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Die Billag: Erhebung von Radio- und Fernsehgebühren in der Schweiz

Diesen Text finden Sie hier in überarbeiteter Fassung.

Die Billag taucht in der Schweiz immer wieder als Reizthema auf. Was ist die Billag überhaupt, und wieso bezahlen wir Gebühren für Radio und Fernsehen? Die Billag erhebt Radio- und Fernsehgebühren, damit eine vielfältige und unabhängige Medienlandschaft garantiert werden soll. Die Gebührenerhebung wird oft kritisiert: Die Verteilung der Gelder oder die Berechtigung der Gebührenerhebung im Zeitalter der (kostenlosen) Internetmedien sind nur zwei Beispiele. Dieser Artikel soll die Gedanken hinter der Gebührenerhebung, die Kritikpunkte sowie die mögliche Zukunft der Billag beleuchten.

Medien und öffentlicher Auftrag

Wieso gibt es in der Schweiz ein staatliches Fernsehen und Radio? Dieses Angebot ist in unserer Bundesverfassung verankert: Sie sollen zur allgemeinen Bildung, zur Meinungsbildung, zur kulturellen Entfaltung und zur Unterhaltung beitragen.

In der Schweiz wird das Staatsfernsehen und Staatsradio durch die „Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft“ SRG SSR produziert und publiziert (Details im nächsten Abschnitt). Die SRG ist zusätzlich für die oben erwähnten Pflichten, auch „öffentlicher Auftrag“ genannt, verantwortlich.

Der „öffentliche Auftrag“ ist gesetzlich und konzessionsrechtlich (siehe Einfach erklärt) verankert. Sieben Aspekte werden verlangt, welche die SRG mit ihrem Angebot fördern muss: Zusammenhalt der Schweiz, Integration (sowohl von Ausländern wie auch von Menschen mit einer Sinnesbehinderung), Demokratie, Schweizer Kulturschaffen, Bildung, Unterhaltung und der Auslandauftrag, welcher die Zusammenarbeit mit internationalen Fernsehveranstaltern beinhaltet. Weiter beinhaltet der öffentliche Auftrag die sachgerechte Darstellung von Ereignissen.

Mithilfe der Medien können sich die Bürger über gesellschaftliche Probleme und unterschiedliche Ansichten informieren. Dies ist möglich durch Sendeformate, in denen politische Themen debattiert werden (Beispiel „Arena“).

Das Staatsfernsehen und -radio sollen durch die von der Billag erhobenen Empfangsgebühren unabhängig von wirtschaftlichen Interessen sein. Somit wird die Meinungsvielfalt garantiert, welche in einer Demokratie ein Grundpfeiler darstellt. Das Vorhandensein vieler unterschiedlicher und unabhängiger Meinungen führt dazu, dass keine Meinung dominiert und sich jeder Bürger seine eigene Meinung bilden kann.

Die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft SRG SSR

Die SRG, rechtlich gesehen ein Verband von Vereinen und Genossenschaften, besteht aus vier Regionalgesellschaften zur Abdeckung aller Sprachgebiete:

  • Regionalgesellschaft SRG Deutschschweiz (SRG.D)
  • Société régionale RTSR (RTSR)
  • Società regionale Corsi (Corsi)
  • und Societad regiunala SRG SSR Svizra Rumantscha (SRG.R).

Die deutsche und französische Regionalgesellschaften sind jeweils noch in Unterregionen aufgeteilt.

Wie erfüllt die SRG ihren Auftrag?

Die SRG benutzt ein Qualitätsmanagement, um das Qualitätsniveau ihrer Angebote und die Erfüllung des „öffentlichen Auftrages“ zu messen. Verschiedene Standards wie die „Minimalstandards Programmqualität SRG SSR“ und die „Publizistischen Leitlinien“ schreiben Werte wie „sachgerecht“, „vielfältig“ und „unabhängig“ vor. Das Unternehmen hat eine Ombudsstelle, bei der jeder und jede innerhalb von 20 Tagen eine Beschwerde zu einem Programm oder einer Sendung einreichen kann.

Wer mit dem Entscheid der Ombudsstelle nicht einverstanden ist, kann sich zusätzlich an die

Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen“ UBI wenden. Diese entscheidet, ob eine Sendung nationales oder internationales Recht verletzt hat. Dieser Beschwerdemechanismus

wurde eingeführt, um den Gebührenzahlern ein Mitspracherecht in Bezug auf das Sendungsangebot der SRG zu ermöglichen – denn die Gebührenerhebungsstelle Billag ist nicht für die Qualität der Staatsmedien verantwortlich.

Die Billag: Struktur und Gebührenerhebung

Die Billag ist eine Tochtergesellschaft der Swisscom und beschäftigt etwa 280 Mitarbeiter. Ihr jährlicher Geschäftsbericht und die Finanzzahlen sind deshalb im Geschäftsbericht der Swisscom enthalten.

Die Grundlage für die Gebührenerhebung durch die Billag befindet sich im „Bundesgesetz über Radio und Fernsehen“ (RTVG). Die technischen Details wie Höhe der Gebühren, die Meldepflicht und die Befreiung von diesen Pflichten sind in der „Radio- und Fernsehverordnung“ (RTVV) beschrieben. Das RTVG wurde vom Parlament im Herbst 2014 revidiert (d.h. überarbeitet), ist jedoch noch nicht in Kraft getreten. Momentan wird deshalb das bisherige System angewendet, wonach jeder Haushalt mit Empfangsgeräten selber für die Anmeldung bei der Billag verantwortlich ist. Nach der Inkraftsetzung der revidierten Verordnung wird jeder Haushalt sowie jedes Unternehmen mit einem Umsatz von jährlich mehr als 500‘000 CHF einen Pauschalbetrag bezahlen müssen.

Einnahmen und Verteilung der Billag-Gebühren

Die jährlichen Einnahmen der Billag betrugen im Jahr 2013 1‘313 Mio. CHF. Davon gingen über 91% an die SRG, 4% wurden für die Finanzierung der lokalen und regionalen privaten Radio- und Fernsehsender (40 Radio- und 14 Fernsehsender) aufgewendet, 3% kamen der Billag für die Erhebung der Gebühren zugute und der Rest ging an das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM), an die Nutzenforschung und wurde für neue Technologien aufgewendet.



Abb. 1: Verteilung der Billag-Gebühren in Mio. CHF

Revision des Gebührensystems

Die bereits erwähnte Revision des RTVG durch das Parlament hat das Ziel, mehr Gerechtigkeit und Effizienz zu schaffen. Die Meldepflicht wird abgeschafft. Neu soll jeder Haushalt eine Gebühr von ca. CHF 400 bezahlen, da davon ausgegangen wird, dass heutzutage jeder Haushalt über Empfangsgeräte verfügt (siehe auch Profiwissen). Damit wird die Gebührenerhebung vereinfacht, billiger und das System wird effizienter. Gegen diese Revision wurde bereits das Referendum durch den Schweizerischen Gewerbeverband (SGV) ergriffen. Im Juni 2015 stimmen die Schweizer Stimmbürger im Rahmen des Referendums über die Annahme oder Ablehnung der Gesetzesänderung ab.

Kritik: Initiativen gegen die Billag

Unabhängig von der Revision des RTVG wurden mehrere Initiativen ergriffen, die das Gebührenerhebungssystem für Fernseh- und Radiogebühren der Schweiz abschaffen oder verändern wollen.

Kritikpunkte sind die intransparente Verwendung der Billag-Gelder (vor allem der Betrag, den die Billag direkt erhält), die Ansicht, dass Privatsender die benötigte Medienvielfalt genauso gut abdecken und das „Aufzwingen“ der Gebühren durch die Revision des RTVG und die Einführung von Pauschalgebühren.

Befürworter sehen in der Billag ein faires Mittel, um den „öffentlichen Auftrag“ zu garantieren. Sie verweisen unter anderem auf Regionen wie den rätoromanischen Teil Graubündens, welcher ohne diese Gebühren keine Chance auf muttersprachliche Nachrichten hätte. Ebenfalls in Gefahr wäre in den Augen der Befürworter die neutrale Berichterstattung.

Zu den Initiativen zählen unter anderen die „Radio und Fernsehen – ohne Billag“, die „No Billag“ und die noch nicht lancierte „Ja zur Abschaffung der Billag-Gebühren“-Initiative sowie die Petition „Radio- und Fernsehgebühren: 200 Franken sind genug“. Diese sind bisher wenig erfolgreich, mit Ausnahme der „Ja zur Abschaffung der Billag-Gebühren“-Initiative (diese hat nach einem Monat bereits die Hälfte der benötigten 100'000 Unterschriften erhalten).

Gebührenerhebung im Ausland

Die meisten europäischen Staaten verfügen über Staatsmedien in Form eines öffentlichen Rundfunks oder Ähnlichem. Die Gebühren wurden bspw. in Deutschland bis 2012 in ähnlicher Weise wie in der Schweiz nur verlangt, wenn ein Haushalt über entsprechende Geräte verfügt – seit 2013 wird ein Pauschalbeitrag von 215 EUR pro Jahr und Haushalt verrechnet. Österreich verfügt über dasselbe System wie die Schweiz und Deutschland bis 2012, wobei Mobiltelefone und zum Teil auch Computer von der Gebühr ausgenommen sind. Der Betrag variiert von 238 EUR bis 300 EUR pro Jahr je nach Bundesland. In Frankreich wird die Gebühr zusammen mit der Grundsteuer eingenommen und muss bezahlt werden, falls ein Haushalt ein Gerät besitzt, das den Fernsehempfang ermöglicht. In den USA sind die nicht-kommerziellen öffentlichen Sender in der Minderheit; sie finanzieren sich selbstständig durch Spenden und freiwillige Abonnements und mit staatlichen Zuschüssen. Eine separate Gebühr wird nicht erhoben.

Ausblick: Bisheriges System, Pauschalgebühren oder gar keine Gebühren mehr?

Dem schweizerischen Gebührensystem stehen drei verschiedene mögliche Schicksale bevor: Entweder (1) wird die Abstimmung im Juni 2015 positiv („Ja“) ausfallen, alles bleibt wie es ist und jeder Haushalt ist weiterhin selbst verantwortlich für die Begleichung der Billag-Gebühren. Oder (2) das Abstimmungsresultat fällt negativ („Nein“) aus, dann tritt ab 2018 das neue RTVG in Kraft und jeder Haushalt muss eine Pauschalgebühr bezahlen. Sollte (3) eine der anderen erwähnten Initiativen genügend Unterschriften erhalten, ist eine komplette Abschaffung der Billag als Gebührenerhebungsstelle und im Extremfall sogar eine Abschaffung des Staatsfernsehens möglich.


Literaturverzeichnis [ ein-/ausblenden ]


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Zusammenfassung

Die Bil­lag ist eine pri­vate Fir­ma, die im Auf­trag des Bun­des Gebühren für den Ra­dio- und Fern­seh­emp­fang er­hebt. Der Zweck der Gebührenerhebung ist die Fi­nan­zie­rung einer viel­fäl­ti­gen und vom Pri­vat­sek­tor un­ab­hän­gi­gen Me­dien­land­schaft in der Schweiz. Das bis­he­rige Sys­tem sieht vor, dass sich jeder Emp­fän­ger­haus­halt selbst an­mel­det und die jähr­li­chen Gebühren be­zahlt - an­sons­ten droht eine Stra­fe.

Eine Re­vi­sion der ge­setz­li­chen Grund­la­gen durch das Par­la­ment im Herbst 2014 sieht ein neues Sys­tem vor, wo­nach alle Haus­halte einen Pau­schal­be­trag be­zah­len. Da­ge­gen wurde vom Schwei­ze­ri­schen Ge­wer­be­ver­band ein Referendum er­grif­fen: im Juni 2015 wer­den die Schwei­zer Stimm­bür­ger über die An­nahme die­ses neuen Sys­tems ab­stim­men.

Weitere, bis­her wenig er­folg­rei­che In­itia­ti­ven ver­lan­gen eine kom­plette Ab­schaf­fung der Billag-Gebühren.

Einfach erklärt

Service Public

Als Ser­vice Pu­blic wer­den in der Schweiz alle öf­fent­li­chen Dienst­leis­tun­gen sowie die In­fra­struk­tur be­zeich­net, die der Bund, die Kan­tone oder die Ge­mein­den für die All­ge­mein­heit er­brin­gen. Dazu gehören z.B. der öf­fent­li­che Ver­kehr, die Post, das Ge­sund­heits­we­sen, die Bil­dung, die Ab­fall­ent­sor­gung wie auch das staat­li­che Me­di­en­an­ge­bot.

Konzession

Um in der Schweiz einen Ra­dio- oder Fern­seh­sen­der zu be­trei­ben, benötigt man eine Be­wil­li­gung, auch Konzession ge­nannt. Dies ist nötig, weil die ver­füg­ba­ren Fre­quen­zen zur Aus­strah­lung der Sen­der Ge­mein­gut sind und ge­wisse Qua­litäts­stan­dards si­cher­ge­stellt wer­den sol­len. Daher ist eine Konzession immer nur die Ver­lei­hung eines Nut­zungs­rechts und in der Dauer be­schränkt.

Profi-Wissen

Aktuell gül­tige Ge­bühren für Privathaushalte

Nach dem bis­he­ri­gen Sys­tem be­lau­fen sich die Gebühren für Ra­dio- und Fern­seh­emp­fang für einen Pri­vat­haus­halt auf CHF 462.40 pro Jahr. Wer nur Radio hört, be­zahlt CHF 169.15 pro Jahr, wer nur fern­se­hen möch­te, be­zahlt jähr­lich CHF 293.25. Die Gebühren kön­nen auch drei­mo­nat­lich be­zahlt wer­den. Zwi­schen den drei­mo­nat­li­chen Zah­lun­gen und der Ein­zel­zah­lung be­steht kein Preis­un­ter­schied.

Meldepflicht

Wer über Ra­dio- oder Fern­seh­emp­fangs­geräte ver­fügt, ist ver­pflich­tet, sich bei der Bil­lag an­zu­mel­den und die je­wei­li­gen Ge­bühren zu be­zah­len. Als Emp­fangs­geräte gel­ten nicht nur klas­si­sche Ra­dio- und Fern­seh­geräte, son­dern alle mög­li­chen Emp­fän­ger wie z.B. Smart­pho­nes, Ta­blets, Lap­tops oder Desktop­com­pu­ter.

Wer sich nicht an­mel­det, muss mit spon­ta­nen Be­su­chen von Bil­lag-An­ge­stell­ten rech­nen. Diese Be­su­cher ü­ber­prü­fen, ob sich tatsäch­lich kein Emp­fangs­gerät im Haus­halt be­fin­det – falls doch, muss der Be­sit­zer mit Bus­sen und even­tu­el­len Nach­zah­lun­gen rech­nen.

Kommentare von Lesern zum Artikel

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Weber Jean Thomas sagte April 2016

Frankreich: 117 Euro in der résidence principale bei 53 TV- und 35 Radiosendern, freier Zugang über Internet. SAT-Karte 15 Euro, 5 Jahre gültig
CH: 6 1/2 TV-Sender und ebenso viele Radiosender, macht 129 CHF + 20% MwSt/TVA = 144 CHF pro Jahr ! kein gebührenfreier Internetzugang.
Wahrlich teure 1. Heimat für Auslandschweizer.



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(1 Stimme)
Walter Pinot sagte February 2016

Da wünsch ich mir ausnahmsweise das Amerikanische System: Selbst die Station "NPR" (National public radio) muss auf Geldsuche gehen. Die machen das mit Sammelaktionen. Mir gefielen die qualitativ guten Diskussionen (vergleichbar mit "Echo der Zeit". So ist mir auch ein Zustupf leicht gefallen.
Und hier in der CH? Wie hier ein Kommentator richtig festgestellt hat handelt es sich um einen versteckte Steuer. Dazu eine Firma mit Management und VR. All diese Leute wollen abkassieren!


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100%
(4 Stimmen)
Dani Brandt sagte May 2015

Ich würde mal diesen Teil noch ein Mal studieren und auf Richtigkeit überprüfen: "Dem schweizerischen Gebührensystem stehen drei verschiedene mögliche Schicksale bevor: Entweder (1) wird die Abstimmung im Juni 2015 positiv („Ja“) ausfallen, alles bleibt wie es ist und jeder Haushalt ist weiterhin selbst verantwortlich für die Begleichung der Billag-Gebühren. Oder (2) das Abstimmungsresultat fällt negativ („Nein“) aus, dann tritt ab 2018 das neue RTVG in Kraft und jeder Haushalt muss eine Pauschalgebühr bezahlen."


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69%
(13 Stimmen)
Willi Frischknecht sagte May 2015

Hier wird uns eine verfassungswidrige Mediensteuer als "Zwangs"Gebühr" verkauft. Natürlich braucht man dafür die BILLAG sonst würde der Bürger noch merken, dass es eine Steuer ist. Mit der BILLAG wird dies nur verschleiert.
Es ist an der Zeit hier was zu ändern.
1 Schritt RTVG ablehnen
2 Schritt BILLAG abschaffen
3 Schritt SRG privatisieren (SRG ist das einzige Staatsfernseher im deutschsprachigen Raum das Unterbrecherwerbung macht und Gebühren einzieht)
Die SRG ist zudem leider auch nicht politisch Neutral bei der Berichterstattung.
In unserer Medialenzeit ist es nicht mehr nötig staatliches Programm zu betreiben.
Ich soll für etwas bezahlen das ich nicht nutzen will.


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0%
(2 Stimmen)
Markus Christen sagte March 2015

Dass die Erhebung der «Billag-Gebühr» generalisiert werden soll, kann ich nachvollziehen. Nicht nachvollziehbar ist allerdings, dass diese Gebühr einerseits für Menschen mit IV-/EL-Unterstützung erlassen wird. Andererseits aber werden Menschen, welche von der Sozialhilfe unterstützt werden, von dieser Abgabe befreit. Das ist insofern nicht nachvollziehbar, als insbesondere IV-BezügerInnen in der Regel ein höheres Einkommen haben als jene Menschen, welche (nur) von der Sozialhilfe abhängig sind. Hier ist dringend eine Anpassung der Paradigmen nötig!


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73%
(11 Stimmen)
Markus Grob Pantaleoni sagte March 2015

Da ich kaum einen Unterschied zwischen der SRG und privaten Sendern entdecke (beide enthalten Werbeblöcke und finanzierte Sendungen), unterstütze ich die Abschaffung der SRG.
In der Schweiz ist eine unabhängige Meinungsbildung auch ohne Staatsmedien möglich und dazu stellt sich die Frage, wie unabhängig ein Staatsmedium überhaupt sein kann. Schlussendlich hängt vieles von den Angestellten ab und zur Zeit sind diese bei der SRG bei vielen Themen ideologisch sehr gefärbt.
Dazu frage ich mich, wieso man eine Mediensteuer einführen will, wenn sich doch jeder unabhängig informieren können soll? WIeso muss ich nun das Staatsmedium finanzieren, wenn ich dies gar nicht möchte, da ich nämlich davon unabhängig sein will.
Aus diesen Gründen unterstütze ich die "No Billag" Initiative.


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43%
(7 Stimmen)
José Escaleira sagte March 2015

Die Billag kann von mir aus als eine zusätzliche Bundessteuer pauschal versteuert werden, denn Schlussendlich ist sie das auch. Man kann den ganzen Verwaltungsapparat, der in Fribourg sitzt, gern sparen.

Zudem müssten die regionalen Sender etwas mehr erhalten. Das schweizer Fernseh hat dank der Werbung bessere Einnahmequellen als die Regionalsender.
Auch​ bin ich der Meinung, dass die SRF keine ausländische Casting-Show Formate kaufen sollte. Das Geld kann man sich sparen, denn man schaut sowieso lieber die der deutschen Konkurrenz an und es hat nichts mit Service Public zu tun.


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