Gotthard Frick SP

Gotthard Frick
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Wohnort: Bottmingen
Beruf: Denker
Jahrgang: -

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Korpskommandant Blattmanns Irrtum
Korps­kom­man­dant Blatt­manns Irr­tum!­Die Gruppe GIAR­DINO un­ter­stützt das Re­fe­ren­dum „N­ein zur Hal­bie­rung der Ar­mee", da sie nicht der ver­fas­sungs­mäs­si­
Antwort an Herrn Dany Schweizer
Nach 5 Ver­su­chen, den Kom­men­tar an der dafür vor­ge­se­he­nen Stelle ein­zu­ge­ben, bringe ich ihn hier als Ar­ti­kel: Sehr ge­ehr­ter Herr Schwei­zer, vie­len Dank für Ihren Kom&sh
Eine Ungeheuerlichkeit - andere sollen ihr Leben einsetzen.
EINE UN­GE­HEU­ER­LICH­EIT​ - AN­DERE SOL­LEN FÜR UNS IHR LEBEN EIN­SET­ZEN! Vie­les deu­tet dar­auf hin, dass der jahr­zehn­te­lange Kon­sum­rausch unser Volk in die De&s
Anwort an Herrn Barner betr. Schweiz-NATO
Herr Bar­ner: Es funk­tio­niert wie­der nicht: Weder am Ende Ihres Kom­men­tars noch in im Kom­men­tar-­Fens­ter​​. Also muss ich Ihnen wie­der in ein
Schweiz ist praktisch Mitglied der NATO geworden
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Dafür setze ich mich ein

Eine selbstbewusste (aber nicht arrogante und überhebliche), demokratische, weltoffene, neutrale, soziale Schweiz mit einer glaubwürdigen Landesverteidigung.





Meine politischen Ämter und Engagements




Hobbies / Interessen

Interesse an den grossen Fragen



Meine neusten Kommentare

Vor 20 Tagen Kommentar zu
Korpskommandant Blattmanns Irrtum
Sehr geehrter Herr Barner.

Wenn Ihre Geschichte über die angeblichen Pläne der Deutschen, nicht in den Geschichtsbüchern steht, woher haben Sie sie dann? Nennen Sie mir bitte die Quelle. Oder haben Sie die Geschichte selber erfunden?

1962 schrieb ich eine grössere Arbeit "Sozialdemokratie und Landesverteidigung". Dort können Sie lesen: "Am 11. November 1918 wurde die direkte Massenaktion ausgerufen, der unbefristete Generalstreik......".​ Ich hatte diese Information in Büchern und Akten gefunden, die vorher geschrieben worden waren. Aber in Ihrem Kommentar behaupten Sie, "Aber da stand bis vor ein paar Jahren auch nichts vom Generalstreik in der Schweiz". Wahrscheinlich haben Sie den Generalstreik mit den Demonstrationen von 1932 verwechselt, bei denen ungklücklicherweise 13 Demonstranten in Genf erschossen und mehr als 60 verletzt wurden. (Übrigens war vorher in Zürich ein Soldat bei Demostrationen ums Leben gekommen). Aber auch über das wurde schon lange und ausführlich geschrieben. Und wollen Sie nicht noch das Argument brauchen, unser direkter Vorfahre, Kain habe seinen Bruder Abel erschlagen? Sollen wir in Zukunft wehrlos sein, weil 1932 ein unanehmbarer gewaltsamer Einsatz der Armee gegen Streikende stattfand?
Also nochmals: Auf was für Quellen stützen Sie ihre verschiedenen Behauptungen?

Ich kenne auch den zweiten Weltkrieg sehr gut. Warum die von Armeegegnern immer wieder aufgewärmte Behauptung, die Armee habe mit der Konzentration der meisten Kräfte im Réduit die Bevölkerung im Mittelland im Stich gelassen, von den Deutschen ganz anders gesehen wurde, habe ich auf einem meiner Beiträge auf vimentis schon vor längerer Zeit berichtet und Ihnen damals auf Ihren Kommentar dazu ausführlich persönlich geantwortet.

Ich habe sehr wenig Zeit und kann nicht auf Geschichten eingehen, die nicht belegt werden können.

Mit freundlichen Grüssen Gotthard Frick
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Vor 22 Tagen Kommentar zu
Korpskommandant Blattmanns Irrtum
Sehr geehrter Herr Barner,

Könnten Sie mit bitte die Quelle für diese witzige Geschichte nennen? Vielen Dank im Voraus. Mit freundlichen Grüssen Gotthard Frick
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Vor 29 Tagen Kommentar zu
Basejumper- und Speedflyer-Todesfälle​: Stellt den Unsinn ab!
Sehr geehrter Herr Schneider, Ich würdige es sehr, dass sich sich in der Debatte in unserem Land engagieren. Im Zeitalter der Medienkonzentration, was Einheitsmeinungen bedeutet, ist das besonders wichtig.

Aber mit Ihrem Artikel zum Basejumping etc. bin ich gar nicht einverstanden. Wir leben im Zeitalter der Verbürokratisierung und Verhätschlung. Da die Welt kein "lieber" Planet ist, machen wir so unsere Kinder lebensuntüchtig. Neben allen anderen Grundprinzipien des Lebens, die wir in unserem Land im Konsumrausch nicht mehr aufrecht erhalten, ist das ein weiterer Fehlentwicklung, für die unser Land später noch büssen wird.

Es steht jedem frei, selbst zu entscheiden, welche Tätigkeiter er ausüben will, auch risikoreiche. Als Bub in einem Waisenhaus, kletterterten wir (manchmal auch Mädchen) oft im danbeben liegenden Wald bis zuoberst an die Tannenspitzen. Manchmal musste man zuert eine Buche hochklettern, weil deren Äste bis an den Boden reichten. Dann auf halber höhe über die Äste zur Tanne und von dort bis ganz oben. Einmal letterte einer unserer Kameraden bis zur Spitze einer Buche, rutschte bis vorne an einen grossen Ast und wippte laut singend auf und ab. Dann brach der Ast und er fiel auf den Boden. Glücklicherweise ohne langfristige Schäden. In der heutigen Zeit würden Leute wie Sie und alle Medien über den Waisenvater herfallen, fragen wie er so etwas zulassen könne, es würde Gefängnis gefordert, das Verbot ausgesprochen, je wieder in einem Internat für Jugendliche arbeiten zu dürfen, Schadenersatz, in astronomischer Höhe gefordert etc. Der Waisenvater, ein bis heute als sehr gütiger Mensch in meiner Erinnerung geblieben, verbot uns auch nach dem Unfall nicht, auf die Bäume zu klettern.

Heute würde mit Steuergeldern ein Kontrollbehörde mit vielen Beamten geschaffen, die ein sicheres, komfortables Leben hätten, und die sicherstellen, dass nirgends Buben und Mädchen auf Bäume klettern und das immer genügend Ritalin vorhanden ist, um den Tätigkeitsdrang und die Abenteuerlust ganz normaler Buben abzutöten.

Glücklicherweise wuchs ich in einer Welt auf, wo man viele Risiken eingehen und manchmal recht gefährlich, Sachen ausprobieren durfte und so für die reale Welt gut vorbereitet wurde. Zu diesem positiven Training gehörte früher auch unsere Armee.

Vielleicht überdenken Sie ihre Forderung nochmals. Aber am wichtigsten: Nehmen Sie weiterhin aktiv an der Debatte über viele Themen teil.

Mit freundlichen Grüssen

Gotthard Frick
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February 2016 Kommentar zu
Ausländische Spitzenkräfte wollen kriminell sein dürfen
Sehr geehrter Herr Wagner, (für mich ist Vergewaltigung sicher kein Bagatellfall).

Ich​ nehme an, Sie hätten die Nachricht über die, durch seine Aufseherin ermöglichte Flucht eines syrischen Sexualtäters auch gelesen. Ich will jetzt nicht über die Flucht reden, sondern darauf hinweisen, dass der betreffende 27-jährige Mehrfach-Sexual- und Gewalttäter für das gewaltsame Erzwingen von Oralsex (und anderem) von einer 15-jährigen erst 13 (!) MONATE NACH DER TAT zu der 4-jährigen Gefängnisstrafe verurteilt wurde. So viel Zeit verstrich zwischen seiner Tat und dem Urteil, während dem er auf freiem Fuss war. (Können Sie sich vorstellen, was für eine schreckliche Erfahrung das für die junge Frau gewesen sein muss?).

Aber er war ja schon früher wegen ähnlicher Straftaten verurteilt worden, sass aber nicht im Gefängnis und konnte weitere Taten begehen, wie die mit der 15-jährigen, weil er seinen Fall durch alle Berufungsinstanzen weiterzog.

Für die Aufseherin des mit ihr Ausgerissenen hoffe ich sehr, dass meine Vermutung über den wahrscheinlichen Ausgangs dieser Flucht NICHT zutrifft.

Erinnern​ Sie sich noch an den Fall der jungen Frau, die von einem für ein paar Stunden Urlaub aus dem Gefängnis gelassenen Schwerstkriminellen in einem Zürcher Wald umgebracht wurde ?

Mit freundlichen Grüssen Gotthard Frick
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January 2016 Kommentar zu
Vorbereitung auf Konflikte, Krisen und Katastrophen
Vielen Dank Herr Hottinger.
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May 2015 Kommentar zu
SICHERHEIT – unser höchstes Gut!
Beijing, 19.05.2015

Sehr geehrte Frau Estermann,
Ich gratuliere zu Ihrer klaren Sicht im Interesse unseres einmaligen Landes. Auf meinem Bürger-Blog habe ich hier in Beijing soeben einen Artikel publiziert, den ich hier zu Ihrer Information anhänge. Hier im fernen China, sind alle Menschen - ob für oder gegen das Regime - für eine sehr starke Armee. Zu schmerzlich sind die Erinnerungen an 150 Jahre Wehrlosigkeit, als das Land immer wieder kolonialisiert, aufgeteilt, ausgebeutet von den Westmächten, einschliesslich USA und Japan immer wieder mit Krieg überzogen wurde. (So fand 1938 z.B. das Massaker von Nanjing statt, als neben 320'000 anderen, auf alle denkbaren bestialischen Wegen auch 20'000 junge Frauen tagelang von wild gewordenen japanischen Soldaten vergewaltigt und dann umgebracht wurden, indem man ihnen Pfähle oder zerbrochene Flaschen durch die Vagina in den Unterleib stiess.). Kein Chinese will zulassen, dass sein Land je wieder derart wehrlose fremden Mächten ausgesetzt wird.

WirSchweizer sind durch den höchsten Lebensstandard in der Geschichte des Planeten Erde derart verwöhnt, dass wir jeden Blick für die reale Welt verloren haben und nur noch immer wilder noch mehr konsumieren möchten. Wir werden das wahrscheinlich sehr, sehr teuer bezahlen.

Hier mein Artikel. Mit freundlichen Grüssen Gotthard Frick

Klarstellung​: NATO-Einbindung der Schweiz auf gutem Weg.

Die meisten Leser meines Artikels auf meinem Bürgerblog haben offensichtlich nicht verstanden, dass ich den Titel „Die Einbindung der Schweiz in die NATO auf gutem Wege“ als schwärzesten Sarkasmus verstanden habe, denn sie widerspricht der Verfassung und dem klar ausgedrückten Volkswillen. Deshalb will ich hier Klartext reden:

Bundesrat, Armeeleitung, Verwaltung und Parlament haben unsere Armee, ihre Waffen und Zehntausende von Kampfständen, Unterständen und dezentralisierten Lager derart total zerstört, wie es kein Feind der Schweiz ohne massiven Einsatz grosser Streitkräfte je hätte tun können. Die ohnehin ungenügende Ausrüstung ist heute in fünf, alle Mächten bekannten Zentrallagern konzentriert und kann noch vor Beginn eines Konfliktes mit ein paar Schlägen aus der Luft und mit Raketen auf grosse Distanz total vernichtet werden, lange bevor die Mobilmachungsbefehle die Soldaten der Rumpfarmee erreicht haben.

Während die grossen Mächte ihre Truppen auf Einsätze innert Stunden, wie die NATO ihre „Speerspitze“, oder – wie Russland – auf Einsätze innert dreier Tagen über teilweise tausende von Kilometern schulen, soll unsere heute nicht mehr mobilisierungsfähige Armee in einigen Jahren wenigstens einen Bruchteil innerhalb von 10 Tagen mobilisieren können. Was tun diese Soldaten nach 10 Tagen, wenn in Teilen der Schweiz bereits seit einer Woche fremde Streitkräfte in Stellung sind? Dabei war unser früheres Mobilmachungssystem, das es erlaubte, die ganze Armee innert zweier Tage zu mobilisieren, weltberühmt. In einer deutschen Angriffsplanung im II. WK wurde ausdrücklich davor gewarnt, bei der Berechnung der notwendigen deutschen Truppen nur die Zahl der gerade Dienst leistenden Wehrmänner zu berücksichtigen, sondern man müsse vom Gesamtbestand der Armee ausgehen (damals 500‘000 Mann), denn jeder nicht mobilisierte Wehrmann sei sofort wieder kampffähig. So konnte z.B. das motorisierte Infanterieregiment 25 in den 1960-er Jahren noch am Nachmittag des Mobilisierungsmontags​ auf der Schwägalp ein Scharfschiessen mit allen Waffen und Artillerie- und Fliegerunterstützung durchführen.

Der Bundesrat und die Armeeführung führen unser Land über die sogenannte „Partnerschaft für den Frieden (PdF)“ - eine perfide irreführende Wortschöpfung, denn wer ist nicht für den Frieden - direkt in die NATO. Diese und die von ihr gegründeten Partnerschaften werden von den Mächten ausserhalb des „WESTENS“, darunter China und Russland, richtigerweise als militärische Instrumente der USA zur Durchsetzung von deren globalen strategischen Interessen gesehen. Besuche höchster NATO-Offiziere zwecks gegenseitiger Information und Absprache sind bei unserer Armeeführung bereits Routine geworden und die Rumpfarmee wurde in vielen Bereichen bis zu den Gradabzeichen, den Erfordernissen der NATO angepasst.
Die Entscheide der Politiker und Armeeführung stehen im direkten Widerspruch zu der letzten grossen Volksabstimmung, in der sich das Volk mit grosser Mehrheit für eine mehr als doppelte so grosse Armee entschieden hat, als sie der Bundesrat eigenmächtig umsetzt.
Dazu kommt, dass alle Politiker, auch die Bundesräte, einen Eid oder Gelübde auf die Verfassung abgelegt haben. Fast alle sind eidbrüchig geworden, denn dort steht als Hauptaufgabe der Armee die KRIEGSVERHINDERUNG.
Was heisst KRIEGSVERHINDERUNG? Alle Mächte stellen vor Angriffen auf andere Länder Kosten-Nutzenrechnung​en an. Sind ihre Kosten zu hoch, oder der Gewinn zu klein, oder beides, verzichten sie auf einen Angriff. In einer deutschen Angriffsplanung des 2. Weltkrieges wurde es ganz deutlich gesagt: Nur eine halbwegs intakte Schweizer Wirtschaft, eine arbeitswillige und –fähige Bevölkerung, unzerstörte Kraftwerke und Eisenbahnen bildeten, so wörtlich „einen angemessenen Preis für eine bewaffnete deutsche Intervention“. Und die damals so mächtigen, kriegserfahrenen US Streitkräfte kamen 1944 zum Schluss, der Erfolg einer auf Wunsch Stalins geprüften alliierten Umgehung der deutschen Front durch die Schweiz sei angesichts der „kleinen, aber anerkannt effizienten Schweizer Streitkräfte im Kampf auf ihrem eigenen Boden zweifelhaft“.
Die Verfassung ist klar: Die Armee muss stark genug sein, damit sie jeder Gegner als zu stark für einen erfolgreichen Angriff einschätzt. Heute ist die Armee zerschlagen und kann diese verfassungsmässige Aufgabe in einem nächsten Konflikt in Europa oder einem auch denkbaren flächendeckenden chaotischem Zusammenbruch, wie z.B. im Mittleren Osten, nicht mehr verhindern. Zum ersten Mal wird unser Volk in einen grossen Konflikt, in welcher Form er sich auch abspielt, mit hineingerissen und muss die ganzen damit verbundenen, unendlichen Gräuel und Schrecken wehrlos über sich ergehen lassen.
Die Zerschlagung ist derart umfassend, dass wir – sollte sich die geopolitische Lage der Welt für jedermann ersichtlich verschlechtern - versuchen, wieder eine Kriegsverhindernde Armee aufzubauen, so kommen wir viele Jahre zu spät, denn dafür sind 20 Jahre und viele dutzend Milliarden Franken erforderlich und moderne Waffen und Geräte müssten dann in einer Periode erhöhter Spannung auch noch erhältlich sein. (Zu Beginn des 2. Weltkrieges wollte die Schweiz in England die berühmten Spitfire-Jagdflugzuge​ kaufen. England lehnte es ab. Es brauchte sie selber).
Viele Völker betrachten den Bruch des Eides auf ihre Verfassung als LANDESVERRAT. Wie sehen wir übersatten Schweizer das?
Gotthard Frick, z.Zt. Beijing
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May 2015 Kommentar zu
Fairness muss das oberste Gebot sein!
Ich hatte auch fast kein Geld, arbeitete und meine Eltern vermieteten mein Zimmer und gaben mir die Miete. Ich trotzdem vier Jahre in Paris studiert und an "Sciences Po" abgeschlossen. Ich bin zwar schon lange für ein StudienDARLEHENSystem​, wie es Schweden kennt, und habe das vor mehreren Jahren in der NZZ auch gefordert. Die Studiendarlehen müssen nach Aufnahme der Berufstätigkeit zurückbezahlt werden. Ein bescheidenes, nicht rückzahlbares Stipendien wird zusätzlich zu den Darlehen gegeben. Aber ich bin völlig dagegen, dass man jungen Leuten Stipendien für ein leichtes Leben gibt. Sie sollen lernen, Schwierigkeiten zu meisten und sich durchzusetzen.
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April 2015 Kommentar zu
Das Boot ist voll
26.04.32015

Sehr geehrte Frau Rotzetter,

Vielen Dank für Ihre ausführliche und sachliche Antwort.

Es ist leicht, in einem übersatten Land, ohne selber die unglaublich schwere Zeit erlebt zu haben, nachträglich zu sagen, man hätte mehr Flüchtlinge aufnehmen können. Es war und wird auch in Zukunft eine Ermessensfrage bleiben.

Leider ist es kaum möglich, ein so umfassendes Thema mit schriftlichem Hin und Her zu diskutieren. Darum höre ich jetzt auf.

Mit freundlichen Grüssen Gotthard Frick
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September 2014 Kommentar zu
Unser Sieg ist das Fernhalten eines Krieges
Sehr geehrter Herr Wagner,

Besten Dank für Ihren Kommentar.

Ich bin mit Ihnen gar nicht einverstanden. Es kann im Krieg nur bestehen, wer bereit ist, alles zu geben. So hat z.B. Leningrad drei Jahren deutscher Belagerung widerstanden, bei ungeheuren Opfer an Soldaten, aber besonders der Zivilbevölkerung, von der monatlich zur schlimmsten Zeit zehntausende erfroren und verhungerten. Wer damals nur schon die Frage stellte, ob man nicht kapitulieren sollte, wurde sofort erschossen. Hinter die russischen Truppen an anderen Fronten, die wankten, wurden oft grosse Einheiten der Staatspolizei geschickt, die jeden, der floh, sofort erschoss. Das hat mit Menschlichkeit, Gutmenschentum, etc. gar nichts zu tun. Aber wie sähe die Welt heute aus, wenn die Sowjetunion "lieber" gewesen wäre, Hitler gewonnen und damit seine Hand auf die riesigen Ressourcen des Landes hätte legen und sogar die USA hätte besiegen können?

Man kann sehr wohl in ein Militärbündnis, aber dann ist man vom ersten Tag Teil einer Kriegspartei und im Krieg. Ich bin dagegen.

Aber bleiben wir selbstständig und verteidigen uns selber, so müsste die Armee - wie sie das bis in die jüngere Vergangenheit einmal war - so stark sein, in erster Linie dank Soldaten, die eine wirklich kriegsgenügende, sehr harte Ausbildung hatten und immer wieder haben, dass wir die Greuel eines Krieges vom Land fernhalten können. Das geht nur, wenn jeder potenzielle Angreifer in seiner Kosten-Nutzenrechnung​ vor dem Angriff unter dem Strich zu roten Zahlen kommt, wie das im 2. Weltkrieg der Fall war.

Natürlich kann uns ein potenzieller Gegner sehr schmerzliche Wunden zufügen, ohne das ein einziger feindlicher Soldat die Grenze überschreitet. Deshalb müssen wir uns überlegen, wie wir das mindestens im Umfang reduzieren können.

Schliessli​ch die, die meinen, nicht zu kämpfen oder sich nicht „verheizen zu lassen“, die nicht bereit sind , ungeachtet der Verluste, alles zu opfern, sei das kleinste Risiko, haben fast immer den grössten Preis bezahlt. Wer hat 6 Millionen wehrloser, unschuldiger Menschen in Gaskammern umgebracht und dann in Öfen "verheizt"? Hätten sich die Juden im Ghetto von Warschau lieber von der SS wehrlos abtransportieren, vergasen und dann „verheizen“ lassen sollen, oder war ihr Entscheid, zum langen Kampf, fast ohne Waffen, ohne Lebensmittel, ohne irgendeine Unterstützung nicht die bessere Entscheidung? Die, die überlebten, wurden dann alle umgebracht. Aber nochmals: War das nicht die richtige Entscheidung freier, würdiger Menschen?

Wer schneidet gegenwärtig wehrlosen Frauen, die man vorher nackt ausgezogen hat, die Kehle durch, also schächtet sie, und verkauft die Flasche christlichen Blutes anscheinend für 100'000 Dollar nach Saudi Arabien, wo sich gewisse Reiche damit von ihren Sünden reinwaschen sollen? Je nach Entwicklung des Umfeldes sind auch die heutigen Europäer zu allen denkbaren Bestialitäten fähig, wie wir sie bis heute aus der ganzen Weltgeschichte kennen.

Dass sie sich nicht - um Ihre Worte zu brauche - verheizen liessen, hat sie nicht gerettet. Im Gegenteil.

Da wir keine glaubwürdige Armee mehr haben und es 10 Jahre bräuchte, bis sie wieder auf der Höhe der Zeit ist, werden wir zum ersten Mals seit 200 Jahren in einen nächsten Krieg gerissen. Unsere Nachfolger, werden dann erleben, was er heisst, wehrlos „verheizt“ zu werden und können dann auf Grund der Erfahrung entscheiden, ob es nicht besser gewesen wäre, wir hätten eine kriegsbereite Armee gehabt.

Meinen Soldaten habe ich immer gesagt, wir müssen ganz gefährlich sein, um einen Krieg vom Land fernhalten zu können. Und so habe ich sie ausgebildet.

Ganz abgesehen davon, ist unsere, leider auch aufgeweichte Neutralität - d.h. sich auf keinen Fall auf der Seite einer Partei in einen Krieg zu begeben aber gleichzeitig bereit zu sein, das Land mit einer starken Armee zu verteidigen - weltweit einmalig. Verfolgten alle Völker diese Politik, gäbe es schon lange keine Kriege mehr.

Diese Zwillingsschwestern - Neutralität und Verteidigungswille und -Fähigkeit - haben uns weltweit, zum meinem Erstaunen sogar in China, ein einmaliges Ansehen als friedfertigstes, aber wehrhaftestes Volk gebracht. Seit dem Zwischenfall mit dem äthiopischen Flugzeug, der dazu führte, dass sich die ganze Welt hämisch, spöttisch, ironisch über die Schweiz lustig machte, über das reichste Land der Welt, das kein Geld für seine Armee ausgeben will, ist dieses Bild unseres Landes zerstört, mit allem was das im Kriegsfall bedeutet.

Solche Fragen müsste man an sich eingehend diskutieren können. Hier ist das nicht möglich.

Mit freundlichen Grüssen Gotthard Frick 6.09.2014

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September 2014 Kommentar zu
Unser Sieg ist das Fernhalten eines Krieges
Sehr geehrter Herr Wild,

Besten Dank für Ihren Kommentar. (Ich verzichte auf das Wort "Genosse", da es mich zu stark an die Millionen Toter, die Lagerhäftlinge, die gescheiterte Wirtschaftspolitik und die Diktatur im Sowjetblock erinnert).

Mein Artikel, an dem Sie sich stören, erschien in mehreren Schweizer Tageszeitungen. Der "Schweizerzeit" hatte ich ihn nicht geschickt. Sie hat ihn abgedruckt. Es freut mich, wenn andere Zeitungen meine Meinung publizieren.

Als freier Schweizerbürger kann ich meine Meinung äussern wo ich will, halte aber den Ton der SVP als nicht zur Schweiz passend und habe ihr das schon verschiedentlich mitgeteilt. Die Themen, die sie aufgreift, sind aber sehr wohl einer Debatte wert. Es wäre erfreulich wenn es in der SPS auch wirkliche Debatten zu den grossen Themen gäbe.

Die SPS hat meines Wissens gar kein Medium mehr, wo man Meinungen äussern kann. (Das 9 mal im Jahr erscheinende "links" ist kein Ersatz dafür. Dazu bräuchte es etwas unternehmerische Fähigkeiten. Es ist aber offensichtlicht leichter, anderen das von ihnen verdiente Geld abzunehmen, als es selber unternehmerisch zu erschaffen.
Lieber Herr Wild, dass heisst nicht, dass ich nicht gegen die unannehmbaren Exzesse auf gewissen Chefetagen wäre. Aber die einmalige Chance, dem mit einem vernünftigen Vorschlag eine Riegel zu schieben, hat die SPS ja mit der 1:12 Initiative vertan).

Vor langer Zeit, als es noch eine blühende SP Tagespresse gab, hatte ich dort immer wieder Artikel publiziert. Damals gab es auch noch die "Rote Revue, das Magazin, wo Grundsatzfragen diskutiert wurden. Dort konnte ich in der Konzeptionsdebatte um die Armee einen langen Artikel zu der von mir vorgeschlagenen Konzeption publizieren. Ich schlug eine grosse, eine glaubwürdige Armee vor. Im zweiten Weltkrieg bis gegen Ende des 20. Jahrhundert hatte wir das noch. ALLE Kriegsparteien des II. WK hatten die Möglichkeit geprüft, ihren Feind durch die Schweiz anzugreifen. Alle kamen zum Schluss, es lohne sich nicht, die Schweizer Armee sei zu stark und die Schweizer seien bereit zu kämpfen. (Sogar die USA prüften das 1944 auf Wunsch Stalins, als sie in Frankreich lange an der deutschen Front stecken blieben. Die Schlussfolgerung der Führung der so starken, kriegserfahrenen US Streitkräfte: Ein Erfolg eines Angriffes auf die Schweiz sei „zweifelhaft“, „doubtful“). Heute kann jede Macht unser Land billig haben.

Als Bürger, der die Schweiz mit ihrem weltweit einmaligen demokratischen System erhalten will ist man in Ihrer Sicht national-konservativ?​ Wie interessant.

Sind Sie sich eigentlich bewusst was Krieg für ein Land und seine Bevölkerung wirklich bedeutet? Das wollen die Armeebefürworter von unserem Frauen, Kindern und Männern fern halten, nicht, wie ihnen unterstellt wird, aus Freude an Uniformen und Waffen Soldätelis spielen. Jeder Schweizer sollte ihnen dafür dankbar sein.

Das Grundanliegen der SPS (darum bin ich 1954 beigetreten und immer noch dabei) ist es, die Gefahren des Lebens so gut als möglich abzuwenden, besonders für die schwachen, in bescheidenen Verhältnissen lebenden Menschen: Armut, besonders auch im Alter, Krankheit, Unfälle, Invalidität, Arbeitslosigkeit etc.

Ausgerechnet die SPS merkt nicht, welcher Widerspruch ihr Anliegen der Abschaffung der Armee zu ihrem Grundanliegen des Schutzes der Menschen ist. Sie setzt unser Volk bewusst dem Risiko aus, die ganzen Greuel eines Krieges wehrlos über sich ergehen lassen zu müssen. Die sind unendlich viel schlimmer, als die Risiken im Frieden. Da Krieg das Schlimmste ist, was einem Volk passieren kann, kann ich in der Debatte mit denen nicht "lieb" sein, die unser Volk diesem Risiko aussetzen.

Da wir heute keine starke Armee mehr haben und da sie noch weiter eliminiert wird, werden wir mit Sicherheit in einen nächsten Krieg hineingerissen. Die SPS kann dann vor das Volk treten und sagen: "DAS HABEN WIR SO GEWOLLT".

Abgesehe​n davon, dass es keine SP Organ gibt, wo man debattieren könnte, ist es auch in der Partei praktisch unmöglich. Ich schrieb vor wenigen Jahren dem SPS Parteivorstand 2 mal, ich möchte mit ihm über die Grundfragen der Schweiz diskutieren. Das erste Mal schrieb das Sekretariat, wie sehr sich die Parteiführung freue, dass Mitglieder mitdenken. Auf meine widerholte Anfrage kam gar keine Antwort mehr. Zur gleichen Zeit versuchte ich auch, die Leitung des Gewerkschaftsbundes zu einem Gespräch zu treffen. Dort erhielt ich auf meine Anfrage gar keine Antwort. Vor der Gripen-Abstimmung hatte ich den Kantonalparteinen von Basel-Stadt und Basel-Land geschrieben und eine kontradiktorische Diskussion vorgeschlagen. Von beiden Kantonalparteien erhielt ich keine Antwort. Etwas später hatte ich auf dem SPS Zentralsekretariat Bern eine Debatte mit einer Sekretariatsperson. Die Person teilte mir mit, die Natur der Menschen, mindestens in Europa, habe sich völlig verändert, und ein Krieg in Europa sei deshalb für alle Zeit ausgeschlossen (das war noch vor der Ukraine).

Soviel zu Ihrem Vorschlag, innerhalb der Partei zu diskutieren.

Ich werde mich weiter für eine glaubwürdige Landesverteidigung einsetzen, wobei es dafür vielleicht schon zu spät ist. Trotzdem hoffe ich, ich erlebte es noch, dass die SPS wieder eine starke Landesverteidigung unterstützt.

Mit freundlichen Grüssen Gotthard Frick, Bottmingen, 5.09.2014
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