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2. Röhre Ja oder Nein... wer hat Recht?

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Ich habe mir lange überlegt, was ich nun darüber "­den­ken" soll. Zweit Röhre oder an­dere Varianten?

 

- Variante - Etappensanierung in Winterzeiten: Ist für mich kein Thema. Die Sperrung würde dazu führen, dass ein grosser Teil über den S.Bernadino fahren würden. Dieser ist aber für so viel Verkehr nur bedingt Wintertauglich.

 

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- Vaiante - Verlad aller Fahrzeuge: Wie will die anzahl Fahrzeug durch die noch offenen "Löcher" bebracht werden? Die Bahn Huckepack ist heute schon in Hauptverkehrszeiten rund 80% ausgelastet und noch nicht mal mehr in der Lage weitere Huckepackfahrten für Schweizer Transporteure zu gewähren. Nord-Südachse ist per Huckepack ausgelastet. Personenzüge müssten reduziert werden um weiter Huckepack-Komponenten​​ dazwischen zu schieben.

 

Zud​​em - Für PW's ist der Huckpack nicht tauglich oder absolut "nonsens" die heute zur Verfügung stehenden Wagen sind nur einstöckig, Doppelstockwagen hat die SBB nicht oder sind bereits an Autoimporteure ausgemietet. Neue Verladestellen müssten geschaffen werden. Nicht nur in Region Uri oder Tessin nahe Gotthard, sondern auch überregional, damit eine so grosse Menge ohne Problem abgewickelt werden könnte. Koordination aber so dann nicht mehr möglich/umständlich oder am nächsten Bahnhof müssten alles neu zusammengestellt werden, damit es eine ganze Komposition gäbe.

 

- Allgemein - Es ist schon lange bekannt, dass ein Huckepack in heutiger Form nicht Zukunftssicher ist. Die Personenbegleitende Variante ist für Transporteur nicht bezahlbar, da die Stunden in der Begleitung auch Kosten verursachen. Nur die Variante Container-Verlad (unbegleiteter Verkehr) ist vernünftig. Was aber hier zu sagen ist, je mehr Container verladen werden, umso höher sind die Auslagen für den Bund. Er subventioniert JEDEN Container der auf die Bahn verladen wird.

 

Es gibt in der Schweiz nur noch etwa 6 Verladestationen für Container. Davon sind 3 an privaten Transporteuren, die diese selber gebaut haben. 3 gehören der Post und sind nur bedingt (sehr teurer Verlad) nutzbar. Neuerdings gibt es (z.B in Elgg Zürich) noch die Variante LKW-direkt auf Bahnwagen. Dies mit einem spezial Fahrzeug, das einen speziellen Aufbau. Ist aber nicht strassentauglich, kann nur von sepziellem Personal bedient werden und somit die Idee an kleineren Bahnhöfen wiederum teuer macht.

 

Fazit:​​

Wenn ich all die Kosten die entstehen vergleiche, den Nutzen überdenke, welche andere Varianten als die 2. Röhre haben, kommt auch für mich nur eine 2. Röhre in betracht. (für zukünftige Sicherheitsvorschrift​​en gewappnet, schnellerer und besserer Zugang bei Pannen und Unfällen). Die Infrastruktur zerstört nicht Kulturland (wie bei Verladevariante), diese muss auch nicht wieder Rekultiviert werden.

Und auch wenn man über Referendum oder Initiative die Möglichkeit hätte die Verfassung zu ändern, damit plötzlich 4 Spuren offen wären. Zuerst müssen WIR das Wähler- Stimmvolk diesem dann auch noch zustimmen. So sehe ich kein Problem, wenn es im Gesetz und/oder der Verfassung verankert ist, dass die Kapazität nicht erhöht werden darf.

 

Zur Kapazität: Herr Gizedanner hat übrigens Recht, wenn er sagt, es hätte keine Kapazität mehr für Huckepack. Wir haben genau das gleiche Problem. Bestellen Züge für Huckepack und diese werden dann im günstigesten Fall 24 Std. vorher storniert, wegen fehlendem Rollmaterial.

 

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Alpeninitiativ​e: Wenn ich die Kurve des Verkehrs im Gotthard betrachte, hat es aber schon etwas bewirkt (sicher noch nicht vile), aber die massive Steigerung in den Jahre 2000-2004 hat sich bei rund 1'1 mio Fahrzeugen eingependelt.

Und hätte der Bundesrat nicht das neue Verkehrsabkommen mit der EU unterschrieben, hätte man die Limite von 650'000 auch limitieren können an der Grenze. Heute darf man KEINE Fahrzeuge mehr zurückweisen, weil die Transitquote ausgeschöpft sei. Mit dem alte Transitabkommen hätte man das gekonnt.

Nun liegt es am Schweizer Volk sich zu "bewegen" dass dieses neue Verkehrsabkommen mit der EU nicht mehr erneuert wird, oder sogar gekündigt wird, da es sich nicht verträgt mit unserer Alpeninitiative. Es ist absolut irrwitzig, dass man derart 100'000 Transporte durch die Schweiz zulässt.

 

Es wäre eigentlich als Diskussionsbasis gedacht. Denn die letzten Abstimmungen über dieses Thema war immer auf der Basis, dass 4 Spuren genutzt würden. Und dass das nicht gewünscht ist, hat das Volk in den Abstimmungen aufgezeigt. Die heutige Diskussion ist aber nicht ob 4 Spuren genutzt würden, sondern was sind wir bereit zu bezahlen für Sicherheit und die Sanierung.

 

Ist uns dies soviel Wert, dass wir unserer Verfassung und dem Gesetzt soviel Kraft zusprechen, dass eine solche vom Rat entschieden Umsetzung Rechnung getragen werden kann. Wer gegen eine zweite Röhre (einspurig befahren) ist, ist gegen die Sicherheit und gegen eine zukunftsorientierte Sanierung


Kommentare von Lesern zum Artikel

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11%
(9 Stimmen)
Dany Schweizer sagte October 2014

Warum ist unseren Politikern die 2. Röhre nicht auch diese Sicherheit wert?

Alleine der Kanton ZH investiert 160 Mio JEDES Jahr für Strassensanierungen und die neue Gestaltung um die Sicherheit zu erhöhen (ausgeschlossen Nationalstrassen wie Nordring, welcher längst ein Sicherheitsrisiko und Umweltsünde ist)

Jeder Kanton investiert nur 10% weniger jedes Jahr in die Strassen und wir hätten rund 2 Milliarden JEDES Jahr - Es würde also 1 Jahr genügen die Investitionen im Kanton zu reduzieren und die Sicherheit des Gotthard-Tunnels wäre auch auf dem aktuellen Stand.

https://www​.zh.ch/internet/de/ak​tuell/news/medienmitt​eilungen/2014/sichere​_strassen.html


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50%
(10 Stimmen)
Jörg Matter sagte October 2014

Vorteilhaft sind starke Umweltvorschrift der Dieselmotor mit Katalysator und Viel Tourismus erwarten... Sowie viele Geschäftliche unterwegs!


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59%
(17 Stimmen)
Roland Steiner sagte September 2014

Es gibt eine Lösung die fast allen Ansprüchen genehm ist:

2017 wird der Gotthard Basistunnel fertig gestellt. Somit könnte der Eisenbahntunnel zwischen Göschenen und Airolo befristet zum Strassentunnel umgebaut werden. Nach der Sanierung des Autotunnels wird dieser dann wieder für die Bahn umgebaut.

Diese Variante hat folgende Vorteile:
-Für den Strassenverkehr gibt es durchgehend einen Tunnel.
-Es ist aber sichergestellt, dass die Alpeninitiative eingehalten wird, da die Bahn langfristig den Tunnel wieder zurück will.
-Für den Personenverkehr steht die Bergroute immer noch als Ausweichstrecke zur Verfügung da die Strecke Göschenen-Airolo problemlos mit einem Busdienst betrieben werden kann.
-Der Umbau des Eisenbahntunnels ist bedeutend günstiger als ein Neubau.
-Nach dem Rückbau hat die SBB einen sanierten Tunnel zur Verfügung.




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46%
(13 Stimmen)
Lars von Lima sagte September 2014

Wir können doch das Tessin nicht 'hängen' lassen. Also ja zur zweiten Röhre.

Ist die Gotthardsanierung durch, werden durch die eine Röhre mit zwei Spuhren alle nach Süden und durch die andere mit zwei Spuhren nach Norden geführt oder jeweils eine Spuhr gesperrt für die Unfallbekämpfung. Der Verkehr wird dann flüssiger? Ob der Stau in Chiasso dann weniger wird, bleibt offen.

Und schliesslich wird mit der NEAT doch zweigleisig gefahren, im Taktverkehr, sofern die Anschlusstunnel wegen 20 cm zu wenig Höhe das dann tonnagemässig überhaupt aufnehmen. Aber dafür will die SBB ja Flachwaggons, die dann wo - in Italien? - gebaut werden.

Oder soll dort auch ein Gleis wegen Unfallbekämpfung gesperrt bleiben, denn die SBB sind ja völlig unfallfrei....

Und​ wie wäre es mit verdichteten Flachautos im Maseratistil, mit Smarts oben drauf?

Müsste auf der Autobahn möglich sein, zur Entlastung der SBB und italienischen Anschlusswerken, der never ending NEAT Verlochete gratis und franko nach Deutschland und Italien.


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42%
(19 Stimmen)
Beat Gurtner sagte September 2014

Machen wir uns nichts vor: Wenn vier Spuren gebaut sind, werden irgendwann auch vier Spuren genutzt. Eine andersartige Vorstellung wäre naiv. Gesetze kann man schnell ändern.

Ich gehe davon aus, dass Sie Hr. Schweizer und ich, resp. das Schweizer Stimmvolk das letzte Wort haben wird. Das Referendum wird gestartet und die benötigten Unterschriften dürfen schnell zu Stande kommen.


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33%
(15 Stimmen)
Dany Schweizer sagte September 2014

auch eine andere Ansicht - der logischen Lösung wird in einem nachträglichen Blog aufgezeigt.

http:/​/www.vimentis.ch/d/di​alog/readarticle/aus-​vernunft-die-2-roehre​-am-gotthard/


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47%
(17 Stimmen)
Werner Nabulon sagte September 2014

In den internat. Menschenrechten steht, sollten sich die Linken und Trötzler mal auf die Stirn schreiben, dass niemand diskriminiert werden darf.
Es herrscht Reisefreiheit. Man muss also keine Rechenschaft ablegen, warum man von A nach B fährt. Das gilt so lange, als keine Gesetze verletzt werden, keine kriminellen Handlungen vorliegen.
Man braucht einen gültigen Fahrlizenzen, ein nach dem Gesetz immatrikuliertes Fahrzeug, wenn es sich um gewerblichen Transport handelt um gültige Papiere die Angaben zum Transportgut machen, der Gesetzgeber behält sich vor, jederzeit zu prüfen, damit keine gefährlichen Güter transportiert werden...
Heisst, der Gesetzgeber ist auch für die Sicherheit verantwortlich. Die Staus allà Alt Bundesrat M. Leuenberger SP haben gegen alle Vorschriften verstossen, welche in den Int. Menschenrechten garantiert werden. Und zwar aufs gröbste.
Auch weitere Blockaden die von Verkehrsgegnern laufend erbaut werden, verstossen gegen die Grundrechte. Wenn man ganze Dörfer abschottet, damit der Verkehr einen Umweg durchs Nachbardorf fahren muss, mag man Liebling PolitikerIn bei der eigenen Dorfbevölkerung sein. Selber aber fährt man mit einer Selbstverständlichkei​t durchs Nachbardorf, (soll niemand behaupten Nein) und belastet dort die Umwelt. Das typische St Florian Prinzip.
Im Nachbardorf findet dann ein weiterer schlauer PolitikerIn, man Verkehrsberuhige sein Dorf ebenso. Die Umwege und Staus werden grösser und länger, man bekommt das Gefühl, es habe ein immenses neues Verkehrsaufkommen. Dabei haben wir angefangen beim Überbleibsel UVEK, ASTRA und Co, bis herunter in die Kantone nur politisch falsch motivierte PolitikerInnen und sog Sachverständige, sicher keine Verkehrsexperten sondern Stauexperten, deren Ziel dann erreicht ist, wenn der Verkehr regelmässig zusammenbricht.
Unfähigkeit auf der ganzen Linie, so sehe ich das.



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47%
(17 Stimmen)
Dany Schweizer sagte September 2014

Wäre es nicht auch Menschnlich, endlich die LKW-Fahrer vom Tropfensystem zu befreien? Die stehen bei Wind, Wetter, brütender Hitze in der Kolonne, kein WC, kein Wasser nix.... ist das ok?

Und nur schon die tonnen von CO2 die für Klimaanlagen verwendet wird im Tropfsystem. Viele der ausländischen LKW's haben noch keine Standklimaanlage, lassen somit stundenlang das FZ laufen. Auch im Winter mit der Heizung.


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41%
(17 Stimmen)
Dany Schweizer sagte September 2014

Angefügt:
Es wäre eigentlich als Diskussionsbasis gedacht. Denn die letzten Abstimmungen über dieses Thema war immer auf der Basis, dass 4 Spuren genutzt würden. Und dass das nicht gewünscht ist, hat das Volk in den Abstimmungen aufgezeigt. Die heutige Diskussion ist aber nicht ob 4 Spuren genutzt würden, sondern was sind wir bereit zu bezahlen für Sicherheit und die Sanierung.



Ist uns dies soviel Wert, dass wir unserer Verfassung und dem Gesetzt soviel Kraft zusprechen, dass eine solche vom Rat entschieden Umsetzung Rechnung getragen werden kann. Wer gegen eine zweite Röhre (einspurig befahren) ist, ist gegen die Sicherheit und gegen eine zukunftsorientierte Sanierung


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31%
(16 Stimmen)
Dany Schweizer sagte September 2014

Noch ist auch die Frage des Verladepreises für Schweizer imatrikulierte Fahrzeuge nicht bestimmt. Diese Fahrzeuge bezahlen mittel Steuern und Strassensteuern das heutige Nationalstrassennetz.​ Somit müsste eine Durchfahrt "Verladung" für ein Fahrzeug mit Schweizer-Kontrollsch​ild gratis sein. Oder max ein kleiner Obulus für den reduzierten Fahrzeugaufwand.

E​s kann nicht angehen, dass der Tunnel so erneut nochmals von Fahrzeughaltern, Steuerzahlern bezahlt werden muss

So wie ich aber Bundesbern kenne, wird man für die Verladung von PW's dann auch 20-30 CHF oder mehr verlangen. Und das wäre Doppelte Steuereinnahmen.


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