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Winterthurer Stadtanzeiger fragt Muslime

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Eine (ü)be(r)triebene The­se: ISLAM ... das "BÖSE an sich"?

 

Sind doch die islamischen Kopfbedeckungen - Kopftuch, Niqab und Burka wieder einmal seit Monaten in aller Schweizer Munde.
Der Winterthurer Stadtanzeiger stellte die seit vielen Jahren wieder und wieder an die Muslime gerichteten Fragen für seine Leser.
An dieser Stelle soll die diesbezügliche hervorragende Kooperation mit der Redaktionsleitung nicht unerwähnt bleiben - wäre schön, wenn solches zur REGEL in der Kommunikation mit den Medien werden wollte.

Doch ist es nicht so, dass über die Jahre hinweg die Antworten der Muslime, welche sie ebenfalls über die Jahre hinweg immer wieder gegeben haben, gar nicht wahrgenommen oder ernst genommen wurden und eventuell gar nicht mehr werden wollen?

Und - ist dies nicht deshalb so, weil über Jahre hinweg die Öffentlichkeit von "kompetenten Experten" über die Medien darüber belehrt wurden, wie denn die "RICHTIGEN" Antworten zu lauten hätten?
Und ist es nicht so – wen möchte dies noch erstaunen, dass die "richtigen" Antworten so zu lesen, so zu verstehen sind, dass ISLAM und MUSLIME als "das Böse" an sich zu erscheinen haben (auch wenn diese Formulierung Manchen als – ein wenig – übertrieben erscheinen mag, sie doch den Kern der Sache trifft)?

 

Überprüf​en wir doch diese Thesen und lassen Sie mich daher SIE bitten, diese Fragen aus IHRER Sicht und Vorstellung zu beantworten!

Und danach gleichen wir Ihre Antworten mit jenen ab, die wenigsten inhaltlich, vielleicht sogar von der absoluten Mehrheit - (glauben Sie dies wäre hochfahren formuliert? Wenn ja, fragen Sie doch ganz konkret alle Muslime, die SIE persönlich kennen … ergäbe, wenn man die Antworten sichtet und organisiert, dies gleich mal eine halbwegs repräsentative, echt Umfrage, oder) - der Muslime mitgetragen werden.

Und DANN … dann könnten wir ja weiter darüber reden, wenn SIE wollen – oder ist jeder Dialog in dieser gesellschaftlich vergifteten Atmosphäre ohnehin bereits fruchtlos geworden?

 

Hier sind die Fragen:

 

  1. Nach dem Minarettverbot droht auch ein nationales Burkaverbot. 
    Wie fühlt man heute als Muslim in der Schweiz?
    Fühlen Sie sich diskriminiert?

 

  1. Mit welchen Befürchtungen/Ängsten​ beobachten Sie diese Entwicklung in der Schweiz?

 

  1. Könn​en Sie die Ängste der Schweizer Bevölkerung vor dem Islam nachvollziehen?​
    Oder auch im Falle des Burkaverbots, dass die meisten Schweizer generell gegen Vermummung sind und Ihrem Gegenüber ins Gesicht sehen wollen?

 

  1. Viele​ Schweizer sind der Ansicht, dass sie sich in einem muslimischen Land ja auch an die Regeln halten müssen (Kleidervorschriften,​ kein öffentlichen Tragen des Kreuzes). Wäre es dann nicht ein Zeichen des guten Willens, wenn sich auch Muslime den örtlichen Gegebenheit​en anpassen?

 

  1. Wel​che Bedeutung hat die Burka?
    Und was ist der Unterschied zwischen der Burka und der Nigab?

 

  1. Was sagen Sie zu den Stimmen, die der Ansicht sind dass die Burka nur zur Unterdrückung der Frau genutzt wird?

 

  1. Was wäre bei einem nationalen Verbot die Konsequenz für die Burka tragenden Frauen?
    Könnten/Dürften Sie das Haus noch verlassen?

 

  1. Ha​ben Sie Pläne, wie Sie gegen ein nationales Verbot vorgehen wollen?

 ​

  1. Ich möchte Sie gerne bitten, folgende Vorurteile, die gegen den Islam herrschen, zu kommentieren:

 

a​) Muslime sind gewalttätig, Terroristen und Extremisten.

 

b)  Der Islam hasst den Westen und will die christliche Kultur zerstören/unterdrücke​n.

 

c) Der Islam ist rückständig, erlaube Mehrfach- und Zwangsehen und unterdrücke die Frauen.

 

d) Muslime leben nach dem Dschihad, was heiliger Krieg bedeutet.

 

e) Der Islam ist rückständig, lebt in der Vergangenheit und passt sich nicht der modernen globalen Entwicklung an.

 

  1. Was würden Sie sich konkret als muslimisch Gläubiger von der  Schweizer Bevölkerung wünschen?

 

 

Nu​n … dies waren die Fragen:

 

Hier sind ANTWORTEN:

 

http:/​/hanelislam.com/2013/​10/11/832/

 

Doch machen Sie sich die Freude und lesen Sie diese Antworten erst nachdem SIE sie sich gegeben haben.

Haben wir einen Deal?

Ach ja ... auch noch einige Einschätzungen zur:

TESSINER ABSTIMMUNG:

http://hanelislam.c​om/2013/09/19/vermumm​ungsverbot-in-der-sch​weiz/ 

 

Zu BURQA & NIQAB in der SCHWEIZ

http://hanel​islam.com/2013/09/19/​burka-niqab-und-die-s​chweiz/ 

 


Kommentare von Lesern zum Artikel

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60%
(10 Stimmen)
Angelina Mohamed sagte October 2013

Schade, dass viele derjenigen, die immer nach (vermeintlich fehlender) "Anpassung an Schweizer Gesetze und Gepflogenheiten" rufen, gar nicht gewillt scheinen, Tatsachen unvoreingenommen zu betrachten, dem Gut der (religiösen) Freiheit vertrauensvoll mehr Spielraum zuzugestehen und vor allem auch die "Gepflogenheit" der überwiegend einseitigen und tendenziösen Medienberichterstattu​ng unter die Lupe zu nehmen!
Schade auch, dass offensichtlich sehr geringe Kenntnis über die tatsächliche Gepflogenheiten in Muslimischen Ländern vorhanden ist. Sonst würde das überlaute Betonen der "Großzügigkeit hier" im Vergleich mit "rückständigen Borniertheit dort" unweigerlich verstummen.
Machen Sie sich doch wenigstens mal die Mühe, Bücher von mutigen, neutralen Beobachtern zu lesen! Z. B. Jürgen Todenhöfers "Du sollst nicht töten".


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41%
(29 Stimmen)
Bea Habegger sagte October 2013

Zitat: "Was würden Sie sich konkret als muslimisch Gläubiger von der Schweizer Bevölkerung wünschen?"

Was für eine Frage? Wenn wir Schweizer in ein anderes Land einreisen wird uns diese Frage niemals gestellt, wir haben uns anzupassen, da wir in dem entsprechenden Land Gäste sind.

Den selben Respekt dürfen auch wir in unserer Heimat erwarten. Jede/r ist herzlich willkommen, wenn er/sie sich unseren Gesetzen und Gepflogenheiten anpasst.



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30%
(20 Stimmen)
Dieter Bachmann sagte October 2013

Mit Velaub,
"(ü)be(r)triebene The­se", "Und ist es nicht so – wen möchte dies noch erstaunen, dass die "richtigen" Antworten so zu lesen, so zu verstehen sind, dass ISLAM und MUSLIME als "das Böse" an sich zu erscheinen haben (auch wenn diese Formulierung Manchen als – ein wenig – übertrieben erscheinen mag, sie doch den Kern der Sache trifft)?"

Ihre verklausulierte Ironie ist dermassen überladen, dass beim besten Willen nicht mehr sichtbar ist, was Sie sagen wollen.
Schrieben Sie versehentlich "ist es nicht so" statt "es ist nicht so", oder wollten sie tatsächlich "ironisch" oder "satirisch" implizieren, Sie hätten so etwas behauptet? Wenn ich das gedruckte Interview mit ihrem Schreibstil auf Vimentis vergleiche, komme ich nicht umhin zu vermuten, dass der Journalist (Saggese) einige Arbeit hatte, Ihren Text in eine verständliche Form zu bringen.

Und sowieso, wer um dreiteufels Willen ausser ein religiöser Spinner würde behaupten, der Islam sei "das Böse an sich"? Der Islam ist der erklärte Feind unserer Kultur, aber somit ist er ja kaum mehr "das Böse" als wir "das Gute" wären. Wenn mich einer auf der Strasse ausraubt, werde ich mich meiner Haut wehren, auch ohne anzunehmen, der Aggressor sei "das Böse an sich", oder sogar dann, wenn ich der Meinung wäre, ich sei reicher oder glücklicher als er. Solche manichäischen Vorstellungen haben in der Politik und im Alltag nichts verloren, die gehören höchstens in irgendwelche Fatwas oder Terror-Bekennervideos​ aber nicht in ein aufgeklärtes Weltbild.






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