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Wie viele Menschen erträgt die Schweiz?

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Im Jahr 2001 erklärte das Bun­des­amt für Sta­tis­tik, die Schwei­zer Bevölkerung steige in den nächsten 30 Jah­ren auf 7,4 Mil­lio­nen Men­schen. Ave­nir Suisse pro­gno­s­ti­zierte vor kur­z­em, die Schweiz werde in 50 Jah­ren 9 Mil­lio­nen Leute ha­ben. Die 7,4 Mil­lio­nen hat­ten wir be­reits 2004 er­reicht, das Bun­des­amt für Sta­tis­tik hat sich bla­miert. Bleibt das Bevölkerungswachstum gleich, wer­den wir die 9-­Mil­lio­nen-­Marke​ schon in 12 Jah­ren er­rei­chen. Ave­nir Suisse wird sich eben­falls bla­mie­ren.

Schon eher zutreffend ist da die kürzlich publizierte Studie „Struktur der Schweizer Wirtschaft 1998–2020“ des Chefökonomen der Credit Suisse. Dieser rechnet mit einer Zunahme der Bevölkerung um eine Million innerhalb von zehn Jahren. Solche Szenarien werfen Fragen auf.

Es ist ein Irrglaube, mehr Einwanderung bringe mehr Wirtschaftswachstum und damit automatisch auch mehr Wohlstand für alle. Heute bauen Einwanderer Wohnungen für andere Einwanderer, ausländisches Pflegepersonal pflegt andere Ausländer.  Quantitatives Wirtschaftswachstum wird zum reinen Selbstzweck, verschleisst aber Unmengen unserer begrenzten natürlichen Ressourcen. Eigentliches Wohlstandsbarometer ist jedoch das Wachstum beim Bruttoinland pro Kopf. Und dieses ist im Jahr 2009 gesunken. Der Kuchen wird zwar grösser, muss aber durch immer mehr Leute geteilt werden.

Für ein Wirtschaftswachstum, welches allen Menschen dient, sind andere Faktoren wichtig. Ein flexibler Arbeitsmarkt, Bildung, modernste Produktionstechnik, hohe Produktivität, massvolle Regulierungen, wenig Bürokratie, stabile politische Verhältnisse und intakte Infrastrukturen sind es, die nutzenstiftend für alle Menschen in diesem Lande sind.

Zu bedenken sind diesbezüglich auch die Zahlen des Umweltdepartementes (UVEK), das uns in seinem Strategiebericht „Zukunft der nationalen Infrastrukturnetze in der Schweiz“ vorrechnet, dass die Schweiz in den nächsten 20 Jahren rund 200 Milliarden Franken in seine Infrastruktur im Bereich Verkehr, Strom, Gas und Telekommunikation investieren muss, um nicht im totalen Kollaps zu enden.

Gemeinsam ist dieser Zahlenflut von Szenarien und Berechnungen, dass sie sich auf rein quantitative Aussagen beschränken. Die Botschaft lautet: Von allem mehr ist möglich, von allem mehr ist nötig, Wohlstand sei mit mehr Wachstum zu erreichen. Die Frage aber, ob mehr Wachstum auf die Dauer zu mehr Lebensqualität führt, ist nicht mehr einfach mit einem Ja zu beantworten, wenn unter Lebensqualität auch Platz und Raum verstanden wird. Noch gehört es beispielsweise zum Programm des Kantons Aargau, dass in den Agglomerationen der vom Wohnort nächstgelegene Erholungsraum in 15 Minuten zu Fuss erreichbar sein soll. Wie lange noch?

Auffallend ist, dass man der Frage, wie viele Menschen dieses Land erträgt, ausweicht. Dabei liegt es doch auf der Hand, was selbst im UVEK-Bericht steht: „Eine wachsende Bevölkerung hat naturgemäss eine grössere Nachfrage nach Infrastrukturdienstle​istungen zur Folge.“ Wer ein Bevölkerungswachstum von jährlich 100‘000 Menschen hinnimmt, muss sich die Fragen gefallen lassen, ob er zusätzliche Kernkraftwerke will, wie der CO2-Ausstoss gesenkt werden soll, wie dem weiteren Landverschleiss begegnet werden kann, wie die riesigen Investitionen in zusätzliche Infrastrukturen und deren Unterhalt zu finanzieren sind, wie Nahrungsmittel für immer mehr auf immer weniger Fläche produziert werden sollen.

Das schweizerische Mittelland gehört heute zu den zehn am dichtest bebauten Gebieten der gesamten Erde. Was dies bedeutet, lässt sich am Beispiel Hollands dokumentieren: Dichtestress verursacht Aggressionen und Gewalttätigkeit. Dadurch lässt das  Sicherheitsgefühl der Menschen nach, Angst macht sich breit. Aus Wachstum wird nicht mehr Wohlstand, sondern weniger Lebensqualität.

Auch​ die Sicherung unserer Altersvorsorge lässt sich mit Bevölkerungswachstum nicht garantieren. Denn Migranten werden ebenfalls älter und haben das Recht auf eine Altersrente, was in dieser Logik zu noch mehr Einwanderung führen würde.


Kommentare von Lesern zum Artikel

Information zur Abschaltung der Kommentarfunktion

Der Verein Vimentis hat sich entschieden, die Kommentarspalte zu den Blogs zu schliessen. In der folgenden Erläuterung erfahren Sie den Grund für diesen Entscheid.

Der Blog, und dazu gehört auch die Kommentarspalte, sind ein wichtiger Teil der Diskussionsplattform von Vimentis. Gleichzeitig sind Werte wie Respekt, Anstand und Akzeptanz für den Verein von grösster Wichtigkeit. Vimentis versucht diese Werte selbst einzuhalten, sowie auch auf der Website zu garantieren.

In der Vergangenheit wurden diese Werte in der Kommentarspalte jedoch regelmässig missachtet, es kam immer wieder zu nicht tolerierbaren Aussagen in den Kommentaren. Das Löschen dieser Kommentare ist heikel und zudem mit grossem Aufwand verbunden, welcher der Verein nicht stemmen kann. Zusätzlich können die Kommentare praktisch anonym verfasst werden, weswegen eine Blockierung der jeweiligen Personen unmöglich wird.

Folglich hat der Verein Vimentis entschlossen, die Kommentarfunktion abzuschalten und nur den Blog stehen zu lassen. Der Blog erlaubt es Personen weiterhin, sich Gehör zu verschaffen, ohne sich hinter einem Pseudonym zu verstecken. Die Änderung sollte die Blog-Plattform qualitative verbessern und all jenen Personen ins Zentrum rücken, welche Interessen an einer sachlichen Diskussion haben, sowie die oben erwähnten Werte respektieren.




50%
(2 Stimmen)
Alex Schneider sagte October 2011

Personenfreizügigkeit​: Konjunkturpuffer fällt aus!

Mit der Personenfreizügigkeit​ verzichtet die Schweiz auf ihren traditionellen Konjunkturpuffer: die Abschiebung von arbeitslosen Ausländern und Ausländerinnen in ihr Heimatland.

Die Zuwanderung aus den Armutsgebieten Osteuropas im Zeichen der erweiterten Personenfreizügigkeit​ kann eine zusätzliche Zuwanderung ins Sozialversicherungssy​stem bringen.

Die freie Zuwanderung auf den Schweizer Arbeitsmarkt erhöht längerfristig die Sockelarbeitslosigkei​t und damit die Sozialkosten. Der konjunkturelle Abschwung wird Entlassungen mit sich bringen. Diese gibt es nicht unbedingt bei den zuletzt Rekrutierten, sondern bei bisherigen, fachlich schwächeren schweizerischen und früher eingewanderten ausländischen Beschäftigten, die aus dem Arbeitsmarkt gedrängt werden. (Nach Rudolf H. Strahm: „Warum wir so reich sind“, Seite 216, 2008)



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75%
(4 Stimmen)
Alex Schneider sagte May 2011

Zuwanderung über Anpassung des EU-Vertrags zur Personenfreizügigkeit​ reduzieren!

Die SP will die Personenfreizügigkeit​ über eine Verschärfung von Kontrollen in den Griff bekommen. Wer den Schweizer Rechtsvollzug kennt weiss, dass Kontrollen hier immer nur stichprobenweise vorgenommen werden und dabei immer neue Schlupflöcher entstehen. Nur über eine Anpassung des Vertrags zur Personenfreizügigkeit​ mit der EU kann die heute zu hohe Zuwanderung wirksam reduziert werden. Das ist der vernünftige Vorschlag der SVP. Die Schweiz ist keine Maus, die vor der Schlange EU Angst haben muss. Wir haben bei den Neuverhandlungen diverse Trümpfe in der Hand.



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63%
(8 Stimmen)
Alex Schneider sagte April 2011

Bauland aufgebraucht: Höchste Zeit umzudenken!

Währen​d sich die EU-Länder anschicken, ihre Banken- und Staatsfinanzkrisen zu bewältigen, muss sich die Schweiz wappnen gegen den übergrossen Zustrom von Unternehmungen und Arbeitskräften, die vor den Krisenfolgen ihrer Länder in die Schweiz fliehen. Die Schweiz darf aufgrund dieser Zuwanderung weder in die Breite noch in die Höhe wachsen. Es soll weder eingezont noch aufgezont werden. Im bestehenden Siedlungsgebiet soll die Lebensqualität erhalten bleiben, auch wenn das auf Kosten von einigen Prozenten an BIP-Wachstum gehen sollte.



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67%
(9 Stimmen)
Alex Schneider sagte April 2011

Zuwanderung: Keine Überraschung oder Täuschung der Stimmbürgerschaft?


Ist naiv, wer geglaubt hat, dass uns die Personenfreizügigkeit​ nicht eine massive Zuwanderung beschert? Mitnichten: Lesen Sie die Prognosen der Experten, die Meinungsäusserungen von Politikerinnen und Politikern und vor allem die Abstimmungsbroschüren​ des Bundesrats im Vorfeld zu den Abstimmungen zur Personenfreizügigkeit​ und zur Initiative für eine Regelung der Zuwanderung. Die meisten gingen nicht von einem grossen Zuwanderungsstrom aus. Es kämen nur noch Hochqualifizierte. Ein grosser Irrtum: Nur 10% der in den letzten Jahren zugewanderten Personen waren Hochqualifizierte. Unser reales Bruttoinlandprodukt (BIP) ist zwar insgesamt gewachsen, hat aber pro Kopf stagniert. Die realen Löhne des Mittelstandes sind sogar gesunken.
Die Stimmbürgerschaft lässt sich ein- oder zweimal vom Bundesrat, von den Politikerinnen und Politiker sowie den Medien hinters Licht führen, aber auf Dauer wird sie sich nicht anlügen lassen.


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71%
(7 Stimmen)
Alex Schneider sagte April 2011

Warum haben wir so viele Zuwanderer?
Wenn die Ausbildungs- und Lohnstrukturen sowie die übrigen Arbeitsbedingungen für diejenigen Berufe, welche die neuen Zuwanderer besetzen, in der Schweiz besser wären, könnten viele Stellen auch mit in der Schweiz bereits ansässigen Personen besetzt werden. Das heisst konkret: Mehr Fachkräfte- als Akademikerausbildung,​ höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen für Fachkräfte, Mindestlöhne einführen und wirksam kontrollieren.


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75%
(4 Stimmen)
Alex Schneider sagte April 2011

Initiative von Ecopop: Nur eine Zuwanderungsbremse ist wirksam!

Es ist einfach nur peinlich, wie sich diverse Politiker um das Thema „Zuwanderung“ herumdrucksen. Müller (FDP/AG) befürchtet das Aus für Personenfreizügigkeit​ und bilaterale Verträge. Wenn man der EU nicht erklären kann, dass die Schweiz zurzeit mit einer fünfmal höheren Zuwachsrate der Bevölkerung zurechtkommen muss als der Durchschnitt der europäischen Länder und deshalb Vertragsanpassungen nötig sind, dann gute Nacht. Flankierende Massnahmen fordern Girod und Gilli von den Grünen. Was diese taugen, zeigen die schlechten Erfahrungen bei der Personenfreizügigkeit​: Die Zuwachsraten bei der Einwanderung aus den EU-Staaten übersteigen alle Prognosen der renommierten Sozialwissenschafter.​ Bäumle/GLP will beim Energie- und Ressourcenverbrauch ansetzen. Was nützt das aber, wenn die Verbrauchsersparnisse​ einfach über die Zuwanderung kompensiert werden? Nein, wir müssen absolute Grenzen setzen, sowohl bei der Zuwanderung via Ecopop-Initiative wie auch beim Siedlungsflächenwachs​tum via Landschaftsschutzinit​iative. Alles andere sind Scheinlösungen.



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60%
(5 Stimmen)
Alex Schneider sagte April 2011

Zuwanderungsbremse: Ecopop hat das richtige Rezept!

Auch wenn es der Raumplanungspolitik gelingen sollte, den städtischen Lebensraum nach innen zu verdichten und der Bevölkerung die verdichteten Bauformen schmackhaft zu machen, beschert uns die gegenwärtig ablaufende masslose Zuwanderung Verkehrs-, Energie- und Umweltprobleme. Nur mit einer Zuwanderungsbremse, wie sie der Verein Ecopop vorschlägt, bekommen wir die Probleme in den Griff.



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83%
(6 Stimmen)
Alex Schneider sagte March 2011

Raumkonzept Schweiz: Ein weiterer Placebo-Bericht zur Zersiedelung der Schweiz!

In schöner Regelmässigkeit wird die Zersiedelung der Schweiz beklagt und werden allgemein gehaltene Berichte, Konzepte, Richt- und Sachpläne zu deren Bekämpfung veröffentlicht. Ohne Einzonungsstopp wird in diesem Politikfeld aber wie bisher nichts erreicht. Bund, Kantone, Regionen und Gemeinden schieben sich gegenseitig die Verantwortung zu. Auf Gemeindeebene wird weiterhin mit dem Spruch:“Unsere Gemeinde soll sich mässig weiterentwickeln“ die Zersiedelung Stück um Stück weitergetrieben. Nur die Landschaftsschutzinit​iative mit ihrer Forderung nach einem Einzonungs-Moratorium​ kann diesem Schwarzpeterspiel Einhalt gebieten.



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83%
(6 Stimmen)
Alex Schneider sagte March 2011

Mehr Sozialhilfe-Fälle: Auch eine Folge der Personenfreizügigkeit​!

Wer glaubt, die hohe Sozialhilfequote sei vor allem ein Problem des Familiennachzugs aus Nicht-EU-Ländern, irrt sich. Die seit der EWR-Abstimmung immer wieder - auch von wissenschaftlicher Seite – publizierte Behauptung, die Personenfreizügigkeit​ bringe der Schweiz vor allem Vorteile und es müsse nicht mit einer massiven Zuwanderung gerechnet werden, muss im Hinblick auf Lohn-Dumping und dem Abgleiten von Bevölkerungsschichten​ in die Sozialhilfe hinterfragt werden.

Die von der Schweiz eingeleiteten flankierenden Massnahmen sind ungenügend, um Lohn-Dumping und die Einwanderung aus der EU in prekäre Arbeitsstellen zu verhindern. Dies hat verschiedene Gründe: 1. Die Kontrollen der Löhne sind nur stichprobenhaft möglich. Sie verschaffen den Gewerkschaften zwar wieder mehr Ansehen; den Druck auf die Löhne verhindern sie damit aber nicht entscheidend. 2. Die Personenfreizügigkeit​ blockiert Lohnerhöhungen durch das Mehrangebot von Arbeitskräften. 3. Zuwanderer aus Nicht-EU-Ländern in die EU erhalten dort relativ rasch eine Aufenthaltsbewilligun​g. Sie können diese benützen, um in der Schweiz eine Arbeitsstelle nachsuchen zu können. 4. Die Unterwanderung des regulären Arbeitsmarktes erfolgt über "Selbständigerwerben​de", "Schein-Selbständige​rwerbende", unattraktive und schlecht bezahlte Berufe in der Landwirtschaft, im Detailhandel, im Gastgewerbe, im Haushalt oder noch schlimmer durch die Anstellung von Sans-Papiers; die Zuwandernden können dann später, ev. via eine gewisse Zeit in der Arbeitslosigkeit, in den regulären Arbeitsmarkt eintreten und wiederum auf das Lohnniveau drücken. Die prekären Arbeitsverhältnisse nehmen damit zu und damit auch die Gefährdung, in die Sozialhilfe abzugleiten.


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76%
(21 Stimmen)
J. Nyffeler sagte February 2011

Sehr gehrte Damen und Herren
Im Tierschutzgesetz wird vorgeschrieben wieviele Tiere pro m2 sich aufhalten dürfen.
Unser Land ist sehr klein (41285 Km2) und wenn ich bedenke, dass der Wachstum von 3,5 Mio Menschen
auf knapp 8 Mio Menschen gestiegen ist? Müsste unser Land schon doppelt so gross sein (82570 Km2). Das wär doch was für den Menschenschutz.
Es wäre sicherlich nicht schlecht mal irgendwo abzubauen, bevor der ganze Turm umkippt.. Auch finde ich bei den Parteien gibt es ein paar überflüssige. SVP, FDP und CVP würden völlig ausreichen.
(Zuviele​ Köche verderben den Brei)!!!!
Freundlich​e Grüsse


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86%
(21 Stimmen)
J. Nyffeler sagte February 2011

Wieviele menschen die Schweiz noch erträgt, KEINE.
Wir haben ja selber genug Arbeitslose.
Man sollte bei den Staistiken nochmals über die Bücher, da hört man nur Arbeitslose in %, wieviel % sind es den mit den Ausgesteuerten? Das würde mich persönlich mal interessieren?
Unser​ Land hat bald keine hochstehende Qualitäten mehr, eher Quantitäten



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92%
(12 Stimmen)
Roland Steiner sagte December 2010

Guten Tag Herr Müller. Ich finde es schade, dass dieses Thema langsam wieder im Sande verläuft. Ich glaube dieser Punkt ist entscheidend für die Zukunft unseres Landes. Ich hoffe, dass es einen Folgeartikel mit Einbezug der verschiedenen Gedanken geben wird. Dazu sollten auch die Ideen vom Blog von Frau Riklin miteinbezogen werden.

Mit bestem Dank

Roland Steiner


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86%
(22 Stimmen)
Karl Müller sagte November 2010

Die Ausländer finanzieren uns die AHV!
Oder doch nicht?

Es ist richtig: Die Ausländer zahlen nicht nur AHV-Beiträge und sie möchten irgendwann auch eine Rente. Es stellt sich jedoch die Frage ob sich die Ausländer für die AHV lohnen. Das heisst konkret: Ist die Summe der eingezahlten Beiträge grösser als die Summe der ausbezahlen Renten?

Die AHV ist eine Sozialversicherung: Die Reichen zahlen mehr als sie erhalten. Die Armen erhalten mehr als sie zahlen. Das heisst etwas konkreter:

Die Minimalrente von 1'160 Fr. gibt es für ein durchschnittliches Jahreseinkommen (aufgewertet) von weniger als 13'920 Fr. Ab 1.1.2011.
Die Maximalrente von 2'320 Fr. gibt es ab einem durchschnittlichen Jahreseinkommen (aufgewertet) von 83'520 Fr.
Die AHV geht bei ihren Berechungen von einer 44-jährigen Beitragsdauer aus.
Der AHV-Beitrag vom Bruttolohn beträgt je 4.2% für Arbeitgeber und -nehmer. Total 8.4%.
Aufwertung: Das erzielte Durchschnittseinkomme​n wird mit einem von der Beitragsdauer abhängigen Faktor multipliziert: z.B. 2010, erste Beitragszahlung 1966 (dies entspricht 44 Beitragsjahren) ergibt Faktor 1.336.

Es soll gelten:
TotalBeiträg​e = TotalRenten

Mit:
​TotalBeiträge = Beitragsjahre * Bruttolohn * Beitragssatz
TotalRe​nten = Jahresrente * AnzahlJahre

Es ergibt sich:
AnzahlJahre = (Beitragsjahre * Bruttolohn * Beitragssatz) / Jahresrente

Wie lange reichen die bezahlten Beiträge für die Minimalrente?
(44 * 13'920 * 8.4%) / 12 * 1'160 = 3.7 Jahre

Wie lange reichen die bezahlten Beiträge für die Maximalrente:
(44 * 83'520 * 8.4%) / 12 * 2'320 = 11.1 Jahre

Das ist wenig verglichen mit der Lebenserwartung der 65-jährigen Männer von 18.8 Jahren und derjenigen der 65-jährigen Frauen von 22.0 Jahren (2009).

Kann das stimmen?
Bei 44 Beitragsjahren und einer durchschnittlichen Lebenserwartung von knapp 22 Jahre muss mit zwei Monaten Arbeit ein Monat Rente finanziert werden. Wie gross müsste der Monatslohn sein um die Maximalrente zu finanzieren?

Rente​ = 2 * Monatslohn * Beitragssatz

Dies ergibt:
Monatslohn = Rente / (2 * Beitragssatz)
2'320​ / (2 * 8.4%) = 13'810 Franken

Das ist ein stattlicher Monatslohn.
Für die Minmialrente wäre ein Lohn von 6'905 nötig. Auch so viel verdient nicht jeder.

Für die IV dürfte vergleichbares gelten.

Das ist nur eine sehr grobe Abschätzung. Nicht berücksichtigt sind: Inflation (teilweise, im Aufwertungsfaktor enthalten), Teuerungsausgleich, Mischindex (pro Franken durschschnittliche Reallohnerhöhung steigen die AHV-Renten um 50 Rappen), Verzinsung, Verwaltungskosten, die Tatsache, dass die Lebenserwartung der Ausländer kleiner ist als diejenige der Schweizer.

Fazit: Die meisten Ausländer (und auch Schweizer) lohnen sich für die AHV nicht.

Die Verwaltung hat sicher bessere Zahlen. Die Veröffentlichung wäre jedoch politisch ausgesprochen unkorrekt.


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13%
(63 Stimmen)
Willy Burgermeister sagte October 2010

Sehr geehrter Herr Müller,

Ohne Zuwanderung schrumpfte unsere Bevölkerung seit den späten 70er-Jahren. Wir sind ein Einwanderungsland und die Zuwanderer trugen ihr Scherflein dazu bei, unser wirtschaftliches Wachstum und unseren Wohlstand zu nähren. Im Soge des anbrechenden demographischen Wandels schrumpft die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter in den kommenden Jahren, also genau jener Teil der Bevölkerung, der die Leistungsfähigkeit einer Wirtschaft spiegelt. Dieses Schrumpfen endet nicht nur in einem Stress für den Sozialstaat, sondern auch in einem Rückgang der Nachfrage für Investitions- und langfristigen Konsumgüter.

Um unseren Lebensstandard in den nächsten Jahren und Jahrzehnten halten zu können, werden wir auf eine gezielte Immigration von gut und hoch Qualifizierten angewiesen sein – ob uns das passt oder nicht.

Überall in den alternden Gesellschaften mangelt es bereits heute an hochqualifizierten Fachkräften. Den internationalen Wettbewerb um Talente werden wir grandios verlieren, werben wir nicht intensiv um die Klugen aus Europa, Indien, China oder anderen Ländern. Die Frage, die wir uns stellen müssen, heisst: Wie gestalten wir eine rationale Zuwanderungspolitik? In einem ersten Schritt geht es darum, wie viele hochqualifizierte Einwanderer wir auf mittlere Frist Jahr für Jahr brauchen. Für dieses Kontingent müssten dann, in einem zweiten Schritt, alle bestehenden Einwanderungsschranke​n aufgehoben werden.

Wir dürfen uns nicht im Lehnstuhl zurücklehnen und die Arme verschränken.



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94%
(68 Stimmen)
Fritz Kunz sagte October 2010

Statistiken sind eine Sache, Fakten sollte man jedoch nicht einfach ignorieren. Wenn das Bevölkerungswachstum in der Schweiz zu einem tieferen BIP führt, wie Philipp Müller glaubhaft darlegt, ist das bedenklich. Und dass das UVEK offenbar weiss, dass eine wachsende Bevölkerung eine zunehmende Nachfrage nach Infrastrukturleistung​en auslöst, aber nicht viel unternimmt, um diese zu befriedigen (z.B. enorm zunehmende Mobilität), ist das alarmierend. Wenn in diesen Bereichen keine realistischen Projekte initiiert werden, sollte die Politik wirklich die Frage anstossen: "Wie viele Menschen erträgt die Schweiz".
Sicher hat die Schweiz mit dem Durchstich am Gotthard einen Weltrekord erreicht. Aber es scheint sehr fraglich, ob dieses sehr teuere Werk dem Zusammenleben in der Schweiz sehr förderlich ist. Gemäss noch BR Leuenberger ist es ein Beitrag zum Aufbau des europäischen Kontinents. Mit ihrer arroganten Abwesenheit zu den Feierlichkeiten honoriert die EU diese schweizerischen Absichten aber in keiner Weise. Es wäre sehr zu wünschen, dass sich die Politiker nun wiederum vermehrt dem Wohle unseres Landes widmen, um die negativen Auswirkungen des Bevölkerungswachstums​ mit sichtbaren Lösungsvorschlägen in vernünftigen Grenzen zu halten.


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