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Wenn Rechte wie Linke reden

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Von „Gleichbehandlung der Familienmodelle“ ist die Rede, von „Beseitigung einer Diskriminierung“, aus­ge­rech­net die SVP ver­wen­det lin­kes Vo­ka­bu­lar. Denn das Ideal der (Chan­cen)­Gleich­hei​t und Ge­rech­tig­keit wird vor allem von lin­ken Par­teien hoch­ge­hal­ten. Die Bürgerlichen, ins­be­son­dere die SVP, reden dann gerne von „Gleichmacherei“, was ne­ga­tiv kon­no­tiert ist. Und nun reden SVP­ler plötzlich wie Lin­ke, um etwas zu er­rei­chen, was mit Gleich­be­hand­lung gar nichts zu tun hat.

 

Diese Taktik hat schon der Hauseigentümerverband​ angewandt, als er den Eigenmietwert abschaffen wollte. „Hände weg von unserer Altersvorsorge!“ hiess es auf den Plakaten. Man hätte es für ein Gewerkschaftsplakat gegen Sparübungen in der AHV halten können. Dabei ging es nur darum, dass eine privilegierte Minderheit, die Hauseigentümer, weniger Steuern zahlen wollte. Die Initiative brachte es auf 47%. Fast doppelt so viele Ja-Stimmen wie bei den Bauspar-Initiativen aus derselben Küche. Das Vortäuschen sozialer Anliegen macht sich bezahlt.

 

Die SVP versucht nun das Erfolgsmodell auf die Familieninitiative anzuwenden. Ein Steuerabzug, von dem nur die reichere Hälfte der Familien etwas hätte, wird als „sozial“ verkauft, die Bevorzugung des traditionellen Modells als „Gleichbehandlung“. Noch ist offen, ob es ein knappes Ja oder ein knappes Nein geben wird. Aber eines ist sicher: im sozialen Bereich ist linkes Gedankengut salon- und mehrheitsfähig. Deshalb gebrauchen rechte Politiker linkes Vokabular, in der Hoffnung, ihre Ziele so besser zu erreichen.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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53%
(36 Stimmen)
Felix Kneubühl sagte November 2013

Auch rechte Politiker sind sozial, falls Sie das noch nicht gemerkt haben.


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48%
(31 Stimmen)
Stefan Kirchgraber sagte November 2013

Jetzt hat es immer geheissen, die SVP haben einen zu ruppigen Stil - und jetzt ischt es auch wieder nicht recht. Schnöööde Wellt!


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41%
(32 Stimmen)
lula babalu sagte November 2013

Herr Pfister, wenn Sie schon von GLEICHBEHANDLUNG sprechen wollen....

Ihnen ist hoffentlich klar, wer die GLEICHBEHANDLUNG von ELTERN, mit aller Macht verhindern will?! Und damit die Grund-Menschenrechte tausender Väter und ihrer Kinder in diesem Land, mit Füssen tritt?! Auch Ihre, Herr Pfister, sollten Sie mal Kinder haben.

Soviel zur FAMILIENPOLITIK ihrer Linken Genossen!




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53%
(57 Stimmen)
Paul Rohner sagte November 2013

Den obigen Blog kommentiere ich nicht. Ich kann schreiben was ich will der Blogger spielt sofort den Beleidigten und schreibt sofort einen Löschantrag, sofern er dies nicht selbst vor Ort erledigen kann.




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47%
(53 Stimmen)
Paul Rohner sagte November 2013

Heinz Kremser, Die SVP spricht nicht von "Herdprämie". Aus der linken Ecke kommen solche unanständigen Töne, die Sie nun uns in den Mund stopfen.

Ihr HäHäHä kommentiere ich nicht, ist unter meinem Niveau.

Frauen, die freiwillig bei Ihren Kindern bleiben, wurden in der Schweiz noch nie zu den Arbeitslosen hinzugezählt.

Ihre Vergleiche mit der DDR, sind unter aller Sau und total ungeniessbar. Jeder gibt was er hat!!


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55%
(60 Stimmen)
Bea Habegger sagte November 2013

Guten Abend Herr Pfister

danke für Ihren Blog.


1. Vor dem Gesetzt sind alle gleich? Eben derzeit nicht!

Die Familien-Initiative sorgt mit einem JA dafür, dass die 2011 eingeführte Ungleichstellung der Familienformen wieder hergestellt wird.

Ihr angeführter Link zeigt eindeutig, wie man versucht, KITA-Familien zu bevorzugen gegenüber anderen Familien-Lebensformen​ durch Steuererleichterungen​.

Das Bundesgesetz besagt:

BUNDESRECHT
1.Ka​pitel: Grundrechte

Art. 8 Rechtsgleichheit

A​bsatz 2 /Zitat:

Niemand darf diskriminiert werden, namentlich nicht wegen der Lebensform.



2.​ Während Milliarden ins Ausland fliessen, hierzulande in versagende Asyl- und Gesundheits- Bürokratenindustrien etc. versanden, hat eines der reichsten Länder der Welt kein Geld um die Gleichstellung verschiedener Familienformen DER EIGENEN BEVÖLKERUNG zu gewähren und dies wird gar noch von angeblich christlichen und familienfreundlichen Parteien bekämpft. Unglaubwürdiger geht nimmer.

3. Keine Steuergeschenke an Studenten und Arbeitslose, wie in Bern geplant:

Für Stadtberner Eltern gibt es Kita-Gutscheine zu Weihnachten
Es ist so weit: Die vom Stadtberner Stimmvolk geforderten Kita-Gutscheine werden ab dem 1.Januar 2014 eingeführt. Der Gemeinderat will die Gutscheine bis Weihnachten an die Eltern verschicken.

http://www.berner​zeitung.ch/region/ber​n/Fuer-Stadtberner-El​tern-gibt-es-KitaGuts​cheine-zu-Weihnachten​/story/25119958

Te​ilzitat: Wer Gutscheine will, muss in der Stadt Bern wohnen – und: Eine Erwerbstätigkeit von mindestens zehn Prozent wird vorausgesetzt, doch auch wer eine anerkannte Ausbildung oder ein Studium absolviert sowie beim RAV angemeldete Arbeitslose auf Stellensuche sind bezugsberechtigt.

​Deshalb:

Halten wir uns an das Gesetz, stärken wir unsere Familien, JA zur Familieninitiative


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43%
(68 Stimmen)
Heinz Kremsner sagte November 2013

So ist es Herr Pfister. Auch meine Meine.
Was mich noch mehr wundert ist dass die SVP etwas von einem linken/kommunistische​n Staat übernimmt. Hähähä.
Die Herdprämie wurde in der DDR erfunden unter Honecker; die DDR hatte das Problem dass es offiziell keine Arbeitslosen geben sollte - so kam man auf die Idee Frauen/Mütter als Arbeitsmarktpuffer zu nehmen und quasi zu Hause zu
beschäftigen - die Frauen wurden weiterhin als Beschäftigte gezählt in der Firma - keine Arbeitslosen also.
Nun es diente nicht nur der Arbeitsmarktsteuerung​. Denn viele Frauen gingen nach kurzem Aufenthalt zu Hause wieder arbeiten. Andere wurden jahrelang bezahlt um zu Hause zu bleiben um die Statistik zu schönen.


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