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Portrait: EVP – Evangelische Volkspartei

Allgemeine Ausrichtung

Die EVP richtet ihre Politik an Grundwerten des Evangeliums (Bibel) aus. Für die Partei steht die Menschenwürde des Einzelnen im Zentrum. Sie möchte deshalb, dass sich der Staat auch speziell für die Schwächsten in der Gesellschaft einsetzt.

Positionen zu wichtigen politischen Fragen

Damit die AHV (Altersvorsorge) auch langfristig genügend Geld hat, will die EVP unter Berücksichtigung der Wirtschafts- und Bevölkerungsentwicklung die Einnahmen erhöhen. Es soll aber nicht ein grösserer Prozentsatz vom Lohn abgezogen, sondern spezielle Steuern auf Kapitalgewinne (z.B. Aktiengewinne) oder Erbschaften erhoben werden.

Um die Verschuldung der Invalidenversicherung (IV) in den Griff zu bekommen, will die EVP mit einer Mehrwertsteuererhöhung oder einer Erbschaftssteuer die Einnahmen erhöhen. Die Unternehmen sollen verpflichtet werden, Arbeitsplätze für Behinderte anzubieten und alle Versicherten sollen mehr Eigenverantwortung für sich und ihr Umfeld übernehmen.

Um den Kostenanstieg im Gesundheitswesen zu stabilisieren, will die EVP Gruppenpraxen und Hausarztmodelle (d.h. in jedem Fall muss man zuerst zum Hausarzt) fördern. Medikamente, die im Ausland billiger sind, sollen importiert werden können. Die Krankenkassen sollen weniger Medikamente und Operationen als heute bezahlen. Krankenkassen, die viel junge und gesunde Versicherte haben, sollen zudem an Krankenkassen mit vielen Älteren und Kranken höhere Risikoausgleichszahlungen leisten.

Bei den Ausländern setzt die EVP auf eine möglichst gute Integration. Sprachkurse, in denen auch die Schweizer Kultur vermittelt wird, sollen obligatorisch werden. Das Asylverfahren soll möglichst fair sein. Wirklich verfolgte Flüchtlinge sollen in der Schweiz Schutz finden und abgewiesene Asylsuchende bei der Rückkehr in ihre Heimat unterstützt werden.

Um den CO2-Ausstoss der Schweiz zu verkleinern, will die EVP vermehrt den Energieverbrauch aus Benzin, Heizöl und Strom besteuern und dafür die Lohnprozente verkleinern oder ganz abschaffen.

Um die Stromversorgung in der Schweiz auch in Zukunft sicherzustellen, fordert die EVP verstärkte Massnahmen zum Stromsparen. Zudem soll so viel Strom wie möglich aus erneuerbaren Quellen wie Sonnen-, Wind oder Wasserenergie produziert werden. Falls das alles nicht ausreicht zieht die EVP die Erstellung neuer Atomkraftwerke in Betracht. Bedingung dazu ist jedoch die Lösung des Entsorgungsproblems wie auch die Sicherstellung der Kostenübernahme bei einem Unfall durch die Betreiber.

Mit der EU will die EVP über (bilaterale) Verträge zusammenarbeiten. Ob die Schweiz der EU beitreten soll, will die EVP immer wieder prüfen. Zurzeit ist ein EU-Beitritt der Schweiz für die EVP aber kein Thema.

Die EVP will, dass Familien selbst entscheiden können, ob sie ihre Kinder zuhause betreuen oder in eine Kinderkrippe geben. Alle Eltern sollen pro Kind einen bestimmten Geldbetrag für die Betreuung erhalten, unabhängig davon, ob sie die Kinder in eine Krippe geben oder nicht.

Die EVP setzt sich dafür ein, dass Personen mit einem hohen Einkommen einen im Verhältnis immer grösseren Teil ihres Einkommens an Steuern bezahlen müssen. Die komplizierten Abzüge bei den Steuern sollen abgeschafft werden, damit das Steuerwesen einfacher und gerechter wird.

In Bereich des Verkehrs will die EVP nicht immer neue Strassen bauen. Der Autoverkehr soll durch höhere Benzinpreise und Strassenzölle teurer werden. Bahnen, Trams und Busse sowie der Verkehr zu Fuss und mit dem Velo sollen gleichzeitig gefördert werden.


Hier finden Sie die Portraits anderer Parteien


Literaturverzeichnis [ ein-/ausblenden ]


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Zahlen & Fakten

Wähleranteil Nationalratswahlen (03):2.3%
Bundesräte (2007):0 (7)*
Nationalräte(2007):3 (200)
Ständeräte(2007):0 (46)

Kandidaten in die­sen Kantonen:
AG, BL, BS, BE, FR, GE, LU, NE, SO, SG, SZ, TG, VD, ZH

Gründungsjahr:1919
Mitglieder:ca. 4500
Homepage:www.evppev.ch
Wahlportal:www.nrwahlen.ch
Jungpartei:JEVP
www.jevp.ch


Positionierung:



Quelle: so­to­­mo, Un­i­­ver­­­si­tät Zürich

Erklärung zur Positionierungs­grafik:

Auf der ho­ri­zon­ta­len Achse be­deu­tet eine Po­si­tion links eine auf So­zia­les aus­ge­rich­tete Po­li­tik (mehr Umverteilung) und eine Po­si­tion rechts eine wirt­schafts­ori­en­tierte Hal­tung (we­ni­ger Umverteilung).

Auf der ver­ti­ka­len Achse be­deu­tet eine Po­si­tion in der obe­ren Hälfte eine Wert­hal­tung der Mo­der­ni­sie­rung und Öff­nung, eine Po­si­tion in der un­te­ren Hälfte eine Wert­hal­tung der Be­wah­rung und Ab­schot­tung (Ab­gren­zung ge­gen­über Fremden).


* in der Klam­mer steht je­weils die ge­samte Anzahl

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