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Ängste abbauen statt schüren

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Zum ge­plan­ten is­la­mi­schen Be­geg­nungs­zen­trum​ im Südquartier in Wil SG

(Leserbrief vom 30.1.2012 in der Wiler Zeitung)

 

Die islamische Gemeinschaft Wil hat seit vielen Jahren den interreligiösen Dialog gesucht, und ihr Gebetszentrum an der Titlisstrasse ist seit jeher für Jedermann/-frau zugänglich. Leider ist trotz vielen Bemühungen die Ignoranz gegenüber der drittgrössten Glaubensgemeinschaft in Wil noch immer vorhanden.

 

Auf die 300 Einsprachen folgte nun eine Interpellation der SVP, welche aus den Ängsten der Bevölkerung Kapital schlagen möchte. Dass Integration nur erfolgen kann, wenn man von der Gesellschaft nicht ausgeschlossen und an der Rand gedrängt wird, wird dabei völlig ausgeblendet. Die islamische Gemeinschaft Wil zeigte sich immer kompromissberei​t, hat die Annahme des Minarettverbots durch das Schweizer Volk akzeptiert, und in ihre Baupläne einbezogen. Somit stützt sich die Gemeinschaft auf das Schweizer Gesetz, welches Ihnen Religionsfreiheit zugesichert hat. Auch für religiöse Minderheiten müssen die gleichen Gesetze gelten, jedoch wird die muslimische Religionsgemeinschaft​ immer mehr aus der Gesellschaft zurückgedrängt und diskriminiert. Wir können froh sein, dass wir in Wil eine so aufgeschlossene und integrationswillige islamische Gemeinschaft haben, und ich sehe es deshalb als unsere Pflicht die Rechte dieser religiösen Minderheit zu respektieren.

 

Das​ geplante islamische Begegnungszentrum entspricht den Baugesetzlichen Vorgaben, und die maximal geforderte Parkplatzanzahl wurde in den Plänen berücksichtigt. Die islamische Gemeinschaft war nie auf Konfrontation aus, sondern hat immer den Konsens mit der Bevölkerung gesucht. Jedoch kann kein Konsens entstehen, wenn man die Anliegen der islamischen Bevölkerung ignoriert, und Ihnen die Möglichkeit verwehrt an der Gesellschaft teilzuhaben. Ängste werden nicht abgebaut indem man sie schürt, sondern indem man auf die Dialogbereitschaft eingeht und sich mit den Menschen in Kontakt setzt. Deshalb findet am Mittwoch 1. Februar um 19.30 in der Aula der Kant. Psychiatrischen Klinik Wil eine Diskussionsveranstalt​ung zum geplanten Begegnungszentrum der Wiler Muslime statt. Mit einem zahlreichen Erscheinen können wir einerseits zeigen, dass wir die Anliegen jeder Bevölkerungsgruppe respektieren, und andererseits unsere Fragen und Ängste zur Sprache bringen, damit im Dialog ein Konsens und ein respektvolles und freundschaftliches Miteinander der verschiedenen Religionsgemeinschaft​en in Wil möglich ist.

  


Kommentare von Lesern zum Artikel

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33%
(6 Stimmen)
Stefan Kirchgraber sagte February 2012

Danke für Ihr Engagement - bitte auch zu meinem Wohle.

http://www.​vimentis.ch/dialog/re​adarticle/politische-​fehlentscheide---waru​m-passieren-sie/



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20%
(5 Stimmen)
Christoph Reuss sagte February 2012

Zitat L. Suter: "Zum Thema 3. Weltkrieg: Wahrscheinlich befinden wir uns bereits darin, jedoch ist es ein Krieg um Ressourcen welche knapp werden, und das islamische Begegnungszentrum in Wil hat wohl nichts damit zu tun."

Wie können Sie das beurteilen, während Sie ignorieren, dass die NATO den Krieg in Serbien (nicht nur Kosovo!) für Ölpipelines und Bodenschätze im Kosovo führte?

Die Kriege der Zukunft werden dann um sauberes Trinkwasser geführt. (Privatisierungsbestr​ebungen laufen jetzt schon. Zur Erinnerung: Im Irak musste Saddam weg, nachdem er das Öl verstaatlichte und somit den US-Konzernen entzog. (Bushs Vizepräsident Cheney = Ölkonzern Halliburton.) Der Sozialist Milosevic stand ebenfalls Privatisierungen im Wege.) In der Schweiz gibt es das beste Trinkwasser. Komischer Zufall, dass 100-mal mehr Kosovoalbaner in die Schweiz kamen als in den Rest der Welt (anteilig zur Wohnbevölkerung), und auch lange nach Kriegsende nicht zurückkehren (obwohl sie doch unbedingt ein eigenes Land für sich wollten!). Könnte es sein, dass man hier dieselbe Masche wie im Kosovo vorhat? Daher Parallelgesellschaft statt Assimilation.



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43%
(7 Stimmen)
Christoph Reuss sagte February 2012

Noch ein allgemeiner Gedanke zu "Ängste abbauen statt schüren", SP und Islam:

Ein Grossteil der Ablehnung gegen den Islam und den Bau von Moscheen kommt wohl von 9/11 -- also der Vorstellung, islamische Terroranschläge könnten "zu uns" (Europa+USA) kommen. Hier wäre es die Aufgabe der SP und der "gemässigten" Moslems, öffentlich klarzustellen, dass 9/11 von US-Drahziehern selber orchestriert wurde (Silverstein-Versiche​rungsbetrug, Bush-Vorwand für Invasionen der Ölländer Irak und Afghanistan) und die 3 (!) WTC-Türme von innen gesprengt wurden.

Aber was tat die SP? Das Gegenteil: Sie SCHÜRTE genau diese Ängste -- mit einem Plakat, auf dem ein Flugzeug in ein Schweizer AKW fliegt! Damit "warb" die SP für den Atomausstieg! Hätte die SVP so ein Plakat gemacht, dann hätte die SP ihr gleich üble Hetze gegen Moslems vorgeworfen. Aber die SP darf das. Damit hat die SP den Moslems (in dem Fall auchnoch Ausländern) unterstellt, sie würden ein Attentat planen, das die ganze Schweiz unbewohnbar machen würde! Eine üblere xenophobe und islamophobe Hetze und Angstmache ist kaum noch vorstellbar.



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45%
(11 Stimmen)
Christoph Reuss sagte February 2012

Warum wurde der ganze Thread über die gesprengten Kirchen im Kosovo gelöscht, und durch wen? Scheint ja ein grosses Tabuthema zu sein. Die Schweizer sollen noch nicht erfahren, wie es ihnen einmal ergehen wird? Ängste abbauen durch Scheuklappen anziehen?



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Antworten auf diesen Beitrag

33%
(3 Stimmen)
Christoph Reuss sagte February 2012

Herr Rebmann, Sie erhöhen nicht gerade die Motivation, auf Ihre Beiträge zu antworten, wenn Sie dann willkürlich ganze Antwort-Threads löschen. 8-(

Die "20 Kommentare" waren ja nur sichtbar, wenn man diesen Thread aufgeklappt hatte. Von selber erscheint nur der erste Beitrag, gleich darunter war Ihre Frage sichtbar.



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71%
(7 Stimmen)
Lucienne Suter sagte February 2012

Lieber Herr Reuss

Schade, dass ich nicht die Möglichkeit hatte Ihren Beitrag zu lesen. Ich würde gerne wissen was Sie über den Kosovo geschrieben haben. Im Übrigen kann man Ängste natürlich nicht durch Scheuklappen abbauen, deshalb setze ich mich sehr genau mir der islamischen Glaubensgemeinschaft in Wil auseinander. Jedoch kann ich dazu nicht mehr sagen, ohne ihren Beitrag gelesen zu haben. Vielleicht würden Sie ihn freundlicherweise nochmals verfassen. Ich bedaure sehr, dass man einfach Threads von anderen Personen löscht, und ich hoffe dass dies nicht mehr vorkommt.


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33%
(6 Stimmen)
Christoph Reuss sagte February 2012

Guten Abend Frau Suter,

danke für Ihr Interesse. Meine Aussage war, daran zu erinnern, was im Kosovo geschah, nachdem die Moslems dort zur Mehrheit geworden waren. Die Christen (Serben) wurden aus ihrem eigenen Land vertrieben und ihre Kirchen wurden gesprengt. (Übrigens schickte Osama bin Laden seine Mujaheddin-Kämpfer zur Unterstützung der albanischen UCK im Kosovo gegen die Christen -- soviel noch zu Ihrer Bemerkung über die ach-so-moderaten albanischen Moslems.) Bilder dazu finden Sie auf http://www.kosovo.net​/destruction.html


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50%
(10 Stimmen)
Lucienne Suter sagte February 2012

Lieber Herr Reuss

"Die Christen (Serben) wurden aus ihrem eigenen Land vertrieben und ihre Kirchen wurden gesprengt."

Woher haben sie eine solche Auffassung historischer Ereignisse? Das ist eine völlige Verdrehung der Tatsachen. Ich möchte hier nicht zu sehr auf den Kosovokrieg eingehen, nur kurz: Die serbische Regierung hat eine gewaltvolle Aussiedlung und Vernichtung der Albaner im Kosovo durchgeführt. In diesem Krieg sind über 10`000 Menschen getötet worden. Neben nationalistischen Gefühlen, und territorialen Machtansprüchen stand bei diesem "Aussiedlungsplan" der serbischen Regierung die Verdrängung der Muslime aus dem Balkan im Vordergrund. Wenn sie sich näher für das Thema interessieren, werde ich Ihnen gerne meine Seminararbeit mit dem Titel "Muslime im postsozialistischen Balkan" zukommen lassen. Dies ist eine wissenschaftliche Arbeit, welche sich auf historisch anerkannte Quellen und Literatur stützt.

Im Übrigen finde ich ihre Ansicht der Krieges "Muslime gegen Christen" zu einfach angeschaut. Die Ereignisse sind viel komplexer.

Noch zum Thema Albaner und religiöse Toleranz:

Tirana: Der Imam und der katholische Priester sind beste Freunde, sie spielen jeden Tag Schach miteinander. Kirchen und Moscheen stehen ohne Probleme unmittelbar nebeneinander. Fazit: Zwischen den muslimischen und christlichen Albaner gibt es keinerlei Feindschaft oder Entfremdung.

Kosov​o: Nach der Unabhängigkeit Kosovos gibt es per Verfassung einen Minderheitenschutz für die serbische Bevölkerung. (Man führe sich vor Augen, dass wohl jede albanische Familie mindestens ein Angehöriger im Krieg verloren hat, geschweige denn von Haus und Eigentum)

Schweiz:​ In Wil ist der albanische Imam Bekim Alimi sehr eng mit dem katholischen und evangelischen Pfarrer befreundet. Es gibt nicht nur ein Austausch und eine gegenseitiges Interesse, es werden auch gemeinsame Begegnungsfeste veranstaltet, welche die friedliche Begegnung mit verschiedenen Kulturen und Religionen fördert.



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60%
(10 Stimmen)
Lucienne Suter sagte February 2012

Ja oder in der Schweiz, wo den Muslimen eigentlich Religionsfreiheit zugesichert wurde...


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29%
(7 Stimmen)
Christoph Reuss sagte February 2012

> Woher haben sie eine solche Auffassung historischer Ereignisse?
> Das ist eine völlige Verdrehung der Tatsachen.

Haben Sie die Fotos von den gesprengten Kirchen angeschaut -- halten Sie das für Fotomontagen? Und wieviele Serben leben denn nun noch im Kosovo, und wo? (Ein paar an der Grenze zu "Restserbien".)

​> stand bei diesem "Aussiedlungsplan" der
> serbischen Regierung die Verdrängung der
> Muslime aus dem Balkan im Vordergrund.

Sie müssen nicht jeden Unsinn von den Kosovoalbanern glauben. Ich kenne selber einen Moslem aus Belgrad, seine Familie bekam nie Probleme dort. Ausserdem gehört ja Albanien auch zum Balkan, nach Ihrer Darstellung hätte also Serbien Albanien angreifen müssen -- keine Bohne! Serbien wollte kein Gross-Albanien bis auf seinem Gebiet, so ist es. Kennen Sie die Flagge der UCK?

> Die serbische Regierung hat eine gewaltvolle Aussiedlung
> und Vernichtung der Albaner im Kosovo durchgeführt.

Es war ein Sezessionskrieg, der mit Angriffen von Albanern auf serbische Polizeistationen begann.

> Tirana: Der Imam und der katholische Priester sind beste Freunde

Tirana liegt in Albanien, nicht Kosovo.

> Kosovo: Nach der Unabhängigkeit Kosovos gibt es per Verfassung
> einen Minderheitenschutz für die serbische Bevölkerung.

Oh ja, und dieser "Schutz" ist so wirksam, dass die KFOR-Truppen inkl. Swisscoy bis auf weiteres dort bleiben müssen! Träumen Sie weiter...



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80%
(5 Stimmen)
Kushtrim Pali sagte February 2012

@Christoph Reuss
Also wirklich Herr Reuss ich frage mich woher sie so viele lustig falsche Infomationen über den Kosovo Krieg haben? Ich komme aus dem Kosovo und bin katolisch. Ich wurde immer von albanischen Muslime respektiert. Ich respektire auch deren Religion. Das war und wird nie Thema in Kosovo sein. Muslime und Chriesten haben dort die selben Rechte. Was man von der Schweiz nicht behaupten kann (Minarettverbot). Von den Serben haben wir uns aber gemeinsam gefürchtet. Muslime und Christen waren gleichermassen Opfer der serbischen Milizen in Kosovo. In meinem Heimatdorf wurde unsere Kirche von den Serben niedergebrannt.
Wir Albaner waren in der Geschichte immer Opfer grosser mächte. Die Griechen, Türken und Slaven habe ein Keil zwischen den ursprünglichen Siedlungsgebieten der Albaner geschlagen, daher ist es nicht verwunderlich das die UCK aus symbolischen gründen Gross-Albanien auf der Flagge darstellte. Ziel der UCK war nie Gross-Albanien auch wen mancher Albaner sich das gewünscht hat.
Obwohl die Albaner im Kosovo Keine Minderheit waren hatten sie kaum Rechte, zum Glück macht es jetzt der Kosovarische Statt besser. Minderheitenschutz für die serbische Bevölkerung ist sehr wichtig. Die KFOR-Truppen sind allerdings nicht für den Schutz der serbischen Bevölkerung zuständig. Das macht die Kosovarische Polizei die zum teil auch aus Serben besteht.

Wiso haben sie das Gefühl sie hätten eine Ahnug von den Geschehnissen in Kosovo?
Hören Sie bitte auf zu treumen.........


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78%
(9 Stimmen)
Lucienne Suter sagte February 2012

Lieber Herr Reuss

Wie Sie meinem Profil entnehmen können studiere ich neben Islamwissenschaften auch Geschichte an der Universität in Zürich. Ich befasse mich seit bald 3 Jahren mit der Osteuropäischen Geschichte und dem Balkan. Es geht hier nicht darum welchen "Unsinn ich von Kosovoalbaner glaube", sondern um Fakten die an der Universität gelehrt werden. Nehmen Sie ein Geschichtsbuch zur Hand, und sie können sich objektiv über die Geschehnisse informieren. Ich habe im Verlauf meines Studiums die von Albanern besiedelten Gebiete (Kosovo, Albanien, Mazedonien) oft bereist, auch deshalb weiss ich dass Tirana in Albanien liegt, trotzdem Danke für den Tipp ;-) Dass auch Kirchen im Krieg zerstört wurden bestreitet niemand. Haben Sie den Balkan je bereist? Sie werden sehen dass noch so einiges mehr als Kirchen zerstört wurden...

Wie gesagt, wenn sie das Thema interessiert, kann ich Ihnen eine Literaturliste geben, oder (wie schon erwähnt) dürfen Sie gerne meine Seminararbeit lesen.

Des Weiteren würde ich mich nun gerne wieder auf das Thema "islamisches Begegnungszentrum in Wil" konzentrieren, vielen Dank!


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70%
(10 Stimmen)
Lucienne Suter sagte February 2012

Lieber Herr Rebmann

Ich gewichte Demokratie und Rechtsstaat gleich hoch wie die Religionsfreiheit, weil sie sich gegenseitig in keinster Weise ausschliessen. Jedoch kann man beobachten, dass für die Muslime diese Gleichheit nicht mehr gewährt wird. Der riesige Widerstand gegen das geplante Begegnungszentrum führt doch dazu, dass man den Bau der Moscheen unterbinden möchte. Das Minarettverbot war da nur der Anfang. Keine andere Glaubensgemeinschaft hat es so schwierig Akzeptanz in der Schweiz zu finden.

Ausserdem ist es nicht wahr, dass es in den meisten islamischen Ländern verboten ist Kirchen zu bauen. Sie werden in den meisten islamischen Länder Kirchen finden. Länder wie Saudi Arabien oder Jemen (gibt natürlich noch weitere) welche keine religiöse Akzeptanz gegenüber Andersgläubigen zeigen, sollten wir uns jedoch sicherlich nicht als Vorbild nehmen, und unser Handeln mit dem Fehlverhalten solcher Staaten begründen.



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13%
(8 Stimmen)
Christoph Reuss sagte February 2012

Frau Suter, die "Neutralität" Ihrer Uni Zürich ist ja bekannt, seit man dort den Chef der Terrororganisation UCK Politikwissenschaft studieren liess, während seine Organisation in Waffen-, Drogen- und Organhandel (Organe von serbischen Gefangenen) verwickelt war -- übrigens ein Verstoss gegen die Schweizer Neutralität seitens der Uni. Sie berufen sich angeblich auf Wissenschaft, betreiben aber Geschichtsfälschung, indem Sie z.B. suggerieren, die Kirchen der Serben seien zufällig von NATO-Bombardements mitzerstört worden. Fakt ist hingegen, dass diese Kirchen gezielt von der UCK gesprengt wurden, sogar auch nach Kriegsende, wie z.B. in den antiserbischen Pogromen von 2004 (vgl. u.a. Wikipedia). Das bedeutet, dass man damit die Vertreibung der Serben "zementieren" wollte.

Dass die UCK immerhin ihre eigenen Albaner (somit auch die katholischen) verschonte -- ausgenommen notabene alle, die sie für "Kollaborateure" hielt --, ist da ein schwacher Trost.

Zitat K.Pali: "Die Griechen, Türken und Slaven habe ein Keil zwischen den ursprünglichen Siedlungsgebieten der Albaner geschlagen, daher ist es nicht verwunderlich das die UCK aus symbolischen gründen Gross-Albanien auf der Flagge darstellte."

Wäre​ es der UCK wirklich nur darum gegangen, dass die Kosovo-Albaner nicht mehr von Serbien "unterdrückt" werden, sondern ihre Ruhe im Kosovo haben, dann hätte sie sicher nicht die Flagge von Albanien -- also eines anderen Landes! -- als ihre gewählt. Glauben Sie wirklich, die USA würden es sich gefallen lassen, wenn Latinos eine Terrororganisation mit der mexikanischen Flagge gründen, die Amis aus Texas vertreiben und Texas als ihr Land deklarieren? Egal ob sie gleich noch den Anschluss an Mexiko vollziehen, würden sich die USA mit ihrer vollen militärischen Macht dagegen wehren. Man denke auch an den Falklandkrieg...

U​nd wenn ich schon diese Formulierung höre -- von "den ursprünglichen Siedlungsgebieten der Albaner"! Wissen Sie, wenn jede ethnische Gruppe in Europa ihre "ursprünglichen Siedlungsgebiete" zu einem eigenen Land arrondieren wollte, dann gäbe es heute in jedem bestehenden Staat Europas Krieg! Ein solches Ziel muss auf den Müllhaufen der Geschichte gehören.



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13%
(8 Stimmen)
Christoph Reuss sagte February 2012

Zitat LS: "Ausserdem ist es nicht wahr, dass es in den meisten islamischen Ländern verboten ist Kirchen zu bauen. Sie werden in den meisten islamischen Länder Kirchen finden."

Täuschen​ Sie bewusst, oder können Sie als Geschichtsstudentin wirklich nicht unterscheiden zwischen dem Belassen vor Jahrhunderten gebauter Kirchen und dem (Nicht-)Neubau von Kirchen an Orten, wo die heutigen Gläubigen sie wünschen? Natürlich gibt es in der Türkei noch alte Kirchen (allerdings wurden viele, darunter die grösste des oströmischen Reiches, in Moscheen umgebaut!) -- und in der Schweiz gibt es weiterhin Minarette --, aber es werden eben keine Neubauten bewilligt!

Zitat: "Länder wie Saudi Arabien oder Jemen (gibt natürlich noch weitere) welche keine religiöse Akzeptanz gegenüber Andersgläubigen zeigen, sollten wir uns jedoch sicherlich nicht als Vorbild nehmen, und unser Handeln mit dem Fehlverhalten solcher Staaten begründen."

Das tun wir ja nicht -- die Schweiz verbietet nicht den Bau weiterer Moscheen, sondern nur weiterer Minarette! Denn Minarette gehören nicht zur Religionsausübung, sondern signalisieren Herrschaft über das Gebiet.



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67%
(3 Stimmen)
Lucienne Suter sagte February 2012

Wie gesagt, wenn nur die Minarette das Problem wären, und nicht der Bau von Moscheen, dann würden wir diese Diskussion hier überhaupt nicht führen.


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60%
(5 Stimmen)
Lucienne Suter sagte February 2012

Herr Reuss
Wahrscheinlich​ haben Sie recht und die Universitäten, die Professoren, die Medien, die Nato, die Historiker und alle Geschichtsbücher irren sich einfach.


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40%
(5 Stimmen)
Christoph Reuss sagte February 2012

Zitat: "wenn nur die Minarette das Problem wären, und nicht der Bau von Moscheen, dann würden wir diese Diskussion hier überhaupt nicht führen."

In Ihrem Artikel kommt das Wort Moschee nicht vor. Es geht dort um ein Begegnungszentrum -- das Gebetszentrum ist ja bereits an der Titlisstrasse.

Abe​r schön, dass Sie nun zugeben, dass es um eine Moschee geht.

Zitat: "Wahrscheinlich haben Sie recht und die Universitäten, die Professoren, die Medien, die Nato, die Historiker und alle Geschichtsbücher irren sich einfach."

Nennen Sie mir bitte EINE (1) wissenschaftliche Quelle (Geschichtsbuch o.Ä.), die behauptet, alle zerstörten orthodoxen Kirchen im Kosovo seien versehentlich von NATO-Bombardements zerstört worden, statt von der UCK gesprengt. Insbesondere auch bei den Pogromen von 2004, bei denen zahlreiche Serben getötet wurden.
Das Gegenteil finden Sie wie gesagt u.a. auf Wikipedia.



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40%
(5 Stimmen)
Kushtrim Pali sagte February 2012

@Christoph Reuss

Zitat Reuss: Und wenn ich schon diese Formulierung höre -- von "den ursprünglichen Siedlungsgebieten der Albaner"! Wissen Sie, wenn jede ethnische Gruppe in Europa ihre "ursprünglichen Siedlungsgebiete" zu einem eigenen Land arrondieren wollte, dann gäbe es heute in jedem bestehenden Staat Europas Krieg! Ein solches Ziel muss auf den Müllhaufen der Geschichte gehören.

Okay zugegeben "ursprünglichen Siedlungsgebiete" passt nicht ganz, da die Kosovo-Albaner mit 90 Prozent schon seit über Fünf Jahrhunderten die Mehrheit in Kosovo ausmachen. Trotz der Überzahl hatten die Kosovo-Albaner kaum Rechte.
Die SVP bemüht sich mit ihrer harten Ausländerpolitik, ( für mich Spaltpolitik) mit der Hoffnung die Schweiz auch in Zukunft noch als "eidgenössisch" bezeichnen zu können. Soll das auch auf dem Müllhaufen der Geschichte?

Zitat Reuss: Dass die UCK immerhin ihre eigenen Albaner (somit auch die katholischen) verschonte -- ausgenommen notabene alle, die sie für "Kollaborateure" hielt --, ist da ein schwacher Trost.

Von wo beziehen sie ihre Informationen? Bitte die Quellen angeben.

Viele Katholiken wahren teil der UCK.
Es gab kaum opfer serbischer Zivilisten.
Wenn die Albaner die Provokateure wahren wieso wurden sie von der Nato und der USA verteidigt? Kosovo ist ein Rohstoff armes Land. Profitabel wahr es bestimmt nicht.
Wie Viele serbische Kriegsverbrecher wurden in den Haag verurteilt? War das alles nur ein Schwindel?? In welcher Welt leben sie Herr Reuss?

Ach und noch was Wikipedia eignet sich nicht unbedingt um gute Informationen zu bekommen.

Wikipedi​a ist ein Projekt zum Aufbau einer Enzyklopädie aus freien Inhalten in über 270 Sprachen, zu dem du mit deinem Wissen beitragen kannst. Seit Mai 2001 sind so 1.358.570 Artikel in deutscher Sprache entstanden. Quelle; Wikipedia




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35%
(20 Stimmen)
Christoph Reuss sagte February 2012

Zitat: "Deshalb findet am Mittwoch 1. Februar um 19.30 in der Aula der Kant. Psychiatrischen Klinik Wil eine Diskussionsveranstalt​ung zum geplanten Begegnungszentrum der Wiler Muslime statt."

Warum hat man diesen symbolträchtigen Veranstaltungsort -- Psychiatrische Klinik -- gewählt? Um zu illustrieren, dass es um eine "irre" Idee geht? Oder weil die Psychobranche stark von den Folgen der Immigration profitiert?



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