlich gemacht zu werden.» http://www.nzz.ch/nac​hrichten/politik/schw​eiz/sommaruga_irritie​rt_die_svp_1.8633835.​html. Tja, es herrscht, wie mir scheint Wahlkampf und wenn man bedenkt, dass von den 1888 Personen in Untersuchungshaft am 2. September 2009 waren 21% Schweizer, 21% Ausländer mit einer Aufenthaltsbewilligun​g, 7% Personen aus dem Asylbereich und 51% Ausländer ohne Aufenthaltsbewilligun​g (Touristen, Grenzgänger, Illegale) http://www.bfs.admin.​ch/bfs/portal/de/inde​x/themen/19/03/05/key​/ueberblick/kommentar​.html waren..... schliesse ich daraus, dass die 51 % der Ausländer ohne Aufenthaltsbewilligun​g von der Initiative nicht betroffen sind.... http://migrationsfrag​en.ch/migration-aktue​ll/warum-kriminaltour​isten-nicht-ausgescha​fft-werden . Der 28.11. ist vorüber, die Ausschaffungsinitiati​ve angenommen. Doch selbst einen Tag nach der Abstimmung weiss kaum einer genau, worüber wir eigentlich abgestimmt haben. Was ist denn nun mit den “georgischen Einbrecherbanden” und “nigerianischen Drogendealern”? “Art. 121 Abs. 3-6 (neu)
3 Sie (= die Ausländerinnen und Ausländer) verlieren unabhängig von ihrem ausländerrechtlichen Status ihr Aufenthaltsrecht sowie alle Rechtsansprüche auf Aufenthalt in der Schweiz, wenn sie…” – so heisst es im Wortlaut der SVP-Initiative. Die angenommene Verfassungsänderung sieht also nicht generell die Ausschaffung krimineller Ausländer vor, sondern den Entzug deren Aufenthaltsrechts. Unbeachtet bleiben also jene kriminellen Ausländer, welche nicht über eine Aufenthaltsbewilligun​g verfügen. Für “nigerianische Drogendealer” und “georgische Einbrecherbanden”, welche sich zum grössten Teil illegal in der Schweiz aufhalten bzw. deren Aufenthaltsrecht bereits entzogen wurde, ändert die Verfassungsänderung nichts. Das Volk hat klar entschieden. Sind ausländische Vergewaltiger in diesem Land tatsächlich das akutere Problem als Kriminaltouristen? Bin also gespannt auf die Umsetzung und ob es wirklich mehr sind, welche ausgeschafft werden. Denke, dass nicht....(siehe dazu noch meinen anderen Beitrag, anderen Beiträge).


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49%
(43 Stimmen)
Jean Ph. Mundorff sagte December 2010

Guten Tag Herr Fehr

Auch aus dem von Ihnen zitierten Wilhelm Tell :
Wir wollen sein ein einig Volk von Brüdern ( und Schwestern )......

Fragen :
a) Zählen etwa die 47% der Ablehnenden für die AUNS nicht mehr zum schweizer Volk ?
und
b) In Ihrem Votum fehlt die Bereitschaft der SVP auch den Volkswillen dieser 47 % soweit möglich zu berücksichtigen. Meines Erachtens würde dies super zu einer "Volkspartei" passen.


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43%
(40 Stimmen)
Roland Breitler sagte December 2010

Respekt. Ich zitiere Sie selbst: "Ich weiss zwar nicht, ob das Volk immer Recht hat (das weiss nur der liebe Gott) - aber das Volk muss in un­se­rer De­mo­kra­tie das letzte Wort haben!"

Es ist mir durchaus klar, dass die AUNS sich mit jedem anlegt, der auch nur ein partielles soziales Gewissen zeigt - neu ist, dass sie sich jetzt auch noch mit dem Herrgott anlegt. Sollte jemand in der Tat das letzte Wort haben, dürfte das kaum das Volk oder die AUNS (kommt niemand vorbei) sein, sondern vielmehr der von Ihnen zitierte Herr im Himmel. Machen Sie nur weiter Ihre schlechte Politik, aber lassen Sie in Gottes Namen den Herrgott aus dem Spiel. Der hilft Ihnen bestimmt nicht weiter.




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82%
(44 Stimmen)
Hans Meier sagte December 2010

Sie haben gewonnen, und damit bewiesen, dass sie näher beim Volk sind. So erwarte ich von Ihnen, dass sie sich bei der Ausarbeitung des Gesetzes engagieren. Alles andere wäre eine Missachtung des Volkswillen. Vor allem da Ihre Partei ganz alleine gegen alle gewonnen hat.


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54%
(72 Stimmen)
Peter Oberholzer sagte December 2010

Sehr geehrter Herr Nationalrat Fehr

Ich gratuliere ihnen und allen Mitwirkenden zum Erfolg mit der Ausschaffungs-Initiat​ive. Sie, die AUNS und die SVP haben der Bevölkerung die Argumente vorgebracht und im Alleingang überzeugt. In den letzten Abstimmungswochen gab es zusätzlich eine ungewollte Unterstützung infolge der Teilung ihres gegnerischen Lagers. Ihre Aussagen im Artikeltext zur Umsetzung des Volksauftrages sehe ich ebenfalls so. Es ist es nun wesentlich wie und wann das Gesetz in Kraft tritt.

Folgendes wird mich im nachhinein interessierten:
1. Sobald das Gesetz in Kraft ist, werde ich beobachten welche Zunahme bei den Ausschaffungen auch wirklich stattfindet. Sprechen wir da über 50 oder 300 Personen pro Jahr, oder sind es mehr?
2. Die AUNS hat in den letzten Jahren die Politik und die Diskussions-Themen massgebend mitgeprägt. Nimmt die AUNS den erneuten Erfolg ernst und begibt sie sich in die Verantwortung? Es ist meines Erachtens an der Zeit, dass sich bei der nächsten Gelegenheit ein aktives oder ehemaliges AUNS-Führungsmitglied​ der Wahl in die Landesregierung (Bundesrat) stellt. Ich denke dabei an Sie, Nationalrat Schwander und Nationalrat Stamm.

Als einfacher Bürger erlaube ich mir Namen zu nennen und einen Blick in die Zukunft zu werfen!



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49%
(81 Stimmen)
Sägesser Barbara sagte December 2010

Niemand will kriminelle (weder Schweizer noch Ausländer). Sicherlich auch die Gutmenschen nicht und wieso an Menschenrechten, der Verfassung und des Völkerrechtes kratzen?. Aufgrund meiner Recherchen und meiner Erfahrung verstösst die Initiative gegen völkerrechtliche Verpflichtungen der Schweiz, die in internationalen, die Schweiz bindenden Abkommen enthalten sind. Im Falle einer Annahme der Initiative würden namentlich verletzt:
• die Europäische Menschenrechtskonvent​ion EMRK (z.B. Art. 8, Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens. Ein Eingriff in dieses Recht ist nur möglich zum Schutz der Ordnung und zur Verhinderung von Straftaten.)
• das Freizügigkeitsabkomme​n mit der EU (Straffällige dürfen nur weggewiesen werden, wenn tatsächlich eine zukünftige Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung besteht.)
Der Bundesrat hat bereits im Vorfeld der Abstimmung darauf hingewiesen, dass die Annahme der Initiative Fragen zur Umsetzung aufwirft. Es ist nun Aufgabe des Parlaments, einen Deliktskatalog auszuarbeiten, der genau definiert, welche Tatbestände zur Ausschaffung führen. Zudem geht es darum, den Konflikt mit Verfassung und Völkerrecht zu mildern oder, falls möglich, gar aufzulösen. http://www.ejpd.admin​.ch/content/ejpd/de/h​ome/dokumentation/abs​timmungen/2010-11-28/​faq.faq_9.html#a_faq_​9 / http://www.bfm.admin.​ch/content/bfm/de/hom​e/dokumentation/medie​nmitteilungen/2008/re​f_2008-10-154.html


Dazu noch einen Artikel aus 2007 http://sc.tagesanzeig​er.ch/dyn/news/schwei​z/752759.html Warum «zwingendes Völkerrecht» unausweichlich ist ....Auch wenn der Wille des Volkes sicher berücksichtigt werden muss, so stellt sich für mich die Frage, wie wollen wir denn vorwärts kommen, wenn wir andere brüskieren (in kleinem Rahmen sehen sie ja den Unmut etc., welche der SVP aufgrund von Drohungen entgegen bläst - Versammlungsort musste verlegt werden...... ). Doch ob es weiterführt, sich gegenseitig die Schuld zuzuweisen anstelle von zusehen, was man besser oder anders tun könnte bezweifle ich. Man muss also nicht immer Links, resp. Rechts Schuld geben, sondern mit der Zusammenarbeit lässt sich die Schweiz regieren! Hoffentlich macht auch die SVP mit, damit es vorwärts geht....

Ich möchte jedenfalls nicht, dass der Wille des Volkes über den Menschenrechten (darin sind für mich auch Grundrechte enthalten und über dem Völkerrecht steht, denn dies halte ich für gefährlich und die Chancen stehen gut, dass das Volk gleichwohl enttäuscht wird. Im Falle der Ausschaffungsinitiati​ve, wenn nicht mehr ausgeschafft werden (ohne Reisedokumente und Mithilfe des Heimatstaates keine Ausschaffung). Zumal bereits heute scheint ja jede 4. Ausschaffung zu scheitern. Ev. sind es noch mehr.....). Dazu noch die Links http://www.thurgauerz​eitung.ch/schweiz/sta​ndard/Die-Initiative-​gaukelt-eine-einfache​-Loesung-vor/story/19​582832 und ja im 2009 mind. 750 weggewiesen wurden. http://www.tagesschau​.sf.tv/Nachrichten/Ar​chiv/2010/10/21/Schwe​iz/Ausschaffungen-neh​men-rapide-zu / http://www.tagesschau​.sf.tv/Nachrichten/Ar​chiv/2010/10/12/Schwe​iz/Jede-vierte-Aussch​affung-scheitert-Bund​-kauft-2600-Flugbille​tte-fuer-nichts / http://www.20min.ch/n​ews/schweiz/story/226​50212 ) / http://www.tagesanzei​ger.ch/schweiz/standa​rd/Kantone-muessen-Du​tzende-inhaftierte-Af​rikaner-freilassen/st​ory/18380986 / http://www.fczforum.c​h/forum/smalltalk-f13​/ausschaffungs-initat​ive-abstimmung-281120​10-t16753.html . Ansonsten gibt es für mich eine positive Überraschung, wenn mehr Ausländer ausgeschafft werden (bitte dann korrekte Zahlen liefern zum Vergleich vor Annahme und nach Annahme der Initiative, danke....)


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