Lexikon: Natürliches Monopol

Ein Natürliches Monopol liegt vor, wenn ein Gut mit steigenden Skalenerträgen produziert bzw. bereitgestellt werden kann.
Ein natürliches Monopol ist eine Form von Marktversagen.
Solche Monopole kommen vor, wenn die variablen Kosten im Verhältnis zu den Festkosten vernachlässigbar sind. In einem solchen sinken die totalen Durchschnittskosten pro hergestelltes Stück ständig mit zunehmender Menge. Es lohnt sich damit ganz einfach nicht, dass eine zweite Firma das Produkt auch produziert, wodurch es langfristig zu einem Monopol kommt.

Ein Beispiel:
Ein typisches Beispiel für ein natürliches Monopol ist die Wasserversorgung. Da es zur Wasserversorgung sehr grosse Investitionen (Reservoirs, Röhrenverteilnetz etc.) benötigt, sind die Fixkosten sehr gross. Nehmen wir an sie betragen 1 Mio. Fr.. Variable Kosten, d.h. Kosten um das Wasser durch ein bestehendes Netz zu verteilen, gibt es hingegen kaum, gehen wir also von 0.- Fr. aus. Im Gebiet dieser Wasserversorgung soll es 100'000 Haushalte geben, die mit Wasser versorgt werden wollen.
Gibt es nun nur eine einzige Unternehmung, welche sich um die Wasserversorgung kümmert, kann diese alle Haushalte für 1 Mio. Fr. versorgen. Die Versorgung pro Haushalt kostet also 10.- Fr..
Wenn es aber drei Unternehmungen geben würde, müssten alle drei die jeweils notwendigen Investitionen tätigen. Da die drei einzelnen Verteilnetze jeweils etwas kleiner ausfallen als das des Monopolisten rechnen wir mit 800'000.- Fr. an Investitionen pro Unternehmen. Total müssen also 2,4 Mio. Fr. investiert werden. Die Wasserversorgung kostet damit 24.- Fr. pro Haushalt.
In dieser Situation liegt ein natürliches Monopol vor, da die Kosten bei nur einem Anbieter tiefer sind, als bei mehreren.

 

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Artikel wurde am 31.12.2011 aktualisiert


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