Umwelt, Klima, Energie > Ökologie, Klimaschutz,

Zum Grenzwert nichtionisierender Strahlung im Mobilfunk

Artikel weiterempfehlen

Stimmen Sie dem Artikel zu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Artikel!

 

 

 

 

 

 

 

Zum Grenzwert nichtionisierender Strahlung im Mobilfunk

 

Bezüglich der Grenzwerte nichtionisierender Strahlung glauben viele an ein weit verbreitetes Gerücht, nämlich dass der Strahlenschutz in der Schweiz wesentlich strenger sei als im europäischen Ausland.

Werden vergleichbare Anlagen in ihrer Wirkung untersucht, liegen aus- und inländische Werte nicht weit auseinander. Das hat zwei Gründe: einerseits stimmen die Immissionsgrenzwerte überein und anderseits müssen im Ausland die Werte mehrerer Anlagen kumulativ berücksichtigt werden, während in der Schweiz mehrere Anlagen je für sich genommen die Anlagegrenzwerte bedingt nicht überschreiten dürfen; zudem kennt das Ausland eine auf das Körpergewicht bezogene Begrenzung.

Insgesamt​ ist der Strahlenschutz in der Schweiz nur wenig und nicht wesentlich strenger als im europäischen Ausland.

 

Auch ist zu fragen, ob wir gut beraten sind, unbesehen jenem Bundesgerichtsurteil zu folgen das sagt: «Grenzwerte sind nicht nach medizinischen Gesichtspunkten festzulegen, sondern nach wirtschaftlicher Tragbarkeit und technischer Machbarkeit». (1A 94/2000/sch).

In den EU Empfehlungen steht:

«Die Einhaltung der empfohlenen Grenzwerte und Referenzwerte dürfte ein hohes Schutzniveau in Bezug auf die nachweislichen gesundheitsschädliche​n Auswirkungen durch Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern gewährleisten, schließt jedoch Störprobleme bei medizinischen Geräten wie metallische Prothesen, Herzschrittmacher und Defibrillatoren sowie Cochlea-Implantate und sonstige Implantate oder Auswirkungen auf den Betrieb solcher Geräte nicht zwangsläufig aus

 

Betrachtung zum Grenzwert im Ausland

Im europäischen Ausland gilt im Frequenzbereich von 100 kHz bis 10 GHz bei Ganzkörperbestrahlung​ ein Basisgrenzwert von 0,08 Watt (80 mW) pro kg Körpergewicht (SAR Wert). Der Grenzwert gilt überall, wo sich Menschen aufhalten

Der SAR-Wert bedeutet, dass ein Mensch mit einer Leistungsflussdichte von S = 9 bis 10 Watt pro Quadratmeter (W/m2) bestrahlt werden darf. Diesem Wert entspricht eine Feldstärke von E= 60 Volt pro Meter (V/m).

Unter der Annahme, dass sich Menschen für unbestimmte Zeit im Bereich von 7 bis 10 Meter Radius um die Antennen aufhalten können, ergibt sich in einem 100 Meter Radiusbereich eine Feldstärke von E = 4 bis 6, V/m, was etwa den schweizerischen Anlagegrenzwerten entspricht. (NISV Art.3 Abs.6; Art.13 Abs.1 und Anhang).

Es besteht demnach wenig Grund, an den schweizerischen Grenzwerten etwas zu ändern.

 

Zu 5G unter 1 Gigahertz (GHz )

Im Bereich der bisherigen Mobilfrequenzen werden 2G, 3G und 4G durch 5G ergänzt, was auf den bisherigen Masten geschehen kann.

Wo das wegen Grenzwertüberschreitu​ngen nicht geht, können 2G (und 3G) abgeschaltet oder zusätzliche Masten gestellt werden.

Wenn 5G wirklich überlebenswichtig ist, dürfte es wenig Einwand gegen neue Masten geben.

 

Zu 5G über 2 Gigahertz (GHz)

Auf Grund der Wellenausbreitung bei 3,5 GHz werden zusätzliche Masten unabdingbar, was mithilft die Lücken und Grenzwertprobleme bei den tieferen Frequenzen zu schliessen.

Die Ausbreitung in diesem Bereich ist darstellbar mit Lichtstrahlen, die Hindernisse schlecht durchdringen, Schatten bilden oder an verschiedenen Materialien reflektieren.

 

 

Im April 2019

 

 


Kommentare von Lesern zum Artikel

Information zur Abschaltung der Kommentarfunktion

Der Verein Vimentis hat sich entschieden, die Kommentarspalte zu den Blogs zu schliessen. In der folgenden Erläuterung erfahren Sie den Grund für diesen Entscheid.

Der Blog, und dazu gehört auch die Kommentarspalte, sind ein wichtiger Teil der Diskussionsplattform von Vimentis. Gleichzeitig sind Werte wie Respekt, Anstand und Akzeptanz für den Verein von grösster Wichtigkeit. Vimentis versucht diese Werte selbst einzuhalten, sowie auch auf der Website zu garantieren.

In der Vergangenheit wurden diese Werte in der Kommentarspalte jedoch regelmässig missachtet, es kam immer wieder zu nicht tolerierbaren Aussagen in den Kommentaren. Das Löschen dieser Kommentare ist heikel und zudem mit grossem Aufwand verbunden, welcher der Verein nicht stemmen kann. Zusätzlich können die Kommentare praktisch anonym verfasst werden, weswegen eine Blockierung der jeweiligen Personen unmöglich wird.

Folglich hat der Verein Vimentis entschlossen, die Kommentarfunktion abzuschalten und nur den Blog stehen zu lassen. Der Blog erlaubt es Personen weiterhin, sich Gehör zu verschaffen, ohne sich hinter einem Pseudonym zu verstecken. Die Änderung sollte die Blog-Plattform qualitative verbessern und all jenen Personen ins Zentrum rücken, welche Interessen an einer sachlichen Diskussion haben, sowie die oben erwähnten Werte respektieren.