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Asyl-Irrsinn endlich stoppen

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Kosten von jährlich über einer Mil­li­arde Fran­ken; eine durch­schnitt­li­che Dauer der Asyl­ver­fah­ren von 1400 Ta­gen; vor­aus­sicht­lich 20‘000 Asyl­ge­su­che im Jahr 2011 (gegenüber rund 10‘000 im Jahr 2007); 8251 Ge­su­che von erit­rei­schen Dienst­ver­wei­ge­rer​n im Zeit­raum von 2008 bis Mitte 2011; ar­ro­gan­te, re­ni­ten­te, que­ru­lie­rende und kri­mi­nelle Asy­lan­ten vor allem aus Nord­afri­ka; „Rückkehrhilfe“ von bis zu 4000 Fran­ken; „Flüchtlinge“ auf Hei­mat­ur­laub; Schen­gen/­Du­blin funk­tio­niert nicht; die kan­to­na­len Jus­tiz- und Po­li­zei­di­rek­to­r​en und viele Ge­mein­den, wel­che die Suppe auslöffeln müssen, kri­ti­sie­ren den Bund scharf.

Solche Mel­dun­gen sind seit ei­ni­ger Zeit an der Ta­ges­ord­nung. Wo liegt das Pro­blem?

Asylchaos hausgemacht
1042 Asylanten aus Tunesien im ersten Halbjahr 2011, 65 aus Ägypten und 80 aus Libyen, haben unser Asylwesen offenbar noch ganz aus den Fugen gebracht. Zumindest macht der Aktivismus von „Ankündigungsminister​in“ Sommaruga diesen Anschein. Wie ihre gescheiterte Vorgängerin Eveline Widmer-Schlumpf, die das Migrationsamt dauernd „reorganisiert“ und praktisch lahmgelegt hat, kündigt auch sie gebetsmühlenartig neue Asylstrukturen an – statt endlich den Vollzug voranzutreiben.

Eine Vergleichsstudie des Internationalen Zentrums für Migrationsentwicklung​ in Wien stellt fest, dass die Schweiz europaweit zum „Magneten“ für Asylanten geworden sei. Begründung: „Die Politik hat es verpasst, rechtzeitig zu reagieren“.
Fazit: Das Asylchaos, das seit der Abwahl von Bundesrat Blocher herrscht, ist hausgemacht.

Gesetz vollziehen, Verfahren beschleunigen
Statt neue Asylstrukturen anzukündigen, muss Frau Sommaruga unverzüglich ihre Hausaufgaben machen: Die Asylverfahren sind massiv zu beschleunigen und die Rekursmittel einzuschränken. Die Grenz- und Zugskontrollen an der Südgrenze sind zu verstärken, illegale Einwanderer sind rasch nach Italien bzw. ins zuständige Dublin-Erstland abzuschieben. Die Asylentscheide müssen abschliessend in den grenznahen Empfangs- und Verfahrenszentren EVZ gefällt werden; es muss das Ziel sein, dass nur noch anerkannte Flüchtlinge auf Kantone und Gemeinden verteilt werden. Das Eritreer-Problem ist endlich mit einem dringlichen Bundesbeschluss zu lösen, indem Dienstverweigerung nicht mehr als Asylgrund anerkannt wird. Querulierende oder gar kriminelle Asylanten müssen bestraft und vom Asylverfahren ausgeschlossen werden.

Damit unser Land seine Asyltradition für echte Flüchtlinge hochhalten kann, muss die „Spreu vom Weizen“ getrennt werden. Statt Millionen und Abermillionen von Steuerfranken für endlose Verfahren und eine gigantische Asylindustrie zu verschleudern, wäre es sinnvoller, vermehrte Hilfe zur Linderung des Flüchtlingselends vor Ort – derzeit am Horn von Afrika – zu leisten.


Kommentare von Lesern zum Artikel

Information zur Abschaltung der Kommentarfunktion

Der Verein Vimentis hat sich entschieden, die Kommentarspalte zu den Blogs zu schliessen. In der folgenden Erläuterung erfahren Sie den Grund für diesen Entscheid.

Der Blog, und dazu gehört auch die Kommentarspalte, sind ein wichtiger Teil der Diskussionsplattform von Vimentis. Gleichzeitig sind Werte wie Respekt, Anstand und Akzeptanz für den Verein von grösster Wichtigkeit. Vimentis versucht diese Werte selbst einzuhalten, sowie auch auf der Website zu garantieren.

In der Vergangenheit wurden diese Werte in der Kommentarspalte jedoch regelmässig missachtet, es kam immer wieder zu nicht tolerierbaren Aussagen in den Kommentaren. Das Löschen dieser Kommentare ist heikel und zudem mit grossem Aufwand verbunden, welcher der Verein nicht stemmen kann. Zusätzlich können die Kommentare praktisch anonym verfasst werden, weswegen eine Blockierung der jeweiligen Personen unmöglich wird.

Folglich hat der Verein Vimentis entschlossen, die Kommentarfunktion abzuschalten und nur den Blog stehen zu lassen. Der Blog erlaubt es Personen weiterhin, sich Gehör zu verschaffen, ohne sich hinter einem Pseudonym zu verstecken. Die Änderung sollte die Blog-Plattform qualitative verbessern und all jenen Personen ins Zentrum rücken, welche Interessen an einer sachlichen Diskussion haben, sowie die oben erwähnten Werte respektieren.




57%
(7 Stimmen)
- - sagte April 2014

"Asyl-Irrsinn endlich stoppen"

Leute wie Sie, Herr Fehr, sind das Problem, nicht die Asylbewerber/innen. Man erkennt sie bereits an der inakzeptablen Wortwahl.


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75%
(12 Stimmen)
Sägesser Barbara sagte April 2012

Könnnte es sein, dass solche Machenschaften auch Asylsuchende generieren?

Der WWF gilt als größte Umweltschutzorganisat​ion der Welt. Fast grenzenlos ist das Vertrauen in seine grünen Projekte. Mit aufrüttelnden Kampagnen zielt der WWF direkt auf's gute Gewissen der Spender -- alle sollen sich beteiligen wenn aussterbende Arten geschützt und das Klima oder der Regenwald gerettet werden.

Der WWF gilt als einflussreichste Lobbyorganisation für die Umwelt -- weltweit. Dank bester Kontakte zur Politik und zur Industrie. Eine ständige Gratwanderung zwischen Engagement und Käuflichkeit. Ein ganzes Jahr arbeitete der Dokumentarfilmer Wilfried Huismann an einem Film, der das grüne Bild des WWF entzaubert. Hinter der Öko-Fassade entdeckte der Autor während seiner Dreharbeiten weltweit Geschichten voller Sprengkraft.
Nach seiner Erstausstrahlung im Sommer 2011 sorgte dieser Film für heftige Reaktionen bei Spendern und Förderern des WWF. Austritte und Spendeneinbußen waren die Folge. Juristen versuchen seitdem eine Wiederholung zu verhindern.
Jorge Rulli sagt, „der WWF betreibt das Geschäft der Gentechnik-Industrie​".
Häuptling Kasimiro Sangara wehrt sich: „Niemand darf unseren Wald zerstören. Er ist der Sitz der Götter."Da war der Wald schon vermessen.
Eine WELTWEIT-Reportage von Wilfried Huismann/Redaktion: Tibet Sinha

http://www.y​outube.com/watch?v=V9​5LyZAd65k

http://w​ww.youtube.com/watch?​v=LMTrqyObV9U



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64%
(14 Stimmen)
Sägesser Barbara sagte April 2012

Jeder, der für oder gegen Asylbewerber ist, soll doch bitte mithelfen, damit jene, welche schon mal hier sind (egal wieso, denn teilweise generieren wir Flüchtlinge) ein Dach über dem Kopf haben http://www.blick.ch/n​ews/schweiz/laupersdo​rfer-ortsbuerger-verw​eigern-wegrecht-zu-as​ylzentrum-id1834064.h​tml und mithelfen eine Lösung, welche für alle tragbar ist zu finden. Leider sehe ich dies in den Kommentaren weniger.... Die Schuld wird einander zugeschoben, die anderen sollen schauen. So wird doch nichts gelöst!



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76%
(17 Stimmen)
Sägesser Barbara sagte March 2012

Auch ich bin unglücklich über den Asylmissbrauch. Doch sehe ich die Flüchtlinge als Menschen, welche unter anderem auch auf äussere Verhältnisse reagieren. Auch ich sehe die Platzbegrenzung der Schweiz. Doch wieviele Flüchtlinge gelangen denn wirklich hierher? Was können wir tun, damit diese sich nicht erst auf den Weg machen (müssen)? Überfischung von Meeren = Zerstörung Existenz von Fischer. Und "Nein", Piraterei als mögliche Antwort darauf heisse ich auch nicht gut - ebensowenig den "Krieg" gegen diese Piraten. Flugzeugverkauf, welche später umgerüstet und für Kriege gebraucht werden. Sicherstellung, dass Waffen- und Flugzeugverkauf nicht im Krisen- oder gar Kriegsgebiet landen? Rohstoffe wie z.B. Coltan, welches im Handy gebraucht wird und damit den Krieg im Kongo finanzieren? Die unbenutzten Handys in Schubladen zum Recycling bringen? Unerkanntes Schwarzgeld auf Banken? Dies sind so einige Beispiele, an welchem wir nicht ganz unbeteiligt sind. Und nein, ich werde nicht müde auch solche Aspekte aufzuzeigen in der Hoffnung, dass man sich solcher Dinge bewusster wird. Auch weiss ich, dass man diesbezüglich auch andere Ansichten haben kann und meine Ansicht ev. nicht so gouttiert wird und man mit dieser ev. nicht so viel Geld machen kann. Deshalb kann man die Aufnahme der Asylbewerber/Flüchtli​nge auch als zu bezahlenden Preis für unseren Wohlstand sehen. Dies so als Input und Gedankenanstoss um die Situation auch mal aus dieser Sicht zu betrachten.


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48%
(25 Stimmen)
Paul Emmenegger sagte September 2011

Aus dem Tagesanzeiger von heute, Leserreaktionen:

S​VP will notfalls Soldaten an die Grenze stellen

.... darum brauchts die Kampfflieger, um die Flüchtlingstrecks aus Italien zu bekämpfen...

Die SVP hat nun pathologische Züge angenommen. Ich zweifle an der Zurechnungsfähigkeit.​ Man sollte sie langsam mit einem Jahresvorrat an Valium ins Reduit einweisen.

... die SVP kann immer nur kritisieren. Ich würde es gerne sehen, dass die Partei, nach den Parlaments und Bundesratswahlen darauf besteht, das ein SVP-Bundesrat das Justizdepartement übernehmen zu dürfen. Dann können wir dann sehen, ob sie wirklich besser ist.

http://www.tagesa​nzeiger.ch/schweiz/st​andard/SVP-will-notfa​lls-Soldaten-an-die-G​renze-stellen/story/2​2206253


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46%
(26 Stimmen)
Walter Hunziker sagte September 2011

Herr Fehr, den Asylirrsinn (natürlich ohne Fakten und Lösungen) ist wesentlich einfacher als den SVP-Irrsinn zu stoppen.


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49%
(37 Stimmen)
Daniel Moser sagte September 2011

Herr Fehr singt das Loblied auf Altbundesrat Blocher, da es im letzten Jahr seiner Amtszeit 2007 bloss 10 000 Asylgesuche gegeben habe. Unterdessen weiss man, dass 10 000 weitere Gesuche von Menschen aus dem Irak im Papierkorb gelandet sind. Es ist schon so: Wenn man sich über die Gesetze und rechtsstaatliche Grundsätze hinwegsetzt, dann lässt sich ein Asylantrag in einer Minute erledigen.


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63%
(32 Stimmen)
Kurt Anton Brugger sagte August 2011

Hallo Herr Richter,haben Sie den Artikel in der WW schon gelesen? Aufschlussreich!Auswe​ise für abgewiesene aber "nicht" ausschaffungsfähige Asylanten, damit sie in ihr Heimatland in die Ferien reisen können.Gut recherchiert.Veröffen​tlicht durch einen Journalisten.Warum wird das Stimmvolk nicht von der Regierung informiert, angesichts der anstehenden Umsetzung der Volksinitiative für die Ausschaffung?Die Classe politique hält die höchste Macht im Land (der Souverän) für "quantité néglichable".Sie brauchen uns nur noch um die Steuern einzuheimsen und die Zeche zu bezahlen.Die jungen Männer
und Frauen,die in der "Hängematte" unseres Sozial-Staates liegen,müssten eigentlich in ihrer Heimat mithelfen funktionierende Strukturen aufzubauen. Wenn sie dann endlich ihre Eigenverantwortung wahr nähmen, ihre Leistungsbereitschaft​ aktivierten und ihre "Siesta" auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung beendeten.Das hat weder mit Menschenrecht,noch mit humanitärer Tradition zu tun,es ist die oberste Pflicht jedes Individuums.Nachdem ich mir die WW-Infos zu Gemüte geführt habe,muss ich mir förmlich"meine Wut aus dem Bauch"schreiben.Poli​tiker und NGO's die solche Misstände aufrechterhalten,muss​ der Bürger an der Urne und mit seinen Spenden abstrafen.


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52%
(44 Stimmen)
Daniel Moser sagte August 2011

Herr Fehr verkennt einige offensichtlichen Tatsachen, wenn er schreibt, dass das "Asylchaos" hausgemacht ist. Ein Blick in die Statistik der Asylgesuche zeigt, wie sehr die Zahl der Asylgesuche von den Situationen im Ausland abhängig ist. In den letzten Jahrzehnten erlebten wir zwei deutliche Spitzen mit bis zu 40 000 Gesuchen pro Jahr, so 1990/91 mit den ersten Jugoslawienkriegen und 1998/99 mit den Konflikten in Kosovo, Albanien und Sri Lanka. Uebrigens gingen 40 000 Kosovaren 1999 in ihr Land zurück, viele Flüchtlinge wollen offenbar gar nicht in der Schweiz bleiben. Und auch heute stammt die Mehrzahl der Asylsuchenden aus Konfliktgebieten wie Eritrea, Somalia,Tunesien, Libyen, Irak und die Türkei.
Während der Amtszeit von Herrn Blocher (2003-2005) sank die Zahl der Gesuche tatsächlich, doch hat dieser Trend bereits vor Herr Blocher eingesetzt und sich nach seiner Amtszeit bis 2007 fortgesetzt. Ein Zusammenhang mit seiner Tätigkeit als Bundesrat besteht nicht.
Das Recht, auf eine Verfügung einen Rekurs einzureichen, gehört zu den Grundlagen unseres Rechtsstaates. Und es kann hier nicht für Ausländer und Schweizer verschiedene Grundlagen geben.
Es ist mir unverständlich, dass sich die SVP immer wieder vehement gegen die Dienstverweigerer und Deserteure aus Eritrea wendet. Es ist bekannt, dass in Eritrea immer wieder schwere Menschenrechtsverletz​ungen geschehen. In einem Punkt kann ich Herrn Fehr zustimmen: Die Hilfe an Ostafrika ist dringend! Ich bin gespannt auf seine diesbezüglichen Vorstösse im Nationalrat.


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77%
(35 Stimmen)
Kurt Anton Brugger sagte August 2011

grüezi Herr Estermann, die Probleme des afrikanischen Kontinents sind gross und ernsthaft für uns und für die Menschen dort. Aus Respekt und Achtung vor den menschlichen Schicksalen,ist Ihre Argumentation wenig lösungsorientiert. Ihr anti-SVP Sydrom sollten Sie in einer sachbezogenen Diskussion draussen lassen.

Das heutige Elend in vielen afrikanischen Staaten (und damit auch die Asylproblematik mit diesen Menschen)ist das Resultat jahrzehntelanger Misswirtschaft. Im Kielwasser gigantischer Entwicklungshilfe (60 Jahre, seit der Entkolonialisierung) haben psychopathische Despoten, kriminelle Banden, machtbesessene Einzeltäter, korrupte Beamte, sich selber und ihren Clan bereichert, die Menschen als Manipuliermasse benutzt, und ethnische Säuberungen durchgeführt. Eine Denkpause ist unumgänglich. Menschenrecht ist: im eigenen Land genügend verdienen und ein Leben in Eigenverantwortung führen. Es ist kein Menschenrecht: in der sozialen Hängematte entwickelter Staaten zu liegen oder mit Drogen zu handeln und andere Schandtaten zu begehen.

Dafür braucht es einen Neuanfang bei der Hilfe. Der "afrikanische Frühling"
kann ein geeigneter Anstoss sein. Demokratische Strukturen schaffen, Hilfe zur Selbsthilfe leisten, selbstvertantwortlich​es Handeln fördern, Leistungsbereitschaft​ fordern, wirtschaftliche Strukturen aufbauen, immer
nach dem Prinzip fördern und fordern. Finanzielle Mittel einsetzen Projekt bezogen, kontrolliert und mit Erfolgskontrolle. Sicher kein Geld in die Hände von Menschen mit krimineller Energie. Die UNO müsste prüfen ob sie die Koordination und die Kontrolle der Hilfsländer übernehmen kann,zusmmen mit der Gemeinschaft afrikanischer Staaten.

Afrika ein Kontinent, reich an Bodenschätzen, mit touristischem Potential, einer unvergleichlichen Schönheit seiner Landschaft, einer einmaligen Tierwelt. Muss endlich seinen Neuanfang planen und seine Geschichte aufarbeiten. Die Kriminellen und Despoten der Gerechtigkeit zuführen (nach Denhaag) und seine Bürger ins eigene Land zurück holen. Die Menschen vorbereiten auf ein eigenverantwortliches​ Leben, Frauenrechte einführen, und vieles mehr.



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67%
(6 Stimmen)
Daniel Moser sagte August 2011

Wenn man von "Afrika" spricht, so besteht immer die Gefahr, dass man zu sehr verallgemeinert und die grossen Unterschiede zwischen den einzelnen afrikanischen Regionen und Staaten nicht erkennt. So stammen ja die afrikanischen Flüchtlinge in der Schweiz aus ganz bestimmten Ländern, die schwere Krisen durchmachen. Sicher besteht in vielen afrikanischen Staaten das Problem der Korruption, aber längst nicht überall und im gleichen Ausmass (es besteht übrigens auch in Europa, sind Abzockerei und übertriebene Boni nicht auch Formen der Korruption?). Nicht alle Probleme afrikanischer Staaten sind hausgemacht, sondern haben auch mit der Kolonialherrschaft vor 1960 zu tun, beispielsweise mit Abhängigkeiten in den Wirtschaftsbeziehunge​n. Die Kolonialherren haben in der Regel sehr wenig geleistet, um den Aufbau eines unabhängigen, demokratischen Staates vorzubereiten. Im Zeitalter des kalten Krieges ist die Entwicklungszusammena​rbeit viel zu stark durch den West-Ost-Gegensatz bestimmt worden und der Westen hat kriminelle Politiker (wie Mobutu oder Eyadema) unterstützt, weil sie gegen die Kommunisten waren.
Mit Herrn Brugger hoffe auch ich, dass der "afrikanische Frühling" neue Impulse vermittelt. Seine Forderungen an die Entwicklungszusammena​rbeit sind - soweit dies der Bund und die schweizerischen Nichtregierungsorgani​sationen betrifft - weitgehend erfüllt. Zu bedenken bleibt, dass "demokratische Strukturen" ihre gesellschaftlichen Voraussetzungen haben und nicht ohne weiteres aus dem Boden gestampft werden können. In jedem Falle ist Bildung eine wichtige Voraussetzung dazu, insbesondere die Bildung der Mädchen und Frauen.


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83%
(6 Stimmen)
Sägesser Barbara sagte August 2011

Eine Frage an Sie, Herr Brugger. Wenn ich Beispiele lese wo Europa z.B. mit billigen Rohstoffen (Herkunft Kongo und z.B. Coltan für's Handy) Kriege finanziert(e) - andere Beispiele gibt es sicher auch!), gilt es für Sie auch als Misswirtschaft? Für mich eher als Ausbeutung und hat auch nichts mit Entwicklungshilfe zu tun. http://www.sueddeutsc​he.de/wissen/kampf-um​s-coltan-das-blut-am-​handy-1.170029

Ja,​ die Probleme sind vielfälltig und sollten entsprechend angegangen werden. Mal sehen, was wir (ev. sogar jeder einzelne) dafür tun kann. Erfordert dies ein Umdenken? Dies noch die letzte Frage dazu.


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100%
(2 Stimmen)
Kurt Anton Brugger sagte August 2011

Grüezi Herr Moser, Sie sehen richtig der schwarze Kontinent ist gross und die Unterschiede der Kulturen und der wirtschaftlichen Potenz sind enorm. Es ist aber doch zu einfach, die Kolonialzeit (und die Kolonialherren) für die Missstände der vergangenen 60 Jahre und für die heutige Misere verantwortlich zu machen. Die "Weltmächte" USA und UdSSR haben sicher in ihrer "Entwicklungspolitik​" (sofern sie eine solche hatten) eigene Interessen wahr genommen. Aber ganz sicher nicht kriminelle Despoten im Machterhalt unterstützt. Ihr Schönreden der Missstände bringt nichts.Ihre Schuldzuweisungen sind nicht zielführend.Wer den Menschen dort nachhaltig
helfen will, muss den Mut haben die wahren Fakten zu erkennen. Das Fiasko in der Entwicklung dieses Kontinents schonungslos aufdecken, Schuldige der gerechten Strafe zuführen. Mit einer neuen Generation (auch diejenigen die in Europa in der sozialen "Hängematte" liegen)die Planung funktionierender Volkswirtschaften anpacken, know-How transferieren (nicht nur Geld), Support leisten (nicht belehren) und die "Kleinarbeit" durch die Bürger vor Ort ausführen und diese in die Verantwortung einbinden. Dies ist eine Generationen-Aufgabe und wird nur gelingen wenn parallel dazu ein funktionierendes Bildungssystem (ZB wie jedes der Missionen) aufgebaut wird und die unsäglichen Religionskriege nötigenfalls durch Präsenz von UNOTruppen gestoppt werden.


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100%
(2 Stimmen)
Kurt Anton Brugger sagte August 2011

Grüezi Frau Saegesser,der Abbau von wertvollen Rohstoffen (von Gold,Diamanten,Rohöl,​seltene Erden) wird, wie Sie richtig erkannt haben, mehrheitlich über international tätige Firmen vorgenommen. Basierend auf Verträgen mit den zuständigen Regierungen und gegen angemessenes Entgelt. Mit den Erlösen haben sich die kriminellen Despoten (die fast immer mit Gewalt an die Macht kamen)und ihrer Entourage den ausgefallensten Luxus geleistet (von goldenen Wasserhahnen bis zur Luxuskarrosse).Das Volk darben lassen, die Bildung verhindert (Bildung wurde einst durch die Missionen vermittelt, um "Gottes"-Lohn)und sich selber samt Anhang scham- und grenzenlos bereichert.Wenn Sie dies in einem Anflug von naivem Glauben "Ausbeutung" nennen wollen, so dürfen Sie das. Mein Urteil ist anders. Aber auch ich war enthusiastischer als ich im kindlichen Alter einen Teil meines Sackgeldes in die
Topfkollekte "Brot für Brüder" "investierte".


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100%
(2 Stimmen)
Daniel Moser sagte August 2011

Werter Herr Brugger,

Ich bitte Sie, meinen Text genau zu lesen. Ich habe nicht geschrieben, dass der Kolonialismus allein schuld an den aktuellen Situationen in Afrika sei. Der Kolonialismus und seine Wirkungen sind aber Faktoren, die man bei einer heutigen Lagebeurteilung nicht einfach ausklammern kann, wie Sie es tun, wenn Sie bloss die Situation seit den Unabhängigkeiten ansehen wollen. Und: Es schleckt keine Geiss weg, dass der Westen kriminelle Despoten - wie Mobutu und Eyadema - unterstützt hat. Natürlich war der Ostblock nicht besser. Die demokratische Entwicklung Afrikas hat dies jedenfalls nicht gefördert.

Es geht mir überhaupt nicht darum, Afrikanerinnen und Afrikaner von der Mitverantwortung an den heutigen Situationen reinzuwaschen. Aber die Ursachen sind komplexer und nicht auf einige wenige Uebeltäter zu beschränken. So ist es wichtig, auch die Folgen der weltwirtschaftlichen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte zu beachten - und daraus die Konsequenzen für eine künftige Makro- Entwicklungspolitik zu ziehen. Ihren Ideen zu Entwicklungsfragen auf der Programm- und Projektebene kann ich durchaus zustimmen, besonders wenn Sie die Bedeutung des Bildungswesens unterstreichen.




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Kurt Anton Brugger sagte August 2011

Hallo Herr Moser, Wahrscheinlich tut diese "Chropfleerete" uns beiden gut. Ich bin ganz Ihrer Ansicht, dass die Gründe des afrikanischen Fiaskos nicht im Einen oder Anderen zu suchen ist. Der Ursachen gibt es viele und sie sind bei allen Aktivisten in diesem Drama zu suchen. Die Welt der Industrienationen (dabei in hohem Masse auch die Schweiz) haben das Möglichste getan und tun es immer noch um den Menschen zu helfen, Existenzgrundlagen aufzubauen, wirtschaftliche Strukturen zu entwickeln in funktonierenden Staaten.Jetzt ist es Zeit den Fokus anders einzustellen.Eine Bilanz ziehen, den Menschen klar machen, weder ihre Selbstverantwortung,n​och ihre Leistungsbereitschaft​ und ihr Wille zum friedlichen Zusammenleben genügen um die Ziele der Hilfe zu erreichen.Damit schliesst sich auch der Kreis in unserem Gedankenaustausch,das​ Asylwesen welche nicht nur unsere Regierung überfordert, sondern auch die Politiker und die Bürger.Aus dieser Optik ist es auch nnicht entscheidend ob die jungen Männer welche am Tor zu Europa stehen (morgen vielleicht bei Ihnen oder mir auf der Türvorlage) aus wirtschaftlichen oder politischen Gründen das Weite suchen.


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75%
(4 Stimmen)
Sägesser Barbara sagte August 2011

@Herr Brugger: Besten Dank Herr Brugger für Ihre Antwort. Hm, zweifellos kann man dieses Thema aus verschiedenen Perspektiven anschauen. Doch wenn Sie dies nicht Ausbeutung nennen, welchen Namen geben Sie denn? Die Rebellen (siehe meinen Beitrag) würde ich jedenfalls nicht zur Regierung zählen, oder würden Sie. Entsprechend würde ich als Regierung sicher zusehen, dass diese möglichst nicht unterstützt werden (Verträge etc.). Inwiefern Regierungen Verträgen zugestimmt haben und sich diesbezüglich sich nicht daran gehalten wird (Deklaration ist ja nicht immer einwandfrei/korrekt und Beispiele können sicher gefunden werden) entzieht sich noch meiner Kenntnis. Sicher haben die Machthaber in jedem Land auch eine entsprechende Verantwortung gegenüber den Bürgern. Doch wenn man schon weiss, wie der Machthaber in einem entsprechenden Land ist, so sollte doch entsprechend der Firma auch die soziale Verantwortung gegenüber den Bürger inkl. dem Einbezug von Moral etc. einbezogen werden (oder man lässt es sein und versucht was anderes zu finden für sein Produkt). Soviel zu Rohstoff und Ausbeutung inkl. der Möglichkeit des Kreierens von Flüchtlingen welche eben dann den Weg zu uns suchen (könnten).


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67%
(3 Stimmen)
Kurt Anton Brugger sagte August 2011

hallo Frau Sägesser,in einigen Punkten mögen Sie recht haben. Das Meiste ist aber"Wunschkonzert"​.In einer Demokratie kann sich bewahrheiten:"Jedes Volk hat die Regierung die es verdient".Das trifft nicht zu,wo Anarchie herrscht,Despoten wüten und die Menschen zum Spielball der Gesetzlosikeit werden.In vielen Staaten des schwarzen Kontinents haben die Menschen nicht geschafft,trotz massiver Hilfe von aussen, Strukturen aufzubauen in denen sie in Frieden und Wohlstand leben können.Ohne solche Strukturen ist alles nichts.Die Rebellen in diesen Territorien sind Söldner eines Despoten der an die Macht will oder schon ist.Um endlich Frieden zu finden, müssen die Menschen dort zum Rechten sehen, oder aber es müsste von aussen Hilfe kommen. Angesichts der Gewalttätigkeit ist dies aber nur mit Gegengewalt möglich.


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Seite 1 von 1


53%
(32 Stimmen)
Roger Hofer sagte August 2011

Guten Tag Herr Brugger
Ihre Worte tönen für's erste sehr nach... Ich will mal sagen "Technicolor Rainbow".

Woran liegt es, das auf dem afrikanischen Kontinent so dermassen die Post abgeht?
Wohl kaum an den Einheimischen als solches.
Wir (Europa, Amerika, China usw.) zocken den Kontinent ab.
Wir beziehen Rohstoffe am laufenden Meter und was geben wir dafür?
Eine "Hand voll Dollars" welche nur den Stärksten zum überleben reichen.
Was geschieht fernerhin?
Jeder Mensch hat das Bedürfniss zu überleben.
Daher nimmt jeder sein Wenig Geld oder von miraus sein Huhn das er vor der Hütte rumgackern hat, und tauscht es gegen eine Kalashnikov oder sogar (wenns reicht) eine RPG-7 Panzerfaust.
Nehmen wir also den Fall, das tausende um ihr Überleben kämpfen und alle sind sie mit Kalashnikovs bewaffnet... Was passiert?
Klar doch... Bürgerkrieg im vollen Ausmass.
Und was macht der Mann/ die Frau die sich eine Kalashnikov nicht leisten kann oder aus was für Gründen auch immer, nicht kämpfen will?
Sie versuchen nach Europa zu gelangen.
Sie riskieren auf hoher See ihr Leben, nur um ihren grossen Traum der Freiheit und Gewaltlosigkeit zu erreichen.
Ist es nun unser Recht, einem Menschen, der in Frieden leben will, dieses Grundrecht zu verweigern?
Ist es unser Recht, einen Menschen der sein Leben riskiert hat und es bis zu uns geschafft hat, in den nächsten Flieger zu packen und wieder in das Elend von dem er geflüchtet ist (und wahrscheinlich in den sicheren Tod) zurück schicken?
Wo bleibt da die viel gerühmte und beweihräucherte Humanität des Schweizers?
Wir haben so viel finanzielle Mittel... Der Franken ist eine der stärksten Währungen der Welt.
Ist es da nicht unsere Pflicht, den Menschen die weniger haben zu helfen wo wir nur können?

Wir sollten mal dazutun und den Strom der Einwanderer eindämmen.
Leute die nur hierherkommen um die Schweiz gnadenlos zu schröpfen und dann wenn sie genug zusammen haben wieder verreisen.
wenn wir dieses Problem beseitigt haben, dann ist das "Problem" der echten Asylanten auch nicht mehr vorhanden.

Aber das ist meines Erachtens mal ganz klar so eine klassische SVP Taktik.
immer zuerst auf die los, die kein Geld haben, denn die haben sowieso keine Rechte und schon garnichts zu melden.
Leute die Wissen, Fähigkeiten, Zeugnisse und tonnenweise Papierkram bringen, denen (sorry die drastischen Worte) kriecht die SVP in den Hintern.
Dies ist nicht nur gegen den Ruf unserer Nation sondern auch ganz klar Asozial.

Dies ist meine Meinung zu der ganzen Geschichte, ohne blumige Worte und gerade heraus.


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54%
(24 Stimmen)
Kurt Anton Brugger sagte August 2011

Hallo Herr Estermann und Gesinnungsgenossen, eigentlich ist es ganz gut, wenn wir in solchen Foren zu aktuellen Problemen Stellung nehmen können. Gerne lasse ich mich von Ihnen belehren, wenn Sie dann auch recht haben sollten.

Die Ausschaffung Krimineller ist nur ein Teil des Asyl- und Einwanderungs-chaos (auch verursacht durch die PFZ und Schengen/Dublin). Mein letzter Beitrag (21.08.11) ist leider aus dem Forum entfernt worden. Ich gebe nach wie vor NR Hans Fehr in allen Punkten recht.Seine Stellungnahme bezieht sich auf "Facts and Figures".Für eine Aussage er würde damit Wahlkampf betreiben, braucht es ein gerüttetes Mass an politischer Naivität (oder ist es gar Böswilligkeit?)

Was sich heute abspielt vor den Toren nach Europa und auf dem afrikanischen Kontinent ist eines der grössten Probleme welches die Regierungen und im speziellen die Schweiz (neben den innen-wirtschaftliche​n die eigene Bevölkerung betreffenden Problemen)seit Jahrzehnten zu bewältigen versucht.

Nach 60 Jahren gescheiterter Entwicklungshilfe müssen wir den Mut haben, auf kritische Fragen Antworten zu finden. Eine Denkpause einschalten und allenfalls auf einem weissen Blatt Papier die Hilfe an den schwarzen Kontinent neu entwerfen.

Ein aufschlussreicher TV-Beitrag (www.myschool.sf.tv.c​h) von heute, kann Ihnen dazu ein Stück weiterhelfen.

Ich gestatte mir einige Fragen ins Forum zu geben, über praktikable, ungeschönte Antworten freue ich mich:

Wo sehen Sie die Ursachen des volkswirtschaftlichen​ und gesellschaftlichen Zustands vieler afrikanischen Staaten ? Im Fokus von 60 Jahren Entwicklungshilfe: tausende Milliarden von USD, tausende Helfern die ein Arbeitsleben eingesetzt haben (zum Teil vor Ort, den Einsatz mit dem Leben bezahlt), unzähliger Geldsammlungen wie "Brot für Brüder" ua.

Wie steht es um die Solidarität afrikanischer Staaten auf ihrem Kontinent? Im Fokus durchaus gut entwickelter Volkswirtschaften, reich durch Bodenschätze (Gold, Diamanten, Erdöl ua).

Wie wird und wurde die Eigenverantwortung der Menschen für den Aufbau funktionierender Staaten wahr genommen?. Wie schätzen Sie deren Leistungsbereitschaft​ und Arbeitsmoral ein? Deren ethisch-moralische Lebenshaltung?

Ist es sinnvoll junge Menschen (die Mehrzahl nicht an Leib und Leben gefährdet) in der Hängematte (Fürsorge, Sozialhilfe) "versauern" zu lassen?
Damit dem Aufbau funktionierender Volkswirtschaften Arbeits- und Brian-Potential zu entziehen?

Wer sich nach den unsäglichen Misserfolgen diese (und mehr) Fragen nicht stellt, handelt verantwortungslos, kurzsichtig und wenig zielführend. Weder für Afrika noch für das eigene Land. Auch konsequente (solche die fördert und fordert)Hilfe ist humanitär.







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48%
(44 Stimmen)
Stefan Pfister sagte August 2011

Herr Fehr,

Asylanten machen knapp 2% der Einwanderung aus.

98% werden von der Wirtschaft geholt.

Wenn Ihnen das zuviel ist, müssen Sie die Wirtschaft kritisieren. Doch dies tut die SVP nicht.

In der Initiative "Stopp der Masseneinwanderung" steht sogar ausdrücklich, dass sich die Zuwanderung an der Wirtschaft orientieren soll.

Wenn es nach der SVP geht, werden diese 98% Wirtschaftseinwanderu​ng also bleiben. Es wird mit den Kontingenten nur bürokratischer und teurer. Und jedes Jahr ein Showkampf um die Höhe der Kontingente (SVP-Wahlkampf auf Kosten des Steuerzahlers).

An​statt sich um die 98% zu kümmern, hacken Sie auf den 2% Asylanten herum.


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78%
(23 Stimmen)
Franziska Keller sagte August 2011

Guten Morgen Herr Hofer,

Ich kann fast alles unterschreiben, aber auf keinen Fall Ihren zweiten Satz!
Der "Riesenhaufen ungebildeter Bauern" der existiert nicht wirklich, Herr Hofer!

Ehrlich gesagt bin ich stocksauer auf Sie, weil Sie kaltschnäuzig einen wichtigen Berufsstand in die Pfanne hauen.

Unsere Bauern produzieren Nahrungsmittel - es geht um Ihr "Futter" mein Lieber - und zwar um qualitativ sehr Gutes, dass nicht von Menschen in der Landwirtschaft produziert werden kann die ungebildet sind.

Haben Sie einen Hochschein davon, was ein Bauer alles wissen und umsetzen muss, damit Tiere und Land das hergeben was die Abnehmer in der Schweiz bis hin zum Konsumenten einfordern?

Viele dieser Konsumenten wissen nicht, dass es neben dem dipl. Landwirt auch noch den Ing. Agronom gibt:

"Schweizeri​sche Hochschule für Landwirtschaft (SHL):

Nach der Grundausbildung und dem erfolgreichen Besuch der Berufsmaturitätsschul​e besteht die Möglichkeit eines Studiums an der SHL in Zollikofen BE. Ebenfalls an die SHL zugelassen wird, wer eine Gymnasium oder eine vergleichbare Schule abgeschlossen und ein einjähriges Praktikum auf einem Landwirtschaftsbetrie​b absolviert hat. Angeboten werden die Studienrichtungen Pflanzenproduktion, Tierproduktion, Agrarwirtschaft, Internationale Landwirtschaft, Milchwirtschaft und Forstwirtschaft. Je nach Fachrichtung dauert das Studium drei bis dreieinhalb Jahre. Die Absolventen und Absolventinnen tragen den Titel Ingenieur Agronom FH. In wenigen Jahren wird der Titel in Bachelor of Science (BSc) in Agronomie, Forstwirtschaft oder Lebensmitteltechnolog​ie umbenannt. Zusätzlich zur Fachrichtung können die Studierenden eine oder mehrere Vertiefungen absolvieren: Ökologie und Raumplanung, Unterricht und Beratung, Unternehmensführung, Informatik, Landtechnik. Nach dem praxisorientierten Studium übernehmen die Diplomanden verantwortungsvolle Jobs in landwirtschaftlichen Organisationen, in der Beratung, Berufsbildung, Verwaltung, Industrie oder Handel. Andere übernehmen den elterlichen Landwirtschaftsbetrie​b oder arbeiten im Ausland."

Auszug aus:
http://www.land​wirtschaft.ch/de/wiss​en/bildungforschung/b​ildung/weitere-ausbli​dungen/

Ich bin keine Bäuerin, habe keine Verwandten die Bauern sind, aber ich kenne seit Jahren dipl. Landwirte und Ing. Agronomen. Diese Leute sind nicht ungebildet sondern haben ein respektables Bildungslevel Herr Hofer. Falls die SVP dort Zustimmung erhält hat das vermutlich andere Gründe als die welche Sie hier anführen.

Wie auch immer, ich halte es sowieso für ziemlich kurzsichtig gerade die Menschen zu verunglimpfen, die das wichtigste produzieren was es gibt: Nahrungsmittel!

Wi​e wichtig die sind merkt man halt erst dann wenn sie fehlen, oder wenn die welche man kriegt schlecht sind und Bauchschmerzen oder schlimmeres verursachen.

Grüss​e Sie!


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J. Nyffeler sagte August 2011



Herr Estermann Sie täuschen sich gewaltig.
Ich hatte neben einem solchen Heim gearbeitet
Einige dieser Leute hatten mehr Geld im Portemonnaie als wir beide zusammen.
Sie kamen jeden Abend und holten sich über die Gasse eine Flasche Bier.
Heute steht dieses Heim nicht mehr da.Fragen Sie sich mal warum!!!



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