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Rekordprämien in der Champions League – Ein Geldregen

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Die 26. Ausgabe der UEFA Champions League verspricht in der neuen Saison erneut beste Fußballunterhaltung. Neben der Teilnehmerreform, die für steigende Einnahmen der Top-Klubs sorgt, haben sich auch die Prämien auf eine Rekordebene erhöht. Knapp 1,3 Milliarden Euro regnen in der Königsklasse auf die Vereine nieder. Die Europa League profitiert ebenfalls.

UEFA mit neuer Rekordsumme

Im Kampf um den Pokal in der Champions League liegen die Favoritenrollen erneut bei den beiden spanischen Top-Klubs FC Barcelona und Titelverteidiger Real Madrid, aber auch beim deutschen Königsklassen-Dauerga​​​st FC Bayern München. Ebenso werden die Underdogs wieder ihre Chance bekommen und eine Überraschungsmannscha​​​ft hervorbringen. Welches Team diese Rolle in der diesjährigen 24. Ausgabe der Champions League ausfüllt, wird nicht nur bei Wettfreunden heiß diskutiert.

Lohnenswe​​​rt ist die Reise allemal. Die UEFA schüttet auch in diesem Jahr Rekordprämien an die teilnehmenden Vereine in einer Gesamthöhe von fast 1,3 Milliarden Euro aus. Das ist eine Steigerung um 25,4 Prozent gegenüber der letzten Saison. Die Europa League darf sich seit der letzten Spielzeit ebenfalls über eine fast 64-prozentige Erhöhung freuen.

Die Ausschüttung der Prämien an die Teilnehmer erfolgt in einem Verhältnis von 3,3:1 zwischen der UEFA Champions League und der UEFA Europa League. Dabei gliedert sich die Auszahlung des Nettobetrags von 1,2689 Mrd. Euro im Verhältnis 60:40 in zwei Bereiche auf.

  •          Zum einen laufen 60 Prozent des Geldes in die festen Beträge. Diese beinhalten die Startprämien für die Gruppenphase sowie die Leistungs- und Qualifikationsprämien​​​. Insgesamt werden 761,9 Mio. Euro in festen Beträgen ausgezahlt. Die maximale Summe aus festen Beträgen, die ein teilnehmendes Team ohne Einnahmen aus möglichen Playoffs erreichen kann, liegt demnach bei 57,2 Mio. Euro.
  •          Die restlichen 507 Mio. Euro werden als variable Beträge über den sogenannten Marktpool ausgeschüttet. Der Betrag wird je nach Fernsehmarktwert der ab der Gruppenphase vertretenen Vereine aufgeteilt und an die entsprechenden Verbände ausgezahlt. Diese wiederum teilen die Hälfte der Gelder aus dem Marktpool nach einem entsprechenden Verteilungsschlüssel unter den betroffenen Vereinen auf. Dieser berücksichtigt die Leistung der Vereine in den nationalen Meisterschaften der vergangenen Jahre. Die andere Hälfte aus dem Marktpool wird unter den teilnehmenden Mannschaften nach der Anzahl der absolvierten Spiele in der UEFA Champions League aufgeteilt.

Weitere Gelder betreffen zum einen den Gewinner des UEFA-Superpokals, der im Spiel zwischen dem Champions-League-Sieg​​​er und dem Europa-League-Sieger ermittelt wird.  Dieser darf sich über vier, der Verlierer über drei Millionen Euro freuen.

Außerdem existieren sogenannte Solidaritätszahlungen​​​ der UEFA. Diese betreffen Vereine, die an den Qualifikationsrunden für die Gruppenphasen der Champions League und Europa League teilnehmen und scheitern. Hierfür stehen 3,5 Prozent der gesamten Bruttoeinnahmen zur Verfügung, woraus sich eine Ausschüttungssumme von 82,2 Mio. Euro ergibt, die sich folgendermaßen verteilt:

  •          1. Qualifikationsrunde - 220.000 Euro
  •          2. Qualifikationsrunde - 320.000 Euro
  •          3. Qualifikationsrunde - 420.000 Euro

Die Zahlung erfolgt ausschließlich an ausgeschiedene Mannschaften. An der Champions-League-Qual​​​ifikation gescheiterte nationale Meister erhalten zusätzlich eine Summe von 260.000 Euro. Die Prämien ab der Gruppenphase sind allerdings weitaus lukrativer.

Zusatzein​nahmen der Vereine

Neben den Prämien der UEFA bieten auch weitere Faktoren erhebliche Gewinnspannen in der europäischen Königsklasse.

  •        ​​​  Eintrittsgelder

Der FC Bayern München generiert beispielsweise allein mit den Eintrittsgeldern für das Stadion bei einer Partie in der Champions League ca. fünf Millionen Euro.

  •          Extras

Einnahmen durch Verkäufe im Stadion wie beispielsweise Snacks, Getränke und verschiedenste Merchandising-Artikel​​​ können ebenfalls einen großen Anteil an den Einnahmen ausmachen.

Reform statt Superliga

Kaum ein Thema wurde in den Medien und Fußball-Talkrunden in letzter Zeit öfter debattiert als die vermehrt aufkommenden Forderungen nach einer internationalen Superliga für die weltweiten Spitzenvereine, auch Buchmacher wären mit dieser Entscheidung sehr zufrieden lauf sportwettenbonus.de. Vermarktungsstrategie​​​n der Superreichen treffen auf die nostalgische Klassifizierung vom Sport des kleinen Mannes, ein heiß diskutiertes Thema, was nun vorrübergehend erst einmal vom Tisch sein dürfte. Grund dafür ist die kürzlich beschlossene Reform der UEFA zu der Zusammenstellung der teilnehmenden Mannschaften im internationalen Wettbewerb:

  1.        So besitzen die europäischen Top-Ligen aus Italien, England, Spanien und Deutschland in Zukunft jeweils vier feste Startplätze in der Champions League. 
  1.        Hinzu kommt eine erneute Steigerung der Prämien ab 2018.

So dürften Spitzenmannschaften wie beispielsweise Real Madrid ab 2018 ungefähr das Doppelte der bisherigen Preisgelder verdienen. Die großen Vereine bekommen somit noch mehr Geld und der große Abstand zwischen den Tob-Klubs und dem Rest der Vereine, der bereits jetzt aberwitzig groß ist, wird weiter auseinandergleiten.

D​​​ie Vertreter der Spitzen-Teams sehen diese Problematik erwartend anders: „Die Reform der Champions League wurde mit der UEFA diskutiert. Es ist eine finale Entscheidung der UEFA. Es ist eine Evolution, die dafür sorgt, dass der europäische Vereinsfußball weiter geschlossen zusammensteht“, sagte der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München Karl-Heinz Rummenigge.





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