Lexikon: Kopfsteuer

Die Kopfsteuer bezeichnet eine Steuer, welche von jeder Person unabhängig von deren Einkommen, Vermögen oder sonstiger persönlicher Merkmale entrichtet werden muss.

Der Vorteil der Kopfsteuer liegt darin, dass sie die effizienteste aller Steuerformen ist. Einerseits werden die Anreize für die wirtschaftliche Aktivität nicht verzerrt, da der Steuerbetrag unabhängig von individuellen Merkmalen und Entscheidungen stets gleich hoch ausfällt. Andererseits ist die Kopfsteuer aufgrund ihrer Einfachheit mit einem niedrigen administrativen Aufwand für die Steuerpflichtigen und die Steuerbehörden verbunden.
Der Nachteil der Kopfsteuer ist jedoch, dass sie von sämtlichen Bevölkerungsschichten genau den gleichen absoluten Steuerbetrag fordert und nicht nach Leistungsfähigkeit unterscheidet. Dadurch fällt die relative Steuerbelastung für Personen mit einem tiefen Einkommen höher aus als für Personen mit einem hohen Einkommen. Dies wird oft als sozial ungerecht kritisiert.

Ein Beispiel für eine Kopfsteuer in der Schweiz ist die sogenannte "Personalsteuer", die in einigen Kantonen von den Gemeinden erhoben wird. Diese wird damit begründet, dass jede Person von Staatsleistungen profitiert und somit auch einen symbolischen Beitrag leisten soll. Dieser beträgt in der Regel zwischen 10 und 50 Schweizer Franken.

 

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Artikel wurde am 31.07.2017 aktualisiert


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